1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Konzert-Sound Praxis

Horizontale Abstrahlprobleme mit LineArrays bei OpenAirs

  • wora
  • 25. September 2007 um 20:33
  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.412
    Beiträge
    27.252
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 25. September 2007 um 20:33
    • #1

    zugegben, die überschrift ist ein bisschen ketzerisch.
    aber ich denke das ist ein bisher unterschätztes thema.


    mir ist (vor allem auf OpenAirs) folgendes bereits sehr oft aufgefallen:

    - Linearray links und rechts.
    - sound am FOH gut, alle höhen und bässe sind ausgewogen vorhanden.
    - bewegt man sich nun mittig in richtung bühne, wird der sound immer verwaschener und indirekter.
    - die höhen gehen weg und die lo-mids nehmen zu, manchmal bis zum unangenehmen dröhnen.
    - erst wenn man sich den nearfills deutlich nähert, wird es wieder besser.

    es entsteht also eine art "beschallungsloch" zwischen nearfill und FOH position, und zwar in der mitte vor der bühne.
    hier koppeln sich offenbar die energieen der beiden bananen im unteren mittenbereich, dazu kommt noch das im hochton dann die pegel der hochtöner ausserhalb ihrer hauptachse nicht mehr ausreichen (horizontal betrachtet).
    daraus ergibt sich ein klangliches ungleichgewicht, das enorme klangliche ausmaße annehmen kann!

    was man im zusammenhang mit dem phänomen ebenfalls oft beobachten kann:
    die bananen hängen oft so, das sie im 90° winkel von der vorderkante der bühne wegstrahlen.
    wenn das auch in der mitte gut funktionieren soll, müssten die systeme ja 180° abstrahlen... oder in der mitte müssten entsprechend potente nearfills eingesetzt werden. das ist also vor allem bei breiten bühnen ein ordentliches problem.


    hier also meine idee dazu:
    man sollte, genau wie früher bei hornsystemen, darauf achten die bananen horizontal so weit nach innen zu drehen, bis der fehler vor der bühne weitestgehend minimiert ist. den rest dann durch nearfills stopfen.

    leider geben die berechnungstabellen der linearrays über die horizontale verteilung keine ausreichende auskunft (wenn überhaupt).


    oder hat jemand eine andere erklärung für dieses, vor allem für das publikum, unschöne phänomen?


    PS:
    das ist natürlich nicht auf jeder VA zu beobachten, aber doch erstaunlich oft.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • g.sanner
    Profi
    Beiträge
    212
    • 25. September 2007 um 21:07
    • #2

    Das Problem mit dem reindrehen liegt im eigentlichen Vorteil des LA. Die Koherenz: Oder anders gesagt gibt es bei LA Systemen in der Regel ausserhalb der Achsen noch Stereo. Das fuehrt beim reindrehen zu wirklichen unschoenen Dopplereffekten. Das habe ich selbst schon probiert und werde das bestimmt nicht wieder tun. Nen ganzen abend alles dreimal hoeren.
    Nun haben LAs ja den Vorteil das bei richtiger Instalation der Pegel nach hinten weniger abnimmt. Das trifft leider auf die horizentale Achse nicht zu. Die einzige Loesung hierzu sehe ich in Potenten Ceterclustern bei breiten Buehnen. Aber natuerlich ist es besser die Hangs dichter zusammen zu haben. Soweit nach innen wie es geht.
    Also bitte nicht reindrehen

  • mikee mike
    Beiträge
    1.329
    • 25. September 2007 um 21:22
    • #3

    In der Größenordnung führt wohl kein Weg an Centerclustern vorbei.

    Das muss aber nicht zur zwingend ein LA Problem sein. Erst letzten hatten wir eine sehr potente Horn PA aufgebaut. Links und rechts mehrere 2x12" / 2" Tops auf Podesten und leicht nach vorne versetzt (aus Platzgründen) als Haufen mehrere 2x18". Die Tops strahlen wirklich unglaublich gerichtet ab, und so hatten wir in der Mitte, dort wo vor der Bühne quasi ja die eigentliche, nennen wir es mal "Aktionsfläche" ist, mehr Boom als tztz ... also einen deutlichen Überhang an Bässen. Fazit => In die Truss mehrere geflogene 15"/2"er als Infill .... also je nach dem, wie der Platz es zulässt, und die Tops konnten wir leider nicht weiter nach innen drehen oder anwinkeln, führt für einen Top Beschallung nichts an einem Infill / Centerfill / Centercluster vorbei ...

    Aber ich steh ja eh in einigen Metern Entfernung am FOH ... dort ist alles bestens .... ;)
    Allerdings ist das ganze halt auch stark eine Budgetfrage, ob das Geld halt da ist dort getrennt angefahren noch was aufzuhängen, oder ob es eben ein LA sein musste, aber für mehr dann halt nicht mehr langt oder langen soll ....

    Grüße

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.264
    Beiträge
    14.912
    Marktplatz Einträge
    6
    • 25. September 2007 um 22:11
    • #4

    Sehr schön. Wie schon vor 3 Jahren mal von mir ausgeführt: Man kann getrost ein vertikal ordentlich funktionierendes linearray als "Hauptsystem" betrachten und wie in anderen 'dezentralen' Systemen ein nearfill, centercluster oder outfill addieren je nach Auditorium und natürlich immer schön korrekt laufzeitkorrigieren, gell :D Vor drei Jahren wurde mir das noch als Verstoß gegen die "reine Lehre" vorgeworfen und unbedingt ein primär breiter Abstrahlwinkel postuliert. So ein Quatsch, denn der könnte, wie hier erwähnt gar nicht breit genug sein !!! In Woras Fall hätte das nearfill entweder besser angepasst sein müssen ( anderer Pegel, anderer Winkel ) oder es wäre ein Center Cluster besser gewesen. Jungs das war doch von Anfang an klar, dass ein einziger realisierbarer horizontaler Winkel, egal welcher, nicht die eierlegende WMS sein kann :D

    Äh und ausserdem: Man sollte nie vergessen, dass es auch in der "post linearray Ära" noch das Thema " nicht kohärenter O-Ton Bühnenlärm" gibt. Das kann sich auf das "Worasche Dreieck" positiv aber auch negativ auswirken. :wink: :roll: :D:D

  • christian jentschke
    Beiträge
    78
    • 25. September 2007 um 22:26
    • #5
    Zitat

    Das fuehrt beim reindrehen zu wirklichen unschoenen Dopplereffekten


    ...also mal davon abgesehen, dass der Dopplereffekt eigentlich ein vollkommen anderes akustisches Phänomen beschreibt, konnte ich bis jetzt auch sonst eigentlich noch nie nennenswerte Probleme, durch das Eindrehen von LAs feststellen. Ich halte es neben der obligatorischen Verwendung von Near- und Infills vielmehr für eine der effektivsten Möglichkeiten, das von Wolfgang beschriebene Problem zu minimieren. Ich möchte mich also dagegen wehren, diesen Ansatz von vorneherein als kontraproduktiv zu bewerten.

    Zitat

    eider geben die berechnungstabellen der linearrays über die horizontale verteilung keine ausreichende auskunft (wenn überhaupt).


    Also zumindest in den Simulationsprogrammen von L'Acoustics lässt sich das eigentlich recht zuverlässig visualisieren. Sogar die alte Excel-Tabelle lässt einen schon erahnen, wo es in der Mitte zu Problemen kommen wird, und mit Soundvision kann man sogar ganz gezielt die Schallverteilung in einem frei definierbaren Frequenzband für jeden Punkt im Raum simulieren.

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.412
    Beiträge
    27.252
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 26. September 2007 um 00:57
    • #6

    ah, schön das zumindest bei einigen herstellern auf das "horizontale problem" eingegangen wird.
    sorry, ich kann natürlich nicht alle systeme kennen.

    gert:
    einen dopplereffekt könnten wir doch nur dann erzeugen, wenn wir die LA´s oder das publikum einigermaßen schnell in verhältnis zueinander bewegen. das dies in der regel nicht der fall ist, müsste das von dir beobachtete problem anders erklärt werden.

    @all:
    das phänomen der klangveränderung in "woras dreieck" (danke guma ;) ) bezieht sich nicht nur auf extrem breite bühnen.
    ich hab das auch schon bei 10m bühnen und bei einer indoor-bühne mit höchstens 8m beobachtet.

    das hereindrehen scheint mir logisch betrachtet doch eine sinnvolle alternative zu sein, ich habe das auch selbst schon des öfteren gemacht, ohne die nachteiligen effekte wie gert beobachten zu können.
    das geht aber nur dann, wenn der zuhörerbereich nicht extrem breit ist.
    man muss also im einzelfall entscheiden, was die sinnvollste möglichkeit ist.
    wenn genug geld da ist, kann man sicher am besten mit leistungsfähigen in- und outfills arbeiten.

    die antworten zeigen mir, das die sachlage bei einigen doch bekannt ist.
    mein ansinnen ist es nun, dies dem rest der gemeinschaft auch bekannt zu machen bzw. die sinne dafür zu schärfen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • thieloliver
    Profi
    Reaktionen
    265
    Beiträge
    541
    Marktplatz Einträge
    2
    • 26. September 2007 um 09:44
    • #7

    Das von Dir festgesstellte Phänomen ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Ausdehnung der " Zylinderwelle " ( ohje, ich hab das böse Z Wort benutzt ) zu niedrigeren Frequenzen abnimmt. Das Einzige was zuverlässig dagegen hilft ist Linienlänge. ( kombiniert mit exaktem Curving )
    Deshalb würde ich bei gleicher Lautstärke lieber eine längere Linie von kleinen Elementen hängen als eine kürzere mit leistungsstärkeren.
    z.B. lieber 12 GeoS als 6 GeoT oder lieber 16 Cohedra Compact als 8 Cohedra. Die größeren Systeme können zwar deutlich mehr Lomid, aber die Schallverteilung ist bei mehr von den kleineren einfach homogener. ( noch schöner sind natürlich mehr von den großen, wenns Budget und Hallendecke zulassen )
    Was das Eindrehen betrifft, bin ich auch der Meinung, dass das nicht schaden kann. Bei den 100 Grad Systemen isses Indoor sowieso Pflicht, sonst beschallt man die Seitenwände.
    Im Übrigen wurde zumindest 2002 beim L-Acoustic WST Systemplanerkurs ( dVdosc ) noch gelehrt, dass sich die Footprints der Arrays überlappen sollen, gerade weil man bei Linearrays so ein tolles Stereobild hat.

  • g.sanner
    Profi
    Beiträge
    212
    • 26. September 2007 um 11:03
    • #8

    Also wenn wir von reindrehen reden meine ich mehr als 5 Grad. So wie beim konventionellem system es gerne mal 20 sind. Sind beide Hangs jetzt mal 30 Meter auseinander klingt es ausserhalb der Achsen wirklich echt bitter. Die Mitte ist dann zwar super aber aussen geht gar nicht. Und da kann man tatsaechlich alles mehrfach hoeren. Erst den Hang an dem man dicht dran ist dann die Buehne und dann die andere Seite.
    Daher gehe ich davon aus das im kleineren Rahmen es genauso zu unschoenen Effekten kommen wuerde, die aber aufgrund der kuerzen Laufzeiten nicht so ausgepraegt sind.

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.264
    Beiträge
    14.912
    Marktplatz Einträge
    6
    • 26. September 2007 um 11:05
    • #9

    Jo, ich drehe LAs auch mal etwas ein, allerdings waren bisher nie mehr als 5° sinnvoll. Was das lomid im "woraschen Dreieck" betrifft sind hier noch zwei Punkte erwähnenswert:

    1. das dazu passende infill kann dem entsprechend als reines Mittelhochtongedöns ausgeführt sein ( z.B. 10"/ 1,5" )

    2. ein Abstrahlverhalten als horizontaler Dipol im lomid des LA kann zur Vermeidung sehr hilfreich sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von guma (26. September 2007 um 11:11)

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 26. September 2007 um 11:07
    • #10

    ...es geht doch nicht über einen anständigen center cluster (bzw. center banane)

    wenn ich mal von einer "männer-bühne" ausgehe, kommt man ohne solche nicht mehr aus.

    schöner noch: wall of sound... sowas würde ich gerne mal mit den heutigen mitteln realisieren, hat nur noch niemand zahlen wollen *g*

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.412
    Beiträge
    27.252
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 26. September 2007 um 12:08
    • #11

    ein paar gute anmerkungen.

    gert:
    bei einer bühnenbreite von 30m gehe ich auch davon aus, das es ein center cluster geben MUSS.
    wie soll man das riesenloch sonst stopfen?
    und bei solch breiten beschallungen muss man auch über ein kräftiges outfill nachdenken, zur not muss halt ein zweites LA her, um die horizontale abdeckung zu erzielen.
    aber bei jobs mit bühnenbreiten von, ich sag mal, 8-15m und geringerem budget habe ich es inzwischen schon oft erlebt, das das publikum ganz vorne und ab der mitte gut versorgt wurden, aber dazwischen war´s einfach nicht gut.
    offenbar achten da nicht viele auf eine gleichmässige abdeckung, hauptsache in der tiefe funktioniert´s noch gut, man hat ja schliesslich ein LA hängen...

    guma:

    Zitat

    2. ein Abstrahlverhalten als horizontaler Dipol im lomid des LA kann zur Vermeidung sehr hilfreich sein.


    da steh ich jetzt n bisschen auf dem schlauch.
    zur vermeidung von was?

    simonstpauli:
    wall of sound... hmmm.
    kann ich aber schon gut verstehen, das dies noch keiner zahlen wollte ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.412
    Beiträge
    27.252
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 26. September 2007 um 12:16
    • #12
    Zitat von "thieloliver"

    Das von Dir festgesstellte Phänomen ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Ausdehnung der " Zylinderwelle " ( ohje, ich hab das böse Z Wort benutzt ) zu niedrigeren Frequenzen abnimmt. Das Einzige was zuverlässig dagegen hilft ist Linienlänge. ( kombiniert mit exaktem Curving )...

    tja, da haben wir wieder eines der probleme mit LAs angesprochen.
    sind sie zu kurz, stellt man am FOH den sound so ein, das er rund klingt - und hat dann natürlich im bereich vor der bühne eine ordentliche überhöhung in den tiefen mitten.
    ist klar.
    dieses problem meinte ich aber nicht, das kommt bei manchen gigs einfach noch dazu!

    Zitat von "thieloliver"


    Was das Eindrehen betrifft, bin ich auch der Meinung, dass das nicht schaden kann. Bei den 100 Grad Systemen isses Indoor sowieso Pflicht, sonst beschallt man die Seitenwände.
    Im Übrigen wurde zumindest 2002 beim L-Acoustic WST Systemplanerkurs ( dVdosc ) noch gelehrt, dass sich die Footprints der Arrays überlappen sollen, gerade weil man bei Linearrays so ein tolles Stereobild hat.

    also zumindest L-Acoustics folgt also meinem gedankengang. schön ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.264
    Beiträge
    14.912
    Marktplatz Einträge
    6
    • 26. September 2007 um 12:41
    • #13
    Zitat von "wora"

    guma:


    da steh ich jetzt n bisschen auf dem schlauch.
    zur vermeidung von was?

    Nun, eine Anordung der lowmid abgebenden Chassis im Scheibchen so, dass die Aufweitung des horizontalen Winkels nach unten so spät b.z.w. so tief erfolgt, dass im 'Woraschen Dreieck' nicht so viel "Mulm" ist.

    ... und immer schön an den "wedgemulm" den "sidefillmulm" und natürlich den "backlinemulm" sowie den "Dumpfbackenbierflaschanbühnenvorderkantenoderabschperrgitterdöppermulm" denken und die äthyltoxische HF-Dämpfung nicht vergessen ! :D:D:D

  • mikee mike
    Beiträge
    1.329
    • 26. September 2007 um 13:00
    • #14
    Zitat

    das dazu passende infill kann dem entsprechend als reines Mittelhochtongedöns ausgeführt sein ( z.B. 10"/ 1,5" )

    HK Audio LP210 ? Gibts grad billig im B2B ... also an alle L'acoustic Nutzer ...
    *hust* :D :lol:

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.264
    Beiträge
    14.912
    Marktplatz Einträge
    6
    • 26. September 2007 um 13:06
    • #15

    @ mikee mike

    Du darfst auch gerne ein L-acoustic Böxchen benutzen. Wir wollen ja auf gar keinen Fall ein unHEILiges nearfillchen haben. Sonst wird man aus der Glaubensgemeinschaft ausgestoßen :D:D:D:D:D:D

  • Christian Engel
    Moderator
    Reaktionen
    89
    Beiträge
    3.460
    Marktplatz Einträge
    4
    • 26. September 2007 um 13:13
    • #16

    LP210? *lol* :D

    Ich glaube die 115XT von L-Acoustics macht sich da besser
    :wink:

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wiesel
    Profi
    Beiträge
    136
    • 26. September 2007 um 16:58
    • #17

    Ich möchte folgende Anmerkungen machen:
    1) Wie bereits gesagt ist der übergangsbereich zwischen "zylindrischer" Ausbreitung und fugelförmiger Ausbreitung abhängig von der betrachteten Frequenz und der betrachteten Arraylänge. Formel ist nachzulesen z.B. in Volkers Arbeit. Daraus folgt aus meiner Sicht direkt: Macht man ein Array zu kurz, kommen die low mids eben nicht weit genug. Hinzu kommt noch ein anderes Problem, das ich beobachtet habe:

    2) Boxen, die weiter kommen sollen werden komplett lauter gemacht als solche, die weniger weit kommen sollen. (Also die oberen Boxen werden lauter gemacht als die unteren beim Array). Das hat aus meiner Sicht zur Folge, dass in low-Bereich die Ankopplung zu einer koherenten Wellenfront nicht mehr gut funktioniert.
    Im folgenden Bild habe ich mal ein (nicht gecurvtes Array) in dem alle Lautsprecher gleich laut sind gesimt und dann ein array, wo die oberen 4 0db haben, die mittleren 4 -3db und die unteren -6 db. Es fällt deutlich auf, dass das Array viel schneller Energie verliert und weniger weit kommt als vorher. Gerechnete Frequenz ist 250 Hz. Hier wird also die eh schon schlechter funktionierende Zylinderwelle noch mehr geschwächt.


    Eine größere Auflösung gibts hier: http://www.segeln-info.de/makro/forum/zylinderwelle.jpg

    Das hat aus meiner Sicht zur Folge, dass die beschriebenen Effekte noch mehr auftreten werden. Daher - wie das auch beim Galileo und sicherlich auch bei anderen Controllern gemacht wird: Es müssen für größere Distanzen - um entfernungsbedingte Lautstärkeunterschiede auszugleichen - nur bestimmte Frequenzen angehoben - highshelf (!!).


    So, bitte um Korrektur, wenn das was ich hier von mir gegeben habe auf einer falschen Vorstellung beruht.

    Das man um ausreichend dimensionierte NFs und evtl Centern nicht drum rumkommt ist aus miener Sicht nicht der Rede wert. Das war eigentlich auch schon immer so, nur das man heute mehr drauf achtet ... wenn ich da früher an MT4s an ner Bühne denke, da war der Sound in der Mitte direkt an der Bühne auch beschissen :) *ironie*Aber da wollen die Gäste eh lieber mit einem der Mucker ins Bett oder ;-)??? */ironie*

    Maximilian Kropp
    Grundend 8
    47807 Krefeld

    http://www.kulturfabrik-krefeld.de

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.412
    Beiträge
    27.252
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 26. September 2007 um 18:04
    • #18

    schöne grafik, danke.
    immerhin kann man darauf auch erkennen, das durch die absenkung der pegel der unteren speaker auch die gesamtenergie nach unten abgelenkt wird. die nebenkeule nach oben ist hier deutlich geringer.
    diesen effekt kann man auch ausnutzen, wenn man ihn benötigt.
    es gibt IMHO keine allgemeingültige vorgehensweise, beim einstellen von LAs muss der SysOP in der jeweiligen anforderung einfach wissen was er tut.
    vielleicht sollte man da mal unabhängige schulungen organisieren, damit es in zukunft einfach mehr kollegen gibt, die sich da richtig auskennen...?

    aber das ist ja wiederum ein ganz anderes thema! ;)
    es geht hier ja nicht darum, möglichst weit zu schiessen, sondern darum, die vorne entstehenden löcher im frequenzgang besser zu schliessen!

    gumas anmerkung mit den 10"/1,5" nearfills bezieht sich sicher nicht auf einen bestimmten boxenhersteller, sondern (wie ich ihn kenne) ist eher eine theoretische betrachtung.
    denn was haben wir vor der bühne vom LA in ausreichendem pegel?
    richtig, genau das, was 10"/1.5"er prinzipbedingt nicht so gut können: lomids.
    aber es fehlt hier ja an mitten und höhen, und das können sie ja wiederum sehr gut!
    in sofern ist das doch nicht der schlechteste tipp, oder?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mikee mike
    Beiträge
    1.329
    • 26. September 2007 um 18:14
    • #19
    Zitat

    gumas anmerkung mit den 10"/1,5" nearfills bezieht sich sicher nicht auf einen bestimmten boxenhersteller, sondern (wie ich ihn kenne) ist eher eine theoretische betrachtung.
    denn was haben wir vor der bühne vom LA in ausreichendem pegel?
    richtig, genau das, was 10"/1.5"er prinzipbedingt nicht so gut können: lomids.
    aber es fehlt hier ja an mitten und höhen, und das können sie ja wiederum sehr gut!
    in sofern ist das doch nicht der schlechteste tipp, oder?

    Klar, war auch nicht so ernst gemeint, ich versteh den Ansatz schon, wir müssen ja nicht mehr mit weiteren Lowmids und Lows drauf schießen, wenn genau dort ja das Problem der "Überhöhung" liegt, bzw. diese bereits in ausreichendem Pegel vorhanden sind.

  • bastler
    Beiträge
    1.074
    Marktplatz Einträge
    1
    • 26. September 2007 um 18:26
    • #20

    Das Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass sich bei Linearrays, besonders bei den kleineren (schmäleren) der Abstrahlwinkel in den Lowmids im Vergleich zum HF aufweitet und man außerhalb des Hauptabstrahlbereiches ein Ungleichgewicht im Sound bekommt, das entweder mit korrekt delayten und EQ-ten Nearfills oder einem Centercluster (bei größeren Bühnebreiten) auszugleichen ist. Ist bei breiten Bühnen ein Centercluster nicht möglich brauchts halt entsprechen potente Nearfills um weit genug in die Mitte zu kommen.
    Bei einem konventionellen System mit mehreren Tops nebeneinander wird der horizontale Abstrahlwinkel in den Lowmids dagegen enger, da die Tops einzeln in diesem Frequenzbereich zwar den Nennabstrahlwinkel noch nicht einhalten, das Cluster aber (in den Lowmids) koppelt. Was beim Array nur vertikal passiert tritt beim Cluster auch horizontal auf, deshalb tritt das Lowmidproblem nicht so auf.

    Wenn man die Arrays zu weit reindreht bekommt man hinten wieder Probleme, ich versuchs mal in einem Beispiel darzustellen wie ich das meine.
    Wir stehen rechts z.B. vor der rechten Line oder noch weiter aussen in einem gewissen Abstand zur Bühne, die beiden Lines sind nach innen gedreht.
    Zufällig stehen wir nun genau auf der Hauptachse des linken Arrays und natürlich ausserhalb der Hauptachse der rechten Line. Ergo ist unter Umständen an dieser Position die linke Line gleich laut oder sogar lauter als die rechte, allerdings kommt die linke abhängig von der Bühnenbreite deutlich später und man bekommt den von Gert beschriebenen "Doppler"-Effekt (wobei das mit dem Doppler-Effekt im eigentlichen Sinn nicht direkt was zu tun hat aber man weiß was gemeint ist)
    Dieser Effekt wird durch den geringen Pegelverlust eines LAs noch begünstigt.

    Ich hoffe jemand versteht was ich meine :wink:

    Gruß
    Michael

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  2. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  3. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  4. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  5. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  6. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44
  7. Verschiedene Verteiler mit Powercon Anschluss bzw. Ausgang kompatibel?

    tenderboy
    19. September 2026 um 12:22
  8. Suche Optocore Spezialisten - trouble shooting eines SANE Verbunds

    georg.h
    19. September 2026 um 10:21
  9. Quick & dirty reverse engineering - wie gehts weiter?

    phlownd
    19. September 2026 um 10:13
  10. DSP Preset für The Box Pro TP218 MKIII

    dxnny074
    18. September 2026 um 15:16
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™