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Das Unmögliche möglich machen - Theateraufführung

  • christian haugner
  • 7. Oktober 2007 um 16:58
  • jörg lenz
    Beiträge
    41
    • 10. Oktober 2007 um 11:33
    • #41

    Ähnlich Konferenzen ist ein Grenzflächenmic für auf den Tisch fein, könnt ich mir vorstellen. Das Samson CM10B ist gerichtet und sehr sehr günstig.

    Gute UND günstige Kleinkondenser sind das Opus 53, für bestimmte (auch Deine) zwecke Audio Technica ATR55, oder noch günstiger Samson C02. Klassiker und sehr vielseitig das AKG C1000 und Rode NT5.

    Hier mach ich mal n Schnitt, Audio Technica ATM450 vielleicht noch, dann kommen wir auch preislich langsam in die Mittelklasse.

  • mringhoff
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    5.262
    • 10. Oktober 2007 um 12:23
    • #42
    Zitat von "Christian Haugner"


    Das herausfiltern habe ich mittels Notchfilter des Feedbackdestroyers im Gerät vorgenommen. Soweit richtig?


    wie? hast Du schon angefangen?
    Wie soll das gehen, wenn Du noch nicht die passenden Mikros hast?

    Zitat von "Christian Haugner"


    Des weiteren ist zwar für jede Line ein EQ eingeplant, aber eben nur für die erste der FBD. Wenn die erste Line nicht koppelt, sollte es die zweite wohl erst recht nicht tun. Wenn doch sollten kleine Aufstellungsänderungen Abhilfe schaffen.

    Ich würde das wie folgt machen: die vorderen Lautsprecher "stereo" ansteuern, also L und R separat, aber keinen wirklichen Stereomix (dazu später)
    Hier dann jede Box einzeln auspfeifen bzw. Notchfilter setzen, da diese beiden Lautsprecher die am koppelgefährdetsten sind, weil diese auch möglichst laut werden sollen. Einzeln deshalb, weil sich auch unterschiedliche Feedbackfrequenzen bilden können.

    Wenn Du die erste Linie soweit hast, dann kommt die zweite/dritte etc. dran. Diese kann auch sehr wohl koppeln, wenn die Frontlautsprecher es nicht tun, insofern muss man diese auch auspfeiffen. Ein Umstellen an sich würde da nicht viel bringen, eher andere Koppelfrequenzen, ein Neigen nach unten ins Publikum schon etwas mehr.
    Pro Delayline sollte auch ein EQ-Weg reichen, es sei denn, der Raum ist recht unsyemmetrisch (z.B. links viel Stoff, rechts viel Glas).
    Dafür lieber mehr Delaylines (mehr kleinere Lautsprecher)


    Zitat von "Christian Haugner"

    Wie ich die Sache verstehe sind die Grenzflächen auf dem Boden „ausgelegt“ – richtig? Die Leute sprechen ja aber seltenst Richtung Boden, sondern in 98% der Fälle zur Seite oder nach vorn… Bekomme ich da nicht noch mehr Probleme mit der Rückkopplung, da ich die Fader weit nach oben treibe? Also der Abstand zum Redner nimmt ja mit der Belegung am Boden deutlich ab. Rumpeln wird bei der Art des Bodens auch stark vorhanden sein (Bühne mit Holzdielen (!!!))....

    Zum Grenzflächen-Effekt hier mal eine Info:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzfl%C3%A4chenmikrofon

    Man muss also nicht gleich dort "reinreden", aber zu viel sollte man sich davon auch nicht erwarten, die Dinger können nicht zaubern. Wenn die Redner zu weit weg sind, wirds halt schwierig.
    Aber für die Szene, wo der Schauspieler im vorderen Bühnenbereich steht/sitzt und zum Publikum spricht, können diese Mikros ihre Vorteile ausspielen.
    Das Rumpeln können gute Mikros etwas eleminieren, notfalls hilft eine harte Komressoreinstellung (Limiter) und ein Absenken der Bässe im Mischpult-EQ. Wenn das ein wirklich wackelnder Bretterboden ist und die Mikros auch auf den selben Brettern liegen, dann ist das natürlich nichts, aber ein normaler, fester Holzboden sollte machbar sein...


    Zitat von "Christian Haugner"

    Was könnte man am Tisch machen? (Funk, oder schnell und Problemlos entfernbar, was aber aus meiner Sicht riskant ist. Es sei denn der Tischwechsel erfolgt immer in denPausen, da lässt sich was drehen (Habs nicht mehr genau in Erinnerung) Dort wird relativ häufig gesprochen. Nur oft mit umdrehen zum Publikum, und schon ist er wieder aus dem richtigen Winkel raus.

    Vielleicht lässt sich der Tisch insoweit präparieren, daß Du das Lavalliermikrofon (Kugelchrakteristik) irgendwo fest anbringen kannst (Taschensender auf der publikumsabgewandten Seite u.a.)
    Manche machen da auch ein kleines Loch in die Mitte rein, dann kommt das Mic von unten durch. Dafür gibts sogar ein eigenes Mikro von AKG:
    http://www.akg.com/site/products/…anguage,DE.html
    Mit der Tischfläche hat man somit wieder den verstärkenden Grenzflächeneffekt.
    Da das ja auf Funkmikrobasis abläuft, können die Akteure auch den Tisch hinstellen, wo sie wollen...
    Hier ist noch eine gute Kompressoreinstellung angenehm, damit die lauten Tischgespräche und die vom Mikro abgewendeten Sprecher nicht so stark differieren.
    Die vom Tischmikro wegredenden Sprecher müssen dann natürlich von anderen Mikros aufgefangen werden...


    Zitat von "Christian Haugner"

    Tief Abhängen wäre gestaltungstechnisch der Horror schlechthin.


    klar, aber weit oben hängende Mikros bringen nicht mehr viel Nutzsignal. Wichtig ist halt, daß man nicht aus versehen dran kommt, also über Kopfhöhe hängen die auf alle Fälle (ca. 1/2- bis 1m) und werden also immer im Bild hängen. Aufgrund der Größe des Mikros und auch des Kabels sind die aber recht unauffällig (es sei denn, Ihr habt einen weißen Hintergrund...)
    Und die Mikros müssen natürlich auch etwas vor und nicht nur über den Schauspielern hängen, für die sie gedacht sind. Am besten macht man auf der Bühne entsprechende Punkte für die idealen Sprechstellen (Gaffastück)


    Zitat von "Christian Haugner"

    (...Sprechermikro...) Das ist falsch rüber gekommen/eingezeichnet. Genauso war es auch gedacht. Der Ansager bekommt es aber nicht in die Hand, es steht auf Ständer.


    Dann steht ja die ganze Zeit ein Stativ rum oder?
    Ich dachte, Ihr habt zwei Handheld-Funkmikros? Die sind doch ideal für Moderation. Vor allem kannst Du hier eine eigene Einstellung am Mischpult vorbereiten und der Ansager muss nicht immer aufpassen, daß er richtig steht...
    Oder gehört der "Ansager" mit in die Theaterszenen rein, ist als so etwas wie ein Schauspieler? Dann wäre das wieder gut, denn dann klingt er auch wie die Schauspieler. Mit einem Handheld würde er sich akkustisch etwas abheben (nicht nur lauter, sondern auch voluminöser, basshaltiger...)


    Zitat von "Christian Haugner"

    Da in Scenen häufige Positionswechsel stattfinden ist das spezielle Einfangen ziemlich übel. Es müssten „überall“ Mikros sein…


    ja, etwas mehr Mikros wären schon besser. Wichtig dabei ist, daß Du als Tontechniker dann nur die passenden Mikros hochziehst. Mehr als 2-3 Mikros sollten es also nicht sein. Dafür kannst Du die wenigen wieder lauter machen.
    Insofern ist es auch wichtig, daß Du den Spielablauf gut kennst und laufend aufmerksam verfolgst.
    Und noch ein Tipp: Vereinbare mit den Akteuren bestimmte Sprechstellen, die Du gut einfangen kannst und macht Euch dann passende Markierungen auf den Boden, auch das gespielte Chaos auf der Bühne sollte organisiert werden :)


    Zitat von "Christian Haugner"


    bringt es irgendetwas, die Anlage auf Stereo laufen zu lassen? Oder kann ich gleich auf Mono mischen? Bei ordentlicher Aufstellung fände ich stereo ja schöner, aber zwecks schlechtem Equipment wird sich da wohl nicht viel machen lassen.


    Ich persönlich bin eher ein Mono-Fan (bzw. Fan von einem nur mininalen Stereoeffekt) aus dem Hintergrund, daß nur die in der Mitte sitzenden Gäste davon etwas bemerken. Die seitlichen Zuschauer hören nur das Signal aus der Box auf ihrer Seite und hier würde dann evtl. etwas verloren gehen. Und wenn nur 30-40% der Gäste etwas davon haben, dann wäre das eher unfair :)
    Zudem kommt noch dazu, daß man bei einer Spielszene auf einer Seite auch dann genau das Mikro am lautesten hat, auf dessen Lautsprecherseite die Szene wieder übertragen wird. Wenn man also Probleme mit Feedbacks hat, dann kanns hier zu mehr Schwierigkeiten kommen, als in einem Monomix.
    Außerdem wird die Sprachübertragung aufgrund der Feedbacksituation nicht gerade laut sein, viele Zuhörer werden auch etwas Originalschall mitbekommen, ein Stereoeffekt (also eine rechts-links-Ortung der Schauspieler) würde da auch kaum zur Geltung kommen.

    Aus weiter o.g. Gründen solltest Du aber dennoch die Frontline rechts und links separat ansteuern und nicht mit einem gemeinsamen Monosignal. Nur die Pan-Regler auf dem Mischpult sollten weitgehend auf Mitte bleiben...

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  • christian haugner
    Beiträge
    22
    • 10. Oktober 2007 um 14:18
    • #43
    Zitat von "Jörg Lenz"

    Ähnlich Konferenzen ist ein Grenzflächenmic für auf den Tisch fein, könnt ich mir vorstellen. Das Samson CM10B ist gerichtet und sehr sehr günstig.

    Gute UND günstige Kleinkondenser sind das Opus 53, für bestimmte (auch Deine) zwecke Audio Technica ATR55, oder noch günstiger Samson C02. Klassiker und sehr vielseitig das AKG C1000 und Rode NT5.

    Hier mach ich mal n Schnitt, Audio Technica ATM450 vielleicht noch, dann kommen wir auch preislich langsam in die Mittelklasse.

    Danke für die vielen Empfehlungen, habe mir alle mal (virtuell) angesehen, inkl. Daten und so. Preislich bin ich jetzt am Überlegen. Viele billige oder wenige teure, das ist hier die Frage ;)
    Taugen die Samson eigentlich was? Da die vom Preis her doch weit abschlagen…

    Zitat von "mringhoff"

    wie? hast Du schon angefangen?
    Wie soll das gehen, wenn Du noch nicht die passenden Mikros hast?

    Hatte zu einer Probe einen Testaufbau mit, die Großmembranen und 4 Kleine PA-LS (echt billige Selbstbau). Das ganze vor allem um Mischpult, Effekte und FBD zu testen. Pult und Effekte incl. Einspielungen von CD und Laptop waren ganz nach meinen Vorstellungen, der FBD bringt nicht sehr viel (Ich schätze keine 3dB) Aber für das Geld verlange ich auch nicht mehr. Als EQ gut zu gebrauchen.

    Zitat

    Zum Grenzflächen-Effekt hier mal eine Info:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzfl%C3%A4chenmikrofon

    Man muss also nicht gleich dort "reinreden", aber zu viel sollte man sich davon auch nicht erwarten, die Dinger können nicht zaubern. Wenn die Redner zu weit weg sind, wirds halt schwierig.
    Aber für die Szene, wo der Schauspieler im vorderen Bühnenbereich steht/sitzt und zum Publikum spricht, können diese Mikros ihre Vorteile ausspielen.
    Das Rumpeln können gute Mikros etwas eleminieren, notfalls hilft eine harte Komressoreinstellung (Limiter) und ein Absenken der Bässe im Mischpult-EQ. Wenn das ein wirklich wackelnder Bretterboden ist und die Mikros auch auf den selben Brettern liegen, dann ist das natürlich nichts, aber ein normaler, fester Holzboden sollte machbar sein...

    Das hatte ich schon gelesen, trotzdem „schockt“ mich der Redeabstand. Gerade vorn im Stehen sollten doch die Deckenmikros mehr bringen? (Da wesentlich näher und in Sprachrichtung)

    Ich habe gelesen, das Kompressoren den Koppeleffekt noch verstärken – stimmt das?

    Der Holzboden ist allerdings fest. Aller 1,5m geschraubte Dielen.

    Zitat

    Vielleicht lässt sich der Tisch insoweit präparieren, daß Du das Lavalliermikrofon (Kugelchrakteristik) irgendwo fest anbringen kannst (Taschensender auf der publikumsabgewandten Seite u.a.)
    Manche machen da auch ein kleines Loch in die Mitte rein, dann kommt das Mic von unten durch. Dafür gibts sogar ein eigenes Mikro von AKG:
    http://www.akg.com/site/products/…anguage,DE.html
    Mit der Tischfläche hat man somit wieder den verstärkenden Grenzflächeneffekt.
    Da das ja auf Funkmikrobasis abläuft, können die Akteure auch den Tisch hinstellen, wo sie wollen...
    Hier ist noch eine gute Kompressoreinstellung angenehm, damit die lauten Tischgespräche und die vom Mikro abgewendeten Sprecher nicht so stark differieren.
    Die vom Tischmikro wegredenden Sprecher müssen dann natürlich von anderen Mikros aufgefangen werden...

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    Deshalb das Edit ganz unten in meinem letzten Beitrag. Die Niere gefällt mir besser als die Kugel, da von vorn sowieso nicht hinein gesprochen wird. Wenn ich eine Halbniere auf dem Tisch platziere, ganz vorn, auf der zum Publikum gewandten Seite, sollte das doch funktionieren? Sowohl die seitlichen als auch der hintere Sprecher (kleiner quadratischer Tisch) können dann gut aufgeneommen werden. Selbst die eine Flüster-Scene lässt sich damit wohl ganz gut meistern. (lautes flüstern ;) )
    Auch Sprecher hinter dem Tisch, die nach vorn reden sind damit einigermaßen erfasst.

    Zitat


    klar, aber weit oben hängende Mikros bringen nicht mehr viel Nutzsignal. Wichtig ist halt, daß man nicht aus versehen dran kommt, also über Kopfhöhe hängen die auf alle Fälle (ca. 1/2- bis 1m) und werden also immer im Bild hängen. Aufgrund der Größe des Mikros und auch des Kabels sind die aber recht unauffällig (es sei denn, Ihr habt einen weißen Hintergrund...)
    Und die Mikros müssen natürlich auch etwas vor und nicht nur über den Schauspielern hängen, für die sie gedacht sind. Am besten macht man auf der Bühne entsprechende Punkte für die idealen Sprechstellen (Gaffastück)


    Das mit den Sprechpunkten ist gut. Vor allem über die Sprechrichtung gibt’s vorher noch mal eine Belehrung….
    Abhängen bleibt trotzdem nicht aus, mal sehen was sich ergibt.

    Zitat

    Dann steht ja die ganze Zeit ein Stativ rum oder?
    Ich dachte, Ihr habt zwei Handheld-Funkmikros? Die sind doch ideal für Moderation. Vor allem kannst Du hier eine eigene Einstellung am Mischpult vorbereiten und der Ansager muss nicht immer aufpassen, daß er richtig steht...
    Oder gehört der "Ansager" mit in die Theaterszenen rein, ist als so etwas wie ein Schauspieler? Dann wäre das wieder gut, denn dann klingt er auch wie die Schauspieler. Mit einem Handheld würde er sich akkustisch etwas abheben (nicht nur lauter, sondern auch voluminöser, basshaltiger...)

    Nein, das wird nur in den Umbaubedingen Pausen aufgestellt, um einen Ansager zu Wort kommen zu lassen. Der liest glaube ich teilweise ab, daher ist das Stativ ganz nützlich. Trotzdem gehört der Ansager mit ins Stück, auch kostümiert… also da sehe ich weniger Probleme

    Zitat

    ja, etwas mehr Mikros wären schon besser. Wichtig dabei ist, daß Du als Tontechniker dann nur die passenden Mikros hochziehst. Mehr als 2-3 Mikros sollten es also nicht sein. Dafür kannst Du die wenigen wieder lauter machen.
    Insofern ist es auch wichtig, daß Du den Spielablauf gut kennst und laufend aufmerksam verfolgst.
    Und noch ein Tipp: Vereinbare mit den Akteuren bestimmte Sprechstellen, die Du gut einfangen kannst und macht Euch dann passende Markierungen auf den Boden, auch das gespielte Chaos auf der Bühne sollte organisiert werden :)

    Den Spielablauf werd ich noch zur Genüge kennen lernen in den letzten Proben :) Da kann ich das auch noch ein wenig richten. Regie und Schauspieler sind zum Glück sehr kooperativ.

    Zitat

    Ich persönlich bin eher ein Mono-Fan (bzw. Fan von einem nur mininalen Stereoeffekt) aus dem Hintergrund, daß nur die in der Mitte sitzenden Gäste davon etwas bemerken. Die seitlichen Zuschauer hören nur das Signal aus der Box auf ihrer Seite und hier würde dann evtl. etwas verloren gehen. Und wenn nur 30-40% der Gäste etwas davon haben, dann wäre das eher unfair :)
    Zudem kommt noch dazu, daß man bei einer Spielszene auf einer Seite auch dann genau das Mikro am lautesten hat, auf dessen Lautsprecherseite die Szene wieder übertragen wird. Wenn man also Probleme mit Feedbacks hat, dann kanns hier zu mehr Schwierigkeiten kommen, als in einem Monomix.
    Außerdem wird die Sprachübertragung aufgrund der Feedbacksituation nicht gerade laut sein, viele Zuhörer werden auch etwas Originalschall mitbekommen, ein Stereoeffekt (also eine rechts-links-Ortung der Schauspieler) würde da auch kaum zur Geltung kommen.

    Aus weiter o.g. Gründen solltest Du aber dennoch die Frontline rechts und links separat ansteuern und nicht mit einem gemeinsamen Monosignal. Nur die Pan-Regler auf dem Mischpult sollten weitgehend auf Mitte bleiben...

    Gut, das bestätigt mein bisheriges Verfahren, schön. Nur eben beide Seiten separat auspfeifen, das wäre noch ein Fortschritt.

    Mein jetziger Plan zu den Mikrofonen: 2 Dynamische für Ansager und Regie (Der Monitor des Pultes geht in den Hinterraum, damit keiner seinen Auftritt verpasst ;)
    2-4 Kleinmembranmics zum freien Aufhängen im hinteren Teil
    2 Hängemics für vorn
    1 Mic für den Tisch (Grenzfläche)
    Eventuell 2 Röhren, aber da sich keiner dazu geäußert hat ist das wohl nicht so gut. (?)
    Leider stoße ich da mit dem kleinen Mischer schon an meine Grenzen und ärgere mich, dass es kein größerer ist.
    In welche Höhe sollten die LS eigentlich gebracht werden? (Ich dachte so an rund 2,5m)

  • mringhoff
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    • 10. Oktober 2007 um 15:17
    • #44
    Zitat von "Christian Haugner"


    (...Grenzflächen...)
    Das hatte ich schon gelesen, trotzdem „schockt“ mich der Redeabstand. Gerade vorn im Stehen sollten doch die Deckenmikros mehr bringen? (Da wesentlich näher und in Sprachrichtung)

    kommt auf die Situation drauf an, man darf nicht vergessen, daß ein Mensch eher nach unten als nach oben redet...

    Zitat von "Christian Haugner"

    Regie und Schauspieler sind zum Glück sehr kooperativ....


    Logisch, bei dem Preis und dem Engagement... :)

    Zitat von "Christian Haugner"


    2-4 Kleinmembranmics zum freien Aufhängen im hinteren Teil


    normale Mikrofone einfach baumeln lassen klappt natürlich nicht, so nehmen die zuswenig Signal mit. Man muss die natürlich entsprechend anwinkeln, was aber eine rechte Bastelei und auch Glücksspiel wird. Manchmal verdrehen sich so konstruierte Mikros mit der Zeit wieder und dann bringen sie noch weniger rüber...
    Nebenbei sind sie halt auch sehr "sichtbar"....

    Zitat von "Christian Haugner"

    2 Hängemics für vorn


    dann aber mind 1m vor den Sprechern, falls es so nicht dann zu Problemen an der Bühnenkante kommt (Aufhängepunkte, erhöhte Feedbackgefahr).
    Hängemikros sind eher etwas für die Bühnenmitte bis hinten.
    Hier sind halt Grenzflächen besser, alternativ können auch kleine Kondenser auf kleinen Mikrostativen am Bühnenrand aufgestellt werden. Die dürften da noch nicht im Licht stehen und falls noch ein Suffleusekasten existiert, dann fallen die auch kaum noch auf...

    Zitat von "Christian Haugner"


    Leider stoße ich da mit dem kleinen Mischer schon an meine Grenzen und ärgere mich, dass es kein größerer ist.


    Größere Pulte haben auch bessere Kanal-EQ (4 bandig, 2 param. Mitten), da lassen sich einzelne Problemmikros noch gut bearbeiten, ohne gleich wieder Frequenzen an den Lautsprecher EQ ziehen zu müssen.

    Zitat von "Christian Haugner"

    In welche Höhe sollten die LS eigentlich gebracht werden? (Ich dachte so an rund 2,5m)


    ja, gerne aber noch höher. Wichtig ist halt das nach unten ins Publikum schwenken und dazu müssen sie halt wiederum hoch hinauf.
    Normale Boxenstative klappen natürlich nicht. Hier nimmt man Lichtstative (TV-Zapfen) und einen passenden Adapter auf Boxenflansch, z.B.:
    http://www.k-m.de/TV-Zapfen.3+M5620f56787c.0.html

    Wenn Deine Lautsprecher keinen Schwenkbügel haben, dann kann man alternativ auch Schrägsteller verwenden:
    http://www.k-m.de/Boxenschraegsteller.3+M50195650a0f.0.html

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  • christian haugner
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    • 11. Oktober 2007 um 08:17
    • #45

    An dieser Stelle bedanke ich mich für die sehr guten Hilfestellungen und die vielen Tipps zur Umsetzung. Wenn es soweit ist werde ich mich nochmals hier melden, um eventuelle kleine "Problemchen" bei der Umsetzung zu klären.

    Den Mischer werde ich wohl verkaufen und etwas größeres anlegen. Aber dazu melde ich mich im Party-PA an, um hier nicht wieder für Ärger zu sorgen. ;)

  • mringhoff
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    • 11. Oktober 2007 um 09:25
    • #46

    Zum Verkaufen solltest Du Dich lieber im vtb2b.de anmelden :)

    Ansonsten fand ich diese Diskussionen wesentlich niveauvoller, auch gehaltvoller, als manch anderen Beitrag von vermeintlichen "Profis". Wünsche Dir viel Erfolg!

    (PS: wir erwarten natürlich einen ausführlichen Bericht, wie es dann gelaufen ist... :)

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  • christian haugner
    Beiträge
    22
    • 29. Oktober 2007 um 06:52
    • #47

    So, geschafft.

    Nachdem jetzt alles vorbei it, muss ich zusammen fassend sagen, dass es doch sehr gut geklappt hat. Ein Bericht würde euch wohl nur langweilen, von daher werde ich darauf verzichten.

    Nochmals "Danke!" an alle, die mitgeholfen haben! 8)

    MfG Christian H.

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 29. Oktober 2007 um 07:51
    • #48

    So nicht mit uns!
    Was denkst du, nach 4 Seiten machste jetzt den Job und haust einfach ab??
    Welche Lautsprecher warens jetzt? Welche Probleme beim Einstellen?
    Mikros? Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?
    Raus mit der Sprache. :D

  • jörg lenz
    Beiträge
    41
    • 29. Oktober 2007 um 10:05
    • #49

    So schlimm daneben haben wir uns nicht benommen, dass Du uns jetzt ohne Bericht abstrafen dürftest!

    Am Sonntag sind einige extra mit dem Fahrrad von Saupsdorf (Elbsandstein) ins Zittauer Gebirge gefahren, um vielleicht Spuren Deines Wirkens aufzufangen - und Du gehst einfach wortlos ab: :cry:

  • christian haugner
    Beiträge
    22
    • 29. Oktober 2007 um 10:42
    • #50

    Nein, ich gehe nicht wortlos. ich habe eben den Text angefangen, aber es ist wieder sehr ausführlich. Daher wohl erst heute abend ;)

  • christian haugner
    Beiträge
    22
    • 29. Oktober 2007 um 16:06
    • #51

    Hätte nicht erwartet, dass hier tatsächlich jemand die Stümpereien eines Laien hören will, aber vielleicht kommt ja wieder einmal ein armer Unwissender hierher, der die ganze Sache interessant findet.

    Ich werde das jetzt so in Tagebuchform aufbauen:

    Di, 16.10.07

    Ich bestelle beim großen (oder kleinen) T „wahllos“ Mikros, 2 Scheinwerfer und stelle die Frage nach einem passendem Mischpult. Empfohlen wird der Mixer Soundcraft MPM 20 MK II.Also mit rein in die Bestellung. Bei der Sache habe ich kein wirklich gutes Gefühl. Aber der Tatendrang lässt mir keine Wahl. Am Abend bekomme ich die Bestätigung und eine Zahlungsaufforderung. Das ungute Gefühl bleibt, daher beschließe ich, vorerst nicht zu bezahlen. :D
    Wegen der Boxen habe ich mich trotz abraten mit denen von LD Systems beschäftigt. Da ich mit den Amps sehr gute Erfahrungen habe. Jetzt könnte die Meinung aufkommen „der fragt dumm im Forum rum, und dann macht er was komplett anderes“. Das stimmt so nicht, viele Tipps habe ich beachtet! So, also 4 von den Topteilen LDPN122 und 2 Subs LDP15 (oder so ähnlich) bestellt. Mir wird versprochen, dass diese am Freitag da sind. An der Bezahlung will sich ein großzügiger Sponsor beteiligen. Also wird das Geld für die LD`s noch am Abend überwiesen.

    Mi, 17.10.07

    Ich frage abends einen Kumpel, ob er Lust hat, mal ne kleine Tour mit mir zu machen, und rufe meinen Chef an, zwecks Urlaub am Donnerstag. Der sagt nach einem „kannst du das nicht eher sagen????“ zu

    Do, 18.10.07

    Ich schnappe mir den Kombi meines Vaters und breche mit dem Kumpel um 6Uhr in Richtung Treppendorf auf. Falls sich jetzt jemand fragt „where the fuck is Treppendorf?“: Dort hat der Onlineversender t-o-mann sein Musikhaus und sein Lager. Das Navi hängt sich pünktlich beim Wechsel von Sachsen nach Bayern auf und quittiert uns den Dienst (Was will uns das sagen?).
    Da es wohl unmöglich ist, das Dorf ohne fremde Hilfe zu finden, wird erstmal ne Kaffeepause eingelegt. Wir haben immer fest daran geglaubt: „In Sachsen wachsen die schönsten Mädchen“, so sagt es die Tradition. Aber diese Pause überzeugt uns davon, dass es in Bayern auch schön sein kann. Gutgelaunt geht es zum Auto und das Navi will auch wieder – prima! Nachdem ich erst denke die Welt ist zu Ende, und wir haben das letzte naturbelassene Stück Erde gefunden, taucht dann das Ortseingangsschild von Treppendorf vor mir auf. Mit ständig „Fuß an der Bremse“, falls eine Kuh hinter der Kurve auf der Straße steht, geht’s zum Musikhaus.

    Bevor ich überhaupt an PA denke werden sämtliche anderen Abteilungen inspiziert. Ein kleiner Einsteigerkurs im E-Gitarre und Bass spielen (wir überlegen jetzt tatsächlich damit anzufangen) lockert das ganze von Beginn an auf (Frei nach dem Motto „uns kennt dort ja keiner“). Nachdem ich dann festgestellt habe, dass selbst die einfachen Konzertflügel doch wesentlich schöner klingen als mein Klavier, gingen bestimmt noch 2 Stunden bei den Tasteninstrumenten drauf. Die kleinen Heimorgeln sind auch ganz niedlich (und sie haben Kopfhörerausgänge zum Schutz der anderen Besucher). Und auch wenn ich Keyboards eigentlich nicht mag, musste ich doch zugeben, dass gerade die teuren von Roland nicht schlecht tönen.
    Dann noch schnell ein paar Trompetenmundstücke Probe spielen (wo hat man sonst so eine Auswahl und kann probieren?) Alles in allem sind meine Lachmuskeln jetzt schon sehr strapaziert, und ich hoffe es liest kein Mitarbeiter von dort mit ;)
    Doch irgendwann ist Schluss mit lustig, und der wahre Aderlass stand bevor. Ab in die PA-Abteilung. Nach bestaunen einiger Digitalmixer und dem Lächeln über das DJ-Equipment im Keller wurde dann die Bestellung mit einem (sehr freundlichen) Mitarbeiter durchgearbeitet. Fazit: Das Soundcraft ist Scheiße, nimm A und H oder Yamaha. Schließlich hab ich mich für das YAMAHA MG 24/14FX entschieden. Die Mikros sind geblieben wie sie waren (auch auf Empfehlung des Threads hier). Auch der Rest der Bestellung ändert sich teilweise.
    Letztendlich nehme ich folgendes mit:

    1x YAMAHA MG 24/14FX
    1x RODE NT 5 (Stereopaar)
    1x SAMSON C02 (jeweils Stereopaar)
    2x THE T.BONE EM9900 (Richtrohr)
    1x BEYERDYNAMIC MPC 65 V SW (Tischmikro)
    XLR und SPEAKON-Stecker in rauhen Mengen. Dazu Mikrofonkabel (100m)
    2 Stufenlinsen mit Leuchmittel 1000W, Dimmer und DMX-Steuerung für den Dimmer (6Kanal, ne kleinere war nicht da)
    Dazu eine Rolle ADVANCE GAFFA SCHWARZ geschenkt

    Mit dem Bezahlen verschwindet dann das dumme Grinsen, was ich den ganzen Tag auf den Lippen habe.

    Während gepackt wird, schauen wir noch die anderen Abteilungen an. Als ich das Lager sehe, bleibt mir erst mal fast das Herz stehen. Kein Mensch vermutet, dass es 2 Kurven hinter dem Musikhaus ein derartiges Lager gibt. Mitten auf der Wiese ein Gebäudekomplex, der sich sehen lassen kann. Während andere dort ihren Kleinkram abholen wird mein Zeug mit dem Stapler bis zum Auto gefahren und der Kombi vollgestapelt. Da kommt das Grinsen langsam wieder. Weiter geht’s durch einen Steinbruch (Softwarefehler im Navi?) in Richtung Heimat. Beim Abendessen noch in Bayern bestätigt sich übrigens die Meinung von früh.
    Dass unser Heimweg diesmal durch Tschechien führt macht das Navi vollends fertig. Während wir gemütlich auf der Autobahn fahren, meint die nette Frauenstimme immer wieder wir sollen doch aus dem Kreisverkehr fahren. Naja, wer hört schon auf ne Frau ;)

    Fr, 19.10.07

    Nach einer kurzen Nacht soll ich auf Arbeit all das nachholen, was ich eigentlich am Donnerstag machen sollte, und was eigentlich schon am Montag fertig sein sollte *rolleyes*
    Danach schrubbe ich das Auto meines Vaters. (Der Steinstaub aus dem Steinbruch verhält sich, als hätte man das Auto in Beton eingegossen).
    In der darauffolgenden Nacht werden die Mikros auf die Bühne „gefummelt“. Dabei kommen Augenschrauben und Gewindespindeln zur Anwendung. Frage: was haben die Adapter an den Mikros für komisches Gewinde? M8 steht dran, aber das passt nicht. Seltsam. Ich schneide kurzerhand die Adapter mit dem Gewindeschneider nach.

    Aufhängeanordnung ist im Bild zu sehen (grün=Samson, rot=Rode, schwarz=Richtröhren, blau=vorhandene Großkondenser, gelb= Tischmikro)

    Nach einer vollen Nachtschicht verabschiede ich früh den Nachtwächter und gehe schlafen.

    Sa, 20.10.07

    Am Abend ist eine Probe angesetzt. Ich warte auf die LD-Boxen, um das ganze zu Testen. Ausliefeung am Mittwoch… was dauert da so lange? Keiner geht ans Telefon, also nicht verzagen, sondern einfach zum Test ein paar andere Boxen hingestellt. Erste Freude: Die Mikros klingen sehr natürlich, die RODE doch ein ganzes Stück besser als die SAMSON, die aber auch nicht schlecht aufnehmen. Da taucht das erste Ärgernis auf: Am Pult gibt Kanal 4 keinen Ton von sich und Kanal 6 ist viel zu leise. Schnell sehe ich, dass ein Spaßvogel den PAD-Schalter am Kanal 6 betätigt hat. Kanal 4 gibt auf einmal seltsame Geräusche von sich, wenn ich den Gain weiter nach oben drehe. Es kommen kratzend Wortfetzen durch, aber viel ist nicht zu machen. Also andere Kanäle nehmen und „freuen“ Ansonsten bin ich ganz zufrieden.

    So, 21.10.07

    Ausschlafen und nen gemütlichen Tag zu verbringen ohne von Technik zu reden ist auch mal nicht schlecht.
    (Was soll ich meiner Süßen da auch erzählen, sie verstehts ja doch nicht und wills auch gar nicht wissen)

    Mo, 22.10.07

    Anruf beim Versender der Boxen „Wo bleibt mein Zeuch???“ Der freundliche Mensch hat dann auch beim Subunternehmer des Subunternehmers der Spedition angerufen und herausgefunden, dass die Boxen eben vor der Haustür abgestellt worden sind. Prima, du bist ein Held! Daher bin ich den Arbeitstag dann sehr entspannt verbracht. Einziges Ärgernis war dann die Rücknahme von Thomann: „ wir versenden erst den neuen Artikel, wenn der defekte bei uns eingetroffen ist“ – Danke! Und bis dahin? Soll ich den Ton in der Zwischenzeit mit dem RG28 mischen? - „ wir versenden erst den neuen Artikel, wenn der defekte bei uns eingetroffen ist“. OK, also neues Pult bestellt, per Nachnahme, dazu 2 Ersatzleuchtmittel für die Scheinwerfer.
    Abends packe ich noch vor einer Geburtstagsfeier die Boxen aus und freue mich aufs Probehören. Mehr Zeit ist nicht, dann geht’s zum Feiern.

    Di, 23.10.07

    Im Halbschlaf erreiche ich auf mir nicht bekannte Weise meine Arbeitsstätte. Dort frage ich ob das mit dem Urlaub von Mittwoch bis Freitag klar geht (obwohl ich nie welchen beantragt hatte). Nach einem erstaunten Blick wurde dann auch zugesagt. Etwas Dreistigkeit bringt in diesem Fall also große Vorteile.
    Abends werden dann schnell Kabel mit Speakons versehen und die Boxen getestet. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut, auch die Musik klingt nicht schlecht. Aber erst, wenn man im EQ die Höhen raus nimmt. Nach weiteren Tests bin ich doch zufrieden mit den Boxen. Auch das Abstrahlen ist subjektiv nicht so schlecht wie hier behauptet. Um die 2 Subs gegen die 4 Tops in Waage zu bringen trenne ich das Ganze bei 80Hz. Zufrieden mit der Lieferung mache ich mich an die nächste Nachtschicht. Die Aufgabe besteht darin, ein Rack für alle Geräte zu bauen und einen Platz für das Mischpult zu schaffen. Wenns interessiert stelle ich Fotos dazu rein.

    Mi, 24.10.07

    Gegen Mittag verlasse ich meine Schlafstätte und will weiter am Rack bauen. Leider ist der so genannte „Hobbyraum“ bereits belegt. Dort baut jemand eine Hundehütte zusammen. OK, wir einigen uns, dass ich um 16.00Uhr weiter machen darf.
    Eben ist das Paket eingetroffen. Mixer und Leuchtmittel sind da. Sogar funktionstüchtig. –Begeisterung-

    In der Zwischenzeit erinnere ich mich, dass auch die Scheinwerfer noch aufgehängt werden wollen. Nach schier unglaublichen Klettertouren in atemberaubender Höhe ist das dann ich geschafft und der Adrenalinspiegel sinkt langsam wieder. Fazit für mich: Auch wenn es deiner Faulheit widerstrebt, hole beim nächsten mal eine stabile Aluleiter und spar dir die Tortur mit einer Holzleiter, die sich in 8m Höhe verabschiedet
    Die Lust am Rackbau ist damit erstmal erloschen und ich widme mich den Kabeln. 8x15XLR. Das ganze dann zu einer Art Multicore bündeln (Mit Gaffa) und an der Bühne anbringen. Dann ist auch diese Nacht vorbei…


    Do, 25.10.07

    Eigentlich ist dieser Tag voll und ganz für die „Aktion“ verplant. Nach 3h schlaf werde ich allerdings von einem verzweifelten Lehrling angerufen, der „ein wenig Hilfe“ für die Zeichnungen seines Gesellenstücks braucht. Also hin auf Arbeit und los. Fazit: völlig übermüdet einen vollen Arbeitstag im Büro, und das ist auch noch Urlaub. Naja, man ist ja nicht so. Abends dann wieder ans Werk, noch das Rack komplett zusammen gestellt. Eigeschraubt sind nur die „kleinen Geräte“, aber nicht die Endstufen. Kabel sind auch noch nicht komplett. Dann werden schnell noch die Boxen aufgestellt. Der Einfachheit halber 16 Paletten unter jede Box.


    Fr, 26.10.07

    Wieder eine Nacht fast ohne Schlaf, langsam macht es sich bemerkbar. Früh ist Ausgabe der Diplomurkunden, da sollte man schon mal erscheinen. Gerade noch rechtzeitig (Eine Stunde nach Beginn, da ich verschlafen habe) komme ich dort an, und freue mich, dass es Nachmittags vorbei ist. Eigentlich ist Abends fett Party angesetzt, aber weder der Zustand meines Körpers noch der Zustand der Anlage lassen das zu. Also noch schnell 200m Lautsprecherkabel besorgt und ab nach Hause. Wieder bin ich am Kabel löten, eigentlich will ich schnell fertig werden, denn am Abend ist Hauptprobe. Derjenige, der mir helfen will und auch am Pult sitzen soll erscheint nicht. Später dann, zu Beginn der Hauptprobe bekomm ich langsam Panik. Der Typ taucht jetzt endlich auf, kommt her und fragt wie weit ich bin. „Die erste Line läuft, die anderen wenn die 4 Kabel hier fertig sind“, sage ich so und löte weiter. Denke er wird jetzt den Rest noch einschrauben und das Pult einstellen. Als ich nach einer halben Stunde keinen mehr sehen kann, erfahre ich dass der Typ schon lang wieder weggefahren sei. Erst denke ich er will was holen, später wird mir gesagt er hätte keine Lust, ich hätte gesagt zur Hauptprobe steht alles. Nach einem kurzen Wutausbruch (hier ohne Details) hab ich dann allein weiter gemacht.
    Um 12 läuft die Anlage komplett, bis um 1 Hab ich noch ein wenig getestet. Vorn gibt es noch ein penetrant auffallendes „Loch“, daher hab ich die 2 kleinen EM 8B geholt und direkt vor der Bühne positioniert. Insgesamt klingt es jetzt doch sehr ausgewogen. Einpfeifen hat auch morgen noch Zeit.
    Dann bin ich mit dem Rest der Leute nach nebenan gegangen und wir haben das ganze ordentlich begossen…

    Sa, 27.10.07

    Die Lust zum Aufstehen hält sich sehr in Grenzen. Der Typ vom Abend zuvor hat sich mittlerweile doch dazu entschieden das Pult zu bedienen. Ich erkläre ihm die Belegung, die Gruppen und bla. Da er aber zur Probe nicht da war gibt es leichte Anfangsschwierigkeiten. Das Ansagermikro gibt keinen Ton von sich, er hat den falschen Kanal entmutet. Naja, das kann passieren, der Rest der Aufführung klappt dann super und bis auf 2 Meinungen gibt es nur gute Worte über die Verständlichkeit. Abends schaue ich, und merke dass ich das Einpfeifen früh total vergessen habe. Also wird das noch erledigt. Danach das gleiche Ritual wie am Freitag. :D

    So, 28.10.07

    Die zweite Aufführung erfolgt direkt am nächsten Tag . Wieder sind ca. 600-700Mann zugegen. Heute ist noch eine leichte Steigerung drin. Alles in allem ein Erfolg…

    Heute

    Ja, das Abbauen steht noch bevor. Dann endlich mal wieder schlafen…! Zum Glück gibt’s zum Abbau Helfer…


    Und technische Probleme gabs natürlich auch:

    Die Röhren fangen sehr zeitig an mit Pfeifen. Mir ist das total unerklärlich. Also ich mag die Dinger nicht. Eigentlich sollten die ja sehr gerichtet aufnehmen. (?)

    Ein nicht komplett funktionierendes Mischpult (mittlerweile getauscht)

    Der Proberaum war so unkompliziert, dass ich mir um den Auftritt keine Gedanken gemacht habe. Dort lagen die Feedbacks dann aber voll im Sprachbereich.

    Anders machen würde ich:

    -noch mehr von den Kleinkondensern aufhängen, überhaupt keine anderen Mikros (außer Grenzflächen)

    -mit den Boxen hattet ihr schlussendlich Recht, andere hätten mehr gebracht. Aber so hab ich auch was davon ;)

    -eher anfangen, nicht wieder bis zur letzten Minute warten. Am Freitag war echt Chaos

    -einen Mischpultbediener aussuchen, der mehr rausholt oder selber ransetzen.

    -vorher klarstellen, wo ich meine Boxen platzieren will. An der geplanten Stelle für die zweite Line war ein langer Getränkestand aufgebaut. Toll.

    -Kinder und Jugendliche vom Pultbereich wegjagen. (abgebochene Antenne vom Funkmikroempfänger)

    -dem Forum mehr vertrauen und mir helfen lassen, statt meinen Dickkopf duchzusetzen ;)

    Gut war:

    Die Grenzfläche auf dem Tisch – hervorragend!

    Die LDPA-Endstufen – nicht amtlich, aber keine Probleme gemacht und auch nach meinem kleinen Musik-Test kam kalte Luft heraus. Für den Preis unübertroffen.

    Die Rode-Miks… sehr sauberer klang und super Richtverhalten

    Zusammenarbeit mit Darstellern. Sehr kooperativ

    Auch wenns keiner hören will, aber Behringer Weiche und EQ haben ihren Dienst super vollbracht.

    2x1000W Stufenlinsen blenden zwar, aber die Sichtbarkeit der Schauspieler war wesentlich besser als nur mit Deckenbeleuchtung. Mehr hätte es aber nicht gebraucht.

    Kostenlos essen und trinken…

  • mringhoff
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    • 29. Oktober 2007 um 16:22
    • #52

    Na, dann danke erstmal für Deine doch sehr ausführliche Berichterstattung in die Abenteuerwelt der Tontechnik...
    Wir wollten natürlich schon wissen, ob unsere Ratschläge geholfen haben und wie sich das alles in der Realität entwickelt hatte...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • Kracky
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    • 29. Oktober 2007 um 18:14
    • #53

    Dann lege ich dir nochmal nachträglich diese Lektüre an den Hals:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon#Richtcharakteristik

    Ich denke danach ist dir klar warum dein Richtmikrofon weitaus vor den Kleinkondensern gekoppelt hat. Ein Richtmikrofon hat eine sehr schmale (gerichtete) Abnahme nach vorne was aber auch bedeutet es nimmt auch Anteile von hinten her auf. Die Kleinkondenser dagegen haben eine klassische, nierenförmige Charakteristik, das keine Anteile hinter dem Mikrofon aufnimmt was dann dein Vorteil ist. Siehe auch Thema:

    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?t=54153

    Wie ich sehe bist du doch nicht daran vorbeigekommen für deinen Leichtsinn selbst zu bluten, wenn ich so die Investitionen sehe, aber ich denke du hast selbst festgestellt warum das und die harten Worte nötig waren.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • tufkajck
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    • 29. Oktober 2007 um 19:45
    • #54

    Warum bist du nicht Schriftsteller geworden oder Lebenskünstler und willst dir stattdessen Licht und Ton antun? :)

  • christian haugner
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    • 29. Oktober 2007 um 21:04
    • #55

    Gern geschehen, ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt.

    Kracky: Wie ich schon geschrieben habe, ich respektiere dein Wissen und gönne dir deinen Triumph.

    Aber dafür, dass ich erst am Anfang der Sache stehe und 95% meiner Investitionen für meine Zwecke sinnvoll waren bin ich doch sehr zufrieden. Es kann nicht alles perfekt sein, da hätte ich ja keine Steigerungsmöglichkeiten ;)
    Also "dafür bluten" ist definitiv nicht der richtige Ausdruck...

    Danke noch mal für die Links mit der Richtcharakteristik. Jetzt weiß ich wo mein Denkfehler liegt. Ich hätte das Rohr eher nach vorn neigen sollen, und dann am Pult das Signal fast ausschließlich auf de andere Seite geben. Naja, es wird schon noch.

    Jack: Willst du damit leicht ironisch andeuten, dass mein Text zu lang ist und der Inhalt auf einen Lebenskünstler schließen lässt? Irgendwo hast du schon recht, ich beschäftige mich mit vielen Dingen und hab viel zu viele teure Hobbys. Eben ein Chaot. Durch und durch :D

  • tonmischer
    Beiträge
    205
    • 29. Oktober 2007 um 22:47
    • #56
    Zitat von "Christian Haugner"

    Jack: Willst du damit leicht ironisch andeuten, dass mein Text zu lang ist und der Inhalt auf einen Lebenskünstler schließen lässt? Irgendwo hast du schon recht, ich beschäftige mich mit vielen Dingen und hab viel zu viele teure Hobbys. Eben ein Chaot. Durch und durch :D


    Wieso? Der Beitrag war wirklich amuesant geschrieben. Und ich denke, er wird sicher auch noch irgendwann jemandem weiterhelfen, der vor einem aehnlichen Problem steht. Ich schick dir dann ne PN, falls ich dass mitbekomme :D
    Freut mich auf jeden Fall, dass es geklappt hat.

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 31. Oktober 2007 um 11:00
    • #57

    Wenn man den C2H5OH weglässt, kann man in kürzerer Zeit mehr erreichen ;)

  • sensible-error
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    89
    • 28. November 2007 um 19:40
    • #58

    KLASSE!!! Willkommen im Leben... :)

    ...."bitte auf meinen Monitor Alles, mit viel HALL""...

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