OT:
Und wenn ich jetzt meinen Physiker raushänge: es ist sicher Signaltheorie, aber dahinter steckt Funktionalanalysis, und eine (unendliche) Reihe von Sinussen bildet ein vollständiges Orthonormalsystem, damit haben wir einen Hilbert-Raum, und da konvergiert JEDE Folge gegen einen Grenzwert etc. etc.
TO Ende
Was ich sagen will: wenn man die Kurve im obigen Beispiel anschaut, dann sieht man, dass man ca. 10 Oberwellen braucht, damit das Rechteck wiederzuerkenn ist. Also bei 35Hz sollte ich 350Hz (=10x35) wiedergeben können, um ein Rechteck mit 1kHz hinzukrigen brauche ich gut 10kHz und so weiter. Alle analogen NF-Komponenten haben da eine Sicherheit drin und können weit über 20kHz noch darstellen. Digital wird halt scharf gebremst bei 20kHz.
Und noch eine wichtige Information: alle Sinusse müssen mit gleicher Phase beginnen, und das ist der kritische Punkt für Mehrweg-Systeme, wo auf Grund der Laufzeitdifferenz jedes System eine andere Phase hat. Wenn man also irgendein Signal, darf auch Rechteck sein, sauber wiedergeben will, muss mann dafür sorgen, dass alle beteiligten Systeme in Phase sind, dass also mindestens die Laufzeitunterschiede durch Delays ausgeglichen werden und ein gescheiter Controller kann dann auch noch die Phase korrigieren.
(Ich hoffe, es klang nicht zu sehr nach Oberlehrer ;-).