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Warum hat Bassdrum einen so hohen Stellenwert?

  • bumblebee
  • 29. Oktober 2007 um 20:03
  • illuminati235
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    630
    • 31. Oktober 2007 um 10:18
    • #21

    Man muss hier IMHO zwei mal tätig werden.

    Einmal die BD alleine, einmal im gesamten Mix

    Vorher eben kurz die 1. und vielleicht auch noch die 2. Resonanz rausziehen, die Band befragen ob der Bass hauptsächlich "unter" oder "über" der BD spielt, diesen Bereich dann etwas breitbandig absenken, den Druckbereich etwas anheben. Der Kick wie gesagt je nach Wunsch mehr oder weniger zwischen 3 und 6 kHz anheben, wenns richtig schnell gehen muss eventuell auch einen HiShelf.

    Hinterher im Mix überprüf ich dann hauptsächlich, ob sich Bass und BD nicht gegenseitig stören. Tun sie das, verschiebe ich die Bereich nochmal ein wenig.

    Stimmt man Bass und BD nicht aufeinander ab, hat man häufig einen verwaschenen und wummernden Bassbereich.

    Die BD macht man nicht durch hochdrehen des Bassreglers durchsetzungfähig sondern hauptsächlich durch Kompression (Ratio so um 4:1) und hervorheben des Kick-Bereichs.

    Sollten dann die anderen Instrumente noch zu sehr übersprechen, kann man nach Belieben noch ein Gate Insert machen.

    Insgesamt vielleicht ein Aufwand von höchstens 3 Minuten. Sollte es dann immer noch nicht klingen eventuell nochmal die Mikrofonierung überdenken.

    Gruß
    Noel
    ------------------------------------------------
    Nimmt der Pegel des Meeresrauschens mit 3 oder 6db pro Entfernungsverdopplung ab?
    Ab sofort neu in der Vermietung: 24x MLA Mini

  • tonmischer
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    205
    • 31. Oktober 2007 um 10:22
    • #22

    Da nehme ich mir lieber vorher die Zeit zum Mik schoen hinstellen, aber beim Rest stimme ich illuminati voll zu!

  • illuminati235
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    630
    • 31. Oktober 2007 um 10:29
    • #23

    Natürlich sollte man das Mikrofon auch vorher schon richtig hinstellen.

    Nur wenn man z. B. nicht ausreichend Kick bekommt sollte man vielleicht ein bisschen mehr in Richtung des Anschlagpunkts zielen.

    BTW: Was auch noch den Bassbereich verwaschen und undeutlich machen kann, sind Gitarren. Eine E-Gitarre hat bei mir im Mix unter 200 Hz grundsätzlich nichts verloren.

    Gruß
    Noel
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  • wora
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    • 31. Oktober 2007 um 11:45
    • #24

    david prösler:
    sagte ich doch: darüber lässt sich vortrefflich streiten ;)

    wie eine bassdrum klingen sollte, hängt natürlich auch sehr vom musikstil ab.

    weitere entscheidende parameter sind die bassdrum selber und natürlich vor allem anderen der "benutzer".

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 31. Oktober 2007 um 12:47
    • #25

    Schneller BD-Soundcheck?

    Hmm, am besten, indem man die zur Verfügung stehenden Mikros sowie deren Klang an verschiedenen Positionen kennt, sich beim Mikrofonieren kurz die BD in natura anhört, wenn möglich, dem Schlagzeuger einen härteren Klöppel für´s Pedal verkauft ( :lol: ), evtl. benötigte zusätzliche Insert-Gerätschaften wie Gate, Kompressor, Transient Designer bereits am Pult gesteckt sind und die Arbeitsweise dieser dem Schrauber auch hinreichend bekannt sind.

    Es bleibt dabei: `Ne schlechte BD bleibt `ne schlechte BD, und wenn man 3 Stunden am EQ dreht.

    Man sollte seine Aufmerksamkeit oft eher der Dynamik widmen, die gibt wesentlich mehr her. Ich hab auch schon "dumpfe" Bassdrums gehört, welche "gekickt" haben.

  • Christian Engel
    Moderator
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    • 31. Oktober 2007 um 13:11
    • #26

    Naja, Bass-Drum... Ich habe da nie Probleme mit, man weiß irgendwann wo man zu drehen hat und dass man keine Kläranlage bedient.
    Aber: "wenn es nicht drückt", so merken das vor allem gern Musikerkollegen und andere Techniker. Und plappern dann gern mal Blödsinn vor sich hin... Von daher scheint die Bassdrum gelegentlich zur ausschlaggebenden Referenz für guten Sound abzudriften. Aber das rechtfertigt natürlich keine 15min BD-Check. Wobei ich das selber leider schon erleben musste... Und dann die Toms. Und dann oh Gott, es geht los... :D

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • markus olk
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    210
    • 31. Oktober 2007 um 20:23
    • #27

    Die Bass ist ja auch das, was Jedermann gut aus dem Mix heraushören kann - wenn sie denn da ist. Das dürfte einer der Gründe sein, warum so oft danach beurteilt wird.
    Bewerte aber manchmal auch Techniker danach, muss ich zugeben. Wenn die Bass in natura wirklich gut klingt, sauber gestimmt ist und der Sound es dann nicht auf die Front schafft, ist das für mich als Zuhörer ein dickes Minus.

    BTW: Hat schon mal jemand das neue Album von Delain gehört? Ist einer der besten Bass-Sounds, die ich seit langem gehört habe, genau mein Geschmack. Sehr tief abgestimmt, trotzdem sehr schön kickig und null Matsch!

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • deltamax
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    • 1. November 2007 um 09:56
    • #28

    oder den industriestandart wählen, ne grenzfläche reinwerfen, den EQ preset im pm5d wählen und glücklich sein. dann klingt jede BD gleich nach festival bd.
    ne mal im ernst - bd sollte recht fix gehn, da sich gewisse standards da ja recht schnell einstellen, gegenüber abenteuerlichem kram drumrum(mikrofonierung harfe/dudelsack??da würd ich mir ne minute bedenkzeit geben)
    ps ich hab auch mal sae gemacht, das mit den 35 min halt ich für nen einzelfall wo der jenige noch nie an ner analogen konsole gestanden hat...

  • audiobo
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    • 1. November 2007 um 14:27
    • #29

    Meinst du, der hat nach dem passenden ProTools-PlugIn gesucht? :D

    Aber ich weiss was du meinst, hab ja auch den SAE-Wisch irgendwo rumliegen. Der Punkt ist einfach, das gerade diejenigen, die damit hausieren gehen noch keine Zeit in den Realitätscheck investiert haben. Was natürlich letztendlich in einer entsprechend negativen Gesamtmeinung resultiert.

    Aber ich hab auch schon andere Leute (z.B. angehender Veranstaltungstechniker, der 50jährige Faderschubser von der seit 30 Jahren existierenden, dörfischen Oldie-Cover-Kapelle, etc.) tagelang an der BD schrauben sehen. Manchmal ist´s halt noch die Lernphase, manchmal hat der Typ an den Knöppen einfach kein Gefühl dafür, wann´s gut ist. Und manchmal muss man einfach loslassen und ein Problem-anderer-Leute-Feld schaffen können.

  • cheesy
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    • 1. November 2007 um 14:33
    • #30

    Hi,

    kann ein langer Soundcheck für die BD (also ich mein 2-3min) daher kommt, da hier das PA-Signal sich deutlich von dem Natursignal unterscheidet ? Gerade moderne Produktionen und Top40 haben eine BD mit extrem viel Tiefbass und Kick, was der Kessel von Natur eigentlich nicht leistet.

    Nicht zuletzt ist die BD das Instrument was relativ viel Leistung von meiner Anlage benötigt, um die Impulse sauber wiedergeben zu können.

    Gruß
    cheesy

  • wtfits
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    • 1. November 2007 um 16:09
    • #31

    :D

    Einmal editiert, zuletzt von wtfits (27. Februar 2009 um 12:20)

  • billbo
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    • 1. November 2007 um 19:09
    • #32

    Die schönsten Threads gibt’s immer, wenn ich grad nicht da bin.

    Es gibt schon auch ein paar praktische Gründe, warum ‚Bassdrum’ beim Sound – bzw. Linecheck ein paar Sekunden länger dauern kann; selbst nach dem Xten Mal. Mit ihrem ‚Stellenwert’ hängt das nicht unbedingt direkt zusammen.

    Im Alltags – Konzertgeschehen etwa greife ich als Tourtoni selten zur CD, aber IMMER zu Mikro und Gast – Terzband - Eq., um mir einen ad hoc - Eindruck von System und Beschallungssituation zu verschaffen. Dazu ist immer Zeit, selbst in der größten Hektik; und wenn mal wieder alles viel zu spät ist und der Bus erst ankommt, während die ersten Bands schon spielen, geht’s notfalls auch noch während des Changeovers zweier Vorbands. Meine Stimme habe ich immer mit dabei, und ein SM58 gibt’s überall.
    Notfalls reichen ein paar Sekunden (im Idealfall dürfen es natürlich auch gerne einige viele Minuten und mehrere Versuche sein), um einen Überblick darüber zu gewinnen, was mich an klanglichen und akustischen Überraschungen erwartet. Manchmal kenne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal den Hersteller des PA – Systems, was dort verbaut ist; auf die ordentliche Arbeit des Systemtechs muss ich dann sowieso vertrauen - denn ändern könnte ich im Zweifelsfall eh nichts mehr.
    Derart, hmm, ausreichend informiert beginnt Sound – oder Linecheck. EINES weiß ich in diesem Moment allerdings noch überhaupt nicht: wie verhält sich der Raum/ die Installation bzgl. der untersten Oktave? Denn, leider, dort versagt die SM58 – Methode.
    Wie praktisch, dass auf Kanal 1 die Kick liegt! Damit kann ich das prima ausprobieren. Auch wenn sich’s mal einige Sekunden hinzieht. Drumtechs verfügen zu diesem Zweck über eine gut trainierte Beinmuskulatur, und die anderen Backliner sind eh noch nicht so weit.

    Überdies sieht jeder Pultplatz anders aus. Gestern Yamaha, heute Midas, morgen irgendwas. Gestern Drawmer, heute BSS, morgen Klark Teknik (wie rum reagiert da noch gleich der Threshold?). Übermorgen volldigital. Key Filter, wie war das bei dem Ding noch mal? Und warum gated das jetzt trotzdem nicht? Ach so, klar, Insert muss aktiviert werden. Peinlich, wie ging das noch gleich bei dem Teil? Wo steckt eigentlich der FOH – Betreuer?
    All dies probiert man im Zweifelsfall am ersten Kanal aus. Auch wenn man’s schon tausendmal gemacht hat, und selbst auf die Gefahr hin, dass es dem Drumtech (oder auch dem Stagemanager :D) dabei schon mal etwas fad wird.
    Ab Snare sollte es (und wird es in den meisten Fällen auch) dann allerdings deutlich flüssiger laufen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Kracky
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    • 1. November 2007 um 21:53
    • #33

    Guter Einwand, ich denke aber beim großen Anteil der hier schreibenden ist es wohl so das sie permanent auf dem eigenen, gut bekannten Material arbeiten. Ich denke es hat auch was mit den Hörgewohnheiten und der permanenten Überbetonung von Bässen zu tun das einige sich dem etwas länger widmen um dann im Set festzustellen ich hab zwar nen tollen, tief pumpenden Bass, aber eigentlich klingt es nicht natürlich und den Bassisten hätte man eigentlich daheim lassen können.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • billbo
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    • 1. November 2007 um 23:13
    • #34
    Zitat

    ich denke aber beim großen Anteil der hier schreibenden ist es wohl so das sie permanent auf dem eigenen, gut bekannten Material arbeiten.


    Kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, dazu sind die verschiedensten Bereiche unserer Branche viel zu unübersichtlich miteinander verwoben. Ich schleppe ein paar Trailer voll „eigenes Material“ durchs Leben, arbeite aber trotzdem ständig auf und mit fremden, neuen, mir z.T. völlig unbekannten Gerätschaften, deren wahre Eigentümer mir ebenfalls gänzlich unbekannt sind. Und vielen persönlich bekannten Kollegen geht’s da ganz ähnlich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Kracky
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    • 2. November 2007 um 10:41
    • #35

    Ich denke das muss ja wohl auch so sein, du bist in der Tourbrache und ich denke da kennt man viele die auch so unterwegs sind. Ich jedoch, sehe ganz selten mal ein anderes Pult wie meines und ich denke bei den meißten Verleihern wird das nicht anderst sein, da wir einfach nur selten als Freischaffed arbeiten. Aber ist doch egal, es geht hier ja um BD!

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