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Einfluss von Gleichstrom auf Signale

  • robert schemitsch
  • 31. Oktober 2007 um 18:43
  • robert schemitsch
    Beiträge
    6
    • 31. Oktober 2007 um 18:43
    • #1

    Hallo Leute!

    Elektrotechnik ist bei mir schon ziemlich lange her, deshalb hier eine kleine Frage.

    Hat eine zu einem (Audio)Signal parallel laufende Gleichstromleitung mit etwa 1.5A bei 12V auf 20m Länge einen großen Einfluss auf die Signalqualität (symetrische Übertragung).

    Danke euch!

    "All I ask is a tall ship and a star to steer her by"

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 31. Oktober 2007 um 18:56
    • #2

    gleichstrom ist völlig egal.
    da wird kein strom im nachbarkabel induziert.
    und selbst wenn nen wechselstrom drin fließen würde wäre dies völlig egal, da die audiokabel geschirmt sind.

  • thieloliver
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    • 1. November 2007 um 02:13
    • #3

    Natürlich wird im Nachbarkabel ein Strom induziert!!!
    ( die berühmte 3 Finger Regel 9. oder 10. Klasse Physik Unterricht )
    Aber eben auch ein Gleichstrom und eben dieser macht sich Audiomäßig nicht bemerkbar weil:

    - Gleichstrom hat etwa 0 Hz und wäre deshalb, über einen Schallwandler umgesetzt für uns nicht hörbar. ( auch wenns der Schallwandler im Zweifelsfall nicht gerne hat, wenn ers dann doch übertragen müsste :wink: )

    - Am Eingang zu Verstärkern sitzt meist ein Koppelkondensator, durch den ein Gleichstrom gar nicht durchkommt

    - wenn der Eingang und das Kabel auch noch symmetrisch ist, sitzt nach dem Kondensator ein Differenzverstärker. Da aber die Leitungen in symmetrischen Kabeln im Zweifelsfall parallel liegen und in beide das gleiche Feld "reinstrahlt" gibt es zwischen den Leitern, den induzierten Strom betreffend, keine Differenz und somit auch NIX zu verstärken. ( ausser dem vielleicht auch noch anliegenden Signal, das in dem Fall gegenphasig ankommt- also mit maximaler Differenz)

    Das ganze würde sich audiomäßig etwa so bemerkbar machen wie die Phantomspeisung, die ja sogar als Gleichspannung mit aufs Kabel gegeben wird...

    mit anderen Worten:
    wahrscheinlich isses egal, ausser der Gleichstrom wird zuweilen an oder ausgeschaltet. Dann könnte es bei jedem Schaltvorgang mehr oder weniger laut knacken- abhängig von der Abschirmung des Signalkabels und der Lage der Leiter zueinander

  • timotimo
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    2.252
    • 1. November 2007 um 07:16
    • #4

    Da keine Änderung des Stromes und somit keine Änderung des Magnetfeldes erfolgt wird auch keine Spannung induziert. Und ein Strom fliesst im Audiokabel erst, wenn ein Verbraucher angeschlossen ist.

    Die 3-Finger-Regel ist für stromdurchflossene Leiter im Permanentmagneten. Was Du meinst ist die Rechte-Faust-Regel.

    Physik der 9. Klasse halt.... :D

  • rockline
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    4.440
    • 1. November 2007 um 09:40
    • #5

    Gleichspannung bewirkt in benachbarten Adern nicht den geringsten Induktionseffekt. Physikunterricht 7. Schuljahr....
    Stefan

  • thieloliver
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    2
    • 1. November 2007 um 12:09
    • #6

    :oops: Da hab ich ich mich wohl ein ganz klein wenig zum Heinz gemacht :oops:

    Ich bin selbstverständlich davon ausgegangen, dass der Leiter sich in dem Magnetfeld, was durch den Gleichstrom in dem anderen Kabel entsteht, bewegt.
    Und natürlich fließt der Strom in dem Kabel bestimmt auch nur in eine Richtung, damit sich die Magnetfelder nicht aufheben :wink:
    7.-10. Klasse is ja bei mir auch schon über 25 Jahre her.
    Ich hab mir das ganze jetzt aber auf Wikipedia nochmal angesehn und behaupte selbstverständlich das Gegenteil.
    Also NIX INDUKTION!

  • benjamin bruns
    Beiträge
    139
    • 1. November 2007 um 23:37
    • #7

    :) So kanns gehen.

    Mal zurück zum ersten Post.
    Ich stell mir grad selbst die Frage durch was für ein Kabel das alles laufen soll. Willst Du ein MuCo nehmen? Wenn ja, stellt sich für mich die Frage ob die Leitungen auf Dauer die 1,5A gut abkönnen. Da habe ich so meine Zweifel, kanns grad aber nicht fachlich absichern. Kann da jmd. was fachlich korrektes zu sagen?

    Mehr Fragen als Antworten :/

    Gruß Ben

    Benjamin Bruns
    32832 Augustdorf

  • robert schemitsch
    Beiträge
    6
    • 4. November 2007 um 13:42
    • #8

    Danke für die Antworten, Leute. Hat alles wunderbar funktioniert.

    Nein, es war kein Multicore - Kabel, das wäre sich, wie du schon erwähnt hast, vom Querschnitt her nicht wirklich gegangen.
    Es ging dabei rein darum, zum eigentlichen Multicore - Kabel einer Kamera, in dem Intercom, 2x Audio, und 2 Videoleitungen verlaufen, noch eine 12V Spannungsversorgung anzugaffern...
    Wie gesagt, ich hätte nur länger nachdenken müssen, hab den ganzen Kram schon längst verdrängt gehabt ;).

    "All I ask is a tall ship and a star to steer her by"

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 4. November 2007 um 13:58
    • #9

    Nun noch die Physik der 10,5ten Klasse oder so

    Der Gleichstrom erzeugt ein permanentes Magnetfeld. (Nachweis /Test: Kompass. Sind beide Adern gleichstark und nebeneinander heben sie sich gegenseitig auf = keine Induktion, da die zweite ein gegenpoliges gleichstarkes Feld erzeugt)
    Induziert wird ein Knacks, also nur ein einzelner Peak, bei An- bzw. Abschalten der Gleichstromleitung. (Anm. kommt das mehrfach vor ? Dann bitte testen! Ist sie ständig an ist es Wurst)
    Eine ständige Auswirkung auf die parallelverlaufenden Kabel entsteht durch das permanente Magnetfeld in der Form, daß die Streckendämpfung zu steigenden Frequenzen hin zunimmt (vgl. Drossl mit Kern vs. Drossel ohne Kern). In der Praxis dürfte sich das nicht hörbar bemerkbar machen, bei mehr als hundert Meter Leitungslänge wär ich mir dann aber nichtmehr so sicher. Nachweis / Test: weiß Anrauschen und Spektralanalyse vergleichsweise Eingang zu Ausgang. Kabel muß dazu beidseitig mit einer Impedanz abgeschlossen sein. :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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