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Brauche Hilfe Thema: Hornlautsprecher

  • Julius Schosser
  • 18. August 2010 um 23:53
  • Julius Schosser
    Beiträge
    1
    • 18. August 2010 um 23:53
    • #1

    Hallo liebes Part-Pa-Forum,

    nachdem ich jetzt schon einiges recherchiert habe und 90% über Basshörner war bin ich auf euch gestossen. Mein Problem ist folgendes:

    Ich will zwei Hornlautsprecher, einen für die Mitten, einen für die Höhen bauen. (Eigentlich jeweils zwei, eine PA ist ja stereo :wink: ) Das Horn will ich konisch und viereckig gestalten, da bei dieser Bauform scheinbar die wenigsten Verzerrungen auftreten und es einfach zu bauen ist. Die Nachteile (Platzbedarf) fallen dabei nicht so sehr ins Gewicht. Sinnvoll wäre wohl einmal 12" und einmal 1". Eine Druckkammer soll nicht in das Horn, aber der Treiber ist in einem geschlossenen Raum. Die Größe stelle ich mir schon ziemlich groß vor, die Hornöffnung kann gerne 1,5m breit sein und das Teil kann von mir aus auch 2m lang sein.

    Die Frage ist jetzt: Wie konstruiere ich das Horn?
    Vor allem Interessiert mich wie beeinflusse ich das Abstahlverhalten (90°x50° wäre mir am liebsten) und spielt die "Geschwindigkeit" der Öffnung eine Rolle?
    Könnte ich einfach aus 4 Multiplexplatten einen Trichter mit den Innenwinkeln 90°x50° bauen und einen Lautsprecher dahintersetzten?
    Wenn ich den Treiber in einen kleinen Luftdichten Raum "verpacke" steigt die leistungsfähigkeit (?). Wie muss ich diesen Raum dimensionieren?

    Wenn ihr Links kennt die mir weiterhelfen oder ihr selbst mir die Fragen beantwortet wäre ich euch sehr dankbar.
    Julius

  • Seibel
    Beiträge
    2.184
    • 19. August 2010 um 12:12
    • #2

    Such dir lieber ein paar fertige Konstrukte raus, beim selbstentwickeln kommt meistens nichts annähernd gutes raus.

    http://www.sodiumsound-eventtechnik.de

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 19. August 2010 um 15:36
    • #3

    Die Programme AJ-Horn oder Hornresp sind deine Freunde. :) Für den Hochton solltest du ein fertiges Horn benutzen, da gibts ja wohl mehr als genug zu kaufen auch schon zu richtig guten Preisen. :wink:

    Sebastian

  • adval
    Beiträge
    113
    • 19. August 2010 um 21:41
    • #4

    Wieso was Fertiges, was bei den geplanten Abmessungen schwierig sein könnte...
    Einfach mittels BEM Simulationen Hornkontur entwickeln, Formen bauen, Horn bauen, messen...
    Wenn die Hörner dann passen, Signalprocessing entwickeln...
    State of the art engineering ist doch kein Hexenwerk, nachrichtentechnisches Ingenieursstudium hilft...

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 19. August 2010 um 23:52
    • #5

    Was der TS sucht gibt es nicht als fertigen Bauvorschlag. Wahrscheinlich auch nicht fertig zu kaufen.
    Er kann was kaufen und zufällig klappt es. Er kann auch selbst bauen und es klappt zufällig.
    Wie er es macht, es könnte klappen - muss aber nicht.

    http://www.nachdenkseiten.de

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 20. August 2010 um 00:15
    • #6

    Ich glaub, das war das Genialste, was ich einem jemals raten konnte (der seit etwa 4 Jahren hier und überhaupt in (PA-)Foren liest und lernt).

    Desweiteren glaube ich - ohne mich dabei aus dem Fenster zu lehnen - , ein LS-Vorsatz, der sich in seiner Begrenzungsflächenfunktion trichterförmig öffnet, und das Konstrukt dem Chassis keine Kompression bietet (Vorkammer), es sich nicht um ein Horn handelt, sondern um ein Waveguide.

    Wer sich dann noch auf das Thema "Phaseplug" zu höheren Frequenzen einlässt, endet als "Wissenschaftler".

    Gibt es überhaupt ein Entwicklungsziel beim TS?

    http://www.nachdenkseiten.de

  • Stefan Rechenbauer
    Beiträge
    179
    • 20. August 2010 um 01:03
    • #7

    @ Julius: Such dir Informationen ueber ein System namens Voice of Theatre (oder VOT) - das entspricht exakt deiner Vorstellung und ist einfach zu bauen.

    Gruss: Stefan

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    5.171
    • 20. August 2010 um 01:22
    • #8

    Da haste Dir ja was vorgenommen :)

    Zitat von "Julius Schosser"


    Die Frage ist jetzt: Wie konstruiere ich das Horn?


    Als Materialien bieten sich Holz oder auch Glasfasermatten mit Eopxyharz an. Biegesperrholz, geschlitztes MDF oder auch dünne Schichtbretter die man biegen kann... Je nach handwerklichem Geschick und zur Verfügung stehenden Geräten. Wichtig ist, dass das ganze relativ stabil ist, hinterlegte Führungsversteifungen oder das (partielle) Auffüllen mit Bauschaum sind Möglichkeiten.

    Zitat


    Vor allem Interessiert mich wie beeinflusse ich das Abstahlverhalten (90°x50° wäre mir am liebsten) und spielt die "Geschwindigkeit" der Öffnung eine Rolle?


    Da hilft Dir hornresp super weiter, dort kann man das Abstrahlverhalten eines gewissen Hornevrlaufes und der Expansionsrate und den Abesesungen nach simulieren. Ja, die Expansiosnrate hat einen Einfluss auf Abstrahlverhalten und Frequenzgang und akustische Impdedanz auf die Membran usw.. Ohne ausreichend Grundlagen und Theorie ist man bei hornresp am ehesten aufgehoben.

    Zitat


    Könnte ich einfach aus 4 Multiplexplatten einen Trichter mit den Innenwinkeln 90°x50° bauen und einen Lautsprecher dahintersetzten?


    Könnte man, ja. Wurde früher oft gemacht. Bedenke, dass ein rechteckiger Hornhals eine andere Fläche haben kann als der runde Membranausschnitt und dass Du evtl. auch noch eine Druckkammer realisieren solltest. Diese wirkt wie ein Bandpass - wird sie zu groß, sinkt die obere erreichbare Grenzfrequenz stark ab. Das kann wichtig werden, wenn Du "einfach mal nen Speaker" hinten dran klatscht, dabei aber schon ohne bewußtes Vorkammernvolumen allein durch den Membrankonus schon 2 Liter Volumen bekommst - schwupps ist der Mittelton "dahin" :) Phaseplug und Co kommen dann unter anderem ins Spiel.

    Zitat

    Wenn ich den Treiber in einen kleinen Luftdichten Raum "verpacke" steigt die leistungsfähigkeit (?). W


    hm, nö :) Leistungsfähig ist da erst mal gar nix, aber der Speaker kann belastet werden. Und daran ändert sich elektrisch erst mal nix. Was Du aber wahrscheinlich meinst: Wenn Deine Rückkamer kleiner wird, steigt am unteren Übertragungsbereich der Pegel an... Das hat was mit der Einbaugüte der Rückkammer zu tun (siehe geschlossene Box und da Güten von 0,7 aufwärts... ).

    Zitat


    Wenn ihr Links kennt die mir weiterhelfen oder ihr selbst mir die Fragen beantwortet wäre ich euch sehr dankbar.
    Julius


    Das Handbuch von Ajhorn ist eine gute Ausgangslage.
    Dann gabs vor Jahren mal einen 3 teiligen Grundlagenartikel zu Hörnern generell in der Klang&Ton, der zumindest verdaulich und überschaubar Grundkenntnisse vermittelt. Ausgabe hab ich leider nicht im Kopf - anynone else?
    Ansonsten wird über Hörner auch viel Murks erzählt und wenn man wirklich fundiert einsteigen will sollte man doch in Punkto Mathe und Physik und Textverständnis durchaus weit über Abiniveau Vorwissen haben, sonst wirds frustrierend unter Umständen..
    Und Zeit brauchts auch. Eventuell ist da ein pragmatischer Ansatz und rumsiemulieren erst mal "stimulierender" :)
    Aber sei gewarnt. Das macht Spass und laut - aber bis das "gut" (nach heutigen Masstäben wohlgemerkt ) wird, dauert es...

    hornresp

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