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wie Dumping bekämpfen?

  • wora
  • 2. April 2008 um 22:18
  • DJheini
    Moderator
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    • 13. April 2008 um 13:31
    • #101
    Zitat von "ukw"

    Die Wurzel des Problems liegt woanders und ich bin gespannt, ob sich eine handlungsfähige Mehrheit finden wird, die das Übel angeht. => wie funktioniert Geld ?

    Genauso siehts aus. Wie sagte neulich der Kabarettist Hagen Rether:
    "Alle schimpfen auf Zumwinckel und Ackermann, aber viele Deutsche
    sind doch selbst Kleinaktionäre und freuen sich über jeden € Dividende."

    Handlungsfähige Mehrheit? Das wird immer schwieriger, sowas in Deutschland auf die Beine zu stellen. :cry:

    Sorry für OT.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • thomas wanitschek
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    • 14. April 2008 um 15:00
    • #102

    tja - neues aus dem land der niedrigpreise:
    aus angst ein fest nicht spielen zu können haben sie unser angebot jetzt um 50% unterboten. um den übrigen betrag start ich nicht mal mein auto ^^

    absolut positiv:
    ein veranstalter hat mit uns jetzt gleich den vertrag um 3 jahre verlängert, zahlt 20 % mehr, damit wir fix gebucht sind und seinen termin
    freihalten... da würd ich schonmal meinen das den qualität überzeugt hat *Yesss*

    @ all:
    hab mir jetzt nicht alle namen gemerkt, aber weil die meinungen hier zu gefährlicher technik auseinandergehen: ich hab nix dagegen wenn mal ne installation nicht zu 100% passt. wenn einer mal nen folie vom par-spiegel nicht sichert --> meine güte - das tut wirklich keinem weh.. aber wenn wir 1. eine veranstaltung nicht ausrüsten können weil ein anderer um 50 % billiger is und dann auch noch 400kg lichttechnik auf 2 mal 80kg eurolite - stative hängt, werd ich richtig sauer!

    einziger vorteil bei mir:
    1. ich mach das nebenberuflich und aus interesse an diesem sektor, zudem bin ich dj und da trifft sich das sehr gut.
    2. hauptberuflich arbeit ich in ner polizei/veranstaltungsabteilung die übers ganze bundesland die veranstaltungen kontrolliert/kontrollieren lässt...

    ich sags ja - gegen deren preise kann man nix bzw interessiert mich das gar nicht mehr.. viele veranstalter kommen auch so drauf was qualität is, aber im hauptberuf kann ich seeehr seehr viel.... *grins*

    Stirbt die Kuh ganz unverhofft - war die Melksoftware von Microsoft ... ;->

  • mringhoff
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    • 14. April 2008 um 15:18
    • #103
    Zitat von "Thomas Wanitschek"


    2. hauptberuflich arbeit ich in ner polizei/veranstaltungsabteilung die übers ganze bundesland die veranstaltungen kontrolliert/kontrollieren lässt...

    Was kontrolliert denn die Polizei in Österreich denn bei den Veranstaltungen (außer verdächtige Personen)?

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • thomas wanitschek
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    • 14. April 2008 um 16:33
    • #104
    Zitat von "mringhoff"

    Was kontrolliert denn die Polizei in Österreich denn bei den Veranstaltungen (außer verdächtige Personen)?

    das kontrolliert nicht die polizei sondern die bezirksverwaltungsbehörde bzw der magistrat vor ort. bei kleinen sachen macht der bürgermeister der gemeinde meist mit dem ff-kommandanten die runde und guckt sich vorher alles an. bei größeren sachen bzw größeren aufbauten ala konzert, ca. 3000+, geht auch ein bautechniker sowie ein arzt und ein elektrotechniker mit. - wie gesagt, alles vor der veranstaltung.

    während der veranstaltung kontrolliert ein sachverständiger der von der bezirksverwaltungsbehörde beauftragt worden ist - und dieser (geht mit polizei durch) macht entweder eine meldung an die Behörde (bei geringen Sachen) zwecks verwaltungsstrafe bzw dreht die veranstaltung ab. das macht dann die polizei für ihn bzw gibt es einen 24-h-journaldienst in jedem bezirk, dort sitzt ein jurist und stellt gleich vor ort die verfügung fürs abdrehen aus.

    wir koordinieren das teilweise bzw gegen denen hinweise wo die schwarzen schafe stehen/engagiert sind.

    es wird über viel hinweggesehen bzw mit kleineren verwaltungsstrafen abgetan, aber wenns mal was gibt, dann richtig.

    alleine letzten monat wurde eine veranstaltung abgedreht weils zu laut war, die veranstaltungsstättenauflagen nicht eingehalten wurden bzw die bühnentechnik nicht gepasst hat. (mit 70 polizisten von der bereitschaftseinheit und zahlreichen juristen) war eine VA mit ca. 7000 besuchern. 125 djs und 5 vjs verteilt auf 2 bühnen und 6 tage.
    nettoverlust des veranstalters: 250 000 euro.. ^^

    Stirbt die Kuh ganz unverhofft - war die Melksoftware von Microsoft ... ;->

  • AlphaC
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    • 15. April 2008 um 01:34
    • #105

    Ich hab in den letzten Jahren deutlich mehr im Bereich Disco/Tanzveranstaltungen zu tun gehabt als im Live-Bereich und muss hier leider immer wieder feststellen, dass in diesem Sektor der Anspruch oftmals gegen Null geht - sowohl von den Veranstaltern als auch von den Gästen. Dieser Fakt deprimiert manchmal ganz schön - und das nicht, weil man (wie hier schon mal zu lesen war) ein durchgeknallter Technik-Freak ist, sondern einfach nur mit dem Handwerk, das man beruflich macht, ein AKZEPTABLES, sowohl optisch als auch akustisch SCHÖNES Ergebnis erreichen möchte.

    Die Reichweite der Definitionen von "akzeptabel" sind aber leider extrem breit gefächert. Vielen Veranstaltern genügt für ein "akzeptabel" schon, wenn der Ton nicht mal eben verstummt oder das Licht ausgeht. Das Argument, was man von Veranstalterseite hört ist dann "Es beschwert sich ja keiner"... Ja nee is klaar... Fakt ist, dass die Gäste überwiegend passiv die Veranstaltung besuchen, sprich: Ihnen ist die Menge an Alkohol und paarungsbereiten Sexualpartnern wichtiger als alles andere. Die Qualität der technischen Umsetzung nehmen sie nur unterbewusst war - in deren Sprache also "sieht scheiße aus" bzw. "klingt komisch / nervig". Warum das so ist interessiert nicht. Deshalb beschwert sich auch keiner.

    Die einzige Konsequenz - und hier könnte man den Veranstalter packen - ist, dass entweder die Verweildauer der Gäste auf der VA sehr kurz ist (was sich im Gastronomieumsatz widerspiegelt) oder die Gästezahl stetig kleiner wird (was sich dann grundsätzlich im Umsatz widerspiegelt...).

    Leider muss man aber auch feststellen, dass die Veranstaltungsbranche extrem kurzlebig geworden ist. Auch hier boomt das Preisdumping - Zehn-Floor-Parties mit dutzenden DJs für buchstäblich freien Eintritt. Klar, dass sich das auch auf die technischen Ansprüche auswirkt. Der VT-Verleih, der sowas noch bedienen will, der kann das nur mit Billigst-Fernost-Equipment, Billigst-Personal und Minimalst-Setups. Eigentlich müsste man als verantwortungsbewusster und anspruchsvoller Techniker sowas glatt ablehnen. Problem: Es findet sich immer einer, der es trotzdem macht...

    Von den Veranstaltern merken das scheinbar nur wenige... Wenn mal eine Veranstaltungsreihe sich "abgenutzt" hat (weil die Gäste wegbleiben), dann macht man halt woanders eine neue mit viel Werbe-Tam-Tam auf. Die "dummen" Partygäste rennen wieder da hin (sind ja gespannt was das "neues" ist) und bekommen das gleiche in grün vorgesetzt... Ein tötlicher Kreislauf. Davon kann man sich nur trennen, in dem man sowas grundsätzlich und konsequent ablehnt. Das geht natürlich nur, wenn man sich das leisten kann - sprich genug andere Jobs hat oder ggf. die finanziellen Reserven (okay. rein theoretisch...)

    Und abschließend noch zum Thema HKS: Warum in aller Welt glauben so viele, dass die Welt (bzw. Stadt in der sie leben) noch genau auf SIE mit ihrem ganzen China-Müll gewartet hat??? WARUM?! Jeder anständige Verleiher hat eine kleine Anlage für Hochzeiten auf Lager - nicht nur die Technik für die ganz großen Events. Wie kommen denn da die HKS auf die Idee, dass man SIE unbedingt bräuchte???

    Das Problem indes ist, das oftmals HKS (bzw. auch die "Verleihfirmen" die mit Billigst-Schrott-Equipment Dumping-Preise machen) das "Preisempfinden" beschädigen. Viele Veranstalter können (wollen) halt einfach nicht auf Anhieb erkennen, warum VT-Verleih A dafür 200 € und VT-Verleih B für die selbe Veranstaltung 1200 € angesetzt hat... "und dieser Abzocker auch noch behauptet, das sei ein supergünstiges Angebot"...

    beste Grüße,
    Alex

  • Mechwerkandi
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    • 15. April 2008 um 08:30
    • #106
    Zitat von "AlphaC"


    Wie kommen denn da die HKS auf die Idee, dass man SIE unbedingt bräuchte???

    Tja, was war zuerst da, das Ei oder das Huhn? :wink:
    Man braucht sie nicht, natürlich braucht man sie nicht.
    So viele Partys wie HKS gibt es nicht mal iin einem Ballungsraum wie Hamburg.
    Es wird ja auch nicht hinterfragt, ob so eine Tätigkeit aus betriebswirtschaftlicher Sicht denn sinnvoll ist. Ist sie nicht. Tut aber trotzdem...

    Die haben alle als Kinder zuwenig Spielzeug gehabt. Weil aufgrund innovativer Momente fernöstlicher Anbieter das Zeugs heutzutage für's Kleingeld zu kaufen ist, wird angeschafft, was das Portemonnaie hergibt.
    Und darüber hinaus.
    Typisches Posting: "Anschaffung ist geplant:..."
    Und weil es Gewerbescheine ohne grosses Theater an der nächsten Ecke gibt und sich der Krempel in der Garage zu Bergen türmt, wird versucht, das Zeugs zu vermieten.
    Und weil der meist flache Intellekt keine anderen Lösungen vorsieht, geht das eben über's Geld...

  • simonstpauli
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    • 15. April 2008 um 12:27
    • #107
    Zitat von "AlphaC"

    Ich hab in den letzten Jahren deutlich mehr im Bereich Disco/Tanzveranstaltungen zu tun gehabt als im Live-Bereich und muss hier leider immer wieder feststellen, dass in diesem Sektor der Anspruch oftmals gegen Null geht - sowohl von den Veranstaltern als auch von den Gästen. Dieser Fakt deprimiert manchmal ganz schön - und das nicht, weil man (wie hier schon mal zu lesen war) ein durchgeknallter Technik-Freak ist, sondern einfach nur mit dem Handwerk, das man beruflich macht, ein AKZEPTABLES, sowohl optisch als auch akustisch SCHÖNES Ergebnis erreichen möchte.


    Da gibt es in Hamburg zum Glück leuchtende Gegenbeispiele, sowohl im Sektor 2000 - 4000 Gäste Halle als auch im Club-Bereich ab 100 Gästen.
    Da sind dann feinster Klang und intelligentes Licht gefragt und es spiegelt sich in den Besuchertzahlen und der Verweildauer wieder. (Und in der Entspanntheit der Veranstalter, was die Technik betrifft.) Unstimmigkeiten werden rückgekoppelt und zur nächsten Veranstaltung (spätestens) behoben.
    Natürlich kostet das etwas mehr, es muß sich jedoch für die entsprechenden Veranstalter dauerhaft lohnen, sonst würde er wieder "billig" einkaufen.

    Das macht mir jedenfalls Mut.

    Im Toursektor höre ich dagegen schlimme Sachen, Versuche von Gagendumping bei Technikern und Backlinern, weil gerade 2 Digico oder Venue angeschafft wurden und so weiter.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 15. April 2008 um 13:39
    • #108
    Zitat von "simonstpauli"

    ...
    Im Toursektor höre ich dagegen schlimme Sachen, Versuche von Gagendumping bei Technikern und Backlinern, weil gerade 2 Digico oder Venue angeschafft wurden und so weiter.


    oha. das bedeutet also, wer die neueste technik haben will muss einen geringeren lohn akzeptieren?
    also ich komme ganz gut mit analogen pulten klar... :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 15. April 2008 um 15:28
    • #109
    Zitat von "wora"


    oha. das bedeutet also, wer die neueste technik haben will muss einen geringeren lohn akzeptieren?
    also ich komme ganz gut mit analogen pulten klar... :D


    Dito. Dann muß aber der Kostenaufwand für übermäßiges Trucking und Helfereinsatz berücksichtigt werden, wieder weniger Geld übrig ;) Argumente gibt es immer wenn man welche sucht.

    Jetzt bin ich schon beim Lohndumping angelangt, das ist ja auch oft ein Bestandteil der in diesem Thread beschriebenen Beispiele. "Wieso Geld für Techniker, macht denen das Hobby / der Job keinen Spaß?"

    Ich habe weniger ein Problem, wenn eine Firma weniger Leistung für weniger Geld anbietet, das ist für mich an sich noch kein Dumping (bzw. muß keins sein). Was der Veranstalter und der Künstler damit anfangen -> ihre Sache. (Das Thema Ridererfüllung hatten wir ja schon...)
    Interessant wird es preislich wenn nur der Chef, Freunde, "Spaßarbeiter" und/oder Azubeus den Job durchführen. Es ist m.E. eine Unsitte, Azubis mit bis zu 100% Arbeitskraft zu rechnen und dadurch natürlich Kostenvorteile zu erzielen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 15. April 2008 um 17:42
    • #110
    Zitat von "simonstpauli"

    ... Es ist m.E. eine Unsitte, Azubis mit bis zu 100% Arbeitskraft zu rechnen und dadurch natürlich Kostenvorteile zu erzielen.


    ganz klar: das ist eine frechheit. Azubis sollten eigentlich zum lernen auf der baustelle sein.

    die realität sieht natürlich völlig anders aus.
    aber das ist keineswegs nur in unserer branche so, weshalb es sich wohl nicht lohnt, weiter darüber nachzudenken. man wird nicht verhindern können, das Azubis auch in produktionsprozesse eingebunden werden. und ganz ehrlich: ich würde das auch so machen, denn dann lernen sie auch verantwortung.
    was aber gar nicht geht ist, das eine produktion ausschliesslich von Azubis durchgeführt wird.

    meiner ansicht nach gibt es zu viele Azubis, wie soll der markt die denn alle verdauen?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    • 15. April 2008 um 17:44
    • #111
    Zitat von "wora"


    was aber gar nicht geht ist, das eine produktion ausschliesslich von Azubis durchgeführt wird.


    ...würde ich nicht kategorisch ausschliessen. Azubi ist nicht gleich Azubi. Wenn das mit dem Auftraggeber so abgesprochen ist, kann das auch mal eine Aufgabe für Azubis sein, eine Produktion selber durchzuziehen. Einige Dinge lernt man nämlich nur so.

    Der Ton macht die Musik.

  • simonstpauli
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    • 15. April 2008 um 17:51
    • #112
    Zitat von "zegi"

    ...würde ich nicht kategorisch ausschliessen. Azubi ist nicht gleich Azubi. Wenn das mit dem Auftraggeber so abgesprochen ist, kann das auch mal eine Aufgabe für Azubis sein, eine Produktion selber durchzuziehen. Einige Dinge lernt man nämlich nur so.


    Mooment. Dabei muß aber ein Techniker im Hintergrund sein, der dem Azubi unter die Arme greift, ihm Dinge erklärt etc. Nur dann kann der Ausbildungsauftrag erfüllt werden.

    Sonst ist es ein Azubeu (Auszubeutender)

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  • wora
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    • 15. April 2008 um 17:52
    • #113

    zegi:
    das kann ich trotzdem nicht für gut heissen.
    und zwar einfach deshalb, weil da ein verantwortlicher dabei sein muss, der genügend erfahrung mitbringt und im falle einer aufkommenden frage mit rat und tat beiseite steht. also ein klassischer "ausbilder".
    dieser kann sich ja in bestimmten anwendungen mehr im hintergrund halten, aber ganz ohne beistand... da tauch dann der "dumping"-verdacht zu recht wieder auf.
    Azubi ist ja schliesslich die abkürzung für "AusZUbildender" und nicht für "Autodidakt".

    EDIT: Hamburg war schneller...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkadib
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    • 16. April 2008 um 09:27
    • #114

    Der Titel des Threads ist meiner Meinung nach falsch gewählt. Es müßte eher heißen, wie man sich mit Dumping am ehesten arrangiert.
    Aggressiven Preiskampf und ruinösen Wettbewerb wird es immer geben und es ist davon auch nicht nur die schöne schillernde Veranstaltungswelt betroffen.

    MfG

    DirkB

  • wora
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    • 16. April 2008 um 13:25
    • #115

    was den thread-titel angeht hast du vermutlich recht.
    aber ich stehe halt auf theatralische aufmacher ;)
    nee, war´n scherz... es hat sich im laufe der diskussion herauskristallisiert, das man dumper vermutlich nicht direkt "bekämpfen" kann.
    den besten vorschlag, den ich hier rausgezogen habe: man muss einfach besser sein als sie und sich durch neue ideen von ihnen abgrenzen.
    meine erfahrung ist: qualität setzt sich langfristig durch.
    wenn allerdings ein "dumper" eine vernünftige qualität bietet, kann er natürlich zu einer ernsthaften konkurrenz werden.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • timotimo
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    • 16. April 2008 um 15:01
    • #116
    Zitat von "wora"

    qualität setzt sich langfristig durch.
    wenn allerdings ein "dumper" eine vernünftige qualität bietet, kann er natürlich zu einer ernsthaften konkurrenz werden.

    Ja, Qualität und Qualifikation, wie ich schon im anderen Thread schrieb. Und das Alleinstellungsmerkmal.

    Die Qualität steigt immer mehr, auch China- oder Behringer-Produkte haben inzwischen eine technische Qualität, die vor 15 bis 20 Jahren nur Profigeräte hatten. Und der Unterschied ist für den professionellen Techniker natürlich spürbar, aber nicht für den Auftraggeber oder den Consumer ("braucht man das alles?", "muss das so gross sein?").

    Wenn also zu einem niedrigen Preis eine gute Qualität erreicht wird, müssen wir uns Fragen: wie machen die das, und wie kann ich darauf reagieren.

    Nochmal eine andere Anmerkung: "Dumping" (was eigentlich keines ist, also sagen wir mal niedrige Preise) werden einem Verleiher vom Kollegen vorgeworfen, da dieser höhere Preise berechnet (oder berechnen muss, z.B. aufgrund seiner Kostenstruktur).
    Der gleiche Verleiher verliert aber seine Kunden und Ausschreibungen, weil wiederum andere billiger anbieten.
    Also alles relativ, je nach Standpunkt des Betrachters.

  • mringhoff
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    • 16. April 2008 um 18:43
    • #117
    Zitat von "wora"

    wenn allerdings ein "dumper" eine vernünftige qualität bietet, kann er natürlich zu einer ernsthaften konkurrenz werden.

    glaube ich nicht. Wer gut UND billig ist, hat mit der Zeit seine Auftragsbücher so voll, daß er das nicht alles bewältigen kann.
    Und wer keine weiteren Jobs braucht, der macht das über den Preis. Daraufhin wird er merken, daß er für seine Arbeit auch wesentlich mehr verlangen kann und wird sich mit der Zeit von seinen Billigjobs lösen....

    ...Aber leider ist es oft so, daß, wenn o.g. Prozess eingetreten ist, schon wieder zwei neue Dumper auf dem Markt sind....

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  • marcoboy
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    • 26. April 2008 um 16:40
    • #118

    ich hatte mal ein schönes Gespräch mit einen Veranstalter. Eine Veranstaltung die ich lange Jahre gemacht habe. Und da war es wieder ...

    Du ich hab hier ein Angebot was viel billiges ist als deins? Schön sage ich und ?Naja fast 40% weniger, für die gleiche Technik. "Oh dann müsste ich dich ja 4 Jahre lang um 40% beschissen haben " sage ich. Das hab ich natürlich nicht das geht immer auf kosten der Sicherheit und Qualität.

    " Naja ich weiß ja aber kannst du nicht was am Preis machen?" sagt er ich " Nö nimm den!" :roll:

    Weiß einer auch warum diese Leute billiger sind ? Weil sie ihren verpflichtungen in sachen Arbeitschutz nicht nachkommen. Weiß jemand wer für so was verantwortlich zu machen ist dafür? Der Auftrageber!! Der hat zu Prüfen ob der Auftragnehmer auch befähigt ist was er da macht.


    Ich habe mich neulich mal mit jemanden vom TÜV unterhalten sein Spezialgebiet ist Arbeitschutz. Da ging es auch darum z.Bsp Pflichten von Prüfungen an andere Unternehmen ab zu geben. Fast jeder ist bestimmt der Meinung wenn man seine Wiederholungprüfungen von Elektrogeräten laut BGVA3 an sein Örtliches Elektronunternehmen abgibt. Man sei dann fein raus. Man sollte schon genau schauen wie denn der Elektriker da genau Prüft. Denn nicht er ist im Schadensfall Verantwortlich sondern der Unternehmer !

    Da kann man schon Kreide bleich werden wenn man immer nur den billigsten nimmt. Bsp. pro Gerät 70cent. Für eine Prüfung braucht man min 10min. Bei 100 Geräten hat der Kollege erstmal nur 70euro verdient. Das für eine Elektronfachkraft.

    Manche Sachen gehen nicht für das Geld , das ist aber überall so.

  • tamaris-pa / mts
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    • 9. Mai 2008 um 15:15
    • #119

    Mir geht das Dumping hier im Bereich auch extrem auf die Nerven, aber was will man machen?Bei seinen Preisen bleiben und deutlich weniger Veranstaltungen machen oder mit den Preise etwas runter gehen? Auf Dauer ist eigl. nur die erstere Variante sinnvoll, aber da immer mehr Buden aufmachen, geht der Preis unausweichlich in den Keller.

    Dazu passt das Zitat vom Hörnli auch sehr gut:

    Zitat von "Hörnli"

    Der Markt... von den 2000 kW die in der Region rumstehen sind an Wochenenden im Schnitt 10 kW vermietet. Alles in Party- PA- Größe. Aus diesem Markt kann man sich einen kleinen Teil erkämpfen, doch letztendlich hat jede Bude genug eigenes Material, das gilt auch für mich. Also müsste man in der Region ein Segment komplett besetzen. Im Partysegment haben das alle versucht, ein Teil lebt noch, reich ist keiner.

    Bestes Beispiel, Open air 20x20 mit Techno, 2x folgender Aufbau:

    Und 4 Stacks HK PR Serie. (Hat natürlich hinten und vorne nicht gereicht) 500.-

    Wir hatten 1500.- mit etwas mehr und besserem Material angeboten.

  • mringhoff
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    • 9. Mai 2008 um 15:29
    • #120
    Zitat von "Tamaris-PA / MTS"

    Und 4 Stacks HK PR Serie. (Hat natürlich hinten und vorne nicht gereicht) 500.-

    Wir hatten 1500.- mit etwas mehr und besserem Material angeboten.

    das was man da auf dem Bild sieht, ist ja auch nix. 3x4er Bars, zwei Scanner, ein festgebundenes Wackeltruss...
    So etwas darf ja auch nicht viel kosten.
    Also seih froh, hier ist kein Dumper unterwegs, sondern hier hat der Veranstalter eine Sparvariante gewählt. Wer wenig zahlt, der bekommt wenig.
    Schlimmer wäre es doch, wenn wir auf dem Bild jetzt viel und gutes Material sehen würden, das wäre für 500,- EUR dann doch besorgniserregend.

    Zitat von "Tamaris-PA / MTS"

    ...aber da immer mehr Buden aufmachen, geht der Preis unausweichlich in den Keller.
    .


    Du vergisst, daß auch immer wieder Buden zumachen (müssen), weil entweder Papis Geld zuende ist oder die Beteiligten als Angestellte anderswo das Arbeiten angefangen haben...

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