Zitat von "Jonnytrance"Nimm einfach mal 2 gleichwertige Chassi und Vergleiche/Messe die mal. Grob einer mit 6mm Hub, andere mit 9mm Hub. Bei gleicher Leistungzufuhr wird 9mm Chassi mehr auslenken.
Warum sollte es das tun?
Grüße
Matthias
Zitat von "Jonnytrance"Nimm einfach mal 2 gleichwertige Chassi und Vergleiche/Messe die mal. Grob einer mit 6mm Hub, andere mit 9mm Hub. Bei gleicher Leistungzufuhr wird 9mm Chassi mehr auslenken.
Warum sollte es das tun?
Grüße
Matthias
@ SRAM: Achso, darauf wolltest hinaus. Das hättest du nicht so langwierig erklären müssen....
Und hast recht, unterhängende Spulen sind wohl die Zukunft, nur braucht man extreme Antriebe, da man ja quasi jede Menge Flux "verschwendet".
Warum hat eigentlich noch niemand ein Servokonzept bei linearen Antrieben verwirklicht? Immer nur den Teil der Spule im Luftspalt mit Leistung versorgen. Klar, das geht nicht ohne noch eine Ansteuerungslogik, aber kann das heute ein Problem sein?
Und hast recht, unterhängende Spulen sind wohl die Zukunft, nur braucht man extreme Antriebe, da man ja quasi jede Menge Flux "verschwendet".
....nee, eben genau nicht.
Zum Mitschreiben:
- ich lasse die konfiguration des MAGNETISCHEN Kreises wie gehabt --> magnetisch overhang, KEINE Verschwendung magnetischen Flusses !
- nun VERLÄNGERE ich mechanisch den LUFTspalt mit einem NICHTMAGNETISCHEM Material (Kupfer, Alu, etc.), das aber die Wärme gut leitet --> thermisch underhang, Kühlung auf ganzer Länge.
..und hier noch ein kleines Bildchen:
Gruß SRAM
P.S.: die ganzen Scherze wie Kühlrippen an den Hülsen auf der der Spule abgwandten Seite u.ä. spar ich mir hier
Zitat von "Bernd Häusler", der 850 war schon sehr nahe am perfekten Chassis und der CB18 die perfekte Bassbox. :
Bezieht sich die Aussage bezüglich des 18N850v2 (nahe am perfekten) auf den Einsatz als Infra oder als "klassischer" Sub (40-max.120Hz)?
Topo ![]()
Ich hab mich wohl auch wieder zu kurz gefasst. Ich meinte, dass man (weil du Aura, früher Seismic, erwähnt hast) EIGENTLICH ziemlich extreme Antriebe bräuchte, wenn man Underhang (wie eben Aura) auch magnetisch haben möchte. Dass die von dir nun in aller Länge und mit Bildern beschriebene Art KEINEN Fluss verschwendet, ist mir durchaus bewusst und davon habe ich auch garnicht geredet.
@ SRAM:
Auch nichtmagnetisches Material induziert Magnetfelder.
Siehe Funktionsweise mechanischer Tacho.
Zitat von "Mechwerkandi"@ SRAM:
Auch nichtmagnetisches Material induziert Magnetfelder.
Siehe Funktionsweise mechanischer Tacho.
Wirbelstrom.
Gegen das Wirbelstromproblem hat SRAM schon eine
glaube ich geeignete Gegenmaßnahme genannt:
ZitatAlles anzeigen
Nun verlängern wir diesen Spalt innen und außen mit einer Kupferhülse,
die denselben Abstand zur Spule beibehält (natürlich auf beiden Seiten
der Polplatte, oben und unten). Im Bereich, in dem die Spule sich
bewegen soll schlitzen wir die Hülse, damit diese nicht als Kurzschlussring
wirkt, darüber (und darunter) behalten wir die Hülse als Kurzschlussring
voll.
Wobei ich nur den allerletzten Satz nicht ganz verstehe: Warum ein
Teil DOCH als Kurzschlussring stehen gelassen wird. Was ist nochmal
der Sinn eines Kurzschlussringes? Notbremse? Oder um den Antrieb
zu linearisieren? Habe das noch nie so richtig kapiert. :oops:
a) ich beschreibe hier eine Anordnung, die schon verwendet wird, Hinweise im Text
b) die Anordnung wird noch nicht vollständig in der beschriebenen Art ausgereizt (zumindest nicht daß ich wüßte, vieleicht ja bei den ganz neuen Chassis ?)
c) ja, Wirbelstrom ist mir bekannt, was glaubt der geneigte Leser wohl, wieso die Hülsen geschlitzt sind ?
d) Bremse: ja, genau deshalb, soweit außen sind Kurzschlussringe nur noch als Bremse vorhanden.
Die Entwicklung ist wie immer fließend, JBL hat z.B. bei den dual drive Magnetsystemen an der Innenseite der Spulen nun praktisch über die gesamte Länge alle sonstigen Unterschneidungen "aufgefüllt", womit die Spulen immer gekühlt sind. Die untere Spule taucht auch mit der Außenfläche direkt in einen schmalen Spalt des Aluminium-Kühlkörpers, nur die obere Spule taucht noch mit der Außenfläche aus.
Gruß SRAM
Moin,
Zitat von "SRAM"d) Bremse: ja, genau deshalb, soweit außen sind Kurzschlussringe nur noch als Bremse vorhanden.
Durch stetes Wiederholen wirds nicht richtiger.
Diese Ringe wirken z.B. nur dann als Bremse, wenn die Klemmenspannung statisch 0 ist, die Dämpfung durch die Endstufe hoch, und die Schwingspule in Richtung X-max unterwegs ist. Dann verstärkt der "Kurzschlußring" die Gegen EMK durch Verringerung der Impedanz. Ist die Spule bereits wieder in Richtung gegenüberliegendem X-max unterwegs kehren sich die Verhältnisse um, die Gegen-EMK verringert sich.
Soweit, so gut. Jedoch ist die Klemmenspannung niemals statisch 0, schon garnicht für diesen kompletten Durchlauf des Spulenendes durch den Kurzschlußring. Je nach dem in welche Richtung die Spule unterwegs ist, und ob die Klemmenspannung gerade fällt oder steigt wird die Antriebskraft verringert, oder verstärkt. Die Phasenlage der Klemmenspannung zur Schwingspulenposition ist in hohem Maß frequenzabhängig.
Es ist also frequenzabhängig ob über die Änderung der Impedanz mittels Kurzschlußring(en) ein "dynamisches BL" in "n" oder "M"- Form resultiert.
Vom üblichen Schadensbild der verkokelten Schwingspulen-Enden auf die fehlende Kühlung durch umgebende Metallteile zu schließen ist ein Trugschluß.
http://de.wikipedia.org/wiki/Roebelstab
Die Stromverdrängung verringert den Stromfluß durch den im Spalt befindlichen Spulendraht, und erhöht den Stromfluß durch die nicht im Spalt befindlichen Spulenteile. Es ist ein Irrtum, daß in einer Reihenschaltung zwingend an jeder Stelle der gleiche Strom fließt, siehe Reihenschwingkreis. Als einen solchen Reihenschwingkreis muß man die Schwingspule eines Overhung-Antriebes betrachten. Dann erschließt sich auch, wo die Schwingspule durch die Verwendung von Kurzschlußringen zusätzlich belastet wird.
Dagegen schaut die Verwendung eines Underhung- Antriebs doch vergleichsweise übersichtlich aus ;-). Die komplett im Spalt dem Antrieb dienende Schwingspule nutzt das Magnetmaterial nahezu gleichgut, die nicht stattfindende Stromverdrängung sorgt für Gleichstand. zusätzlich ist es nicht notwendig das Eisen am Spalt in die Sättigung zu treiben was die Magnetmaterial- Nutzung verbessert. Wenn man noch beidseits in etwas Abstand zu den Schwingspulenenden eine echte Kurzschlußwicklung als geschlossenen Blechring aufbringt hat man im Falle exzessiver Hubüberschreitung eine frequenz- und richtungsunabhängig zuverlässig wirkende verschleißfreie Notbremse, die einsetzt wenn ein Spulenende zu weit im Spalt verschwindet. Die Kühlung realisiert man besser nach RFT/Eminence.
Gruß
Zitat von "SRAM"
Wirbelstrom ist mir bekannt, was glaubt der geneigte Leser wohl, wieso die Hülsen geschlitzt sind ?
Weder aus der Zeichnung noch aus dem zugehörigen Text:
Zitat von "SRAM"
nun VERLÄNGERE ich mechanisch den LUFTspalt mit einem NICHTMAGNETISCHEM Material (Kupfer, Alu, etc.)
gehen weitere Details zur Ausführung der bezeichneten Hülsen hervor.
Da sich der Luftspalt im Querschnitt üblicherweise als Kreisringfläche darstellt, ist die o.g. Beschreibung zumindest irreführend.
Ein Aufschlitzen in Längsrichtung führt lediglich dazu, das sich das Magnetfeld in beliebig kleine virtuelle Einzelmagneten mit N-S Orientierung aufteilt.
Das ändert am Ablauf selber relativ wenig, weil man die beschriebene Verlängerung quer zur Schwingspulenachse schlitzen müsste.
Das wiederum dürfte allerdings auf konstruktive Schwierigkeiten stossen... :wink:
Solange die Übertemperatur nicht an der Quelle durch ein geeignetes Medium abgeführt wird, wird das Problem nur verlagert.
Lies mal eine post weiter vorne......
......hab ich nicht geschrieben, daß ich mir in der Darstellung die Scherze wie Kühlrippen und ähnliches spare ?
Genauer lesen hilft manchmal.........
bernd häusler:
Stromverdrängung quer zum Leiter hat mit den Verhältnissen an einer Schwingspule nichts zu tun (oh, ich schränke mich ein: bei mehrlagigen wie bei manchen car-hifi-Bässen vieleicht doch :wink: )
Gruß SRAM
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Hallo Bernd:
ZitatDie Stromverdrängung verringert den Stromfluß durch den im Spalt befindlichen Spulendraht, und erhöht den Stromfluß durch die nicht im Spalt befindlichen Spulenteile. Es ist ein Irrtum, daß in einer Reihenschaltung zwingend an jeder Stelle der gleiche Strom fließt, siehe Reihenschwingkreis. Als einen solchen Reihenschwingkreis muß man die Schwingspule eines Overhung-Antriebes betrachten. Dann erschließt sich auch, wo die Schwingspule durch die Verwendung von Kurzschlußringen zusätzlich belastet wird.
Diese gewagte These wage ich zu hinterfragen. Die dafür wesentliche Voraussetzung, nämlich daß die Spule eine Reihenschaltung von "LCR"-Gliedern darstellt, wäre nur dann tragbar, wenn deren elektrisches Verhalten innerhalb des betrachteten Frequenzbereiches relevant wäre. Die Spuleninduktivität wirkt erst zu hohen Frequenzen hin, zerlege ich die Spule in einzelne Abschnitte bekomme ich sehr kleine ohmsche Anteile, sehr kleine Induktivitätswerte. Es bedürfte dann erheblicher kapazitiver Anteile, die ich aber bei einer normalen "Langspule" nicht auszumachen vermag. Aber wer weiß, was Bernd schon wieder alles weiß?
Eine andere Überlegung, die mir durch den Kopf geht, ist die, daß im Luftspalt doch die größte Strömungsgeschwindigkeit der Luft vorliegt. Würde es da nicht genügen, den Luftspalt ohne elektrisch leitende Materialien zu verlängern, um damit einen Luftstrom auf ganzer Länge zu bekommen? Ich hätte bisher immer erwartet, daß das meiste an Kühlung über Luft weggeschaufelt wird und nicht über Abstrahlung.
Grüße
Mattias
Wenn die Luft in eine Richtung strömen würde wäre das der Fall.
Leider wird diese aber i.d.R nur hin und her bewegt. Wobei eine Polkernbohrung alter Bauart das Problem eher verschlimmert als verbessert. Grundsätzlich ist es vom Standpunkt der Kühlung besser, die Luft unter der Kalotte zu komprimieren und gezielt über die Spule strömen zu lassen, das erhöht auch bei hin und her bewegter Luft den Wärmeübergangskoeffizienten beträchtlich. Allerdings gilt auch da: die Wärme muß dann irgendwo hin. Und das geht nunmall am besten über gute Wärmeleiter; das sind nunmal die Metalle mit guter elektrischer Leitfähigkeit (weil beides zusammenhängt), also Kupfer, Aluminium, Silber und Gold. Diamant wäre noch besser ![]()
Gruß SRAM
Moin,
Zitat von "SRAM"bernd häusler:
Stromverdrängung quer zum Leiter hat mit den Verhältnissen an einer Schwingspule nichts zu tun (oh, ich schränke mich ein: bei mehrlagigen wie bei manchen car-hifi-Bässen vieleicht doch :wink: )
mir schon klar, daß weder die Bezeichnung der Schwingspule als Reihenschwingkreis, noch der Begriff Stromverdrängung voll trifft. Allein der Begriff Stromverdrängung wird schon für zwei Effekte der E-Technik genutzt : Skin-Effekt im Hochfrequenzbereich, und eben die asymmetrische Stromverdrängung in einem Generator-Leiterstab.
Also: Eine Schwingspule ist eine Reihenschaltung aus: dem Anteil im Kurzschlußring, dem Anteil in geblechtem/geschlitztem Kühlkörper, dem Anteil in freier Luft, dem Anteil im Streufeld des Spaltes, dem Anteil im Spalt... ... und alles stetig veränderlich. Der größte Strom fließt im Spulenteil in einem Kurzschlußring ![]()
Zur Kühlwirkung "naher" Metallteile empfehle ich folgenden Versuch: Bringe einen Topf mit Wasser mittels dünner Abstandhalter in etwas Abstand zu einer Herdplatte, und Du wirst sehen, daß die Platte genauso hellrot glüht als wäre da kein Topf. Die gute Wärmeübertragung tritt erst durch atomare Kopplung ein, alles andere ist Strahlung und interessiert sich ausschließlich für die Strahlung des "Gegenübers" egal wie weit weg. Klar ist der Topfboden mit Leitungswasser, etwa 10°C, zunächst ein kälterer Strahler als die Oberfläche der Küche, aber sobald das Wasser durch Konvektion doch etwas warm geworden ist bleibt sich das gleich.
Gruß
Die entsprechende Lösung von JBL:
Gruß SRAM
.....Bernd: glaub mir eins --> die Berechnung von Wärmeübertragungsproblemen war eine meiner täglichen Aufgaben.....da weis ich sehr genau wovon ich rede.
Bei Gelegenheit stell ich mal eine vollständige Berechnung ein.
Gruß SRAM
SRAM, das mit der Kühlung ist absolut plausibel. Das Beispiel mit
dem Blumentopf fast schon genial.
Eine vollständige Berechnung würde mich sehr interessieren, weil
ich gerade einen Luft-Luft-Wärmetauscher baue für eine Lüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung baue. Die Wärmeübertragung ist ja alles
andere als trivial. Mit Reynoldszahlen, Nußelt-Zahl,
Strömungsgeschwindigkeiten...
Zitat von "SRAM"
Genauer lesen hilft manchmal.........
Unbestritten.
Nur nicht dann, wenn mehr hellseherische Momente gefragt sind...
Zitat von "SRAM".....Bernd: glaub mir eins --> die Berechnung von Wärmeübertragungsproblemen war eine meiner täglichen Aufgaben.....da weis ich sehr genau wovon ich rede.
Bei Gelegenheit stell ich mal eine vollständige Berechnung ein.
Gruß SRAM
Hallo Sram,
Es wurde interessant fur mich den Unterschied zu sehen, wieviel Ferrofluid (waermeleitung) bringt im vergleich zu waermestrahlung (aber da ganze flaeche - also mit demodulationsringe)?
Vielen Dank,
Tamas Tako