sehr amüsant das ganze hier, genau das hatte ich erwartet, und deswegen auch ein paar tage hier nicht gelesen, jetzt jukt es aber doch.
vorweg: DISCLAIMER: das unten geschriebene ist unvollständig, und führt so alleine nicht zu irgendwelchen brauchbaren ergebnissen in der beschallungstechnik! also bitte, keine erbsenzählerei!
zuerst mal: mal wieder haben die recht, die ein gutes ergebniss mit ihrer arbeitsweise erzielen, kann also jeder für sich überlegen ob dem so ist.
der idealfall ist natürlich eine in sich gute PA (was auch immr das jetzt sein mag, aber hier geht es ja um den EQ bereich) diese eingestellt auf den raum, was ausrichtung aufstelung und dimensionierung angeht.
und dann brauche ich nich tviel machen.
ich muß christopher beipflichten das die durchschnittliche realität anders aussieht, und zwar werden ca. 4-12 schwarze kisten möglichst rückenschonend oder eben einfach irgndwie links und recht neben ein ebühne gestellt, und aus zeitmangel, weil die gleichen leute noch das licht aufbauen müssen oder zu spät waren etc. bleibt die PA so wie sie ist, der controler im standardsetting, der EQ in der einstellung der letzten VA.
und dann kommt aber schon die von anderen angesprochene bypass funktion, die schneller geht als 60 schieberegler zu nullen. dann kann ich schnell mit einer CD hören ob überhaupt was kommt, und schon geht das eigentliche mischen los.
manchmal mache ich, wenn ich merke bei allen instrumenten eine bestimmte frequenz ziehen zu müssen hinterher die korrektur, ziehe diese an meinem master EQ, und drehe sie in den kanälen vorsichtig wieder hinein.
das ist dann die situation bandtech kommt zum quick 'n dirty job.
dann eben noch die situation ich bin selber der aufbauer/einrichter. in meinem fall meistens nur ich, ohne systech (bin ja nur ne kleine wurst :wink: ) dan stelle ich gerne mal anders auf als die hands es wollen, auch wenn es mehr denken und arbeit erfordert (ja ich helfe dann auch). dann sehe ich mir mal das amprack und die controler an, und mache dann erste versuche mit meinen CDs, die ich sehr gut kenne.
heutzutage ist dann meistens schon fast alles gut, zumindest bei moderaten pegeln. eine PA klingt dann eben so wie sie klingt, und ich akzeptiere das meistens auch, denn ich kämpfe nicht gerne gegen windmühlen, und das ändern des grundklangs der PA bezeichen ich als solches. als beispiel: wenn eine PA eher dazu neigt kickbass als subbas zu erzeugen berücksichtige ich das in meinem mix, sofern es die musik nicht völlig ungenießbar macht. oder, wenn die PA wenig höhen hat und da schlecht auflöst, versuche ich erst gar nicht meinen mix da oben zu optmieren, sondern eher in dem der PA angemessenen bereich.
also wo war ich? ach so, bei der CD, die läuft, ich mach mal lauter, und höre was der raum macht, und überlege wärend ich mich umsehe welche resonanzen wodurch entstehen, und welche dann hinterher bei publikum noch eine rolle spielen könnten. die merke ich mir schon mal, und evtl. greife ich am master EQ (der auch leiber parametrisch als grafisch ist), oder wenn möglich ändere ich übergangsfrequenzen am controler, um überlappende bereiche die evtl. überbetond sind abzusenken.
zuletzt kontroliere ich das ergebniss mit den an dem tag verwendeten mikrofonen, also lavalier oder kopfbügel oder eben gesangmikros, mache dann evtl. noch eine korrektur am EQ fals nötig.
und dann kommt der soundcheck. da wie gesagt noch evtl. die nachträgliche korrektur von störenden frequenzen am master EQ (da wäre ich dann bei ca. 4 bändern, deswegen gerne auch digital, oder eben analoge mit weit überlappenden bereichen.
der rest geschieht im kanal eq, durch mikrofonwahl, oder aufstellung.
manchmal kommt noch ein analyzer zum einsatz, um mal zu sehen was rosa rauschen so bewirkt, man kann ja nie wissen.
ein messsystem ist bei mir fast nie dabei, aufgrund der größenordnungen, da stehen time alignemt und mapp berechnungen nicht auf dem programm, auch wenn es mir mit sicherheit eingies erleichtern würde. das wird wohl der nächste schritt.
wenn ich mal geld für eine passende soundkarte habe:)
und jetzt noch ganz kurz zum vorwurf das hier alle ein geheimniss daraus machen: was ich hier geschrieben habe, ist eine sehr kompakte darstellung eines äußerst komplexen vorgangs, und ich sehe auch schon die kommentare vor mir, oder das herumreiten auf formulierungen etc.
letzten endes bringt denke ich dieser beitrag nicht so viel praktische hilfe, da das einstellen der PA mit CD mikro oder sonstwie eine rein auf erfahrungen und bei den größeren anlagen auf den richtigen umgang mit messsystemen und der interpretation der ergebnisse beruht.
also wenn es jemandem trotdem was bringt, bitte ![]()