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Stall -> Bar

  • Stan Crown
  • 20. Februar 2012 um 15:57
  • Stan Crown
    Beiträge
    348
    • 20. Februar 2012 um 15:57
    • #1

    Guten Tag liebe Heimbeschaller!

    Ich habe vor, meinen Stall zur Bar/Club auszubauen. Die Maße sind 8m x 10m.
    Deckenhöhe ist noch nicht festgelegt, den Zwischenboden zum Dach haben wir letztes Jahr
    entfernen müssen. (Sägemehl-Zement-Gemisch auf Holzlatten, einsturzgefährdet)
    Am tiefsten Punkt (Außenwände) sinds wohl ca. 2,20m Deckenhöhe, in der Mitte zum First etwa 6m.
    in 2,20m Höhe verlaufen auch die Balken, die früher die Decke gehalten haben.

    Bausubstanz ist solide, alles gemauert, 24er Mauerwerk, stabile Dachkonstruktion aus Balken und Sparren, jedoch ohne Pfetten. Boden ist aus Beton, Baujahr des Gebäudes ist Ende der 50er Jahre. Das Dach selber wollen wir noch verstärken und einige abgesackte Stellen wieder in Form bringen.

    Zur Zeit sind noch alle einzelnen Buchten, Flure und Räume vorhanden, es sollen aber alle Wände entfernt werden. (natürlich mit Gutachten und statischer Berechnung zur Dimensionierung und Position von Trägern und Auflagern!)

    Unser Hof liegt recht abgeschieden, trotzdem haben wir gegenüber einen Nachbarhof und links und rechts des Grundstücks in etwa 200m Entfernung dann die nächsten Häuser. Im Sommer steht ringsrum etwa 2m hoch Mais, der alles an Schall schluckt, was wir produzieren, im Winter wird der Schall übers freie Feld je nach Wind recht gut getragen.

    Wenn ich allerdings den Stall ausbaue, dann möchte ich das Ganze nachhaltig und vernünftig gedämmt haben.

    Jetzt kommt Ihr:

    :?: Welche Deckenhöhe würdet ihr wählen? 2,20m / 6m / Zwischenmaß?
    (2,20m = ziemlich tief, aber weniger zu dämmen/heizen/optisch schön zu machen, 6m = ganzes Dach unterstreichen, Deltafolie, Dämmung, aufdoppeln...)

    :?: Wie bekomme ich es hin, dass wenig/kein Schall nach außen dringt? (Im Moment kann man von unten bis unter die Dachziegel gucken, teilweise auch dazwischen durch)

    :?: Hat jemand von Euch schonmal sowas gemacht und vielleicht ein paar Bilder?

    Noch einige Infos:

    Licht- und Tonanlage ist aus der Zeit meiner DJ-Tätigkeit noch vorhanden (ist auch noch gelegentlich im Einsatz). Es soll am Ende eine Art Clubraum werden mit gemauertem DJ-Tresen für 1210er, Clubmixer, CD-Player, Plattenregalen, Tanzfläche, 4-Punkt-Beschallung, Theke und Stammtisch-Ecke.

    Wir haben uns den Hof vor einem Jahr gekauft und sind im Moment noch mit der Sanierung des Wohnhauses zu Gange. Im Sommer kommt die Auffahrt und Umgestaltung des Außenbereichs, im nächsten Winter solls dann mit dem Stall losgehen. Aber ich plane immer gerne im Voraus. Vor allem, was spätere Dämmung betrifft, da der Stall mit dem Wohnhaus verbunden ist.

    So, jetzt genug geschrieben, jetzt seid Ihr erstmal dran!

  • tufkalauni
    Beiträge
    253
    • 20. Februar 2012 um 22:35
    • #2

    Ich weiß nicht, ob ein PA-Forum da so der geeignete Anlaufpunkt für diese Fragen ist. Ich würde ja Leute kontaktieren wie Architekten, Akustik- und Trockenbauer... hier kriegste doch wieder von zehn Leuten fünfzehn Meinungen, allesamt subjektiv gefärbt, fachlich gänzlich unfundiert aber mit missionarischem Impetus vorgetragen. Ob ich daraufhin eine Remise ausbauen würde...? Ich denke nicht :oops:

  • studi
    Beiträge
    776
    • 21. Februar 2012 um 16:00
    • #3

    Ich würde aufpassen, dass ich keinen Ärger mit der Bauaufsicht bekomme... Bauen im Außenbereich ohne Bebauungsplan und dann nichtmal privilegiertes Vorhaben...

  • treibsand
    Verifiziert
    Reaktionen
    1.556
    Beiträge
    9.421
    Marktplatz Einträge
    1
    • 21. Februar 2012 um 17:54
    • #4

    Abgesehen von den Reichsbedenkenträgern:
    (Hier isses ein DISKUSSIONSFORUM, kein "So muss es sein Infobrett" und ich frage mich, woher das Wissen über den fehlenden B-Plan oder dessen Inhalte kommt!)

    Schall schaffst du nur durch Masse. Das Dach ist dabei der Schwachpunkt - es lässt sich nur mit viel mehr Aufwand dementsprechend pimpen. Bei den Wänden reichen vielleicht schon eine Lage Wärmedämmung und mehrere Lagen Rigips - gerne etwas entkoppelt. Die Ziegel hingegen dürften im Vergleich zur Wand relativ durchlässig sein.
    Die Raumhöhe halte ich, was akustische Dämpfung angeht, für nachrangig.
    Dir sollte auch klar sein, dass das Beschallungkonzept interessant ist, was die abgegebene Energie angeht! Vierpunkt is schonmal schön, dicht & gerichtet auf die Tanzfläche weiter wichtig.
    Mal so als Anstoss: komplett ohne Dämpfung ergeben 120dB@1m "nurnoch" 70dB @250m. Im konstruierten Fall eines Dorfgebietes mit Zugrundelegung de TA Lärm sind die zulässigen 45 dB Immission aber auch mal locker 15-20dB über dem Umgebungspegel! Das könnte für Nachbarn eine Ruhestörung darstellen.

    Ich habe vor ~15 Jahren mal eine Installation in einem mehrfach gedämmten Club gemacht - schliessen musste der Laden letztendlich, wegen den Leuten vor der Tür... :?
    Genau darüber solltest du dir auch im Vorfeld Gedanken machen! Auch über An- & Abreise des Publikums. Da sind viel mehr Probleme mit und Lärmbelästigung von Nachbarn zu erwarten.

    Die letztendliche Planung können allerdings nur Leute vor Ort machen. Tipps & Fotos werden letztendlich NIE zielführend sein, ohne alles anzupassen.
    Hier scheitert es ja schon an Informationen über die Ausrichtung des Clubs.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Stan Crown
    Beiträge
    348
    • 22. Februar 2012 um 07:55
    • #5

    Guten Morgen.

    Danke für die Antworten, das bringt mich doch schonmal weiter!

    Zum Bebauungsplan / Ausrichtung des Clubs:

    Es wird ein vorhandenes Gebäude saniert. Ich plane dort keinen kommerziellen Club, der dreimal die Woche öffnet und einen eigenen Parklplatz braucht. Nutzung des ganzen ist rein privater Natur. Kein Eintritt, Kein Ausschank, Keine Vermietung. Also alle, die dort zusammen feiern werden, sind vorher eingeladen worden. Musik wird elektronisch ausgerichtet sein, aber auch mal Party oder Rockiges sind drin.

    An- und Abreiseverkehr ist ein interessanter Gedankenansatz. Die Anwohner sind aber alle sehr tolerant. (noch...) Im vergangenen Sommer haben wir dort mit 200 Leuten gefeiert (Allerdings in der Scheune und nicht Stall, teilweise wars draußen lauter als drin.) Da aber zu dem Zeitpunkt der Mais ums Grundstück stand, haben die Anwohner nicht mal mitbekommen, dass dort eine Feier stattgefunden hat. Aber das kann auch Glück gewesen sein.

    Das Dach wird wohl wirklich die größte Herausforderung. Wenn es um Schallisolierung geht, bin ich der Meinung (bitte verbessert mich), dass besser Harte, abgekoppelte Flächen verwendet werden, als weiche? (Also 2 x Rigips = besser als 20cm Klemmfilz?)

    Danke erstmal!

    Edit: treibsand -> Die Vierpunktbeschallung nur auf die Tanzfläche auszurichten ist glaub ich schonmal eine gute Idee! Je mehr einzelne Lautsprecher auf einen bestimmten kleineren Bereich ausgerichtet werden, destso weniger laut muss die Anlage gefahren werden. Ich glaube mit dem Vorschlag kann man das "Übel" schonmal im Keim minimieren. Außerdem soll man ja an der Theke oder dem Stammtisch noch reden können.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 22. Februar 2012 um 09:23
    • #6

    Subs könnte man cardioid ansteuern.

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