1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Andere Gewerke (nicht PA)
  5. Strom

Neutralleiterabriss im laufenden Betrieb [Umfrage]

  • tufkail
  • 1. Oktober 2008 um 16:23
  • skyper
    Profi
    Reaktionen
    1.281
    Beiträge
    3.535
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    2
    • 2. Oktober 2008 um 23:51
    • #21

    nachdem ich mehr oder weniger der Auslöser der Diskussion war hier noch ein Paar Gedanken/Randbemerkungen:

    a) zumindest auf den ersten Blick scheint es nun nicht so spektakulär viele Vorfälle zu geben -
    wenn wie ursprünglich schon von mir ausgenommen defektes Material nicht in die Betrachtung mit einbezogen wird.

    b) wenn Leitungen und Verteiler nicht regelmäßig geprüft und vor dem Aufstecken der Verteilungen nicht mal in die letzte Kabelkupplung gemessen wird,
    ist das auch eher eigene Dummheit/Faulheit/methodisch bedingt, denn ein blöder "Zufall"
    Anders herum stellt sich die Frage: welche Verteiler sollen denn eine Spannungsüberwachung haben:
    der 400A Powerlockverteiler, die 125A Substation, die daran angeschlossenen 63A-Splitter,
    die 32A auf Schukosplits oder die 16A Baumarkt-Bömmel zum Tschengeldpreis,
    bei denen der Einbau der Schutzschaltung den Kaufpreis vermutlich um ein Mehrfaches übersteigt?
    Nachdem ja weitgehend unklar ist wo das System versagt würde sich ja der Rückschluß aufdrängen,
    dass man jede Verteilung einzeln umbauen müsste.

    c) wird hier meiner Einschätzung nach das Thema immer wieder im Bereich "Kleinverteiler" angesprochen,
    also mal einen 32A auf irgendwas mit entsprechenden Vorsicherungen/RCD, oder direkt 16A auf 3xSchuko.
    Den entsprechenden Anwendern/Selberbastlern unterstelle ich einfach, dass hier mehr der Bereich
    Hobbyverleiher bis Klein(st)unternehmen vertreten ist, die größeren Verleiher haben da erfahrungsgemäß so ihre eigene Linie gefunden.

    Was mir in diesem Zusammenhang immer so ein wenig komisch vorkommt ist die Tatsache,
    dass die entsprechenden Fachfirmen und "Stromvermieter" auch bestens ohne diese Zusatzgeschichten auskommen.
    Egal ob Aggreko (und vormals GE rental), Bredenoord, CAT, Börder und wie sie alle heißen.
    Man müsste aufgrund der anscheinend vorherrschenden Bedarfsituation ja auch bei den diversen Anbietern von Klein- und Kleinstverteilern
    entsprechende Angebote vorfinden.

    Nachdem ich mich nun seit vielen Jahren aus persönlichem Interesse mit Stromverteilern und Verkabelungskonzepten befasse,
    bin ich mit den gängigen Produkten der einschlägigen Hersteller durchaus vertraut.
    Eine recht ansehnliche Liste wurde ja hier bereits zusammengetragen:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=25367

    Von den hier immer so heiß diskutierten Schutzschaltungen ist mir dabei aber wissentlich noch nichts untergekommen,
    selbiges gilt für sämtliches Equipment, das ich im Laufe meiner Tätigkeit in die Finger bekommen habe.


    Daher finde ich es ein wenig irritierend (bzw. nur bedingt zielführend), dass man den Leuten die hier nach Hilfe fragen immer wieder mit (meist gut gemeinten) Überlegungen und Vorschlägen um die Ecke kommt,
    die aber eher Verwirrung stiften und die eigentliche Problematik meines Erachtens nur mehr oder weniger elegant umschiffen:
    schlecht gewartetes Equipment gepaart mit unzureichenden Kenntnissen im Umgang mit Strom.

    Ich hoffe dass sich hier jetzt mal keiner zu stark vors Schienbein getreten fühlt, und wünsche (wem es vergönnt ist) erst mal morgen eien schönen Feiertag!

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 3. Oktober 2008 um 09:32
    • #22

    Gar nicht so unwahr, der Kollege :D

    Stimmt, bei größeren Veranstaltungen hat man im Regelfall ein Stromzuständigen, der die Anschlüße misst und dann erst freigibt.

    Bei kleineren Veranstaltungen kann man schon selber reinmessen.

    Ich mach das dann auch gerne mal mit einem PAR Topf, wenn ich kein Meßgerät mithabe.
    Ist ja Licht :D und eine PAR lampe läßt sich im Notfall verschmerzen gegen den Restschaden, der passieren könnte.

    Wenn ein Neutralleiter von einem Hausanschluß nach 30-50 jahren mal abgeht, wie ich das erlebt habe, dann ist es schlicht und einfach darauf zurückzuführen, das der Besitzer nie die Elektrik gewartet hat. ( Ein Sparmeister der Alten Schule - Kriegsgeneration )

    Auch schon mal erlebt, das ein Kabel am Nächsten Tag nicht mehr ging ( beim Abbau ist ein LKW drübergefahren, beim nächsten Tag wurde das selbe kabel wieder in das selbe setup eingesteckt ( Tour ) und das wars ( rechtzeitig erkannt )

    Auch hier wäre der Fehler gewesen, sich am nächsten Tag ja auf das Setup des Vortages zu verlassen.

    Und wer ordentlich ist, kann sich im Winter ja mal ins lager setzen und die Starkstromkabel nachziehen !
    Kann nicht schaden

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 3. Oktober 2008 um 10:33
    • #23

    Na ja, das Nulleiterprobalem ist offenbar ein Spezialfall der VA-Technik branche. Die Kirmes Motoren und die Pommesbuden sehen das mit dem Null vllt nicht so kritisch. Und die "Großen Stromer" haben halt ordentlich gewartetes Equipment und machen sich drum keine Sorgen.

    Geschrottetes, hingerichtetes und fehlerhaft gebautes Equipmet kann man hier nicht ausschließen, denn ALLE Neutralleiterabrisse kommen im Grunde davon. Die Frage ist, ob man an das Equipmant zum Messen drankommt bzw. ob man überhaupt Anlass hat zu messen.

    Außerdem haben wir bei einem gewöhnlichem Überspannungsschaden, Blitzeinschlag wieder mit der gleichen Problemstellung zu tun, der man nicht durch messen zuvorkommen kann. Wir sind ja hier in Deutschland.

    Aber frag mal die Kollegen, die nach Malta, Mexiko, Weißrussland, sonst noch wohin reisen. Die würden sich über einen überwachten Verteiler freuen.

    Wenn man sich auf den großen Baustellen einen "Stromer" bestellt oder sich mit Profitest angefreundet hat, ist man auf der relativ sicheren Seite. Aber auch nur solange, bis zB die nächsten Kabeldiebe aus dem 400A Verteiler das Eingeweide herausschneiden. Aber das passiert in der Tat relativ selten.

    Mein Konzept für ein mittelgroßes Unternehmen wäre folgendes: Eigener Verteiler für 125A mit Stromüberwachung. Ab dahin nur geprüftes, sicheres Gerät. Und duspol für alle Fälle.

  • andy006
    Verifiziert
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.264
    • 3. Oktober 2008 um 18:51
    • #24
    Zitat von "bwaack"

    noch nie während der Show.

    Vorgekommen ist Baustromverteiler ohne aufgelegten Rückleiter, fiel bei Messung auf - Elektriker besserte nach.
    Mehrfach vorgekommen: zu geringe Querschnitte (180/280Volt) und Billig-Kran-Aggregat ganz ohne Null.

    Grüße
    B.


    Ein Aggregat ohne Null????? Oder war der nur defekt? Bei uns wird immer gemessen wenn wir auf die Baustelle kommen. Naja wenn ich drauf achte. Kleine Ursache aber große Wirkung. Nullabriss auf Mugge - zum Glück noch nie.
    Beste Grüße

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • niggles
    Profi
    Reaktionen
    843
    Beiträge
    4.313
    • 4. Oktober 2008 um 00:10
    • #25
    Zitat von "Skyper"

    eigentliche Problematik meines Erachtens :
    schlecht gewartetes Equipment gepaart mit unzureichenden Kenntnissen im Umgang mit Strom.


    Dem möchte ich keinesfalls widersprechen. Die Frage "warum auf einmal jetzt" beantwortet ein Blick auf die Praxis der kleinen und mittleren Veranstaltungen der letzten Jahre. Dahin, wo einerseits die Zeltverleiher inzwischen schon für kleine Dorffeste CEE 63 oder 125 stellen müssen, ohne daß sich das im Mitpreis niederschlägt. Glaubt eigentlich jemand noch ernsthaft, daß die von sich aus plötzlich einen teuren Externen beauftragen anstatt das wie seit 30 Jahren den Dorfelektriker schwarz (weil nach Freitag 16 Uhr...) machen zu lassen? Daß der in seinem Leben noch nie was größeres als 16qmm geklemmt hat und sich den Unterschied zwischen LS und FI von seinem Lehrling erklären lassen müßte will halt keiner wissen...
    Auf der Gegenseite stehen Ton- (und Video-, da wirds noch viel teurer...) techniker, die glauben sich mit Sprüchen wie "Duspol ist nur was für Dickstromer" aus der Verantwortung stehlen zu können, die nun mal leider schon mit dem CEE16 auf dem Amprack anfängt. Dazwischen erstreckt sich ein reichhaltiges Arbeitsgebiet für Haftpflichtversicherungen, Anwälte und Gerichte.
    Bis CEE32 (und ab Schuko/T13! auch da erlebt man zum Teil haarsträubende Dinge bei Verteilungen aus haus(meister-)eigener Produktion) Eigenprüfung per Duspol. Darüber hinaus ist mMn eine (protokollierte!) Prüfung nach VDE 0100 unumgänglich. Leider.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • treibsand
    Verifiziert
    Reaktionen
    1.566
    Beiträge
    9.427
    Marktplatz Einträge
    1
    • 4. Oktober 2008 um 13:16
    • #26
    Zitat von "Igor Linowski"

    Na ja, das Nulleiterprobalem ist offenbar ein Spezialfall der VA-Technik branche. Die Kirmes Motoren und die Pommesbuden sehen das mit dem Null vllt nicht so kritisch. Und die "Großen Stromer" haben halt ordentlich gewartetes Equipment und machen sich drum keine Sorgen.


    Ich glaube kaum, dass es sich um einen "Spezialfall" VA-Technik handelt, sondern um den typischen DAU.
    Ein Riesenradmotor wird vielleicht dem fehlenden null nicht Nachweinen - aber die Steuerung davor, incl. der Kassenbude. und gerade bei den grossen Motoren fallen auch die Leistungen an, die fehlerhafte Installationen ans Tageslicht bringen...

    Zitat von "Igor Linowski"

    Geschrottetes, hingerichtetes und fehlerhaft gebautes Equipmet kann man hier nicht ausschließen, denn ALLE Neutralleiterabrisse kommen im Grunde davon. Die Frage ist, ob man an das Equipmant zum Messen drankommt bzw. ob man überhaupt Anlass hat zu messen.


    That's the point!
    Aber: wer keinen Anlass und keine geeignete Meßausrüstung hat, der wird im wurst-case eben ins Wasser fallen. Da nutzt dann auch kein DAU-sicherer Verteiler, weil der nämlich vom DAU vor dem defekten Kabel eingebaut wird...

    Die Kollegen, die Ihr Material in alle Welt verschicken (im grossen Stil), werden wohl auch die Kollegen sein, die dann doch den Elektromeister mitfliegen lassen. Weil die Fehlerstreuung im Ausland eben nicht mal mit einem Verteiler zu beheben ist.
    Auf die Frage: Stromer, Verteiler oder Duspol kann ich jedenfalls nur Antworten:
    Duspol.
    Für unter 40€.
    Bevor der Kabelverteiler im 4stelligen Bereich angeschafft wird, nur weil ich mir etwas unsicher bin, kommt dann doch die entsprechende Fachkraft vor Ort und prüft die komplette Installation. Das kostet dann nur 10% des Verteilers und im Fehlerfall kann die Verantwortung auf einen Dritten abgewälzt werden. :wink:


    Ich möchte übrigens drauf wetten, dass 90% der zu Schaden führenden Abrisse im "Heimwerkersegment" bis 63A CEE vorkommen. Wer mit grossen Leistungen arbeitet, weiss, worauf er sich verlassen muss. Das gilt nicht nur für den nutzer, sondern auch für Installatör und EVU.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Haytech
    Beiträge
    632
    • 5. Oktober 2008 um 09:29
    • #27

    ich hatte dieses Vergnügen 1x bei der ersten Messung war alles OK und sauber - dan nachdem ich etwas Last auf den betroffenen 63er gab zack Überspannung... zu erkennen war dies nur an den Lampen die nicht einzeln zu regeln waren ... Ich habe die Zuleiung gleich noch mal gemessen ... Neutral war aus ...

    Diesen Fehler hat ein echter Elektromeister zu verantworten der auf dem Stadtfest für die Energieversorgung zuständig ist ... er fragte uns ob wir auf einen FI am 63er bestehen ... Da wir gerne selbst an die Sicherungselemente kommen wollten haben wir gesagt nein bitte nicht wir haben in unseren Verteilungen eigene FI´s so hat er den bestehenden FI ausgeklemmt jedoch nur die Phasen kontrolliert haben wir das nicht...
    der FI hat dann natürlich abgeschaltet und bums war der N aus jedoch nicht die Phasen...

    MfG
    Sebastian

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 10:38
    • #28
    Zitat von "treibsand"

    That's the point!
    Aber: wer keinen Anlass und keine geeignete Meßausrüstung hat, der wird im wurst-case eben ins Wasser fallen. Da nutzt dann auch kein DAU-sicherer Verteiler, weil der nämlich vom DAU vor dem defekten Kabel eingebaut wird...

    Na wie gesagt, es ist kein tragbarer Zustand, dass ich auf der Baustelle dauernd am Messen, Vorbeugen und Verhindern bin und sicherheitshalber auch jeden Morgen die komplette VDE 0100 Prüfung mache, weil es passieren kann, dass besoffene Elektriker mich nachts an die Hochspannungsleitung angezapft haben oder weiß der Geier was.

    Ich habe auch ohne Weiteres Storys von gewissen Stadtwerken in Ruhrgebiet gehört, wo die gaanz großen Stromer im Maßstab von einem Stadtteil Null und Phase vertauscht haben.

    Deiner Theorie zufolge sind dann die Hausfrauen selber schuld, weil sie die Dose vor dem Reinstecken des Tosters nicht ordnungsgemäß mit dem Profitest geprüft haben.

    Bevor ich mir das Leben derart kompliziert mache, besorge ich doch gleich einen überwachten Verteiler, der mich gegen jede Eventualität absichert und keiner Betreuung bedarf. Der zumal nur da doppelte von einem Gossen Profitest kosten würde und außer der Überwachung auch die eigentliche Verteilerfunktion für dieses Geld übernimmt.

    Damit kann ich nach Russland und nach Jamaika reisen und brauche im Grunde nichts mehr zu messen. Wenn der Strom außerhalb vorgegbener Bereiche liegt, schaltet er halt nicht an. Und nach dem Verteieler würde ich dann nur eigenhändig geprüfte Kabel und UVs verwenden.

    Das ist jetzt aber kein All-heilmittel. Mit genügend Sachverstand und Sorgfalt lassen sich solche Missstände auch mit einem Duspol größtenteils verhindern. Das Restrisiko ist halt sehr gering.

    Nur bei größeren Baustellen, wenn ich sie täglich betreue und keine Lust habe, den zusätzlichen Stromer anzustellen, würde ich wie oben vorgehen.

    Einmal editiert, zuletzt von tufkail (5. Oktober 2008 um 10:49)

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 5. Oktober 2008 um 10:45
    • #29
    Zitat von "Igor Linowsky"

    Damit kann ich nach Russland und nach Jamaika reisen und brauche im Grunde nichts mehr zu messen. Wenn der Strom außerhalb vorgegbener Bereiche liegt, schaltet er halt nicht an. Und nach dem Verteieler würde ich dann nur eigenhändig geprüfte Kabel und UVs verwenden.
    _________________
    Wir schwören auf Röhren...

    Und genau da lieg das Problem.

    Einen Verteiler in der Größe nach Jamaica oder Russland......
    Wer das tun würde, hat sowieso wieder Stromer mit , denn der Versand eines Verteileers allein würde niemals die Kosten rechtfertigen.

    :oops:

    Das nur eigene und geprüfte Kabel genommen werden, funktioniert in der Praxis definitiv nicht.

    Und :
    Es ist auch nicht schlecht, sich die Sachen täglich anzusehen, da man eventuell auch auf sonstige defekte beim Strom draufkommt

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 10:54
    • #30
    Zitat von "klauston"

    Und :
    Es ist auch nicht schlecht, sich die Sachen täglich anzusehen, da man eventuell auch auf sonstige defekte beim Strom draufkommt

    Das sowieso. Generell ist natürlich eine bedachte und sachkundige Vorgehensweise verlässlicher, als blindes Vertrauen auf irgendein Equipment.

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 5. Oktober 2008 um 11:11
    • #31

    Der Bruch des Null ist genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie der Bruch einer Phase. Jedes 5adrige Verlängerungskabel kann einen gequetschten Draht haben - egal ob PE, N oder einer der L!
    Hausanschlussverteiler sind ebenso wie Baustromkästen oder Agregatsteckdosen nicht immer 100% sicher. Stichwort lockere Klemme. Der Verlust des N kommt zugegebener Maßen selten vor. Im Installationshandwerk (mein Schwiegervater hat seit 50 Jahren so einen Laden) gab es aber immer wieder mal den typischen Gau in Wohnhäusern älteren Semesters mit abgeschmortem Null im Kasten. So selten also nun doch wieder nicht.

    Aber was solls? Ich hab jetzt mal so ein Ding hier gekauft:

    Revalco RSQN! Permanente Phasenüberwachung mit Nullpräsenz und Spannungsüberwachung nach unten.
    Das Relais kann also fast alles - ich baue daraus eine PA Stromunterverteilung, und das Revalcorelais sorgt für permanente Kontrolle. Natürlich muß noch ein dickes Schütz für den Laststomkreis dahinter! Ich habe das bereits in der Werkstatt rumliegen, die Tage teste ich das mal.

    Einmal editiert, zuletzt von rockline (5. Oktober 2008 um 11:24)

  • skyper
    Profi
    Reaktionen
    1.281
    Beiträge
    3.535
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    2
    • 5. Oktober 2008 um 11:23
    • #32
    Zitat von "Igor Linowski"


    Und nach dem Verteiler würde ich dann nur eigenhändig geprüfte Kabel und UVs verwenden.

    Dann mach das doch einfach.

    Die Leute hier im Forum die leider nicht vom Konjunktiv alleine leben können verfahren dann vielleicht trotzdem wie bisher.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 11:35
    • #33
    Zitat von "rockline"


    Revalco RSQN! Permanente Phasenüberwachung mit Nullpräsenz und Spannungsüberwachung nach unten.
    Das Relais kann also fast alles - ich baue daraus eine PA Stromunterverteilung, und das Revalcorelais sorgt für permanente Kontrolle. Natürlich muß noch ein dickes Schütz für den Laststomkreis dahinter! Ich habe das bereits in der Werkstatt rumliegen, die Tage teste ich das mal.


    Etc. usw. und so fort. Die Idee hatten wir hier schon etliche male (nichts gegen deinen Erfindergeist, solche Innovationen sind höchst begrüßungswert !).

    Das Problem bei diesen Relaislösungen liegt in nicht tolerierbaren Abschaltzeiten. Bis dein erstes Relais reagiert und dann noch der Schütz abfällt, hast du locker 200-500ms, die ins Land gehen, und das kann im Extremfall schon reichen, um alles empfindliche zu braten.

  • TomyN
    Profi
    Reaktionen
    1.755
    Beiträge
    6.778
    Termine
    26
    Marktplatz Einträge
    2
    • 5. Oktober 2008 um 11:50
    • #34

    Da stellt sich dann auch die Frage, wie schnell der Nulleiter 'wegdriftet'. Ich denke, so eine Lösung hat schon ihre Berechtigung, gerade weil sie auch die einzelnen Spannungen überprüft.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 12:09
    • #35
    Zitat von "TomyN"

    Da stellt sich dann auch die Frage, wie schnell der Nulleiter 'wegdriftet'. Ich denke, so eine Lösung hat schon ihre Berechtigung, gerade weil sie auch die einzelnen Spannungen überprüft.

    Tomy

    Das Prinzip ist nicht schlecht. Die Ausführung ist mangelhaft.

    Wie schnell der Nulleiter wegdriftet ist im Grunde uninteressant. Das Relais reagiert ja diskret. Wenn ein bestimmter Schwellenwert für die Assymetrie unterschritten wird, hat dein Relais schätzungsweise einige 10ms zum Abschalten sonst stehen die Endstufen in Flammen.

    Ansonsten muss dein Relais die momentane Änderungsrate der Strangspannungen erfassen und vorbeugend abschalten, um dem kritischen Zustand zuvorzukommen, und solches kann mitnichten ein Überwachungsrelais sondern bestenfalls eine SPS.

    Es sei in diesem Zusammenhang auf den Tread "Schutz vor Folgen eines Neutralleiterabrisses" verwiesen.

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 5. Oktober 2008 um 12:56
    • #36

    @Igor Linowski:
    Das die Reaktionszeit ein Problem ist kann sein. Aber das Relais fängt ja unmittelbar beim Anschluss an die Stromversorgung mit der Überwachung an - somit ist bereits beim anschließen eine direkte Kontrolle da.

    Eine schnellere Art der Nullüberwachung ist auch mit einer SPS nicht möglich. Innerhalb des Revalcorelais ist ein aktive N Überwachung - die ist genauso schnell wie eine SPS. Und letztlich kommt auch eine SPS nicht ohne Lastschütz aus!
    Am besten ist das der N immer da ist - ganz einfach. Das Revalcorelais entspringt nicht meinem Erfindergeist, sondern ist von der Industrie als N-Präsenzüberwachung konzipiert.
    Da das Thema hier N-Verlust heißt kann so ein Relais (was ja eigentlich kein Relais ist) hier ruhig erwähnt werden. Und so "etliche Male" wurde das Teil noch nicht erwähnt - heute zum ersten Mal!

    Hier gibt es im übrigen auch fertige Lösungen:
    http://www.amptec.de/test/Alle%20Se…0frame%20D.html

    Auch hier wird der Hersteller das Thema Rekationszeit nicht zum ersten Mal durchdacht haben.

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 13:13
    • #37

    Hallo rockline,

    den Tread "Schutz vor Folgen..." hast du offenbar nicht gelesen. :)

    Ok, ich stelle die Argumente nochmal zusammen.

    Zitat von "rockline"


    Eine schnellere Art der Nullüberwachung ist auch mit einer SPS nicht möglich. Innerhalb des Revalcorelais ist ein aktive N Überwachung - die ist genauso schnell wie eine SPS.

    Nein. Was verstehst du überhaupt unter "einer" SPS ? Den Prozessleitrechner S7-400 ? Ein LOGO-Modul ? Eine Beckhoff-Klemme ?

    Eine S7-315 CPU in fehlersicherer Ausführung soll gem. Siemens die Schaltzeiten von 15-20ms erreichen können. Es geht auch schneller.

    Hast du Daten für deine Anwendung ?
    Wie schnell werden die Unregelmäßigkeiten erkannt ? Dein Relais hat erst mal auch einen Steuerkontakt. Wie schnell wird abgeschaltet ?


    Zitat

    Und letztlich kommt auch eine SPS nicht ohne Lastschütz aus!

    Ach ne. Wir sind ja auch im 18ten Jahrhundert. :D

    Wie wärs mit elektronischen Lastrelais oder notfalls auch Triaks ?

    (Sorry, war net bös gemeint, fand ich jetzt einfach nur witzig :D )

    Gruß Igor

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 5. Oktober 2008 um 13:34
    • #38

    Ich denke, das da rockline , was Praxis betrifft, doch schon viel weiter mit Erfahrungswerten ist.

    Was ich nicht verstehe, warum man meint, immer alles neu erfinden muß.

    So Überwachungsgeräte gibt es ja nicht erst seit heute.
    Wenn eine Notwendigkeit wäre, würde sowas schon lange da sein.

    Deswegen würde ich da schon noch mal drüber nachdenken.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 5. Oktober 2008 um 13:43
    • #39

    Ich hab keine Ahnung wie schnell das Ding ist - das Datenblatt macht dazu keine Angaben.

    Da es auf jeden Fall permanet die Existenz des N überwacht gehört es in die Rubrik "Schutz vor Folgen" - denn für nichts anderes ist es gedacht. Über Sinn und Unsinn solcher Relais kann man sich mit den Herstellern unterhalten - als Anwender schaltet mir das Teil innerhalb weniger Millisekunden den defekten Kram ab - und beim Anschluss an eine fehlende Nullversorgung erst garnicht ein.

    Igor - unter Sicherheitsrelevanter SPS verstehe ich zb Pilz Steuerungen. Mit Siemens oder Beckhoff Steuerungen werden keine Sicherheitsrelevanten Sachen in der Industrie verwaltet.

    Ganz nebenbei interessiert mich, wie Du mit einer SPS (deiner Wahl) den N überwachen würdest? Da erwarte ich jetzt einfach mal einen konstruktiven Vorschlag - bin sehr gespannt!

    Im übrigen ist mir die Existenz eines Halbleitermoduls für Schaltanwendungen allerbestens bekannt. In meinem zweiten Job habe ich tagtäglich damit zu tun
    :D

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 5. Oktober 2008 um 15:34
    • #40
    Zitat von "klauston"

    Ich denke, das da rockline , was Praxis betrifft, doch schon viel weiter mit Erfahrungswerten ist.

    Begründung ???? :shock:

    Ich habe mich mit den Ingenieuren von Siemens insbesondere im Bezug auf Reaktionszeiten, Sicherheit und Tücken der Anwendung ausführlichst unterhalten. Also Leuten, die diese Geräte entwickeln und sie weltweit bei kunden verbauen.

    Meine Bescheidene Meinung ist, dass diese Leute doch einiges mehr über die Funktionstüchtigkeit der Geräte wissen würden und, daß sie auch, "was die Praxis betrifft, doch schon viel weiter mit Erfahrungswerten" sind.

    Zitat

    Ich hab keine Ahnung wie schnell das Ding ist - das Datenblatt macht dazu keine Angaben.


    Schade. Damit ist das Ding schlichtweg untauglich, denn wenn der Hersteller keine Angaben macht, wie schnell das Ding abschaltet, trägt er keine Haftung dafür, wenn es dafür 10 minuten braucht.

    Ich bin mal gespannt auf die empirischen Werte, du wolltest ja damit experimentieren. Vllt kannst du dabei die Zeit aufnehmen.

    Zitat

    Da es auf jeden Fall permanet die Existenz des N überwacht gehört es in die Rubrik "Schutz vor Folgen" - denn für nichts anderes ist es gedacht.

    Nein. Wenn das Ding eine halbe Stunde zum Abschalten braucht, wüsste ich nicht, wie es mich vor Folgen schützt.

    Zitat


    Über Sinn und Unsinn solcher Relais kann man sich mit den Herstellern unterhalten - als Anwender schaltet mir das Teil innerhalb weniger Millisekunden den defekten Kram ab - und beim Anschluss an eine fehlende Nullversorgung erst garnicht ein.

    Das zweite ist richtig. Das erste weißt du doch gar nicht, dachte ich ?


    Zitat

    Igor - unter Sicherheitsrelevanter SPS verstehe ich zb Pilz Steuerungen. Mit Siemens oder Beckhoff Steuerungen werden keine Sicherheitsrelevanten Sachen in der Industrie verwaltet.

    Unter Sicherheitsrelevanten SPS verstehen ich, und die gesamte Automatisierungsbranche, die gelben (sicherheitsgerichteten) Safety-SPS.
    So zb die S7-300 in fehlersicherer Ausführung. Es gibt noch mehr Hersteller außer Pilz, die sowas machen.

    Zitat

    Ganz nebenbei interessiert mich, wie Du mit einer SPS (deiner Wahl) den N überwachen würdest? Da erwarte ich jetzt einfach mal einen konstruktiven Vorschlag - bin sehr gespannt!

    Was soll denn daran unverständlich sein ?

    Man nehme eine analoge Ein/Ausgabekarte 5-20mA und lasse sie die Ströme durch 3 Messwiderstände erfassen, die sternförmig parallel zum Verbraucher geschaltet sind. Die entsprechen dann den jeweiligen Strangspannungen.

    Wenn der dadurch erfasste Sternpunkt über einen schwellenwert hinaus wegschwimmt, wird abgerigelt.

    Eine digitale Ausgabekarte steuert die Lastrelais an.


    Zitat

    Im übrigen ist mir die Existenz eines Halbleitermoduls für Schaltanwendungen allerbestens bekannt. In meinem zweiten Job habe ich tagtäglich damit zu tun

    Umso besser. Wie gesagt, meine Aussage war nicht als Angriff gemeint.

    So Leute, entschuldigt mir bitte meinen ein Bisschen agressiven Ton, ich wollte eher, dass das hier eine gemütliche Unterhaltung wird und keine Fertigmachung. :D

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

Letzte Themen

  1. IHOS DSP 6.4 / Kingray GPA415 FIR Designer .txt Dateiformat?

    ThomasA
    5. Oktober 2026 um 19:16
  2. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  3. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  4. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  5. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  6. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  7. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  8. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  9. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  10. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™