nachdem ich mehr oder weniger der Auslöser der Diskussion war hier noch ein Paar Gedanken/Randbemerkungen:
a) zumindest auf den ersten Blick scheint es nun nicht so spektakulär viele Vorfälle zu geben -
wenn wie ursprünglich schon von mir ausgenommen defektes Material nicht in die Betrachtung mit einbezogen wird.
b) wenn Leitungen und Verteiler nicht regelmäßig geprüft und vor dem Aufstecken der Verteilungen nicht mal in die letzte Kabelkupplung gemessen wird,
ist das auch eher eigene Dummheit/Faulheit/methodisch bedingt, denn ein blöder "Zufall"
Anders herum stellt sich die Frage: welche Verteiler sollen denn eine Spannungsüberwachung haben:
der 400A Powerlockverteiler, die 125A Substation, die daran angeschlossenen 63A-Splitter,
die 32A auf Schukosplits oder die 16A Baumarkt-Bömmel zum Tschengeldpreis,
bei denen der Einbau der Schutzschaltung den Kaufpreis vermutlich um ein Mehrfaches übersteigt?
Nachdem ja weitgehend unklar ist wo das System versagt würde sich ja der Rückschluß aufdrängen,
dass man jede Verteilung einzeln umbauen müsste.
c) wird hier meiner Einschätzung nach das Thema immer wieder im Bereich "Kleinverteiler" angesprochen,
also mal einen 32A auf irgendwas mit entsprechenden Vorsicherungen/RCD, oder direkt 16A auf 3xSchuko.
Den entsprechenden Anwendern/Selberbastlern unterstelle ich einfach, dass hier mehr der Bereich
Hobbyverleiher bis Klein(st)unternehmen vertreten ist, die größeren Verleiher haben da erfahrungsgemäß so ihre eigene Linie gefunden.
Was mir in diesem Zusammenhang immer so ein wenig komisch vorkommt ist die Tatsache,
dass die entsprechenden Fachfirmen und "Stromvermieter" auch bestens ohne diese Zusatzgeschichten auskommen.
Egal ob Aggreko (und vormals GE rental), Bredenoord, CAT, Börder und wie sie alle heißen.
Man müsste aufgrund der anscheinend vorherrschenden Bedarfsituation ja auch bei den diversen Anbietern von Klein- und Kleinstverteilern
entsprechende Angebote vorfinden.
Nachdem ich mich nun seit vielen Jahren aus persönlichem Interesse mit Stromverteilern und Verkabelungskonzepten befasse,
bin ich mit den gängigen Produkten der einschlägigen Hersteller durchaus vertraut.
Eine recht ansehnliche Liste wurde ja hier bereits zusammengetragen:
http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=25367
Von den hier immer so heiß diskutierten Schutzschaltungen ist mir dabei aber wissentlich noch nichts untergekommen,
selbiges gilt für sämtliches Equipment, das ich im Laufe meiner Tätigkeit in die Finger bekommen habe.
Daher finde ich es ein wenig irritierend (bzw. nur bedingt zielführend), dass man den Leuten die hier nach Hilfe fragen immer wieder mit (meist gut gemeinten) Überlegungen und Vorschlägen um die Ecke kommt,
die aber eher Verwirrung stiften und die eigentliche Problematik meines Erachtens nur mehr oder weniger elegant umschiffen:
schlecht gewartetes Equipment gepaart mit unzureichenden Kenntnissen im Umgang mit Strom.
Ich hoffe dass sich hier jetzt mal keiner zu stark vors Schienbein getreten fühlt, und wünsche (wem es vergönnt ist) erst mal morgen eien schönen Feiertag!