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DER "Lautsprecherentwickler"

  • eaw
  • 16. Oktober 2008 um 06:56
  • wora
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    • 19. Oktober 2008 um 20:35
    • #21
    Zitat von "eaw"

    Hallo,
    da man diesen Beruf ja nicht lernen kann oder würde ich mal gerne wissen wie man Lautsprecherentwickler wird und wer eurer Meinung nach der oder die besten Entwickler sind....?...

    wow, tolle frage.

    aber man muss zum glück nicht drauf antworten ;)

    tschüss...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sebastian
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    • 20. Oktober 2008 um 06:51
    • #22

    Bezieht sich die Frage auf Chassis oder Boxen?
    Naja egal, es ist definitiv suboptimal als Ziel zu haben in einer Bastelbude anzufangen. Vielleicht als Schülerpraktikum aber das war es dann auch. Als Entwickler hat man auch nicht soviel mit Werbung und Promotion am Hut, wie hier suggeriert wird. Dafür gibt es dann den Vertrieb o.ä. . Ist die Ausgangs- Frage Ernst gemeint oder dient sie eher als allgemeine Diskussionsgrundlage ?

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 13:46
    • #23

    1. Wer als frischgebackener Ing. in eine "angesagte" Firma einsteigt, die Lautsprechersysteme entwickelt, dem wird nicht das Wissen vermittelt, um eigenständig neue Lautsprechersysteme zu entwickeln. Wieso sollte eine Firma sowas tun (die wären schön blöd !) ?

    Die Wirklichkeit: Einige landen in der Qualitätssicherung ... andere messen Chassis (Wareneingangskontrolle) ... andere dürfen Prototypen aufbauen (F-Weichen löten und anschließen).

    2. Wer Nachrichtentechnik, E-Technik, Ton-Technik oder "sonstwas mit Strom" studiert hat, ist gar nicht in der Lage, Lautsprechersysteme zu entwickeln bzw. die Anforderungen an ein System (Raumakustik, Abstrahlverhalten, mechan. und elektr. Belastbarkeit, Eigenschaften der Bauteile und Chassis in Grenzsituationen etc.) zu verstehen.

    3. Auch in erfolgreichen Firmen ist das Halbwissen (gerade in den Grundlagen) oft erschreckend. "Glücklicherweise" werden diese Firmen aufgrund ihrer Marktposition und wegen ihres Anzeigenbudgets in Fachzeitschriften dann NICHT "in die Pfanne gehauen" (und so mancher Redakteur wären dazu aufgrund seiner "Kompetenz" auch gar nicht in der Lage :D ) ... und manchmal korrelieren die gezeigten Meßergebnisse so gar nicht mit den (tendenziell positiven) redaktionellen Textbeiträgen. :?

    These: Wenn auch nur 30 % der User wüßten, was in dieser Branche WIRKLICH abgeht, würden so manche "gehypte" Produkte (weil - gemessen an der Performance - völlig überteuert !) kaum noch Abnehmer mehr finden. Dies gilt gleichwohl im "Geiz-ist-Geil"- und im "Amtliche-Hersteller"-Segment.

    Nur wird das nie passieren - denn: Je dümmer die Kunden gehalten werden, desto leichter kann man denen regelmässig wieder neue Spielsachen andrehen (das gilt natürlich genauso für andere Produkte wie Computer, Handys und andere "Spaßelektronik-Artikel" ...). :wink:

    Wer sich ernsthaft das Wissen erarbeiten will, sollte sich meine Literaturtipps (unbedingt zu empfehlen: Meyer-Neumann !!!) auf der SK-Website zu Herzen nehmen (und besser Physik anstatt "was mit Strom" studieren ...). :idea:

  • Mechwerkandi
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    • 20. Oktober 2008 um 15:27
    • #24
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Wer als frischgebackener Ing. in eine "angesagte" Firma einsteigt, die Lautsprechersysteme entwickelt, dem wird nicht das Wissen vermittelt, um eigenständig neue Lautsprechersysteme zu entwickeln.

    Selbst wenn sie das wollte, könnte sie es heutzutage gar nicht mehr.
    Das Wissen um den Zusammenhang gibt es in den KoBüs nicht mehr, seit massgebliche Komponenten ausgelagert wurden.

    Eine Firma wie VW z.B. ist heute nicht mehr in der Lage, selbstständig ein Auto zu konstruieren und zu bauen.

    Ad zwo:
    Es ist nicht die Aufgabe von Redakteuren in Fachzeitschriften, den Lesern Kompetenz zu vermitteln.
    Das ist bestenfalls Aufgabe der Autoren, den Redakteur plagen meist eher administrative Tätigkeiten, schlimmstenfalls noch ein Editorial. Chefredakteure sind heute meist Verlagskaufleute.

    Ad drei:
    Selbst ein diplomierter Physiker mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Lautsprecherentwicklung ist nicht in der Lage, ein marktgängiges System zu entwickeln, weil ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt.
    Woher soll der auch kommen?

    Ad vier:
    Dieses mangelhafte wirtschftliche Verständnis ist eines der grössten Probleme an sich und der Branche schlechthin. Man will das beste System, ohne Rücksicht auf Grösse und Kosten.
    Grösse und Kosten hat man schon erreicht, reagiert aber mit völligem Unverständnis auf den Umstand, das den Kram keiner kaufen will.

  • tufkasr
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    • 20. Oktober 2008 um 15:48
    • #25

    ...

    Einmal editiert, zuletzt von tufkasr (20. Oktober 2008 um 16:17)

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 20. Oktober 2008 um 16:12
    • #26

    sehr schön, heute ist mal wieder ein schwarz/weiß-tag.

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 16:31
    • #27
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Es ist nicht die Aufgabe von Redakteuren in Fachzeitschriften, den Lesern Kompetenz zu vermitteln.
    Das ist bestenfalls Aufgabe der Autoren ...


    ... wobei aus bereits beschriebenen "Interessenkonflikten" hier kein wirkliches Interesse besteht. :wink:

    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... ist nicht in der Lage, ein marktgängiges System zu entwickeln, weil ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt.


    Wenn "marktgängig" mit "großen Stückzahlen" gleichgesetzt wird, sicher nicht - zumal hierzu auch noch entsprechend viel (zu investierendes) Kapital erforderlich wäre (Materialbeschaffung, Werkzeugkosten etc.).
    Und ob Massenfertigung und Vertrieb über Internetplatformen wirtschaftlich wirklich der Weisheit letzter Schluß ist, werden wir in den nächsten Jahren (beim einen oder anderen "Hersteller" ...) noch sehen. :)

    Wenn es dagegen um die Entwicklung und Fertigung (ich fasse z.B. selbst keine Kreissäge an, sondern lasse von Profis per CNC fertigen ...) robuster und hochwertiger "Werkzeuge" geht: Da sehe ich auch als diplomierter Physiker überhaupt keine Probleme. 8)

    Ich schätze weiterhin meine Unabhängigkeit (von Schlipsträgern ... und auch von Banken :D ) und mache - selbstbestimmt ! - einfach "mein Ding" ... UND finde, daß es mittlerweile einfach zu viele Produkte mit ausschließlich "betriebswirtschaftlichem Hintergrund" gibt. 8)

  • skyworker
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    • 20. Oktober 2008 um 17:01
    • #28

    Edith sagt - es hätte eine PM werden sollen ...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • sebastian
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    • 20. Oktober 2008 um 17:53
    • #29

    Puh, manche beleglose Behauptungen sind ja echt krass und völlig industrieuntypisch. Naja sei es drum. Was die abgeschlossene Berufsausbildung, wie z.B. Ing. angeht, ich stehe nicht alleine da, wenn ich sage, dass die Ausbildung schwer ist und man innerhalb derselben gezeigt hat, dass man in der Lage ist, spezifische Inhalte zu erarbeiten, anzuwenden, aufzunehmen, wiederzugeben, etc.etc.. Nicht weniger, aber auch nicht unbedingt mehr. Gute Bücher kaufen, hinstellen, vielleicht lesen, kann jeder.

    Ich möchte die Firma sehen, die einen frischen Ing. für ein tarifliches Jahreseinkommen einstellt und dann kein Interesse hat, diesen zu fördern und nur so'n bisschen löten läßt. Sehr seltsam das hier ist!

    :cry:

    Aber draußen ist bei uns gerade schönes Wetter. 8)

    Um die Ausgangsfrage mal zu supporten,
    welche hier präsente "Bude" würde/kann denn so ein Jahresgehalt bezahlen? Gerne auch für ein bisschen mehr als "rumlöten".

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 18:23
    • #30
    Zitat von "sebastian"

    ... welche hier präsente "Bude" würde/kann denn so ein Jahresgehalt bezahlen? Gerne auch für ein bisschen mehr als "rumlöten".


    1. Wenn sich die Aktivitäten deutscher Vertriebe weiterhin auf den Vertrieb von in Schwellenländern (billig) produzierten Waren verlagert, bald sicher nur noch wenige. Außerdem habe ich nicht nur von "rumlöten" gesprochen. Weiterhin glaube ich kaum, daß eine Firma mit hohem Innovationspotential einem frisch eingestellten Ingenieur ihr komplettes Know-How offenlegt. :wink:

    2. Und wenn sich weiterhin immer weniger junge Menschen für Ingenieurs- oder naturwissenschaftliche Studiengänge interessieren (es gibt darüber beängstigende Statistiken !!!), sind wir irgendwann selbst Schwellenland mit einem Heer von "Vertriebsingenieuren" ... zum Klinkenputzen für "Made in China". 8)

  • 00Schneider
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    • 20. Oktober 2008 um 20:15
    • #31
    Zitat von "Sound-Klinik"

    2. Wer Nachrichtentechnik, E-Technik, Ton-Technik oder "sonstwas mit Strom" studiert hat, ist gar nicht in der Lage, Lautsprechersysteme zu entwickeln bzw. die Anforderungen an ein System (Raumakustik, Abstrahlverhalten, mechan. und elektr. Belastbarkeit, Eigenschaften der Bauteile und Chassis in Grenzsituationen etc.) zu verstehen.


    Och menno, und ich dachte schon ich könnte... werd ich halt den Rest meines Lebens mit SMD-Bauteilen auf Platinen rumspaxen...


    Ernsthaft: Deine Aussage ist mit ihrer Absolutheit eine Frechheit, ich kenne keinen E-Techniker der so unverschämte Behauptungen von sich gibt. Man muss nicht um jeden Preis polarisieren, man kann auch anders zum Nachdenken anregen.
    Jede Hochschule ist verschieden, Nachrichtentechnik ist nicht gleich Nachrichtentechnik. Mit den "Basics" eines E-Technik-Studiums kann man sehr wohl einiges im Lautsprecherbau anfangen. Denken muss man aber dann immer noch selber.

    Dass man mit einem Diplom in der Tasche nicht automatisch befähigt ist den Beruf auch wirklich auszuüben gilt für jedes Studium.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 20:34
    • #32
    Zitat von "00Schneider"

    Och menno, und ich dachte schon ich könnte... werd ich halt den Rest meines Lebens mit SMD-Bauteilen auf Platinen rumspaxen...


    ... du kannst. Jeder könnte ein Lautsprecherentwickler werden (etwas mit Strom, etwas Mechanik, etwas Hydrodynamik, ...). :D

    Zitat von "00Schneider"

    ... ich kenne keinen E-Techniker der so unverschämte Behauptungen von sich gibt. Man muss nicht um jeden Preis polarisieren, ...


    1. bin ich kein E-Techniker und 2. polarisiere ich nicht um jeden Preis (ist aber manchmal der Auslöser, damit eine Diskussion inhaltlich "in die Gänge" kommt). :D

    Zitat von "00Schneider"

    Mit den "Basics" eines E-Technik-Studiums kann man sehr wohl einiges im Lautsprecherbau anfangen.


    "Anfangen" ja (... und dann z.B. "Meyer-Neumann" lesen !).

    Zitat von "00Schneider"

    Dass man mit einem Diplom in der Tasche nicht automatisch befähigt ist den Beruf auch wirklich auszuüben gilt für jedes Studium.


    Richtig. Und in manchen "Buden" lernt man (vielleicht), einen Überblick über "das Ganze" zu bekommen ... in anderen bleibt man Zeit seines Lebens ein Fachidiot - Eigeninitiative ist also gefragt. 8)

  • uchris
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    • 20. Oktober 2008 um 20:40
    • #33

    Ich hab mich da auch mal umgehört und wenn man Lautsprecherentwicklung wirklich zum Ziel hat, ist ein Physik-Studium anscheinend schon nicht schlecht.... Werde ich ja sowieso machen ^^

    Sogar von einem sehr erfolgreichen Lautsprecherentwickler, der nicht Physik sondern etwas Richtung E-Technik studiert hat, wurde mir eher ein Physik Studium ans Herz gelegt.
    Dennoch denke ich, dass man sich die wichtigen Grundlagen selber aneignen kann.

    Es braucht also kein Physik-Studium um Boxen zu Bauen, aber man bekommt viel Grundlagen Wissen zu diesem Zweck einfach mitgeliefert. Naja die Grundlagen im Studium sind meistens noch grundlegender als oft das, was man sich selber aus Büchern beibringt.

    Aber davon mal abgesehen.

    Also wer das wirklich machen möchte, sollte es doch einfach mal ausprobieren. Sein Wissen (Egal wie groß das ist) erweitern und dann einfach mal ausprobieren.

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 21:05
    • #34
    Zitat von "Christoph Urbanietz"

    Es braucht also kein Physik-Studium um Boxen zu Bauen, aber man bekommt viel Grundlagen Wissen zu diesem Zweck einfach mitgeliefert. Naja die Grundlagen im Studium sind meistens noch grundlegender ...


    Lautsprecherentwicklung allein wäre auch langweilig (und war bei mir nicht der Anreiz zum Physikstudium) ... :wink:

  • 00Schneider
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    • 20. Oktober 2008 um 21:54
    • #35

    Der Physiker muss sich das elektrische erarbeiten, der E-Techniker das physische - da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Generell kann man nicht sagen dass das eine nützlicher ist als das andere, das kommt dann ganz auf das Angebot der Hochschule an, welche Schwerpunkte und welche Forschungsgebiete es dort gibt. Das ist alles so verschieden und individuell, das weiß man erst Jahre später ob man sich richtig entschieden hat.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Sound-Klinik
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    • 20. Oktober 2008 um 22:02
    • #36
    Zitat von "00Schneider"

    Der Physiker muss sich das elektrische erarbeiten, der E-Techniker das physische ...


    Da hatte ich es "gut": Mein zweites Leistungsfach (nach Physik) war Elektrotechnik. In den Fortgeschrittenen-Praktika an der Uni hatte ich in Meßtechnik meinen Mitstudenten dadurch eingiges voraus. :)

    Zitat von "00Schneider"

    Das ist alles so verschieden und individuell, das weiß man erst Jahre später ob man sich richtig entschieden hat.


    Da ist was dran.
    Ich arbeite (obwohl es mir großen Spaß macht) z.B. nicht nur im Bereich Lautsprecherentwicklung, sondern habe in den letzten Jahren auch Entwicklungs-Projekte u.a. in den Bereichen Signalhörner für Schiffahrt, Ultraschallwandler und im Lärmschutz gehabt.

    Durch meine langährige Musikertätigkeit liegt mir sehr viel an der Entwicklung "pflegeleichter" und transportabler Beschallungslösungen. Die Physik hat mich aber schon sehr viel früher interessiert (konkret seit dem 8. Schuljahr :wink: ).
    Ich finde Physik total spannend (leider sind manche Lehrer nicht in der Lage, dies in den Schulen richtig "rüberzubringen" bzw. zu vermitteln).

    Zitat von "Christoph Urbanietz"

    Ich hab mich da auch mal umgehört und wenn man Lautsprecherentwicklung wirklich zum Ziel hat, ist ein Physik-Studium anscheinend schon nicht schlecht.... Werde ich ja sowieso machen ...


    Auch wenn du später keine Lautsprechersysteme entwickelst - es lohnt sich. Und laß dich in den ersten Semestern nicht von E-Dynamik und Statistische Physik abschrecken (... irgendwann sieht man "Land"). :D

    Einmal editiert, zuletzt von Sound-Klinik (20. Oktober 2008 um 22:20)

  • Demtröder
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    858
    • 20. Oktober 2008 um 22:19
    • #37
    Zitat von "Sound-Klinik"


    2. Wer Nachrichtentechnik, E-Technik, Ton-Technik oder "sonstwas mit Strom" studiert hat, ist gar nicht in der Lage, Lautsprechersysteme zu entwickeln bzw. die Anforderungen an ein System (Raumakustik, Abstrahlverhalten, mechan. und elektr. Belastbarkeit, Eigenschaften der Bauteile und Chassis in Grenzsituationen etc.) zu verstehen.
    Wer sich ernsthaft das Wissen erarbeiten will, sollte sich meine Literaturtipps (unbedingt zu empfehlen: Meyer-Neumann !!!) auf der SK-Website zu Herzen nehmen (und besser Physik anstatt "was mit Strom" studieren ...). :idea:

    Es soll an Universitäten auch Institute für Elektroakustik geben, die dann zum Fachbereich Elektrotechnik gehören.

    Natürlich verstehen die Ingenieure dort nicht wirklich viel von "Raumakustik, Abstrahlverhalten etc." und die Ingenieurs Kollegen vom Institut für die "Theorie Elektromagnetischer Felder" natürlich noch viel weniger, aber man kann bei den Physikern dann immer noch nachfragen.

    Werkstoffkunde und elektrische Bauteile sind dem E-Techniker natürlich auch nicht so geläufig wie dem Physiker, der die „mechan. und elektr. Belastbarkeit“, sowie „Eigenschaften von Bauteilen“ natürlich sehr viel besser beurteilen kann, da im Physikstudium diese Dinge zwar nicht behandelt werden, aber die Erhabenheit macht da einiges wieder gut ;)

    Nach meiner Erfahrung (zwei Semester Physik, dann wechsel zu Elektrotechnik), ist ein Elektrotechnik- oder Maschinenbau Studium in jedem Fall "näher" an der Praxis bezüglich Werkstoffkunde/Fertigungstechnik/Konstruktion etc. als ein Physikstudium!

    Ob man das mit "Raumakustik, Abstrahlverhalten" etc. wirklich verstehen möchte, ist dann wieder eine ganz individuelle Entscheidung, egal ob Physiker oder E-Techniker. Die Aussage, dass jemand der nur "was mit Strom" studiert hat dazu nicht in der Lage sein soll, ist wie bereits festgestellt billigste Polemik!

    Sonnige Grüße aus Frankfurt

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 20. Oktober 2008 um 22:24
    • #38
    Zitat von "Demtröder"

    Die Aussage, dass jemand der nur "was mit Strom" studiert hat dazu nicht in der Lage sein soll, ist wie bereits festgestellt billigste Polemik!


    Das sehe ich total locker: Der weitere (und inhaltlich gehaltvollere) Verlauf dieser Diskussion war mir diese kleine "Stichelei" allemal Wert (obwohl ich "Lautsprecherentwickler" aus der "was mit Strom"-Schiene kennengelernt habe, die von Akustik wenig Ahnung hatten ...). :D

    Ansonsten fand ich deinen Beitrag ebenfalls recht ergiebig. :wink:

  • derautor
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    • 20. Oktober 2008 um 23:50
    • #39
    Zitat

    Selbst ein diplomierter Physiker mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Lautsprecherentwicklung ist nicht in der Lage, ein marktgängiges System zu entwickeln, weil ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt.


    Einer namens Christian Heil hat's geschafft, sogar mehrfach.

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Thomas
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    • 21. Oktober 2008 um 07:13
    • #40

    Ich habe da noch einen ganz anderen Aspekt hinzuzufügen.
    Sollte man als fertiger Ing. überhaupt Lautsprecherentwickler werden? In meinen Augen gibt es da nur eine Antwort. NEIN. Ich kann jetzt nur für die Elektrotechnik sprechen, aber grade dort sind die Berufsaussichten derart gut, dass man sich es wirklich sehr stark überlegen sollte überhaupt in die Richtung Lautsprecherbau zu gehen. (Wenn man sich halbwegs verkaufen kann, kann man als Etechnik Ing. zur Zeit nahezu überall anfangen (Siemens, ThyssenKrupp, ABB ...) und auch schnell aufsteigen) Der Lautsprechermarkt dagegen ist derart übersättigt, dass ein erfolgreicher Einstieg selten ist und der Verdienst auch eher bescheiden ausfällt. Als Hobby oder Nebentätigkeit ist die Lautsprecherentwicklung was feines, aber als Hauptberuf gibt es definitiv deutlich bessere Möglichkeiten.

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