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Vocalmikro dringend gesucht

  • Lamia
  • 26. Oktober 2008 um 11:00
  • Lamia
    Beiträge
    348
    • 26. Oktober 2008 um 11:00
    • #1

    Hallo,
    ich hätte nie gedacht, daß ich einmal mit einer so banalen Frage an Euch herantrete aber ich bin mit meinem Latein langsam am Ende.
    Ich betreue regelmäßig ine Band dei vorwiegend in recht kleinen Clubs (so um die 150 - 200 Personen) auftritt deren Sänger eine beim Reden unglaublich Basslastige, sonore Stimme hat sobald er aber singt kommen nur noch schneidend, kreischende Frequenzen zu Tage die man eigentlich rausfiltern möchte.
    Das Grundproblem ist halt, daß der fast genausoviel redet wie er singt.
    Der Sänger besitzt ein AKG D321 (halt, Moment wir sind alle schon alt genug um uns erinnern zu können, daß das einmal das Gesangsmikro war) in der heutigen Zeit ist es halt nicht mehr wirklich der Bringer. Mit einem schnöden SM58 klingt er schon besser, mit einem e845 klingt er schon wieder ein bißchen besser aber immer noch nicht richtig gut.
    Was könnte ich noch ausprobieren?
    Ist ein 935 die Lösung (wie bei einer anderen meiner Bands oder ein OM6 - hat da irgenjemand mit ähnlichen Problemen Erfahrung gemacht?)
    Beim SC passiert es mir oft, daß ich stürende Frequenzen rausfiltere und am Schluß schalt ich den EQ aus und es klingt besser.
    Das größte Problem liegt allerdings darin, daß sich der Sänger eingetlich nie richtig gut im Monitor hört. (und das sind D&Bs).
    Bin für jede Anregung dankbar.

    - Alex -

  • Saxoman
    Verifiziert
    Beiträge
    56
    • 26. Oktober 2008 um 11:35
    • #2

    Wir (4-Mann-Galaband) haben die von dir genannten Mikros alle durch (und dazu noch Shure Beta 58 und Beyerdynamic TG und Audixe und sogar das Neumann KMS 105) und können deine Eindrücke bestätigen. Die Unterschiede sind zum Teil gewaltig.

    Mein Tip: Versuche es mal mit dem AE6100 von Audio Technica. Das Mikro ist wenig basslastig und es rockt als Gesangsmikro ziemlich gut.
    Wir benutzen es für Ansagen ebenso wie für sämtlichen Gesang. Mittlerweile ist auch unsere Sängerin von dem Mikro begeistert, sie hat eine röhrige Rockstimme. Der Preis ist auch in Ordnung, wie ich finde.
    Wenn der Sänger sich mit dem 6100 nicht hört, dann liegt es am Pult oder an seiner Stimme - oder daran wie er das Mikro hält. (Ist er ein Shouter ? Hält er das Mikro am Mikrophonkopf ? Kann jemand mal den Rappern zeigen, wie man ein Mikro hält, sie wollen doch eine Message rüberbringen, oder?)

    Gruß Saxo

  • max heinlein
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    52
    • 26. Oktober 2008 um 11:36
    • #3

    Ein SM58 auf der Bühne,

    und ein DBX 160 gekoppelt mit einem BSS DPR 901 im Siderack! ;)

  • Arno
    Verifiziert
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    902
    • 26. Oktober 2008 um 11:43
    • #4

    Hält der Sänger das Mikro beim Reden evt anders/näher am Mund (Nahbesprechungseffekt)?

    Als kleine Notlösung evt. einfach das Mikro splitten und auf zwei Kanäle legen: Einen Kanal für Sprache, einen für Gesang. Umständlich und keine Dauerlösung, aber als Notbehelf brauchbar denke ich.

    Bis dann... Arno!

  • oton
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    • 26. Oktober 2008 um 12:10
    • #5
    Zitat von "Lamia"

    ... deren Sänger eine beim Reden unglaublich Basslastige, sonore Stimme hat sobald er aber singt kommen nur noch schneidend, kreischende Frequenzen zu Tage die man eigentlich rausfiltern möchte.

    das klingt imho nach:

    1. Das Geld nicht in ein Mikrofon, sondern in ein paar Stunden Grundlagen Gesangsunterricht und eine Einweisung in Mikrofontechnik investieren.

    und wie meine Vorredner

    2. dynamischen EQ (z.B. BSS verwenden)

    3. In der Not den Vocal-Kanal splitten, 1x "Ansage"-EQ und einmal Gesangs-EQ.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • guma
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    6
    • 26. Oktober 2008 um 12:17
    • #6
    Zitat von "Max Heinlein"

    Ein SM58 auf der Bühne,

    und ein DBX 160 gekoppelt mit einem BSS DPR 901 im Siderack! ;)

    Ja, für mich klingt das auch nach etwas, was, wenn der Sänger nicht besser wird :roll: , nach einem Wechsel auf ein 'Standardgesangsmikro' am besten mit frequenzselektiver Kompression zu bearbeiten wäre. Leider gibt es da nicht so viele Möglichkeiten und in den kleineren Digipulten ist sowas noch nicht implementiert. ( bitte nicht mit der Arbeit mit einem sidechain-EQ verwechseln ) Der 160 ist dafür allerdings nicht nötig und der 901 auch gebraucht wahrscheinlich zu teuer. Günstiger wäre als Analoggerät ein gebrauchter Opal DPR 944. Der hat zwar nur 1 Band pro Kanal, allerdings geht das sehr gut um einen "Plärrbereich" zu eliminieren.

  • max heinlein
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    • 26. Oktober 2008 um 13:31
    • #7

    die ganzen opals werden leider alle bis auf den GEQ nicht mehr hergestellt. (zumindest ich wüsste nicht wos die noch gibt.)
    den dbx 160 finde ich für eine leichte smoothe compression ganz nett, deswegen gekoppelt mit einem dpr 901 der mit sicherheit die genannten probleme aufheben würde.

    um welche musikrichtung geht es eigentlich??

  • guma
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    • 26. Oktober 2008 um 13:43
    • #8

    Öh, ich sagte 'ein gebrauchter Opal DPR944' :roll:

  • simonstpauli
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    • 26. Oktober 2008 um 14:28
    • #9

    Ganz banal zusätzlich zu den voran genannten Möglichkeiten (vor allem frequenzselektive Kompression / 901, welches ein mächtiges Werkzeug ist, zum entsprechenden Preis natürlich, den Opal hatte ich noch nicht in den Fingern, ich gehe allerdings davon aus, daß hier nicht so viel geht und daß er weniger kostet.):

    - das Mikrofon auf 2 Kanäle splitten und Sprache und Gesang verschieden bearbeiten.

    - manche de-Esser kommen auch in den genannten Problem-Frequenzbereich, würde ich also auch ausprobieren.

    - ADT U781 fällt wahrscheinlich aus dem Budget-Rahmen zum Ausprobieren.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • hausmeister
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    • 27. Oktober 2008 um 08:05
    • #10

    hm....

    für sowas verwende ich sehr gerne ein 935 in verbindung mir einem DBX 286 .. ( Deesser oder wie schreibt man das ? lacht ) das geht ganz gut .. als alternative noch ein OM3 ..

    Grüße Michael

    Wo is na des Hirn........endlich ONLINE !


    http://www.audio-events.de

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    http://www.pedro-online.de

  • karel noon
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    • 27. Oktober 2008 um 11:50
    • #11

    bei schwierigen stimmen, vor allem wennes kreischig wird, kann man auch mal auf altbewährtes zurückgreifen:

    http://www.sennheiser.com/sennheiser/home_de.nsf/product.html?ReadForm&path=professional_wired-microphones_vocal-microphones_classic-dynamic&product=001605

    wird das ding eigentlich immer noch mit dem unsäglichen "profi-power" aufdruck geliefert? :D

    dazu einen der genannten kompressoren, und man hat zumindest eine schadensbegrenzung, gesangstunden wären trotzdem die längerfristig clevere lösung...

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • max heinlein
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    • 27. Oktober 2008 um 14:10
    • #12

    mediennutte:

    wie cool.

    erst gestern hab ich mit einem kumpel über dieses mikro gesprochen und versucht weitere infos rauszubekommen.
    denn dieses mikro scheint ja immer noch ziemlich 'bekannt' zu sein.
    magst du mir per pn mal ein paar infos und erfahrungen dazu schicken??

  • Lamia
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    • 27. Oktober 2008 um 15:18
    • #13

    Ich hätt' da noch 4 Mikroport SKM 4031 aus früheren Zeiten herumliegen.
    Diese Mikros haben mir immer recht gut gefallen - sind da die gleichen Kapseln drinnen?
    Ich tät mich ja nich scheuen die wieder zu verwenden.
    Ich kenn ja eine heimische Balkan-Band deren Sänger beim reden auch unheimlich viel Bass produziert deren Techniker schraubt dann halt am Pult-EQ herum daß es immer passt, nur dem fehlt halt das kreischen in der Stimme.
    (Also dem Sänger, nicht dem Techinker)

    - Alex -

  • djvomght
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    • 27. Oktober 2008 um 16:12
    • #14

    Nein, die SKM 4031 haben eine Kondensatorkapsel (SKM heißt Solistenkondensatormikrofon :) )

    Gruß Jörg

  • wora
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    • 27. Oktober 2008 um 20:57
    • #15

    ich habe auch so einen kandidaten, der fantastisch singen kann und dabei auch seine dynamik recht gut im griff hat, der allerdings in den songpausen sehr gerne ganz nah ans mikro rangeht. dann mulmt es meistens.
    verwendet wird ein SM58, mit dem ich auch nach wie vor gut klarkomme.

    bei ihm gehe hier einfach den weg des etwas höher angesetzten lo-cuts in verbindung mit einer leichten bassabsenkung, je nach örtlichkeit.

    aber über einen zweiten kanal für die ansagen hatte ich in der tat auch schon mal nachgedacht, das ist viel billiger als einen dynamic-EQ zu erwerben ;)
    aber: wer hat, der hat 8)

    bei einem anderen sänger und einer meiner sängerinnen kenne ich auch das phänomen der einen, ganz fiesen frequenz.
    sowas lässt sich über deesser wirklich gut bearbeiten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • karel noon
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    • 27. Oktober 2008 um 23:03
    • #16

    max heinlein: Bekannt ist relativ, das ding wird ja nun schon schon seid einigen jahren gebaut, und ist eben einer der sennheiser klassiker.

    aktuell wird es in der "welt der großen" z.B. von dave Grohl (foo fighters) genutzt wenn mich nicht alles täuscht.

    wie immer kann man viel zu einem mic schreiben, aber probieren ist sinvoller...

    ich nutze es schon mal um zu scharfe frauenstimmen zu "glätten", oder eben wenn männer zu sehr grummeln beim sprechen

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    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • wurzlsound
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    • 28. Oktober 2008 um 00:59
    • #17

    :D

    Gruß Tom

    Tom Pawlowski
    Laerfeldstr. 39
    44803 Bochum
    0234 355475
    0171 3105237

    2 Mal editiert, zuletzt von wurzlsound (12. Mai 2009 um 01:04)

  • karel noon
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    • 28. Oktober 2008 um 04:08
    • #18

    Tom: was hat dich denn gestochen? :wink: so aufbrausend?

    zuerst mal: die basslastigkeit ist nur beim sprechen gegeben, nicht beim singen, da ist doch ein SM57 mit dem extremen nahbesprechungseffekt, und der doch "dezenten" präsensbetonung absolut nicht das richtige.

    und die frage was D&Bs sind war doch auch nur ein scherz oder? :D

    Wobei mir da auffält das man in dem fall mit dem monitoring eh in die richtugn denken sollte das signal zu splitten, und nur den FOH weg über einen entsprechenden kompressor laufen zu lassen.

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  • Pulenk
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    • 28. Oktober 2008 um 16:09
    • #19

    Ich würd mal ein AE5400 von AT ausprobieren. Den LowCut einschalten - dann gibt´s auch bei Naheinsprache kein Wummern! Die hohen Mitten beim Singen kommen bei diesem Mic auch sehr sahnig rüber...

    Mark

  • karel noon
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    • 29. Oktober 2008 um 01:51
    • #20

    ja, die AT mics haben sehr "unaufdringliche" höhen, aber sie sind doch sehr fett. daher wenn überhaupt eine ATempfehlung, dann das ATM 710, denn, in der staffelung der serien bei AT nimmt der bassanteil mit dem preis zusammen ab, was ja durchaus erfreulich sein kann :wink:

    zusätzlich: kompressor auf dem monitorweg, sofern bisher so gemacht, könnte auch ein auslöser des problems sein!

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