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Mein(e) KIND brummt (auch)

  • Clyde
  • 5. November 2008 um 18:30
  • Clyde
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    • 5. November 2008 um 18:30
    • #1

    Hallo,

    ich habe ein Problem bzw. hoffe, das es kein Problem ist.

    Ich habe festgestellt, das bei meiner KIND XT4000 der Trafo des Rechten Kanals(Hintere Trafo) mal mehr mal weniger laut brummt.
    (in einem Moment ist es laut und dann wird es leiser und kommt wieder, also ein auf und ab)

    Es kommt nicht aus den Lautsprechern, daher schliesse ich die Kondensatoren aus...

    Nun würde ich gerne von den Experten wissen, wie dramatisch das ist und was ich dagegen unternehmen kann ohne direkt einen Neuen RK zu kaufen 8) .
    Der Betrieb ist bisher ohne jegliche Probleme möglich und ich meine(konnte ich noch nicht verifizieren) das es nach einer gewissen Betriebszeit verschwindet bzw. leiser wird.

    Wer weiß Rat?

    Gruß
    Clyde

  • rolf herrmann
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    • 5. November 2008 um 22:00
    • #2

    Jeder Trafo brummt, manche mehr, manche weniger, je nach Fertigungsqualität und Einsatz der Materialien. Einer der Gründe ist die Magnetostriktion:

    ZITAT:
    Bern (Schweiz) - Ein sanftes Brummen erschallt von zahlreichen Geräten, in denen Transformatoren den 230 Volt-Wechselstrom aus der Steckdose in niedrigere Spannungen umwandeln. Schweizer Physiker gingen nun der Ursache dieses Brummens auf atomarer Ebene auf den Grund. Ursache ist ein Pulsieren des Eisenkerns im Trafo, der sich unter den ständigen Richtungsänderungen eines induzierten Magnetfeldes leicht zusammenzieht und wieder ausdehnt. Die spektroskopisch genauen Beobachtungen dieses Verhaltens beschreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Physical Review Letters".

    Bei einer typischen Wechselstromfrequenz von 50 Hertz wird 100 mal pro Sekunde ein neues Magnetfeld im Eisenkern aufgebaut. Da magnetisierte Ionen danach streben, näher zusammenzurücken, schrumpft auch ein kompletter Eisenkern mit einem Meter Durchmesser um gerade mal ein millionstel Meter. Genau dieses permanente Umordnen auf atomarem Niveau ist zwar schwer zu sehen, macht sich aber durch das konstante Brummen bemerkbar. Dieses Schrumpfen, Magnetostriktion genannt, konnten die Forscher von der Universität Bern und der Technischen Hochschule Zürich mit beschleunigten Neutronen sichtbar machen. Allerdings wählten die Physiker als Testmaterial Mangan statt Eisen, da der Effekt bei diesem Element stärker auftritt.

    Unmagnetisiert ordnen sich die Mangan-Atome innerhalb einer Kristallstruktur in einer geraden Linie aneinander. Wirkt jedoch ein Magnetfeld, formieren sich immer je zwei Manganatome zu isolierten Paaren zusammen. Dabei nehmen sie weniger Platz ein und folglich schrumpft ein Manganblock aus Abermilliarden von Atomen um ein winziges Stück. Wechselt das Magnetfeld, ändert sich parallel die Anordnung der Atome. Dieses Pulsieren überträgt sich als Schallwelle auf die Luft und wird entsprechend der Wechselfrequenz mit einem tiefen 100-Hertz-Ton hörbar.

    Autor: Jan Oliver Löfken, Quelle: Physical Review Letters
    ZITAT Ende

    Ein anderer Grund ist die Vibration der gewickelten Trafodrähte und damit die Reibung aneinander, die ebenso ein Brummen erzeugt.

    (Nicht nur) aus diesen Gründen werden gute Trafos "vakuumgetränkt", um u. a. das Brummen einzudämmen.
    Billigen Trafos und Spulen kann man manchmal noch mit Heißkleber und/oder Sekundenkleber zu Leibe rücken.
    Bei deiner Edelendstufe würde ich aber nicht zu solchen Tricks greifen, sondern eher beim Hersteller reklamieren....
    MfG Rolf

    Ändere die Dinge, die du ändern kannst; lass bleiben, was du nicht ändern kannst; aber sei so weise, das eine vom anderen zu unterscheiden...

  • treibsand
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    • 5. November 2008 um 22:02
    • #3

    Ruf' doch mal beim KIND Service in D an.
    Macht wenn ich es recht erinnere S&R electronic in Leimbach.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • günter berthold
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    • 5. November 2008 um 22:08
    • #4

    Brummursache können auch periodisch schwankende Gleichstromanteile im Wechselstrom sein. Besonders Ringkerntrafos sind empfindlich dafür.

  • Clyde
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    • 5. November 2008 um 23:16
    • #5

    Hallo,

    @ Rolf, da ich schon gegoogelt habe, ist mir das mit den Physikern nicht verborgen geblieben :wink:

    @ Günter
    Da die Stufe Dual-Mono aufgebaut ist und beide Trafo´s an der gleichen Phase hängen, kann man sowas wie"Gleichstromanteile" wohl auch eher ausschliessen. Diese These ist mir im HiFi-Forum auch schon begegnet.

    Trotzdem Danke soweit für Eure Statements!

    Werde wohl mal den Service ausfindig machen und kontaktieren, in der Hoffnung, das die keine Kohle machen wollen sondern hilfsbereit sind 8)
    Danke!

    Gruß
    Clyde

  • Jens Droessler
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    • 6. November 2008 um 04:14
    • #6

    Toleranzen in der mechanischen Qualität der Trafos möglicherweise. Die Drähte könnten sich bei dem einen etwas locker geschaukelt haben (durch die magnetischen Kräfte bzw. auch die Magnetostriktion), daher verstärktes Brummen... Plausibel?

  • Clyde
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    • 6. November 2008 um 08:27
    • #7

    Bei einer fast 10 Jahre alten Endstufe klingt es schon plausibel...

    Nur wären dann ja erhebliche Unterschiede zwischen beiden Trafos was die Qualität betrifft und das leiser bzw. Lauter werden wechselt auch nicht "Sinusähnlich".
    Ich denke halt primitiv, entweder brummte es oder nicht...

    Ist halt auch die Frage, wie problematisch das sein kann...

    Vielen Dank nochmal!

    Gruß
    Clyde

  • Wulfson
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    • 6. November 2008 um 08:37
    • #8

    moin

    schau doch mal nach, ob der trafo noch ordentlich verschraubt ist. kann sich auch gelockert haben.... die schwankungen können auch von spannungsschwankungen im netz herrühren? das steht ja nun nicht stabil auf immer der absolut gleichen spannung. solange bei dem brummen nichts aus den boxen kommt bzw. eine übermässige wärmeentwicklung am trafo entsteht, sehe ich da keine probleme.

  • Clyde
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    • 6. November 2008 um 08:43
    • #9

    Moin,

    der Trafo sitzt noch gut fest und das mit der Spannungsschwankung mag ich nicht glauben, da beide Trafos auf einer Phase hängen.
    Eine besonder Wärmeentwicklung stellte ich auch noch nicht fest, werde aber heute mal ein wenig Testen und beobachten.
    Aus den Bässen brummt es nicht mehr wie sonst 8) man hört fast nichts...

    Gucken wir mal, mir steht gerade nicht der Sinn danach, 450,-€ für nen RK auszugeben :?

  • marcel.brouwers
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    • 6. November 2008 um 08:58
    • #10
    Zitat

    Gucken wir mal, mir steht gerade nicht der Sinn danach, 450,-€ für nen RK auszugeben Geschockt

    Gibt es bei dir in der Gegend keine Firma die Service macht fuer Pro Audio Amps ? Welche Region wohnst du ???

    XT4000 wuerde ich absolut nicht nach Italien schicken lassen von Kind Audio Deutschland aus ! Kostet zu viel Zeit, weil die Italiener bei Kind Audio sind keine Weltmeister in Sachen Schnelligkeit. Nur Transport hin- und Zuruck ist schon sehr teuer und dann nochmals die Serice Kosten also das wird dann auch nochmals ja recht teuer :(

    China Power, does not always suck !

  • Clyde
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    • 6. November 2008 um 09:05
    • #11

    Naja, die Firma Camco ist nicht soo weit weg, aber nen Trafo würde ich auch noch austauschen :wink:

  • mattias bost
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    • 6. November 2008 um 17:00
    • #12

    Hi,

    Zitat

    periodisch schwankende Gleichstromanteile im Wechselstrom

    Sowas (das Fettgedruckte) nennt man normalerweise WECHSELSTROM. Gleichstromanteile werden sich in den EVN nicht finden, weil dort überall Transformatoren drin sind, die übertragen keine Gleichstromanteile, würden Gleichstromanteile sogar sehr sauer nehmen (Überlastung der Trafos). Und Lasten können keine Gleichstromanteile generieren. Sorry, aber die Klarstellung muß sein, sonst kommt hier Hifi-Voodoo ins Spiel.

    Was aber ein Problem für Trafos ist, das sind die inzwischen erheblichen Oberwellenanteile in den EVN, vorrangig die 3. Harmonische (150Hz Komponenten). Diese werden besonders durch Lasten mit Gleichrichtern stark erzeugt (also fast alles was Netzteile hat und noch keine PFC). Wenn man mal an die Unmenge an PCs denkt... Wenn die 150Hz in den Trafo kommen macht der daraus mechanische 300Hz und die sind deutlich hörbarer als die 100Hz.

    Im Laufe der Zeit kann sich im Trafo durchaus das Blechpaket etwas lösen und dadurch erhebliche Brummgeräusche verursachen, ebenso das Wicklungspaket (das hört man aber eigentlich erst unter Last). Wenns stört kann der "Hobbyfummler" mittels Lacktauchbad Abhilfe versuchen, aber oft bekommt man den Lack nicht überall hin (und stinken tuts danach auch erstmal "schöm").

    Grüße
    Mattias

  • TomyN
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    • 6. November 2008 um 21:55
    • #13
    Zitat

    Und Lasten können keine Gleichstromanteile generieren. Sorry, aber die Klarstellung muß sein, sonst kommt hier Hifi-Voodoo ins Spiel.


    Hmm, schon mal den Strom hinter einem billig Dimmer angeschaut? Der hat definitiv einen Gleichstromanteil. Oder eine einfache Einweggleichrichtung der Netzspannung (gewollt oder ungewollt).

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Clyde
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    • 6. November 2008 um 22:06
    • #14

    Also bevor das hier ausartet...
    Es sind 2 identische RK´s parallel an 1 Phase und nur 1 von beiden brummt. Auch ein verdrehen der Schukos(Meine KIND hat 2 Zuleitungen) ändert nichts.

    Grob gesehen hängt auch nichts an der Phase, was nicht schon vorher drangehangen hat.

    Interessant ist evtl. auch, das es nicht gleichlaut brummt, es wird zwischendurch immer mal leise bis auf normales Niveau eines Trafos und dann wird es wieder lauter, so das ich es in 1,8m entfernung sehr gut wahrnehmen kann.

    Die erwärmung des Trafos ist (gefühlt) nicht abweichend von dem "nichtbrummenden" und auch das Grundrauschen im Lautsprecher(bei voll aufgedrehten Gain) ist Lauter als das 50Hz Surren im LS(was man nur hört, wenn man seinen Kopf in die Membran steckt :wink: .

    Auch etwas höhere Leistung im 4 Ohm-Betrieb
    (Volllast konnte ich nicht testen) hinterlässt keine änderung am Brummen.

    Ich frage mich halt, ob das Kritisch ist oder nach 10 Jahren normal ist/sein kann obwohl sie im letzten Jahr keinen Stress hatte und bis Dato nichts verlauten ließ.

    Gruß
    Clyde

  • DJheini
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    • 6. November 2008 um 22:21
    • #15
    Zitat von "Clyde"


    Interessant ist evtl. auch, das es nicht gleichlaut brummt, es wird zwischendurch immer mal leise bis auf normales Niveau eines Trafos und dann wird es wieder lauter, so das ich es in 1,8m entfernung sehr gut wahrnehmen kann.

    Gruß
    Clyde

    Das hört sich so an, als ob es sich um das normale Brummen eines Trafos
    handelt, aber dadurch das es 2 sind, ensteht eine sogenannte "Schwebung",
    die dann deutlicher wahrzunehmen ist.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Clyde
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    • 6. November 2008 um 22:36
    • #16
    Zitat von "DJheini"

    Das hört sich so an, als ob es sich um das normale Brummen eines Trafos
    handelt, aber dadurch das es 2 sind, ensteht eine sogenannte "Schwebung",
    die dann deutlicher wahrzunehmen ist.

    Falls Du eine Akustische Überlagerung meinst, die kann ich ausschliessen, wenn ich mein Ohr direkt über die einzelnen Trafos lege, kann man das sehr gut Lokalisieren, das es nur 1 Trafo ist, der lauter brummt.
    Und es ist definitiv der hintere, für den rechten Kanal.
    Wenn ich den ausschalte, ist es weg. Schalte ich den anderen aus(Linker Kanal) dann bleibt es.

    Gruß
    Clyde

  • markus olk
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    • 7. November 2008 um 09:52
    • #17

    Für das Enstehung einer Schwebung müssten zwei unterschiedliche Frequenzen vorliegen, bei zwei Trafos auf einer Phase dürfte das nicht sein, da beide ja die gleiche Netzfrequenz erhalten. Bei einer Schwebung müsste auch die Perioden zwischen lautem und leichtem Brummen gleich bleiben.

    Kannst du evtl. die Brummfrequenz eingrenzen? Liegt diese auch bei 100Hz oder unterscheidet sie sich vom normalen Brummen?

    Gruß Markus

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • Clyde
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    • 7. November 2008 um 10:18
    • #18

    Guten Morgen,

    ich würde meinen, das es das normale Netzbrummen ist.
    Relativ dumpf aber laut.

    Was ich noch festgestellt habe, der Trafo, der Leise ist(Linker Kanal), brummt nur beim einschalten mal ähnlich laut auf und gibt dann allerdings ruhe...
    Ich will mal versuchen, ob ich nicht irgendeinen Service für KIND in Deutschland erreiche...

    Gruß
    Swen

  • markus olk
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    • 7. November 2008 um 10:36
    • #19

    Achtung, wilde Spekulation und nicht durch fundiertes Wissen gestützt :wink: :

    Ich weiß nicht, on sich am "Zustand" eines Trafos nach dem Einschalten etwas ändern kann, ausser, dass sich sein Zustand 100x pro Sekunde ändert (verwirrende Formulierung, hoffe ihr versteht mich).

    Trafos unter Last klingen aber (wenn ich mich da jetzt nicht irre) lauter, aufgrund des höheren Stromes in der Sekundärspule. Kann es also vielleicht sein, dass ein anderes Bauteil hinter dem Trafo defekt ist und so den Isekundär ändert?

    Gruß Markus

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • Clyde
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    • 7. November 2008 um 12:20
    • #20

    Hallo,

    die Spekulation hört sich interessant an.
    Da ich den Service nicht erreiche, muss ich bis Montag wohl weiter spekulieren...

    Fragt sich nur, was defekt sein könnte, was den Trafo so brummen lässt, aber die Funktion nicht beeinträchtigt.

    Leider kann ich gerade keinen Langzeittest unter Volllast durchführen, weil mir sonst die Nachbarn auf´s Dach steigen :roll:

    Wer hat da noch Tips, wo ich mal forschen könnte...

    Gruß
    Clyde

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