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  5. Boxen und Amps

Was habt ihr eigentlich gegen dickes Gewicht beim Amp?

  • tim arens
  • 24. Januar 2009 um 23:46
  • tim arens
    Beiträge
    8
    • 24. Januar 2009 um 23:46
    • #1

    Habe mal wieder ausgiebig im Forum gestöbert, versuche noch eine gute PA-Endstufe fürs Home-Hifi (!) zu ergattern und frage mich da als NICHT-PA-Mensch (ich unterwerfe mich euch, ok?), was die mehrheit eigentlich gegen wirlich dicke Verstärker hat. In der Hifi High-End-Szene gilt immer noch: Dicker Trafo plus reichlich Siebung = guter Klang (bitte als Pauschalaussage einfachmal so hinnehmen). Ok, man muß reichlich schleppen. Ich natürlich nicht, bei mir steht der Amp nur im Rack und wird nicht bewegt. Aber es muß doch auch euch PA-Leuten klar sein. das, wie heißt es so schön, "amtlich" nur klingt, was "amtlich" gebaut ist, und da gehört zu enem analogen Amp nun mal 'n dicker Trafo plus reichlich Siebung. Reichlich Siebung ist bei PA-Verstärkung eher selten zu finden, man findet wenig Fotos vom innenraum. Und auch wenn ich jetzt verrissen werde: Habe eine 4Acoustic PA 500 im Betrieb, hat 120.000 MF Siebkapazität und klingt wirklich gut. Wiegt knappe 25 Kilo und ist im inneren ziemlich aufgeräumt und gleichzeitig richtig vollgestopft. Sie bildet den raum gut ab und klingt sehr luftig (wie gesagt, Hifi-Hörer, PA-Lautstärke höre ich im Wohnzimmer natürlich nicht). Was ich sagen will: Habe viele "amtliche" Amps im netz mir angeschaut, da scheint mir auch nicht alles so zu sein, wie es sein sollte, nämlich nicht "dick und fett". Wie soll ein "amtliches teil" "amtlich" funktionieren, wenns nicht wiegt? Ein ordentlicher Trafo wiegt nun mal...

  • andy006
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    1.264
    • 25. Januar 2009 um 00:10
    • #2

    Kann ich Dir sagen was ich eigentlich dagegen habe........vor ein paar Tagen das Rollrack mit 1xCA5 und 1xCA2 aus 1,5m hohem Truss gefrickelt. Alleine geht das schonmal garnicht und zu zweit eine Quälerei. Warum ich die "Dicken" immernoch mit auf jeden wichtigen Job nehme?? Weil die "Dicken" taugen halt.
    Vor 2 Wochen bei 400V Versorgung den berühmten Nullleiterabriß gehabt und halt auf der versorgenden Phase 400V aufgelegt bekommen. Der "Dicke" hatte nur eine defekte Sicherung. Ist das nicht gei.......
    Alles Andere ist konkurenzlos abgefackelt.
    Gruß der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • linearray
    Gast
    • 25. Januar 2009 um 00:38
    • #3
    Zitat von "Tim Arens"

    Ein ordentlicher Trafo wiegt nun mal...


    Grösse und Gewicht sind nur eine Frage der Frequenz. Bei 50Hz muss ein Trafo nun mal viel grösser (und so auch schwerer) sein als bei 50kHz.

    Zitat von "Tim Arens"

    Was habt ihr eigentlich gegen dickes Gewicht beim Amp?


    Dagegen haben wir schlankes Gewicht beim Amp :D:D
    Weniger schleppen = weniger Rückenschäden. Ich möchte unsere I-Tech's nicht mehr hergeben. Wer will noch eine der letzten unserer MA5000VZ 8) ?

    That's the point!

    Gruss, Andi

    Einmal editiert, zuletzt von linearray (25. Januar 2009 um 00:42)

  • fladdi
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    4.029
    • 25. Januar 2009 um 00:40
    • #4

    Warum man auf Gewichtsreduzierung achtet? Naja Rücken schonen ( nicht überall kann man Rollen...) Transportgewicht senken... bei größeren VAs kann da schon ein wenig was zusammen kommen)...

    Die 2 Augenscheinlichsten Gründe

    Fladdi... ein Mensch mit wachsender Praxis

    Einmal editiert, zuletzt von fladdi (25. Januar 2009 um 11:53)

  • xyz
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    236
    • 25. Januar 2009 um 01:41
    • #5

    ob schwer=gut hin oder her. mir scheint als hast du mit veranstaltungstechnik nicht so viel am hut, sonst würdest du so eine frage nicht stellen ;)

    RÜCKEN!

    Gruß,
    Tim

  • andy006
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    • 25. Januar 2009 um 01:45
    • #6
    Zitat von "xyz"

    ob schwer=gut hin oder her. mir scheint als hast du mit veranstaltungstechnik nicht so viel am hut, sonst würdest du so eine frage nicht stellen ;)

    RÜCKEN!


    Das hat er doch eindeutig im ersten Beitrag zugegeben. Lies bitte mal richtig......

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • wora
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    • 25. Januar 2009 um 01:57
    • #7

    jepp, der rücken dankt´s!
    wer öfter mal LKWs beladen muss, stellt es früher oder später fest...

    daneben gibt es auch noch ein paar andere vorteile:
    2. transportkosten sinken, da mit leichten amps mehr material in einem fahrzeug transportiert werden kann, stichwort "nutzlast".
    3. PFC-schaltungen und PWM-designs ermöglichen eine wesentlich bessere ausnutzung der vor ort vorhandenen stromversorgungen.

    im wohnzimmer spielen diese sachen natürlich keine rolle.

    um dich zu beruhigen: es gibt tatsächlich auch beschallerfirmen, die wegen des klangs zum teil immer noch die "eisenblöcke" benutzen. aber sobald auch hier leichtere amps mit der selben leistung zur verfügung stehen, werden diese nach und nach verschwinden.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • fabio hermann
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    • 25. Januar 2009 um 04:31
    • #8

    die "herkömmlichen" Amps sind nunmal ziemlich schwer, die digitalen wiegen kaum was und sind bei gleicher Leistund auch noch kleiner, da liegen die Vorteile auf der Hand.
    Stell dir einfach vor du hast ne Location wo du alles erstmal ne Treppe runterschleppen musst, Aufzug gibt es nicht oder ist kaput und dann hast du 30kg Amps in Case und davon 4 Stück, sind mit Case ~150kg, das ist auch zu zweit noch zeimlich schwer und allein gar nicht zu handeln, n Case mit 4 digitalen mit gleicher Leistung schleppt man zur Not auch noch alleine.

    Desweiteren ist das Transportgewicht acuh nicht zu verachten, wie oft sieht man völlig überladene 7,5t bzw fast leere wenn auf das Gewicht geachtet wird.

    Klanglich höre ich bei den hochwertigen digitalen der höheren Preisklasse so gut wie keinen Unterschied zu denen mit dem dicken Trafo, und den Unterschied würde ich auf subjektives Hörempfinden zurückführen.

    Ein Post von Rockline wäre mal interessant, der misst doch generell gerne Amps wie ich das so mitbekommen habe, ich bin ziemlich überzeugt, dass bei dem Messergebnissen kaum ein Unterscheid fest zu stellen ist.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • julian-k
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    • 25. Januar 2009 um 11:41
    • #9

    Was natürlich auchn Argument ist, ist die Tatsache,
    dass ich aus nem 2HE digi Amp mal eben 10Kw an 2 ohm ziehen kann,
    was soweit ich weis kaum oder gar keine Analoge Endstufe kann.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • tim arens
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    • 25. Januar 2009 um 12:01
    • #10

    Ich sehe, worauf es hinausläuft. Und ist auch logisch: Wer den ganzen Kram ständig rauf/runterschleppen und auf/abbauen muß, achtet natürlich aufs Gewicht. Mir kommt es (denkt dran: Hifi-Hörer!) fast auschließlich auf den Klang an und da vertraue ich garantiert keinem Digi-Amp. Danke euch für eure Antworten, sie sind praxisorientiert und nicht auschließlich klangorientiert. Werde mich weiterhin im PA-Forum rumtreiben, eure "Auseinandersetzungen" sind teilweise sehr amüsant. Und ich kann es nicht verhehlen: So Typen wie TBF (gibts den noch?), Wellenfront und Co., die das ganze technisch genauer betrachten, sind für mich natürlich das Salz in der Suppe.
    Abschließend: Warum kein Digi-Amp? Bin bisher noch mit keiner digitalen Signalquelle glücklich bzw. zufrieden gewesen, wat soll ich mir da noch die digitale Verstärkung antun. Wer weiß, vielleicht mach ich für mich nochmal 'n Vergleichstest.

    Tim

  • tufkawila
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    • 25. Januar 2009 um 12:27
    • #11

    Immer diese Diskussion wegen Gewichtsreduzierung an Ampracks......5 kg hier, 6 kg da.....aber die geliebte PA wird trotzdem nicht leichter, schleppen ist sowieso angesagt und da kann ein Amprack mit 80kg dann auch nichts mehr retten.
    Zudem ist fast jedes Case auf Rollen daher sehe ich da kein grosses Problem. Wenn jetzt wirklich schleppen angesagt ist und man die Scheisse Treppen raufhiefen muss, dann ärgere ich mich eher über das Gewicht der Boxen und nicht das vom Amprack :D
    Zudem hat mich bis jetzt noch kein Leichtamp der Oberliga so richtig überzeugen können, zumal im Bassbereich bin ich immer noch für eine dicke fette Analog Endstufe, es klingt einfach anders, viel wärmer.

  • tobias kammerer
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    • 25. Januar 2009 um 12:52
    • #12

    Hallo Leute,

    - wer sagt, ihm sei das Gewicht der Amps zur Not egal, der hat aus meiner sicht definitv keine Oberligaanlage. Unsere Standardracks haben alle 12000 Watt Sinus. Das halte ich für unhandlebar in Analog.
    - Analogamps können keine so hohen Leistungen abgeben, da ein Ringkerntrafo dieser Größe nicht mehr zu kühlen ist. Sonst muß man den Trafo in Einheiten zerlegen, was dessen wichtigen positive Audioeigenschaften teilweise zunichte macht
    - Und nun mal ganz provokant zum Threadstarter: Es gibt technische Daten, die auch in der Hifiszene als klangrelevant gelten, die bei PWM Amps und Schaltnetzteilen definitv BESSER sind als Analogamp. Welche Daten sind nun wichtiger???
    - Der Hinweis von Linearray wurde auch noch nicht verstanden: Hochfrequenznetzteile brauchen kleinere Siebungen, als (Niederfrequenz-) Trafos bei GLEICH GUTER SIEBUNG! Hier ist die Reduzierung also kein Nachteil.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • david kammerer
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    • 25. Januar 2009 um 12:56
    • #13

    Hallo Leute!
    Neben dem eh schon erwähnten "Rückenschonen" seh ich wie wora auch viel mehr den wirschaftlichen Aspekt. Wenn ich den Gedanken "Digital" wieterspinne und auch auf das Licht übertrage, mehr LED Scheinwerfer einsetze usw, dann spare ich mir auch irgendwann große Stromverteiler, dicke Lastkabel usw. ein. Da kommt dann schon mal der Punkt, wo es sich entscheidet, ob ich mit dem 12to oder 7,5to LKw (oder Sprinter) fahre. Auch ob ein Mann mehr oder weniger Personal mit muß, da ich einerseits nicht so viel Gewicht tragen muß, andererseits mehr Amps in einer Kiste sein können und ich somit schneller aufbaue. Hier ist u.U. eine Menge Geld gespart und somit kann ich wiederum bei der ewigen Preisdrückerei doch wieder vernünftig Geld verdienen.
    Um auch noch etwas Öl in die immer wieder aufkommende Diskussion Digitalamp vs Analogamp zu gießen:
    Euch ist schon bewußt, daß in vielen aktiven Systemen, die auch durchaus hier immer wieder gelobt werden, ausschließlich Digitalamps arbeiten? Auch im Bassbereich :D

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • tufkawila
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    • 25. Januar 2009 um 13:07
    • #14

    Man ist so gewohnt das Wort " Digital " zu schreiben das ich immer selbst reinfalle. Das Wort " Konventionell und Schaltnetztteil " hätten besser gepasst.
    Klar kann ich mir vorstellen das Mega Company's, die mit 80KW Ton Touren eher auf Leichtamps tendieren, völlig ok, wir reden aber hier vom kleinen Verleiher, und da macht das eine Rack da auch nichts mehr aus !!!
    Ich finde immer noch das ein Trafo Amp im Bassbereich besser klingt als ein Schaltnetzteil, das ist jetzt meine persönliche Meinung. Lab, Digam, I-tech, QSC PL usw......alles schon ausprobiert aber kein Amp kam an den fetten Sound einer dicken fetten Endstufe obschon der dicke Amp die kleinste Leistung hatte und trotzdem mehr Druck lieferte als ein Fliegengewicht der Oberliga mit doppelter Leistung ( laut Papier )
    Mein verblüffenster Vergleich war ein altes Rack mit Crest PA 8001 mit gerade mal lächerliche 1200 Watt an 4 Ohm gegen ein Rack Lab's 6400 mit 2300 Watt. Die Crest hat alles Platt gemacht, das musste man hören und sehen um es zu glauben :roll:

  • rockline
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    • 25. Januar 2009 um 13:07
    • #15

    Ich melde mich auch mal :)

    Zuerst muss ich feststellen, dass die Verstärker mit den konventionellen 50Hz (Trafo)Netzteilen im Verkaufspreis billiger sind.
    Das Konzept "SMPS Netzteil" ist allerdings bauteiletechnisch betrachtet billiger herzustellen - verkehrte Welt :)
    Der Vorteil des geringen Gewichts und der Leistungskorrektur (PFC) kommt beim SMPS Verstärker als weiteres Plus hinzu.

    Ein 50Hz Netzteil mit 3 Betriebsspannungen ist mit einem teuren Ringkerntrafo, der entsprechenden Einschaltelektronik, und den vielen hochkapazitiven Elkos mit kostenintensiven Bauteilen bestückt. Dagegen wirken sich die 20 Windungen der Schalttrafos nebst der MosFets im Herstellungspreis wie ein Sonderangebot aus.
    Ehrlich gesagt: Die Bauteile und Elektronikbestückung eines SMPS Netzteils industrieller Fertigung kostet vielleicht 20.-
    Ein vergleichbares 50Hz Netzteil kalkuliere ich mit rund 45.-
    Vorsicht beim Nachrechnen: ich habe die Herstellungskosten bei professioneller Elektronikfertigung in hohen Stückzahlen dargelegt!

    Klanglich spielt sich grundsätzlich die Musik in der Audioschaltung ab. Es gibt aber auch Verstärkerkonzepte, in denen die Netzteilelkos im Signalweg des Lautsprecherausgangs liegen. Inwieweit hier die Elkoqualität eine Rolle spielt kann ich derzeit nicht beurteilen. Dazu experimentiere ich demnächst beim pimpen einer Solution² Endstufe herum.
    Also - die Audioschaltung macht die Musik. Die Tieftonwiedergabe wird neben der Strombegrenzung in den Endstufenmodulen auch maßgeblich durch den Stromnachschub aus dem Netzteil bestimmt.
    Und hier schließt sich der Kreis zum Qualitätsunterschied: große Trafos+dicke Elkos = dicker Bass und hohe Dauerleistung!
    SMPS Netzteil = hohe Impulsleistung, guter Bass (wenn Audiokonzept entsprechen gut ist) - aber mäßige Dauerleistungswerte.

    Letztere Bewertung mit der Dauerleistung ist beim SMPS Netzteil nicht schön zu reden. Es gibt kaum ein SMPS was so hohe Stromwerte über längeren Zeitraum (>10 Sekunden und mehr) hergibt wie ein Trafonetzteil. Schon garnicht im 2RU (oder 1RU) Gehäuse moderner Endstufenkonzepte.
    In der Praxis bedeutet dies, dass nahezu alle Endstufen mit derartigem Schaltungsdesign sehr progressiv die interne Strombegrenzung zur Wirkung kommen lassen! Meist innerhalb von 3 Sekunden reduziert sich die anfänglich hohe Impulsleistung (zb 12dB Crest) auf höchstens 40% Restleistung, die diese Verstärker über längeren Zeitraum zur Verfügung stellen.

    Für HiFi Freunde, Festinstallationen und Anhänger imposanter Tieftonwummerei, sind daher Trafoendstufen nach wie vor eine gute Wahl. Trotz höherer Herstellungskosten fallen die erzielbaren Marktpreise deutlich niedriger aus - ein weiterer Vorteil für die Kunden.
    Die Nachteile wie hohes Gewicht, stabilere Racks usw. sind deutlich spürbar.
    Im Einzelfall kommt die letztliche Klangbeurteilung (sofern man überhaupt viel hört...
    :roll: ) neben der Gewichtsfrage in die Beurteilung zur Wahl einer Endstufe.

    Nochmal kurz was zur Messung an Trafo und SMPS Endstufen:
    Betrachten wir mal dieses Diagramm hier. Zu sehen ist die Klirrmessung einer Endstufe mit einem Ringkerntrafo. Deutlich erkennen wir im Spektrum die 50Hz Komponente durch Brummeinstreuung!

    Und hier eine Endstufe mit SMPS Netzteil, die überhaupt keine Brummkomponente aufweist:

  • tobias kammerer
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    • 25. Januar 2009 um 13:30
    • #16

    Hallo Leute,

    an Stefan: Schön ausführilich und alles richtig

    An willaudio: Ich glaube inzwischen wissen ja alle im Forum, was mit Digital, PWM, Schaltnetzteil... gemeint ist. Ich beziehe übrigens eh alle Geräte in diese Diskussion ein, also sowohl Schaltnetzteil als auch Digitalendstufen.

    Und zu Deiner Überzeugung, das Analog Dir besser gefällt. Aus den genannten Gründen von Stefan, ist es völlig normal, daß eine Analogendstufe mit halb soviel Leistung mit einer digitalen mithalten kann. Spricht ja aber auch nix dagegen, doppelt soviel Leistung im Digitalmodul zu kaufen. Man bekommt ja auch noch mehr, wenn man will. UND: Gerade Endstufen wie die alte Crest erzeugen relativ starke Effekte, die einem Kompressor nahekommen. Natürlich erzeugt ein Kompressor mehr Bass, da er die Durchschnittslautstärke erhöht, aber: leider hat das nichts mehr mit meinem Originalsignal zu tun. Das mag dem Techno-DJ oder dem Kamikazerocker noch gefallen, aber ab einem Kontrabassisten der Oberligajazzband kommt dann langsam die Frage des Musikers, ob Du den Sound gerade ernst meinst.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tim arens
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    • 25. Januar 2009 um 14:03
    • #17

    Wie ich lese, ist die PA-Technik eindeutig auf dem weg ins digitale zeitalter. Im Hifi-Bereich sind die allermeisten Konzepte mit Schaltnetzteil absolut verpöhnt. Da hilft auch nicht die schottische Edelschmiede, die vollaktiv mit digi-amps ihre riesenkisten antreibt. Es gibt viele Spinner in der High-End-Szene, aber auch so einige, die verdammt gut hören können. Und nicht umsonst stehen Röhrenamps immer noch hoch im Kurs. Ich sehe da einen kleinen Widerspruch in der PA-Szene:
    Frag mal einen Gitarristen (ich hab einen gefragt!), ob er lieber mit Transistoren (von Schaltnetzteil rede ich hier gar nicht) oder mit Röhren in seinem Gitarrenverstärker spielen und hören will. Er wird die Röhren vorziehen und ich gehe noch einen Schritt weiter: Er würde den analogen dem digitalen Amp vorziehen. Nur IHR, die Veranstalter und Verantwortlichen für die Beschallung, ihr schwenkt nach dem Gitarrenamp des Musikers um auf digital.
    Um nochmal auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: In der High-End-Szene ist Audioschaltung das eine (rein Class-A, Class AB usw.) aber die weitaus wichtigere Komponente ist nun mal "powersupply"! Deshalb gibts ja auch CD-Player und Vorverstärker mit riesigen Extra-Netzteilen, natürlich mit 2 Trafos drin usw. . PA-Leute würden sich totlachen über soviel Stromversorgung für Kleinstverbrauchergeräte, aber nur dann klingts ordentlich.
    Mal sehen, ob das genug Öl fürs Feuer war...

  • tobias kammerer
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    • 25. Januar 2009 um 14:18
    • #18

    Hallo Tim,

    die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen!. Pass auf, daß Du nicht ins esoterische abgleitest, denn sehr Vieles, was Hififetischisten erzählen, könnte auch von den Gebrüdern Grimm kommen, aber wie gesagt, vieles hat bei Digital auch klangliche Vorteile. Das geht schon zwischen Schallplatte und CD los, obwohl eine CD vom Audiostandard her Kilometer von heutigen PWM Endstufen entfernt ist.
    Die Röhre bevorzugt der Gitarrist übrigens wegen der erwünschten KLANGVERFÄRBUNG!!!!!!!!!!!!!!!! Das möchte ich in meiner Endstufe aber definitiv nicht.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tim arens
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    • 25. Januar 2009 um 14:41
    • #19

    Hallo Tobias,
    ja, da hast du recht, viel Spinnerei in der Hifi-Szene und vor allem: Sehr viel geld für vegleichsweise wenig Verstärkung. Ums genauer zu sagen: Was im PA-Bereich "amtlich" oder "Oberliga" ist, ist im Hifi-Bereich nicht mehr zu bezahlen. Deshalb höre ich mittlerweile mit PA-Verstärkern bei mir zu Hause und es klingt erstaunlich gut.
    Ich wollte nur mal sehen, obs im PA-Bereich auch Leute gibt, die sich sooo um den Klang Gedanken machen. Und dabei meinte ich eben nicht das Mischpult sondern eben die "reine" Verstärkung.

    Gruß
    Tim

  • audiobo
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    • 25. Januar 2009 um 14:53
    • #20
    Zitat von "Tim Arens"

    Frag mal einen Gitarristen (ich hab einen gefragt!), ob er lieber mit Transistoren (von Schaltnetzteil rede ich hier gar nicht) oder mit Röhren in seinem Gitarrenverstärker spielen und hören will. Er wird die Röhren vorziehen und ich gehe noch einen Schritt weiter: Er würde den analogen dem digitalen Amp vorziehen. Nur IHR, die Veranstalter und Verantwortlichen für die Beschallung, ihr schwenkt nach dem Gitarrenamp des Musikers um auf digital.

    Genau deshalb erfahren ja auch digitale Modelling-Verstärker seit Jahren so einen Verkaufsboom. Es gab schon vor 15 Jahren Transistorverstärker, die eine Röhrenverzerrung recht überzeugend abliefern konnten, bei etlichen Rockbands der härteren Schiene standen und stehen hinter der Bühne z.B. Sansamp-Transistorkisten für die SoundAbnahme während auf der Bühne die grosse Show mit 20 100W-Vollröhrenkisten betrieben wird. Es gibt diverse SignatureAmps auf Transistorbasis und es gibt dann noch die Gitarristen (z.B. Jazzer) die wegen der geringeren Klangverfälschung auf Transistor schwören.
    Der Grossteil der Gitarrenanfänger kauft sich erstmal nen fetten Röhren-Amp, weil das grosse Vorbild den gleichen hat und der natürlich auch viel besser klingt - dabei sind die Typen die ersten 5 Jahre überhaupt nicht in der Lage das Ding auch nur halbwegs vernünftig einzustellen. Und schon geht´s weiter mit dem Halbwissen und Hörensagen.

    Natürlich macht eine vernünftige Stromversorgung Sinn - ich sehe hier bei Endstufen allerdings auch das Problem in der Siebung. Wenn nur wenig Elkos als Zwischenspeicher vorhanden sind, muss der Trafo den Strom liefern, bzw. das Stromnetz - und das dauert zu lange, bzw. im Zweifelsfall geht die Stromversorgung einfach in die Knie.
    Am besten merkt man so etwas bei langen Stromzuleitungen, da kann bei starken Bassimpulsen an der Leistungsgrenze auch schon mal die Versorgungsspannung um 30V einbrechen - das hat aber nichts damit zu tun ob der Trafo jetzt auf 50Hz oder 50 000 Hz läuft - sondern mit fehlendem Puffer durch die kaum vorhandenen Siebelkos.

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