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DPVT

  • Tobias Zw.
  • 4. März 2009 um 21:58
  • skyper
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    • 20. Juni 2009 um 06:59
    • #41
    Zitat von "niggles"


    Den Ausführungen von Skyper kann ich in groben Zügen beipflichten. Allerdings bin ich der Meinung, daß man das nicht pauschalisieren kann.

    Dass wollte ich auch nicht - mir ging es eher darum klarzustellen, dass ich das von Falco angeführte Argument
    "nach wessen Zahlungsbedingungen" (Also im Zweifelsfall irgendwo unter "ferner liefen" im Kleingedruckten versteckt)
    für völlig unangebracht halte, selbst wenn im Kern der Sache technisch richtig.
    Zwischen Recht haben und auf seinem Recht bestehen waren mir eben einige Punkte eingefallen,
    mit denen man auf vielen Produktionen die auftraggebende Firma an die Wand stellen könnte,
    es aber im gegenseitigen Respekt und aus Rücksicht auf die Kollegen nicht tut...
    Das hinterlässt dann eben einen bitteren Beigeschmack, wenn man so augenscheinlich im Regen stehen gelassen wird,
    während an anderer Stelle da stolz die Fahne für die Branche in den Wind gehalten wird .

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

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    • 20. Juni 2009 um 11:15
    • #42
    Zitat von "dfunk"

    Doch eines stört mich doch gewaltig: Der Name des Herrn Geschäftsführers vom großen P aus HH im Beirat den DPVT.

    Herr Carlson ist nicht Geschäftsführer, sondern Vorstand, denn Procon ist keine GmbH, sondern eine AG. Und dass er im Beirat sitzt, stört mich auch sehr wenig.

    Was aber ein "Gschmäckle" hat, ist, dass er dort die Kundenseite vertritt, und der andere Vertreter dieser Seite rundet das Bild in gleicher Richtung ab. Nicht, dass dies formal nicht zulässig wäre: Die beiden buchen Freelancer, und mieten vielleicht ab und an etwas dry dazu.

    Aber mit der gleichen Argumentation könnte in einer Prüfstelle für Versicherungsunternehmen die Kundenseite von anderen Versicherern wahrgenommen werden, weil auch die sich ab und an rückversichern müssen, also Versicherungsverträge als Kunde abschließen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • dfunk
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    • 20. Juni 2009 um 11:56
    • #43

    Naja, das ist so zwar richtig, aber er ist auch der Geschäftsführer der PROCON Event Engineering GmbH, und an die werden im allgemeinen auch die Rechnungen geschrieben.

    So gerne ich mir einen Weg der Zertifizierung für unsere Branche wünsche. Das ist im Moment der falsche Weg. Ein solcher Riese, der sich sich grundsätzlich nicht an allgemeine kaufmännische Regeln hält und auch keine wirkliche "Mietpreiskalkulation" haben kann, das sagen Erfahrungen im Moment, eine solche Firma hat Einfluss auf den neu geschaffenen Standard...

    Gruß Detlev Funk

  • mringhoff
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    • 20. Juni 2009 um 19:49
    • #44

    Dass der DPVT nicht eine unabhängige Prüfstelle ist oder sein wird, sondern ein Marketingtool aus der Ecke des VPLT mitsamt seinen dotierten Vertretern sollte doch inzwischen klar geworden sein... Oder doch nicht?

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • fred jung
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    • 20. Juni 2009 um 21:52
    • #45

    Was eigentlich fehlt, ist ein Verband für Fair-anstaltungstechnik, wer macht mit bei der Gründung? :D

    Glaube nichts, traue niemanden, mach alles selbst. Dann wird es gut.

    FRED-eventworks

  • ADMIN
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    • 20. Juni 2009 um 21:56
    • #46

    Stop. Bitte nicht alles gleich verurteilen, nur weil es vom VPLT kommt.

    Gegen sachlich begründete Kritik habe ich ja nichts einzuwenden, ich nehme da ja auch selten ein Blatt vor den Mund. Aber den Beteiligten da egoistische Motive unterstellen, so lange diese nicht erwiesen sind, halte ich für unfair. (Und jetzt bitte auch keine Diskussionen, ob denn die Alternativen denn schmeichelhafter wären!)

    Fakt ist doch:

    1.) Die Branche braucht eine solche Zertifizierung.

    2.) Realistischerweise kommen dafür nur eine VPLT-Tochter oder der TÜV in Frage.

    3.) Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

    Wenn die Jungs von der DPVT klug sind, dann suchen sie den Dialog mit der Branche, hören gut zu, überarbeiten dann noch mal ihren SR 6.0 (und ihre Webseite), und warum sollte das dann nicht erfolgreich sein?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • fred jung
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    • 20. Juni 2009 um 22:19
    • #47
    Zitat von "fred jung"

    Wenn die Jungs von der DPVT klug sind, dann suchen sie den Dialog mit der Branche, hören gut zu, überarbeiten dann noch mal ihren SR 6.0 (und ihre Webseite), und warum sollte das dann nicht erfolgreich sein??

    ...zum Beispiel deshalb, weil die Veranstaltungsbranche bereits jetzt genug Richtlinien, Normen und Vorschriften hat, die nur dann interessieren, wenn der Kunde auch den Preis dafür zahlt. Das tut er aber meist nicht, sondern holt sich gerne günstigere Angebote ein (freie Marktwirtschaft :) ). Warum soll daran ein Siegel oder Prüfzeichen etwas ändern? Dann wird eben argumentiert, daß ja auch Mitbewerber b) das Siegel hat, aber weitaus günstiger anbietet, und alles bleibt beim alten. Nur daß alle Unternehmen noch einen weiteren zusätzlichen Kostenblock am Bein haben.

    Bei Kostendruck wird improvisiert - Ob beim Garagenheini oder Procon ALLE kochen mit Wasser und es kann mir keiner erzählen, daß es in der Veranstaltungsbranche anders laufen wird als im Industriebereich oder in der Medizin, wo die dicken Ordner mit den Organigrammen erst wieder zur anstehenden Nachzertifizierung hervorgeholt werden...

    Glaube nichts, traue niemanden, mach alles selbst. Dann wird es gut.

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  • falcocgn
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    • 21. Juni 2009 um 12:00
    • #48

    Hallo Fred,

    wenn ich nach den Informationen auf Eurer Website gehe, seid ihr Ordentliches Mitglied beim VPLT. Das Projekt Wollsiegel, bzw das Ergebnis DPVT wird im Verband seit Jahren diskutiert, vorbereitet und die Schritte auf den üblichen Wegen kommuniziert. So wie ihr euch darstellt und nach außen wirkt, solltet ihr am allerwenigsten Probleme haben, eine Zertifizierung zu erreichen. Vieles was abgefragt wird, scheint ihr schon implementiert zu haben.

    Nach QM-Standards (egal welche) zertifizierte Firmen, die nur zum Wiederholungsaudit ihre "Dicken Ordner mit den Unterlagen" herausholen, haben ein Grundprinzip des QM nicht verstanden: den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Außerdem existiert dann in derjenigen Firma sowieso ein Problem auf der obersten Führungsebene, denn QM muss von der Leitung gewollt, gelebt und von allen Mitarbeitern unterstützt werden. In der Firma mit den dicken Ordern hat dann auch schon der Zertifizierer versagt. Ich habe aktuell eine VT-nahe Security-Firma bei der Zertifizierung nach der DIN 77200 aktiv beraten und deren QM-Handbuch erstellt. Mit allen Ablaufdiagrammen, Formularen und Beschreibungen sind das ca. 60 Seiten.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • fred jung
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    • 21. Juni 2009 um 13:06
    • #49

    Hallo Falco,

    ich habe ja auch garkeine Bedenken, daß wir Probleme mit eine Zertifizierung hätten, aber genau wie eine Mitgliedschaft als ordentliches Mitglied beim VPLT (Anmerkung; Mit der Umfirmierung zur GmbH wird man automatisch ordentliches Mitglied, was den Beitrag nicht unerheblich erhöht, oder man kann austreten) heißt eine Zertifizierung erstmal: Kosten.

    Gerade wenn man (wie unsere Firma) schon seit über 15 Jahren am Markt ist, und an seine Arbeit einen gewissen Anspruch stellt, entwickelt man im Laufe der Jahre automatisch bestimmte Abläufe und Regeln, und optimiert diese auch im Laufe der Zeit.

    Wenn man nun für ein Prüfsiegel eine nicht unerbehbliche Investition (zumindest ist sie das für einen Betrieb unserer Größe...) tätigen soll, so erhebt sich doch automatisch die Frage; Rechnet sich diese Investition? (lustigerweise ist ja sicher auch die Kosten/Nutzen Frage Teil des QM -> Betriebwirtschaftliche Grundlagen). Es muss also zunächst einmal den Betrieben "schmackhaft" gemacht werden, warum sie eine solche Investition tätigen sollen, ein Großteil der Firmen zahlt das sicher nicht aus der Portokasse wie S&F oder Procon...)

    Ich war auf der PLS am Stand der DPVT, und muss sagen, das Argument "Auch zahlreiche Kunden aus der Industrie haben bekundet, daß sie Firmen mit Prüfsiegel bei der Auftragsvergabe bevorzugt berücksichtigen" ist mir ein bißchen zu vage. Hier wird doch das Pferd von hinten aufgesattelt; Wir bringen erstmal ein Prüfsiegel heraus, und schauen dann, ob´s was bringt... Alleine die Tatsache, daß vielleicht ein paar potente Industriekunden in ihren Ausschreibung das DPVT-Siegel zur Pflicht machen, rechtfertigt noch keine Notwendigkeit. Und auch das Argument, daß man durch die Qualifizierung seinen Betrieb strukturiert und optimiert klingt wie aus einem Werbetext einer Unternehmensberatung...
    (Eine solche hatten wir übrigens auch schon mal vor Jahren im Haus; Das Ende vom Lied war, daß zigtausend D-Mark für die bahnbrechende Erkenntnis draufgingen "Um mehr Geld übrig zu haben, müßt Ihr entweder die Ausgaben senken oder den Gewinn erhöhen" - Danke dafür, das hätten wir vorher nie gedacht...!)

    Hier mal die Frage in die Runde:
    - Was glaubt Ihr, bringt so ein Siegel dem Großteil der Veranstaltungsbetriebe?
    und an Tobias:
    - Mich würde Deine Begründung interessieren, warum die VT-Branche so ein Siegel braucht

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  • Volker Holtmeyer
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    • 5. Oktober 2009 um 10:48
    • #50
    Zitat von "stagereport.de"

    Zertifikat nach Standard SR 6.0 an Procon vergeben

    Mit der Hamburger Procon Event Engineering GmbH konnte die Deutsche Prüfstelle für Veranstaltungstechnik (DPVT) bereits das dritte Unternehmen nach dem neu geschaffenen Branchenstandard SR 6.0 (ivgw SQ O3) zertifizieren. In einem mehrmonatigen Prüfungsverfahren hat das Unternehmen nachgewiesen, dass seine Dienstleistungen den branchenspezifischen Anforderungen des Standards entsprechen. Zertifizierungen durch die DPVT sind seit April dieses Jahres möglich.

    ...

    Aktuell befinden sich noch vier weitere Unternehmen im Zertifizierungsprozess. Für die kommenden 18 Monate rechnet die DPVT mit 25 bis 30 weiteren Unternehmen, die ihre Leistungen prüfen lassen.

    Info: http://www.dpvt.org

    2009-09-30

    Alles anzeigen


    http://www.stagereport.de/front_content.php?idart=2704

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Tobias Zw.
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    • 5. Oktober 2009 um 13:00
    • #51
    Zitat von "fred jung"

    und an Tobias:
    - Mich würde Deine Begründung interessieren, warum die VT-Branche so ein Siegel braucht

    Hö? :shock: Wann habe ich das behauptet? Das war in unseres [ADMIN]s Beitrag...

    Aber schön zu sehen: Der größte Vertreter der "Kundenseite" (pfrz...) ist auch direkt mit unter den ersten Zertifizierten.

    Ein bißchen wie bei "Little Britain": "I'll do it... long as I get to write the theme tune, sing the theme tune..."

    :D

    MfG TZw

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • rockline
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    • 5. Oktober 2009 um 13:22
    • #52

    Bevor der Wasserkopf noch weiter aufgebläht wird (und unnötig teurer wird) stelle ich erst mal die Grundsatzfragen:

    a) wer darf überhaupt eine Unterverteilung in Betrieb nehmen?
    b) wer ist berechtigt über die elektrische Sicherheit seiner Geräte zu urteilen?
    c) ab wieviel Besucher muss der Veranstalter, bzw. dessen zugemietete Firma einen Verantwortlichen stellen. Welche Qualifikation braucht der Verantwortliche?

    Es ist doch nach wie vor so, dass jeder Depp eine Veranstaltung durchführen kann und darf. Sofern es überhaupt irgendwelche Vorschriften und vor allem durchsetzungesfähige Maßnahmen gibt - warum schaut denn noch nicht einmal jemand auf die Qualifizierung der Ausbildung?
    Wer ist denn überhaupt berechtigt elektrische Geräte auf öffentlichen Veranstaltungen in Betrieb zu nehmen? Und wer ist zb. berechtig geflogene Dinge zu hängen?
    Fragen über Fragen - doch keine Antwort.
    Ich kenne sehr viele Firmen, deren Inhaber noch nicht einmal den einfachen Beruf des Veranstaltungstechnikers inne haben, geschweige denn Elektriker oder gar Meister zu sein. Es gibt in diesen Fällen auch keine entsprechenden Angestellten.
    Warum dürfen die überhaupt öffentlich auftreten?

    Bevor man sich mit sinnlosen Gütesigeln schmückt sollte doch erst mal das 1 x 1 der Berufswahl stimmen. Ohne passende Ausbildung würde ich von Amts Stelle nicht mal einen Gewerbeschein zur Gründung einer Veranstaltungsfirma ausstellen!

  • mringhoff
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    • 5. Oktober 2009 um 14:05
    • #53
    Zitat von "ADMIN"


    Fakt ist doch:
    1.) Die Branche braucht eine solche Zertifizierung.


    (hab ich irgendwie überlesen, aber stelle die gleiche Frage wie fred jung:) warum?

    Meiner Meinung nach braucht die Branche fachliche Qualität bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten und zwar bis hinunter in die Nebenerwerbsszene.
    Das schafft kein teures Zertifikat, sondern nur ein gesetzlicher Zwang. Deregulierung in allen Ehren, aber wenn man immer nur "sollte" aber nicht "muss" - dann wird es viele Anbieter geben, die aus Budgetgründen eben viele Dinge missachten.

    Dieser gesetzliche Zwang sollte NICHT nach Scheinen, Zertifikaten, Titeln etc. fragen, sondern die Arbeitsausführung im Mittelpunkt haben.

    In der Praxis heißt das, daß es Kontrollen von speziellen Behörden gibt, die unangemeldet auf Veranstaltungen erscheinen und den technischen Aufbau (und weitere Dinge aus der Versammlungsstättenverordnung etc.) überprüft. Diese Kontrolleure müssen auch die Autorität haben, Veranstaltung schliessen zu lassen, wenn es zu groben Gefährdungen kommt. Bei größeren Veranstaltungen sollte es - ähnlich beim Zeltbau - zu entsprechenden Abnahmen der Technik kommen.

    Nur wenn so ein Druck auf den Veranstalter gemacht wird, daß alles ordnungsgemäß ausgeführt wird, wird dieser sich dreimal überlegen, wen er als Dienstleister engagiert.
    Und die Dienstleister werden sich schnell bemühen, entsprechendes Fachwissen anzueignen oder einzukaufen.

    Zertifikate werden keine höhere Qualität in die breite Branche bringen, höchstens bei den oberen 10%, die aber heute sowieso schon überwiegend ordentlich arbeiten (im Vergleich zu vielen anderen).

    Aber Regelungen ohne Kontrollen bei der Durchführung bewirken in der Masse soviel, als wenn es im Öffentlichen Nahverkehr keine Fahrkartenkontrolle mehr geben würde....

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  • gert
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    • 5. Oktober 2009 um 14:16
    • #54

    Braucht kein Mensch, interessiert keine *** und ist nur zum Geldverdienen da. Das einzige was Agenturen fuer Industriejobs interessiert ist das es moeglichst billig ist und nicht nervt. So das sie Ihren Kunden bis zum Anschlag in den Allerwertesten kriechen koennen.
    Bei Touren in der Musikbranche arbeiten in der Regel Leute die wissen was sie brauchen. Oder anders gesagt. Wenn Deine Boxen die falsche Farbe haben kannst Du soviele Siegel haben wie Du willst, den Job kriegst Du trotzdem nicht.
    Und die die es nicht wissen, haben auch keine Ahnung das es solch ein Siegel gibt und wissen daher nicht wonach sie suchen.
    Also wirklich kompletter nutzloser Bloedsinn! So jetzt haut drauf.

    Practice, Practice, Practice

  • tufkaklto
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    • 5. Oktober 2009 um 19:40
    • #55

    Nun , wir hatten 2 Tote in Deutschland innerhalb weniger tage.

    Meine Frage ist:
    Wie kann man mit einer Zertifizierung die Branche sicherer machen, sodaß sowas nicht mehr passiert??

    Und:

    Wäre sowas mit einer Zertifizierung zu verhindern gewesen????

    Weiter:
    Wie wären solche Unfälle überhaupt zu verhindern gewesen????

    Meine Meinung dazu:
    ( ich hab jetzt keine Ahnung, was beim 2. Unfall genau passiert ist, aber ich gehe mal davon aus, das man nicht abstürtzt, wenn man gesichert ist )
    Wenn man sich an bestehende regeln hält und diese auch verwendet, dann kan man Gefahren auf ein absolut erträgliches Minimum reduzieren.
    Ganz weg wird man Gefahren und Unglücke nie bekommen.
    Das ist vom Aufwand her unmöglich.

    Es bleibt immer noch der Gefahrenpunkt Mensch!!!!!

    Was mich aber stutzig macht:
    Ich hab in einem anderem Tread mal geschrieben, das selbst ein Prüfer, der in einer anerkannten (!!!) Meisterschule prüft und auch eine eigene Firma hat, sich auch nicht um gesetzliche Vorschriften kümmert, was Arbeitszeit ( speziell bei Azubis ) angeht und auch Rigger noch totmüde ins Dach schickt usw.

    ich hätte mir gedacht, das müßte normal ja einen Aufschrei geben, zumindest auch von Verantwortlichen, die zum Teil ja mitlesen ( das weiß ich )
    Aber es interessiert niemand.
    Und genau da fängt das Problem an.

    Ich denke, man sollte einfach mal hergehen und die bestehenden Regeln, Normen und Gesetze deutlichst besser kontrollieren.
    Was nützen uns Unmengen an Regeln und Zertifizierungen, wenn sie niemand kontrolliert???????

    Wenn man da wirklich mal radikal durchgreift, dann hat man die schwarzen Schafe mal schnell aussortiert bzw zumindest ganz gut unter Kontrolle.
    Und als Nebeneffekt können dann einige Verleiher nicht mehr um den Preis der Sicherheit billig anbieten.
    Damit wäre ein Wettbewerbsvorteil, den man sich mit Gefährdung erkauft, nicht mehr so gegeben.

    Das wären für mich viel sinnvollere Ansatzpunkte.

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    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • david kammerer
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    • 5. Oktober 2009 um 19:59
    • #56

    So Leute und jetzt kommts!

    Ich stimme hier klaustons Meinung voll zu! (das wir zwei das noch erleben dürfen :D ) Bestehende Regeln sollten konsequenter umgesetzt (kontrolliert) werden, als mit immer noch strengeren Regeln diejenigen zu knebeln, die sich daran halten. Was hilft es daß man Scheinwerfer in Zukunft mit 15mm Drahtseilen sichern muß (stark übertrieben und von mir frei erfunden!), solange es "Kollegen" gibt, die das mit Kabelbindern machen :?::?::?:

    Zum Thema Zertifizierung: Vor einiger Zeti war es in der Industrie recht in sich nach DIN ISO 9000irgendwas zertifizieren zu lassen. Was sagt dieses Zertifikat über die Qualität der Produkte aus? NICHTS, außer daß sie immer nach den gleichen Verfahren, für jeden nachvollziehbar hergestellt werden. Mit anderen Worten: Du kannst Sch...e produzieren und mußt nur sicherstellen das immer auf die gleiche Weise zu tun! Dafür brauch ich keine Zertifikate!

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • fred jung
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    • 5. Oktober 2009 um 20:43
    • #57
    Zitat von "klauston"

    ich hätte mir gedacht, das müßte normal ja einen Aufschrei geben, zumindest auch von Verantwortlichen, die zum Teil ja mitlesen ( das weiß ich )
    Aber es interessiert niemand.
    Und genau da fängt das Problem an..


    ...was mit einem passiert, wenn mal sich dann wirklich mal "erbost", auf Gefahren und Unzulänglichkeiten hinzuweisen und die (vermeintlich?) bestehenden Gesetze hinzuzitiert, können Interessierte gerne in einem anderen Thread nachlesen... (siehe Stichwort "Bühnendächer")

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  • rockline
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    • 5. Oktober 2009 um 20:43
    • #58

    Ich möchte doch nochmal grundsätzlich nach bisher geltendem recht wissen:

    Wer darf überhaupt elektrische Geräte bei öffentlichen Veranstaltungen in Betrieb nehmen?

    Darf ein gelernter Bäcker eine Firma für Veranstaltungstechnik eröffnen (ja das darf er), und dann entsprechende Aufbauten in der Öffentlichkeit in Betrieb nehmen?

    Wie sieht es mit der Haftung aus? Übernimmt ein Haftpflichtversicherer im Schadensfall bei nachweislich nicht vorhandenem Berufsabschluss des "Verantwortlichen" überhaupt den Versicherungsschutz?
    Bevor man sich an irgendwelche Gütesiegel heranmacht, sollten doch erst mal diese einfachen Dinge zu klären sein.

  • fred jung
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    • 5. Oktober 2009 um 20:52
    • #59

    ...nochmal genauer; Stichwort "Traversenkonstruktion mit Trapezblechdach"

    Bei dieser Diskussion zeigt sich meiner Meinung nach recht genau, worum es in der Branche (leider) wirklich geht; Darum wie man Kunden am besten veräppeln kann, ohne dabei selbst zu merken, daß man sich den Ast absägt, auf dem man sitzt...

    Und daran ändert kein Prüfsiegel was - hier hilft nur Intelligenz... keine Bauernschläue... :)

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    • 5. Oktober 2009 um 21:49
    • #60
    Zitat von "mringhoff"


    (hab ich irgendwie überlesen, aber stelle die gleiche Frage wie fred jung:) warum?

    Zur Klarstellung: Mit "einer solchen" meine ich nicht eine Zertifizierung in exakt der Art, wie sie die DPVT jetzt durchführt.

    Im Moment hat ja ein Veranstalter, der ja (ggf. neben dem baurechtlichen Betreiber) erst mal in der Verkehrssicherungspflicht ist, kaum eine Chance, die Qualität seiner Erfüllungsgehilfen zu beurteilen. Wenn immer wieder moniert wird, dass die Veranstalter und die Agenturen immer nur auf den Preis schauen: Worauf sollen sie denn sonst schauen, der Preis ist doch in der Regel das Einzige, was sie noch verstehen.

    Woher soll ein Auftraggeber wissen, ob denn nun Firma A, B oder C sicherer arbeitet? Das ist etwa so, als ob Ihr beurteilen sollt, ob Klinik A, B oder C bessere Qualität liefert. (Nun, bei Kliniken kann man sich zumindest den Qualitätsbericht runterladen - aber liege ich so verkehrt mit meiner Ansicht, dass vielleicht ein Dutzend Forumsmitglieder überhaupt wissen, worauf sie da achten müssen?)

    Kurz: Der Veranstalter muss für etwas den Kopf hinhalten, was er selbst nicht beurteilen kann. Woran soll er sich orientieren? Da bin ich der Ansicht, dass eine unabhängige Qualitätszertifizierung sehr helfen könnte.

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