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Cardoid-Subs mit frequenzabhängiger Laufzeitkorrektur

  • simonstpauli
  • 9. Juni 2009 um 18:28
  • simonstpauli
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    • 9. Juni 2009 um 18:28
    • #1

    Hat schon mal jemand probiert, ein CSA (oder Delta Array) mit einer frequenzabhängigen Laufzeitkorrektur zu realisieren?

    Bei der "normalen" Arbeitsweise, den rückwärtigen Sub nur zu verzögern, ist das Konzept ja leider nur innerhalb eines schmalen Frequenzbandes effektiv.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • test
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    • 9. Juni 2009 um 18:44
    • #2

    in der frequenzabhägigen korrektur liegt ja das problem. da es, soweit mir bekannt, noch keinen controler gibt, der das kann, wohl keiner.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • simonstpauli
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    • 9. Juni 2009 um 18:52
    • #3
    Zitat von "test"

    in der frequenzabhägigen korrektur liegt ja das problem. da es, soweit mir bekannt, noch keinen controler gibt, der das kann, wohl keiner.


    Dann wird es aber mal Zeit, ist doch nur ein "billiger" Allpass... Bin leider kein Programmierer und kenne mich in Mathematica nicht aus, aber 2x Hilbert sollten reichen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • bemi
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    • 9. Juni 2009 um 20:21
    • #4

    Nexo RS15 kann das - genauer gesagt der Controller: NX242

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • AlphaC
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    • 9. Juni 2009 um 21:57
    • #5

    Ich habe genau aus solchen Überlegungen heraus bereits an verschiedenen Lösungsansätzen Versuche durchgeführt. Und zwar habe ich sowohl mit Allpässen als auch mit verschiedenen Filtertypen mit verschiedenen Charakteristika und Flankensteilheiten (welche ja alle auch ein jeweils verschiedenes Zeitverhalten aufweisen) herumexperimentiert. Leider bisher nur mit mäßigem Erfolg. Zwar konnte ich eine gewisse "Richtwirkung" erzeugen - allerdings hauptsächlich durch "gezielte Vernichtung" von Schall abseits der Hauptstrahlrichtung.

    Der theoretische Vorteil läge tatsächlich darin, dass die Bandbreite des "gerichteten" Schalls etwas vergrößert würde - allerdings ist das in der Praxis auch nur begrenzt möglich (bedingt durch die rein physischen Abmessungen realistischer Lautsprechergehäuse bzw. -stacks).

    Meine bisherigen Lösungen hatten leider allesamt den Nachteil, dass der Sound hörbar und spürbar "matschiger" und "indifferenzierter" war. Kein klarer "Punch" mehr vorhanden... Rein vom Frequenzgang und der Directivity her zwar okay - allerdings war das Impulsverhalten der Aufbauten völlig im Eimer.

    Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, wenn Schallenergie gezielt "vernichtet" wird - wie z.B. beim CSA. Da wird Truckspace und Amppower "verballert" und am Ende wird sogar ein Teil des Nutzschalls ausgelöscht (kann man den entsprechenden Datenblättern entnehmen, woraus eindeutig hervorgeht, dass ein "Cardioid"-System weniger Wirkungsgrad hat, als ein gleichgroßes "herkömmliches" Stack).

    Daher verwende ich selbst wo immer möglich ein "simples" Endfire-Array. Zwei Stacks hintereinander in ca. 1 - 1,2m Abstand (Abstand der Vorderkanten der Gehäuse!!), das vordere um die Laufzeit verzögert (entsprechend 1 - 1,2m). Der rückwärtige Schall wird zwar nicht genauso stark gedämpft, wie mit einem "echten" cardioid - allerdings tragen beide Stacks effektiv zum Nutzschall bei und der Sound bleibt schön trocken und präzise.

    Die Rückwärtsdämpfung beträgt im wichtigen Bereich zwischen 50 und 100Hz bis zu 20dB - mir persönlich reicht das und hilft oft schon sehr dabei raumakustische Probleme zu bekämpfen (Ich verwende derartige Setups auch schon gern in 400-600 Pax Locations). Nicht vergessen sollte man schließlich dabei, dass die Richtwirkung dreidimensional ist! Also nicht nur in der horizontalen Ebene dondern auch in der Vertikalen vorhanden ist. Nicht selten ist es sehr hilfreich, wenn weniger Schall an die Decke einer Halle geschossen wird - und von dort aus natürlich auch zeitverögert wieder reflektiert herunterkommmt... Stichwort: Direktschall-zu-Diffusschall-Verhältnis...

    Die Stacks sollten dabei nicht allzu groß sein, so dass der Schall vom rückwärtigen Stack noch ums vordere "drum herum" kommt - sprich nicht breiter ODER höher, als 1,2m...

    Grüße,
    Alex

  • simonstpauli
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    • 9. Juni 2009 um 22:53
    • #6

    End fired ist einfacher zu kontrollieren, keine Frage. Die Ergebnisse sind auch nach meiner Erfahrung am besten simulierbar.
    Leider habe ich mittig selten den Platz dafür.

    Deshalb ja die Frage nach Phasen- bzw. Laufzeitkorrektur für CS/Delta/Back2back-Array.

    Mir geht es hier aber tatsächlich speziell um das Processing.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • unknown_artist
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    • 10. Juni 2009 um 00:01
    • #7

    Wie von Alpha C schon gesagt, der Ansatz wäre Allpass-Filter zu verwenden. Wie die Sache bei einer Niere funktionieren sollte dürfte ja klar sein. Frequenzgänge auf der Rückseite des Stacks angleichen über Filter. Maximale Rückwärtsdämpfung für obere Knickfrequenz einmessen. Allpass auf tiefere Frequenz setzen und damit die Rückwärtsdämpfung im darunter liegenden Band optimieren.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Online
    david ludz
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    • 10. Juni 2009 um 08:38
    • #8

    Hallo,

    der CD 44 von Kling & Freitag bietet dem Anwender in jedem Eingang 4 Parametrische Filterblöcke, die alle samt ebenso in Allpass 1. und 2. Ordnung geschaltet werden können.
    Zu dem Ansatz einen Cardioid mit Allpässen zu realisieren kann ich nur sagen, es funktioniert ausgezeichnet. ;)

    David Ludz

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2009 um 10:18
    • #9
    Zitat von "david ludz"

    Hallo,

    der CD 44 von Kling & Freitag bietet dem Anwender in jedem Eingang 4 Parametrische Filterblöcke, die alle samt ebenso in Allpass 1. und 2. Ordnung geschaltet werden können.
    Zu dem Ansatz einen Cardioid mit Allpässen zu realisieren kann ich nur sagen, es funktioniert ausgezeichnet. ;)

    David Ludz


    Dann kann ich davon ausgehen, daß der CD24 das auch kann? Das wäre klasse. Seit der Editor-Software macht dessen Bedienung nämlich auch Spaß.
    Wenn die Filter nur im Eingang sitzen verbrate ich dabei allerdings einen ganzen Controller - sei's drum, was tut man nicht alles für die Kunst...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • thomas mundorf
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    • 10. Juni 2009 um 11:35
    • #10

    Warum eine im Grunde sehr simple Sache unnötig verkomplizieren?

    Wenn man cardioide Subarrays bauen möchte muss man sich zunächst einmal überlegen, ob man eine "perfekte Auslöschung" nach hinten erreichen möchte (ich kenn mich mit d&b nicht so gut aus, aber ich glaube, das ist es was man dort als CSA bezeichnet), oder ob eine "perfekte Addition" nach vorne wichtiger ist. In diesem Fall würde man ein endfired Array bauen. Für beides braucht man keinerlei frequenzabhängige Laufzeitkorrektur, weil das würde uns keinen Schritt weiter bringen.

    Die "perfekte Auslöschung" entsteht, indem man hinter dem Array ein Timealignment der Lautsprecher vornimmt, und danach eine Lautsprecher - in der Regel den hinteren - in der Polarität umdreht. Die Auslöschung ist somit nicht frequenzabhängig. Das bedingt natürlich, dass vor dem Array die hinteren Lautsprecher einen anderen Phasengang zeigen als die vorderen, d.h. der Phasen- und damit auch der Amplitudenfrequenzgang nach vorne wird unruhiger und man verliert etwa 2 bis 3 dB, verglichen mit einem konventionellen Stack.

    Beim endfired Array sind alle Lautsprecher nach vorne timealigned, so dass hier nach vorne eine perfekte Addition stattfindet. Dafür ist hier die Auslöschung nach hinten abhängig vom Abstand der Lautsprecher zueinander und der Gesamtlänge des Arrays. Endfired Arrays, die aus nur zwei Lautsprechern hintereinander bestehen, können folglich nur bei genau einer Frequenz (und ungradzahligen Vielfachen dieser Frequenz, was aber im Bereich von Subwoofern idR auf Grund des schmalen Frequenzbandes nicht passiert) funktionieren.

    Natürlich könnte man jetzt theoretisch mit Hilfe von Allpassfiltern ein endfired Array so verbiegen, dass es nach hinten "perfekt auslöscht", aber dann hätten wir zwangsläufig nach vorne keine perfekte Addition mehr, d.h. wir könten auch gleich ein CSA (man möge mir verzeihen wenn das hier der falsche Begriff ist) bauen und lassen den Quatsch mit dem Allpass weg.

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2009 um 11:58
    • #11
    Zitat von "thomas mundorf"

    Warum eine im Grunde sehr simple Sache unnötig verkomplizieren?

    Wenn man cardioide Subarrays bauen möchte muss man sich zunächst einmal überlegen, ob man eine "perfekte Auslöschung" nach hinten erreichen möchte (ich kenn mich mit d&b nicht so gut aus, aber ich glaube, das ist es was man dort als CSA bezeichnet), oder ob eine "perfekte Addition" nach vorne wichtiger ist. In diesem Fall würde man ein endfired Array bauen. Für beides braucht man keinerlei frequenzabhängige Laufzeitkorrektur, weil das würde uns keinen Schritt weiter bringen.


    CSA ist etwas irreführend in meinen Augen. Namentlich heist es ja "cardoid subwoofer array", bezeichnet im Speziellen die Bauart "einen oder mehrere Subs im Stack umgedreht".
    Ich verkompliziere möglicherweise wirklich, habe nur selten Platz für end fired und möchte mit anderen Aufstellungsarten ähnlich saubere Ergebnisse on-axis erreichen.

    Zitat

    Die "perfekte Auslöschung" entsteht, indem man hinter dem Array ein Timealignment der Lautsprecher vornimmt, und danach eine Lautsprecher - in der Regel den hinteren - in der Polarität umdreht. Die Auslöschung ist somit nicht frequenzabhängig. Das bedingt natürlich, dass vor dem Array die hinteren Lautsprecher einen anderen Phasengang zeigen als die vorderen, d.h. der Phasen- und damit auch der Amplitudenfrequenzgang nach vorne wird unruhiger und man verliert etwa 2 bis 3 dB, verglichen mit einem konventionellen Stack.


    ...und genau dabei sitze ich zwischen 2 Stühlen, ich möchte der "perfekten Auslöschung" hinten nicht das Nutzsignal vorne zu sehr opfern.
    Bei meinem letzten back to back - Versuch habe ich dann am Ende die Rearsubs tiefer ausgekoppelt als die Frontsubs. Das brachte etwas Linderung aber schön war es trotzdem nicht. (Das auf einer Baustelle, bei der die Rückwärtsdämpfung völlig egal ist aber beobachtet werden kann - ideale Spielwiese, im wahren Wortsinn)

    Zitat

    Beim endfired Array sind alle Lautsprecher nach vorne timealigned, so dass hier nach vorne eine perfekte Addition stattfindet. Dafür ist hier die Auslöschung nach hinten abhängig vom Abstand der Lautsprecher zueinander und der Gesamtlänge des Arrays. Endfired Arrays, die aus nur zwei Lautsprechern hintereinander bestehen, können folglich nur bei genau einer Frequenz (und ungradzahligen Vielfachen dieser Frequenz, was aber im Bereich von Subwoofern idR auf Grund des schmalen Frequenzbandes nicht passiert) funktionieren.

    Natürlich könnte man jetzt theoretisch mit Hilfe von Allpassfiltern ein endfired Array so verbiegen, dass es nach hinten "perfekt auslöscht", aber dann hätten wir zwangsläufig nach vorne keine perfekte Addition mehr, d.h. wir könten auch gleich ein CSA (man möge mir verzeihen wenn das hier der falsche Begriff ist) bauen und lassen den Quatsch mit dem Allpass weg.


    So wie ich es verstanden habe: Beim end fired array bestimmt man seine Rück- und Seitwärtsdämpfung (also die Directivity allgemein) mit der Länge des Arrays. Nach vorne soll es ja gerade "perfekt" ankoppeln, also sich on-axis komplett addieren. Da braucht es keinen Allpass sondern Platz.

    End fired: Laufzeitkorrektur on axis, Rückwärtsdämpfung durch Aufstellparameter.
    Das Schöne dabei: EFA sind on axis immer gut vorhersagbar.
    CSA, Back2Back, Delta: Laufzeitkorrektur 180 Grad off axis, "perfekte" Rückwärtsdämpfung, on axis Kompromisse?

    Was folgt eigentlich aus der Tatsache, daß die Addition beim CSA selbst bei der idealen Frequenz eine Wellenlänge später erfolgt? Das Impulsverhalten dürfte in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • pke
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    • 10. Juni 2009 um 12:37
    • #12

    es gibt auch eine Mischform aus CSA und Endfired, indem man bei einer CSA Aufstellung die vorderseitigen Speaker per Delay zuerst akustisch hinter die rückwärtig abstrahlenden setzt. Der rückwertige Speaker wird dann mit Allpässen (2. Ordnung braucht man aber schon) und EQs bearbeitet.
    Man gewinnt so die Möglichkeit, die Gewichtung zwischen Abstrahlpattern und OnAxis- Impulsverhalten (= Wirkungsgrad!) mehr oder weniger frei festzulegen.

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    david ludz
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    • 11. Juni 2009 um 00:33
    • #13
    Zitat von "simonstpauli"


    Dann kann ich davon ausgehen, daß der CD24 das auch kann? Das wäre klasse. Seit der Editor-Software macht dessen Bedienung nämlich auch Spaß.
    Wenn die Filter nur im Eingang sitzen verbrate ich dabei allerdings einen ganzen Controller - sei's drum, was tut man nicht alles für die Kunst...

    Der CD 24 kann das natürlich auch. Eine weitere Möglichkeit ist es sich mal bei dem Hersteller selbst zu melden und nach dem Tech. Support zu fragen, der hat inzwischen auch C und HC LS Blöcke für SW 215 E. ;)

  • AlphaC
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    • 11. Juni 2009 um 16:49
    • #14

    simonstpauli: Wozu brauchst Du "mittig" Platz...? Nicht immer so "eindimensional" denken! Man kann auch den kompletten Bass von einer Seite fahren (wenn die Location nicht megagroß ist)! Stellst Du einfach die zwei Stacks, von denen du sonst je eins rechts und links der Bühne hinstellen würdest, beide auf eine Seite - nur halt hintereinander. Natürlich schön eindrehen, damit die "Richtkeule" in die Mitte der Publikumsfläche "zielt" und fertig ists!

  • tufkaklto
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    • 11. Juni 2009 um 18:33
    • #15

    Das können aber nur sehr kleine Locations sein, wo das Sinn macht, Denn sonst stimmen die Laufzeiten ja gar nicht mehr.

    Wenn dann auch noch Überlappungen zwischen Tops und Bässen sind ( Frequenzmäßig ) dann gibt es da schöne Löschungen ( An einigen Plätzen mehr, an Anderen Weniger )

    Und wie gedenkt man, die Stacks , die hintereinander stehen zu bearbeiten??
    Delay setzen ? Nichts tun??

    Würde da schon gerne eine Antwort haben, wenn man so einen Vorschlag macht.

    Wenn ich das auf einem Job so aufstellen würde, würde ich vermutlich mächtig Ärger haben

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  • simonstpauli
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    • 11. Juni 2009 um 19:53
    • #16

    .

    Zitat von "AlphaC"

    simonstpauli: Wozu brauchst Du "mittig" Platz...? Nicht immer so "eindimensional" denken! Man kann auch den kompletten Bass von einer Seite fahren (wenn die Location nicht megagroß ist)! Stellst Du einfach die zwei Stacks, von denen du sonst je eins rechts und links der Bühne hinstellen würdest, beide auf eine Seite - nur halt hintereinander. Natürlich schön eindrehen, damit die "Richtkeule" in die Mitte der Publikumsfläche "zielt" und fertig ists!


    Das kann ich vielleicht bei einer Party machen, wenn ich den Platz habe. Nur dann bringt mir z.B. am DJ-Platz die rückwärtige Auslöschung auch nichts mehr.
    Und für live-Musik klappt das gar nicht, weil:

    Zitat von "klauston"

    Das können aber nur sehr kleine Locations sein, wo das Sinn macht, Denn sonst stimmen die Laufzeiten ja gar nicht mehr.

    Wenn dann auch noch Überlappungen zwischen Tops und Bässen sind ( Frequenzmäßig ) dann gibt es da schöne Löschungen ( An einigen Plätzen mehr, an Anderen Weniger )
    ...


    Genau.

    Nebenbei ist End Fired auch nicht mein Favorit für die Seiten. Da baue ich immer öfter "Vertical", also eine aufrechte Sub-Zeile. Das gibt mir schön wenig Energie in die Luft und eine breite Abstrahlung horizontal.
    Nun muß ich nur noch die Löcher der "Power Alley" füllen. Vor der Bühne eben aus Platzgründen "nur" CSA oder Back2Back.
    Und damit bin ich wieder on Topic, weil ich es vorne optimal haben möchte und nicht hinten in der Auslöschung.

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  • tufkaklto
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    • 11. Juni 2009 um 20:48
    • #17

    AlphaC hat ja nichts von wirklichem Endfired geschrieben und von Delays usw setzen.
    Sondern einfach nur von hintereinander stellen.

    Das ist ein mächtiger Unterschied.

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  • simonstpauli
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    • 11. Juni 2009 um 20:59
    • #18
    Zitat von "AlphaC"

    simonstpauli: Wozu brauchst Du "mittig" Platz...? Nicht immer so "eindimensional" denken! Man kann auch den kompletten Bass von einer Seite fahren (wenn die Location nicht megagroß ist)! Stellst Du einfach die zwei Stacks, von denen du sonst je eins rechts und links der Bühne hinstellen würdest, beide auf eine Seite - nur halt hintereinander. Natürlich schön eindrehen, damit die "Richtkeule" in die Mitte der Publikumsfläche "zielt" und fertig ists!


    Du meinst das als End Fired Array, richtig?

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  • AlphaC
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    • 12. Juni 2009 um 00:31
    • #19

    Öhm... ich glaub ich hatte das schon deutlich als "End Fired" dargestellt... Die vorderen Subs um die Laufzeit (vom hintern zum vorderen) verzögert. Da bewegt man sich ein einem Bereich von 2,9 bis 3,5 Millisekunden... Und das stellt auch bei Live-Programm genau garkein Problem dar. Das menschliche Gehör kann Laufzeitunterschiede bei identischem Signal sehr schwer heraushören. Erst ab 10ms beginnt man herauszuhören, das zwei Signale zeitverschieden sind. Das habe ich im Selbstversuch ermittelt - und zwar unter "verschärften" Bedingungen: Habe mir ein Signal auf den Kopfhörer gegeben und dann eine von zwei Seiten zunehmend delayed. Am Anfang merkt man nur eine Art "phasing" (aber wohlgemerkt: hier hören beide Ohren ABSOLUT von einander getrennte Signale - ist in der Praxis nie der Fall!). Erst ab ca. 10ms hört man die zwei Anschläge getrennt heraus...

    Zusammenfassend: Das geht auch so ganz prima bei Live.

    Das mit dem DJ-Platz stimmt so auch nich ganz: Ein End-Fire Array löscht ja nich nur rückwärtig aus - auch zur Seite ist eine deutliche Pegeldämpfung vorhanden! Von daher hat auch der DJ wirklich was davon... ;)

    Zum Thema Anpassung an Tops: Die Tops müssen logischerweise an das Bass-Signal angepasst werden. Da die vorderen Subs entsprechend obiger Darstellung verzögert sind (damit deren Schall-Output vorn zeitgleich mit dem der hinteren Subs ist), müssen die Tops auf die vorderen Subs laufzeitangepasst werden. Sehe ich jetzt keine Schwierigkeit darin...

    Im übrigen sehe ich es als weit weniger kritisch, wenn die Laufzeitanpassung zwischen Tops und Subs nicht ganz optimal ist, als wenn echte "Basslöcher" vorhanden sind. Und diese sind bei einer Rechts-Links-Aufstellung weit verherender, als bei einem Mono-Stack. Und dieses strahlt auch als EF-array noch breit genug nach vorn, dass man hier mittelgroße VAs gut machen kann. Bei größeren VAs kann man solche EF-Arrays rechts und links der Bühne bauen - oder halt gleich davor...

    Bei mittleren Bühnen (10m breit) geht auch eine von mir "Armbrust" getaufte Aufstellung sehr gut: Vorn eine gekrümmte Linie von Subs (quasi der "Bogen") - dahinter ein Centerblock (quasi der "Bolzen"). Der Bogen entsprechend delayed. Logisch, dass man hier etwas Platz vor der Bühne braucht - wobei der eigentlich immer ausreicht, wenn man noch Crash Barriers vor die Bühne stellt.... Sieht dann z.B. so aus (hier noch ohne Bühnenabsperrung):

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