Hallo zusammen,
ich hatte gestern Abend das Vergnügen "Michael Wendler in Concert" in der Arena Oberhausen besuchen zu dürfen. Viele kennen sicherlich die Konzerthalle, vielleicht war der ein oder andere von euch ja sogar selber da.
Ich möchte vorab unterstreichen, dass ich keinerlei Kritikdisskussion zu vorhandenem Material und den betreuenden Kollegen lostreten möchte, sondern lediglich ein Problem disskutuieren möchte, welches mir gestern Abend aufgefallen ist.
Zur gestellten Technik in der Arena kann ich kaum etwas sagen, da ich was den Bereich der Lichttechnik angeht viel zu unversiert bin, um mir Rückschlüsse auf irgendwelche Marken und Modelle erlauben zu können. Grundsätzlich ist mir aber was das Licht angeht, aufgefallen, dass mit relativ überschaubarem Aufwand an Material bei guter Inszenierung ein richtig gutes und stimmiges Programm geliefert werden kann. Dafür braucht es keine hunderte Movingheads. Besonders beeindruckend fand ich persönlich die relativ großen MHs, die in der Lage waren, 2 Farben gleichzeitig zu erzeugen/darzustellen. Von der Ferne aus konnte ich leider absolut gar nicht beurteilen um welche Modelle es sich hierbei handelt. Vielleicht ist ja einer von euch hier informiert. In diesem Sinne möchte ich daher auch ein großes Lob an die Lichttechniker vor Ort loswerden (vielleicht liest ja der ein oder andere hier mit).
Was die PA angeht, konnte ich ein LA mit 8 Elementen pro Seite erkennen, komischerweise je 6 weisse Elemente und 2 schwarze Elemente. Von den Bässen habe ich leider nichts gesehen, deren Sound und Output fand ich für eine Halle dieser Größe jedoch allemal überzeugend, zumal ich persönlich relativ weit weg von der Bühne gesessen habe. (Unterrang, mittig, ca. 5-10m hinter FOH)
Worum es mir aber eigentlich geht ist folgendes Phänomen: Der Sound war beim Hauptkünstler durchweg gut und absolut zufriedenstellend. Relativ gute Sprachverständlichkeit und angemessene Lautstärke in der ganzen Arena. Bei den Künstlern des Vorprogramms stellte sich dies jedoch wieder komplett anders dar. Ich habe einen Act erlebt (nur Gesang, keine Band), bei dem ich von meinem Platz aus nichtmal jedes zweite gesungene Wort verstehen konnte. Der komplette Gesang ging völlig unter und wirkte zudem auch zeitweise recht verzerrt. Dies fiel auch nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Zuschauern auf. Also schon eine relativ gewichtige Sache. Zudem setzte sich diese Problematik auch bei den anderen Acts des Vorprogramms fort und selbst die Sprachübertragung des Moderators war zeitweise sehr verzerrt und leicht unverständlich.
Ich frage mich nun als Laie, der solche VAs nur als Zuschauer besucht, wie dieses Problem zu Stande kommt. Die PA, sowie die Peripheriegeräte sind ja nun über den ganzen Abend hinweg dieselben. Ich vermute sogar, dass selbst die Mikrofone bei allen Künstlern die gleichen waren. Wenn es sich um Kleinigkeiten im Sound gehandelt hätte, würde dies sicherlich nicht erwähnenswert sein, aber eine solche Diskrepanz erscheint mir schon eher außergewöhnlich, zumal alle Acts wohl im Vorfeld sicherlich nicht nur einmal geprobt haben. Außerdem handelt es sich bei keinem um einen Laien, der zum ersten Mal ein Mikrofon in der Hand hällt.
Mich würde eure Meinung zu der Problemstellung interessieren. Vielleicht kann der ein oder andere ja aus eigener Erfahrung von Problemen mit mehreren Künstlern berichten und kann nahe legen, wie er dieses Problem löst. Vielleicht ist hier auch der ein oder andere unter uns, der selber gestern dort war und meine Einschätzung teilt.
Ich würde mich über interessante Beiträge freuen.