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Risiko Schlafmangel

  • simonstpauli
  • 12. Januar 2010 um 12:09
  • simonstpauli
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    • 12. Januar 2010 um 12:09
    • #1

    Das Thema Arbeitszeiten und Schlafmangel möchte ich hier noch einmal offensiv angehen. Auf den meisten Jobs gilt ja schon ein (in meinen Augen sehr sinnvolles) Alkohol- und Drogenverbot, Schlafmangel habe ich bis jetzt in keinem Regelwerk gesehen.

    mein Blogbeitrag dazu:
    http://klanggestaltung.wordpress.com/2010/01/12/die…-im-speziellen/

    der Ursprungsbeitrag von Dan:
    http://admiraldon.wordpress.com/2010/01/11/sch…istung-bringen/

    Dan hat als Haupt-Aufhänger Tourproduktionen, wo dann, wenn mal Schlaf möglich ist, auch beste Bedingungen dafür vorhanden sein sollten (z.B. gute Nightliner und Hotels)

    Bei mir geht es eher um lokale Produktionen und Festivals, hier wird es schwieriger, weil es im Verhältnis um mehr Geld geht.

    Wie versucht ihr, nicht schlaftrunken (also nachgewiesenerweise wie unter Alkoholeinfluß) zu arbeiten?
    Gibt es Regelungen bei der Disposition von Jobs und wie unterscheiden sich Firmen hinsichtlich der Größe und des Wirkungsbereichs?
    Wie macht es eine Top-40-Crew?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • test
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    • 12. Januar 2010 um 13:00
    • #2

    leider lernen wir am besten aus erfahrungen. es gibt ja so den ein oder anderen russen der mal gerade aus statt um die kurve zu fahren :)

    http://www.crystal-hannover.de
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  • falcocgn
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    • 12. Januar 2010 um 13:48
    • #3

    Ein sehr schöner Beitrag von Dan auf seinem Blog. Dazu fällt mir spontan die Begegnung mit der Prinzen-Frühjahrstour 2009 ein. Dabei waren vier Tourhands aus Deutschlands Osten, die mit dem eigenen Fahrzeug von Ort zu Ort unterwegs waren. Diese wirklich netten Kollegen hatten definitiv ein Schlafmangel-Problem und, wenn ich das richtig beobachtet habe, auch kein Hotel, Tageszimmer oder ähnliches. Ist ja auch klar, der Vorteil der Tourhands ist ja nur dann einer, wenn gewisse Kosten wegfallen :evil: . Ebenso ist es immer noch Praxis, dass gewisse Deutschlandweit-Crew-Anbieter ihre Crews von Ihrem Standort aus auf Tagesproduktionen in alle Teile der Republik versenden. Es ist zwar schön, dass der Disponent der diese Crew buchenden Firma dann Kosten sparen kann gegenüber einem lokalen oder regionalen Crew-Anbieter, doch zu welchem Preis? Oft siind diese Firmen dann auch auf wirklich großen Baustellen von namhaften Firmen oder Anstalten zu finden, die in Ihren Ausschreibungsunterlagen mit Sicherheit auf die Einhaltung aller Regeln pochen.

    Der Schlafmangel wird durchaus in einem Regelwerk geregelt: dem Arbeitszeitgesetz. Nun kann der geneigte Freelancer zwar sagen: "gilt nicht für mich, da ich nicht angestellt bin". Im Falle eines (un-)falles wird ein Richter aber schon die geschriebenen Erkenntnisquellen heranziehen. Dazu gehören das Arbeitszeitgesetz, die nationalen und EU-Regelungen zu den Sozialvorschriften im Güterverkehr und diverse Tarifverträge, in denen einige Abweichungen vom ArbZG geregelt sind.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • simonstpauli
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    • 12. Januar 2010 um 17:11
    • #4

    Das Arbeitszeitgesetz ist ja schon mal ein guter Ansatz.

    Tour-Hands sind leider am unteren Ende der Nahrungskette, Techniker achten schon eher auf Arbeitsbedingungen. Alleine die Idee, Doppelzimmer zu buchen, wurde von mir schon mehrmals mit einem "gerne, wenn ich alleine im Doppelzimmer bin" quittiert. Eine Tourhand, die so reagiert ist eher selten.

    Es gehören ja immer 2 zum Tango-Tanzen,

    1. der Disponent / Auftraggeber, der sich solche Arbeitsbedingungen ausdenkt
    2. der Freelancer, der es mit sich machen lässt

    Im Falle eines Unfalls: wer bekommt kräftiger zwischen die Hörner?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • tufkaklto
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    • 12. Januar 2010 um 21:33
    • #5
    Zitat von "falcocgn"

    Ein sehr schöner Beitrag von Dan auf seinem Blog. Dazu fällt mir spontan die Begegnung mit der Prinzen-Frühjahrstour 2009 ein. Dabei waren vier Tourhands aus Deutschlands Osten, die mit dem eigenen Fahrzeug von Ort zu Ort unterwegs waren. Diese wirklich netten Kollegen hatten definitiv ein Schlafmangel-Problem und, wenn ich das richtig beobachtet habe, auch kein Hotel, Tageszimmer oder ähnliches. Ist ja auch klar, der Vorteil der Tourhands ist ja nur dann einer, wenn gewisse Kosten wegfallen :evil: . Ebenso ist es immer noch Praxis, dass gewisse Deutschlandweit-Crew-Anbieter ihre Crews von Ihrem Standort aus auf Tagesproduktionen in alle Teile der Republik versenden. Es ist zwar schön, dass der Disponent der diese Crew buchenden Firma dann Kosten sparen kann gegenüber einem lokalen oder regionalen Crew-Anbieter, doch zu welchem Preis? Oft siind diese Firmen dann auch auf wirklich großen Baustellen von namhaften Firmen oder Anstalten zu finden, die in Ihren Ausschreibungsunterlagen mit Sicherheit auf die Einhaltung aller Regeln pochen.

    Der Schlafmangel wird durchaus in einem Regelwerk geregelt: dem Arbeitszeitgesetz. Nun kann der geneigte Freelancer zwar sagen: "gilt nicht für mich, da ich nicht angestellt bin". Im Falle eines (un-)falles wird ein Richter aber schon die geschriebenen Erkenntnisquellen heranziehen. Dazu gehören das Arbeitszeitgesetz, die nationalen und EU-Regelungen zu den Sozialvorschriften im Güterverkehr und diverse Tarifverträge, in denen einige Abweichungen vom ArbZG geregelt sind.

    Ich bin im konkreten ebenfalls auf einer Tour unterwegs, wo genau diese Situation besteht.
    Die wirklich sehr netten Hands wurden als Local Hands gebucht und fahren aber anscheinend freiwillig von Ort zu Ort mit dem eigenem Auto.
    Geschlafen wird im PKW !!!
    Leider ist es so, das diese Jungs den Job und die Kohle brauchen und das freiwillig machen.

    Jetzt ist man in der Zwickmühle, wenn man das abdreht, nimmt man denen die Möglichkeit, am Monatsersten alle Rechnungen zahlen zu können.
    Aber trotzdem eine sehr unschöne Aktion.

    Generell bin ich dafür, die maximale Tagesarbeitszeit auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen.
    Wenn ich zB 15 Stunden arbeite und einen Nightliner habe, dann bin ich definitiv ausgeschlafen genug, um keine Angst vor mir selbst zu haben. :D:D:D
    Aber im falle ded Unfalles wird wohl jemand unangenehme Fragen beantworten müßen.
    Selbst wenn wir das freiwillig machen

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  • falcocgn
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    • 13. Januar 2010 um 10:16
    • #6

    Die Frage von Chris lässt sich relativ einfach beantworten. Richtige Antwort: 1 - Der Disponent/Auftraggeber

    Im Ernstfall zunächst der Verantwortliche der Auftraggebenden Firma vor Ort, weil er die Umstände mitbekommt. Im Rahmen seiner ihm übertragenen Unternehmerpflichten (in der idealen Welt schriftlich) hat er auch die Koordinationspflichten und andere Pflchten nach dem Arbeitsschutzgesetz übernommen (das wissen die wenigsten). Somit sollte ihm klar sein, dass das (vor allem auch bei diesem Wetter) hinterherfahren und im Auto schlafen der "local Crew" nichts mit einer ordentlichen Ruhezeit zu tun haben. Das ist einfach nur Menschenverachtend. Da er auch für den Gesundheitsschutz seiner ihm direkt unterstehenden Leute zuständig ist, müsste er, um Gefahren von denen abzuwenden, den "local"-Jungs Zimmer besorgen und auf die Zeiten achten.

    Im nächsten Schritt ist dann das auftraggebende Unternehmen direkt dran. Stichwort dafür ist "Organisationsverschulden". Im Speditionsgewerbe hat es wegen soetwas schon Haftstrafen und Berufsverbote gegeben.

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  • tufkaklto
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    • 13. Januar 2010 um 14:19
    • #7

    Um keinen falschen Eindruck zu bekommen, ich bin auch dagegen, aber die Jungs würden es als Nachteil empfinden, wenn sie ausgetauscht würden.

    Ich versuche nur, reale Zustände und eben 2 Seiten aufzuzeigen.

    Richtig ist es deswegen ja trotzdem nicht,

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  • simonstpauli
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    • 13. Januar 2010 um 15:20
    • #8

    Klaus, Du buchst die Tourhands ja nicht und bist auch nicht dafür verantwortlich. Ich nehme an, das sind Freelancer?

    Ich konstruiere jetzt mal den Fall: einer der besoffenen Hands (Achtung, bildlich formuliert, aufgrund der Erkenntnis von Quarks&Co, daß 48 Stunden ohne Schlaf einer Menge von 2 Flaschen Rotwein entspricht) lässt Dir etwas Schweres auf den Fuß fallen und Du kannst 1 Monat nicht arbeiten.

    Etwas Ähnliches ist wohl gerade im Norden passiert, 10x80kg Stahlplatte auf Bein => viele Schrauben im Bein. Die Umstände kenne ich nicht aber ich kann mir Schlafmangel als (Mit-)Ursache durchaus vorstellen.

    Daß ich mich nicht mal in der Nähe von Rigger-Arbeitsplätzen aufhalte ist auch eine Konsequenz aus den Mörder-Schichten, die diese Jungs teilweise fahren.

    Ich als Mischer kann Arbeitszeiten schon durch ein einfaches Argument kurz halten: "Nach 15 Stunden möchte keiner meinen Mix hören" (viel zu laut, viel zu spitz).

    Gerade gestern hatte ich wieder so einen Bandmischer in der Halle. Mit Mütze auf dem Kopf schön 8k in der Front durchkoppeln lassen. Ist doch egal. Vom FOH-Betreuer angesprochen kam "ist mir egal". Ich hab am Monitor irgendwann meine Ansprüche runtergeschraubt, ich war ja safe. Statistisch betrachtet passiert das in ca. 50% der Fälle, abhängig davon, wie lange die Tour schon läuft und wie gut die Planung / der Nightliner ist.
    Ganz schlimm sind dann die Kollegen, die zusätzlich zu nur 2 Stunden Schlaf auch noch Restalkohol von der After Show Party intus haben und darauf auch noch stolz sind. "Rock'n'Roll", ist klar.
    Bei solchen Kollegen fasse ich nicht mit an, da gibt es Dienst nach Vorschrift.

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  • tufkaklto
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    • 18. Februar 2011 um 10:40
    • #9
    Zitat

    Wer sich nachts schlaflos im Bett wälzt, ist bei Tag ungleich höher in Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist die Kernaussage einer neuen Schlafstörungsstudie des Grazer Forschers Manfred Walzl. Personen, die während der Nacht nur vier Stunden schlafen, setzen sich in der Früh in einem Zustand ins Auto, der dem von 0,5 Promille Alkohol im Blut gleicht, sagt Walzl. Gar kein Schlaf in der Nacht kann tagsüber mit einem Alkoholisierungsgrad von 0,8 Promille verglichen werden.

    Zitat

    Quelle:
    Schlaflosigkeit erhöht Unfallgefahr
    Wer sich nachts schlaflos im Bett wälzt, ist bei Tag ungleich höher in Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist die Kernaussage einer neuen Schlafstörungsstudie des Grazer Forschers Manfred Walzl.

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  • karel noon
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    • 18. Februar 2011 um 14:22
    • #10

    Bei der ganzen Diskussion sollte man auch den aspekt des 2wenig schlaf über längeren zeitraum" mit einbeziehen, wenn ich topfit zu einer kleinen baustelle fahre um dort meine 12-16 stunden zu machen ist das die eine seite, wenn ich abe rüber den zeitraum einer tour regelmäßig nur 3-5 stunden schlaf bekomme und nach der pause dann trotzdem das gefühl habe halbwegs fit zu sein wird es noch gefährlicher.

    ich bin momentan nicht auf tour, sondern mache vieles lokal, und da ist doch auch zu beobachten das das thema gewaltig unterschättz wird! immer noch ist der 32 tage ohne schlaf typ der könig der baustelle, da müssen wir an uns arbeiten. weniger beachtung und einen deutlichen hinweis in richtung desjenigen wären da schon angebracht.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    • 18. Februar 2011 um 17:56
    • #11

    wobei die mal an soldaten folgendes ermittelt haben: um kampfähig zu bleiben reichen am tag etwa 4 st auch über einen längeren zeitraum (3-4 monate) :D

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  • niggles
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    • 18. Februar 2011 um 20:08
    • #12
    Zitat von "test"

    wobei die mal an soldaten folgendes ermittelt haben: um kampfähig zu bleiben reichen am tag etwa 4 st auch über einen längeren zeitraum (3-4 monate) :D

    haben die auch erfaßt welche und was für Mengen an Drogen die in dieser Zeit konsumierten...?
    mWn wurde das in dieser Studie mehr oder weniger stillschweigend vorausgesetzt. Der Körper eines gesunden 20-30jährigen ist, sofern es davor und danach ausreichende Erholungs- und Entzugsphasen gibt für ein paar Monate in jeder Hinsicht erstaunlich belastbar.
    Daß das auf Dauer weder gesund noch in irgendeiner Form mit den in der zivilen Welt geltenden Unfallverhütungsvorschriften vereinbar ist steht auf einem anderen Blatt...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Jeremy
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    • 19. Februar 2011 um 09:45
    • #13
    Zitat von "test"

    wobei die mal an soldaten folgendes ermittelt haben: um kampfähig zu bleiben reichen am tag etwa 4 st auch über einen längeren zeitraum (3-4 monate) :D

    Bitte nicht zynisch verstehen: Ist bei dieser Studie auch berücksichtigt, dass unter militärischen Gesichtspunkten ja auch nicht an aller erster Stelle der Anspruch erhoben wird, sowohl eigenes als auch fremdes Material *UND* Personal nach Ablauf der Tätigkeit wieder vollständig und unbeschädigt nach Hause fahren zu lassen?

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • gert
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    • 20. Februar 2011 um 12:21
    • #14
    Zitat von "Jeremy"

    Bitte nicht zynisch verstehen: Ist bei dieser Studie auch berücksichtigt, dass unter militärischen Gesichtspunkten ja auch nicht an aller erster Stelle der Anspruch erhoben wird, sowohl eigenes als auch fremdes Material *UND* Personal nach Ablauf der Tätigkeit wieder vollständig und unbeschädigt nach Hause fahren zu lassen?


    :D Nein wohl eher das Gegenteil.
    Ausserdem ist man im Angesicht des gewaltsamen Ableben auch leichter zu Motivieren. Da mache ich schon Unterschiede ob es um mein Leben oder die neue S Klasse fuer den Chef geht.

    Practice, Practice, Practice

  • skyper
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    • 20. Februar 2011 um 23:06
    • #15
    Zitat von "niggles"

    wobei die mal an soldaten folgendes ermittelt haben: um kampfähig zu bleiben reichen am tag etwa 4 st auch über einen längeren zeitraum (3-4 monate) :D


    habe mir sagen lassen dass man diese Erkenntnisse
    auch mit einer handelsüblichen Vaterschaft erreichen kann...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • test
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    • 21. Februar 2011 um 11:13
    • #16

    unter militärischen gesichtspunkten geht es darum, das eigene personal und material möglichst komplett zu erhalten. das ist in der regel diametral mit 'fremdpersonal und material' zu sehen.
    wobei ab und an kommt auch 'fremdpersonal' wieder mit zurück.

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  • Tobias Zw.
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    • 21. Februar 2011 um 13:45
    • #17

    Gut, BTT: Interessanterweise war einer der ersten Beiträge im neuen CIRS in diesem Forum (- in dem ich mir übrigens noch viiiiieeel mehr Beiträge wünsche!!! -) ein Beinahe-Unfall durch Schlafmangel...

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • simonstpauli
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    • 21. Februar 2011 um 13:56
    • #18
    Zitat von "test"

    unter militärischen gesichtspunkten geht es darum, das eigene personal und material möglichst komplett zu erhalten. das ist in der regel diametral mit 'fremdpersonal und material' zu sehen.
    wobei ab und an kommt auch 'fremdpersonal' wieder mit zurück.


    Ich bin jetzt mit militärischen Zielsetzungen nicht sehr vertraut, habe aber noch im Kopf, daß ein gewisser "Schwund" akzeptiert wird.

    Zur Studie an sich: Ich finde das interessant aber nicht ganz relevant.
    Sicherlich ist es über einige Zeit möglich, mit weniger Schlaf leistungsbereit zu bleiben. Dabei ist auch die Frage, was Leistung genau bedeutet. Muß man Mitarbeiter führen, mit Kunden kommunizieren, In-Ear-Mixe für Musiker mischen, schwere Kisten über schmale Rampen schieben.
    In unseren Jobs finden sich allerhand Tätigkeiten, die geeignet sind, Anderen Schaden zuzufügen, wenn sie nicht konzentriert ausgeführt werden.

    Zur Armee: hat mal jemand untersucht, wie der Leistungsunterschied bei verschiedenen Schlaf-Längen aussieht? Also 4 Stunden pro Tag gegen 8 Stunden pro Tag über 4 Monate? Wie wird das wohl bei der Reaktionsfähigkeit aussehen. Und wie übersetzt sich das bei einem komplizierten Gefecht auf den Schwund?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • treibsand
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    • 22. Februar 2011 um 16:37
    • #19
    Zitat von "simonstpauli"

    Zur Armee: hat mal jemand untersucht, wie der Leistungsunterschied bei verschiedenen Schlaf-Längen aussieht? Also 4 Stunden pro Tag gegen 8 Stunden pro Tag über 4 Monate?

    Jemand mit 8 Std gesundem Schlaf ist doch entweder in 3 Std. Schichten im Büro der zumindest so weit weg vom Gefecht, dass es ihn nicht so schnell erwischt.
    Alles andere ist Stress und Stress hindert am "Schlafen".

    Eines der grössten Probleme dieser Thematik dürften doch die Nachweise sein - es ist leicht, die Arbeitszeiten zu kontrollieren, aber wie weist man nach, dass ein Freelancer in seinen Ruhezeiten auch geschlafen hat? Der lokale Hand macht oft noch eine zweite Baustelle zwischendrinn, der Tourmischer eine Aftershowparty und über die reisendan Hands gab es ja oben schon Unschönes zu berichten.
    Wann ist jemand (noch) fit genug für einen Job und wer entscheidet diesbezüglich?
    Oder wie die eigentliche Frage heissen müsste: traue ich meinen Kollegen nicht genug Eigenverantwortung zu?

    Spätestens, wenn man in einer sachlichen Minute das mal in einer Crew diskutiert, findet sich kaum jemand, der sich dessen nicht bewusst ist und der nicht vom Stress/Schlafmangel genervt wäre. Man muss dann nur auch gemeinschaftlich darauf hinwirken, dass sich in der eigenen Crew etwas ändert! Sicherlich ein Kampf mit Windmühlen, aber er ist es wert.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • lisa f.
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    • 18. März 2011 um 23:05
    • #20

    Wie Top 40 Crews das machen? Damals (tm), als ich Top 40 Crew war, gabe es zwischen 3,5 und 7 Stunden Schlaf, i.d.R. ca. 5,5 Stunden. Geschlafen wurde zu Hause (Konzerte in der Region), in Pensionen, Hotels und lustigen Campinghütten auf im Winter verlassenen Campingplätzen (brrr), i.d.R. im Mehrbettzimmer. Arbeitszeiten waren zw. 13 und 18 Stunden. Selten mehr als zwei aufeinanderfolgende Termine, die eine kurze Nacht war insofern nicht schlimm, und ich hatte nie das Gefühl unverantwortbar müde zu sein. Getrunken wurde in weiten Teilen der Crew ebenfalls wenig bis gar nicht.

    Es ist wichtig, dass dieses Thema immer wieder auf den Tisch kommt, bis auch der letzte "32 Tage ohne Schlaf Held" es merkt. Wir buchen lieber zusätzlich Crew als uns auf einem Job kaputt zu arbeiten. Wir sind vorwiegend lokal tätig, keine Großbaustellen, keine Touren, und haben es somit recht leicht, dass alle zu ausreichend Erholung zwischen den Einsätzen kommen. Selbst bei Ausnahme Wochenenden schlafe ich mehr als drei Stunden / Nacht. Wir achten aufeinander und sagen einander rechtzeitig, wenn jemand im Team übermüdet wirkt.

    Es bringt niemandem etwas, wenn ein Crewmitglied sich und andere in Lebensgefahr bringt.

    Grüße von der "Sag Nein zur 80 Stunden Woche" Front

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