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Wie beschreibt/definiert man warmen Sound ???

  • tufkaklto
  • 9. März 2010 um 10:45
  • tufkaklto
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    • 9. März 2010 um 10:45
    • #1

    Weil es in letzter Zeit so oft als Beschreibung von Mischpulten vorkommt.

    Jeder wirbt gerne damit, das die Mischpulte Warm, Seidig, Duchsichtig, Transparent usw klingen.

    Aber wie beschreibt man dies, oder definiert man dies??????
    ( Das ist kein Spaßtread, ich denke, das war schon lange fällig, das mal etwas klarzulegen, wenn davon immer wieder gesprochen wird )

    So, bitte jetzt seit ihr dran, ich wüßte nämlich nicht, wie ich das beschreibe, ich würde oft sagen " das gefällt mir besser "

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  • oton
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    • 9. März 2010 um 11:19
    • #2

    da subjektiv kaum zu definieren, und die Beschreibungen (Warm, Seidig, Duchsichtig, Transparent) hast du ja schon selber genannt. Einfach eine Assoziation, mit der man versucht, einen Klang zu beschreiben. "Warm" kann für dich schön klingen, der nächste sagt "dumpf" ...


    Ich finde immer, den einzigen Konsens denn man oft findet ist, ob es "gut" oder "schlecht" klingt, solange man nur Publikum und keine anwesenden Tontechniker fragt .. ;-))

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
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    • 9. März 2010 um 12:36
    • #3
    Zitat von "klauston"

    Jeder wirbt gerne damit, das die Mischpulte Warm, Seidig, Duchsichtig, Transparent usw klingen.

    Aber wie beschreibt man dies, oder definiert man dies??????


    Eigentlich kann man das nicht definieren. Auf die Gefahr hin, hier komplett zu scheitern, wage ich trotzdem mal den Versuch, diese Begriffe technisch nachvollziehbaren Eigenschaften zuzuordnen:

    "Warm": Leicht abfallender Frequenzgang, geradzahlige Oberwellen

    "Seidig": Leichte Überbetonung im oberen Hochtonbereich

    "Durchsichtig" synonym zu "transparent": linearer Frequenzgang, sehr geringe Verzerrungen

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • billbo
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    • 9. März 2010 um 12:44
    • #4
    Zitat

    Ich finde immer, den einzigen Konsens denn man oft findet ist, ob es "gut" oder "schlecht" klingt, solange man nur Publikum und keine anwesenden Tontechniker fragt .. :wink:)


    :lol: :!:

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • 4Art
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    • 9. März 2010 um 13:46
    • #5
    Zitat von "billbo"


    :lol: :!:

    Man ist der gut :!::!:

    Gibt's eigentlich das Zitatebrett noch?

    Ansonsten: Ich mich vor dieser Weisheit verbeug! :!:

  • Joe_B
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    • 9. März 2010 um 18:19
    • #6
    Zitat von "ADMIN"

    "Warm": Leicht abfallender Frequenzgang, geradzahlige Oberwellen

    "Seidig": Leichte Überbetonung im oberen Hochtonbereich

    "Durchsichtig" synonym zu "transparent": linearer Frequenzgang, sehr geringe Verzerrungen


    Denke mal mit dem F-Gang hat das am wenigsten zu tun.

  • madmax
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    • 9. März 2010 um 18:36
    • #7

    Nur Erfindungen der Werbeindustrie.

    ...besonders nasses Wasser...

    Never stop a running System

  • tufkaklto
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    • 9. März 2010 um 19:02
    • #8

    Diese Aussagen kommen auch von Tontechnikern, deswegen würde mich das wirklich interessieren.

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  • bemi
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    • 9. März 2010 um 19:36
    • #9

    Hi,


    fuer mich klingts warm, wenns nicht saegt. D.h. keine Ueberbetonungen in den oberen Mitten und v.a. keine hässlichen Verzerrungen. Ein verzerrter Strat-in-Fender-Combo Sound klingt warm, ein verzerrter Ibanez-in-Marshall-Stack Sound saegt ...

    Will sagen: imo schliesst sich warm und klar nicht aus.

    Zur Durchsichtigkeit und Klarheit: nicht nur saubere Hoehen sind dafuer relevant sondern wieder klirrarme Wiedergabe und linearer Phasengang.

    Nicht verwechseln darf man das mit der Aussage (von Musikern), dass z.B. mein KS Material im Vergleich zu ihren alten Dynacord 15-3ern kalt und hart klingt. Das kommt nur daher, dass ihr Zeug nicht warm sondern muffig klingt und deshalb die passende Pulteinstellung am KS Material natuerlich saegt ... ;)

    Was imo noch zur Waerme beitraegt ist der Effektpegel. Wenn ein Kunde zu mir kommt und will, dass der Sound waermer wird, dann mach ich einfach den Hall etwas "runder" ;) - also LowRT rauf - und lauter. Dann wirds warm ohne muffig zu werden.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • david kammerer
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    • 9. März 2010 um 19:44
    • #10

    Hallo Leute,

    auch ich bin der Meinung, daß das nicht nur am Frequenzgang festgemacht werden kann. Ich schließe mich auch den Definitionen für Transparent/Durchsichtig von bemi und Admin an. Bei "Warm" wird es tatsächlich schon schwieriger. Typsich sind für mich da kräftige und druckvolle tiefe Mitten (aber nicht einfach viele davon!).

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • bemi
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    • 9. März 2010 um 19:56
    • #11

    Hi,


    noch zum Thema Effekte: ist ein warmer Sound gefordert, dann will ich unbedingt mein PCM91, ein anderes PCM ab 70 oder ein 300er haben. Die machen fuer mich warm. Mit vielen anderen Effekten - Preisklasse egal - bekomme ich das nicht so schoen hin.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Joe_B
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    • 9. März 2010 um 20:34
    • #12

    Die Definition bezog sich doch auf Pulte, nicht auf ´nen Mix bzw. Holz.
    Der F-gang kanns bei Pulten ja wirklich nicht sein, denn da sind ja wirklich (auch die mit Ohr, zumindest auf dem Papier) alle gleich gut bzw. schlecht. Bei Amps kann man ja auch beobachten, daß die unterschiedlich klingen.
    Manchmal sogar bei Mikrokabeln, finde die blauen klingen etwas kälter als die schwarzen.... jetzt nix wie weg hier

  • tufkaklto
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    • 9. März 2010 um 21:00
    • #13

    Wenn ich bemi,s Definition lese, dann ist warmer Sound auch eine Frage des Mixes und der PA.

    Aber wie ist das dann beim Pult?

    Ich bin wirklich auf Input gespannt.

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  • rockline
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    • 9. März 2010 um 22:47
    • #14

    So geht das nicht Männer!
    Habt Ihr diese Modifikation gemacht? http://www.hifi-zubehoer.info/furutech-feinsicherungen-rhodium-a-13124.htm?sessionnr=1l2NFzUEACpvnYm3Kq50&sessionid=3259984
    Erst nach so einer Umrüstaktion auf höchstem Niveau können wir diskutieren. Als erste Hilfe für warmen Sound empfehle ich eine Wolldecke Modell "Kaschmir" über dem Hochtöner, eventuell zu einem Drittel bis zum Tieftöner leicht gespannt.

    Ich zitiere mal aus dem Hinweistext des Umrüstbauteils:
    Padis High-End Performance Rhodium Feinsicherungen

    Nur eine Sicherung - nicht mehr?

    Oder doch?

    Seit Anbeginn der Highfidelity wird wohl kaum ein Bauteil von den Entwicklern mehr gehasst als sie: Die Feinsicherung!

    Doch es ist eine Hassliebe mit immer dem gleichen tragischen Ende:

    Ist es doch sie, die sich selbst opfert, um die eigentliche HiFi-Komponente vor Schaden zu bewahren.

    Padis aber zeigt uns nun einen Weg aus dieser nur scheinbaren Auswegslosigkeit: Mit der FUSE bietet uns Furutech eine audiophile Sicherung, die in der Lage ist, erheblich mehr an Klangqualität durch dieses Nadelöhr hindurch zu retten, als bisher möglich war.

    Feindynamik, Körper und Durchsichtigkeit sind die Begriffe, die wohl am allermeisten mit hörbaren Vorteilen geradezu überschüttet werden.

    Am Ende entsteht eine Musik, die deutlich näher am Original ist, als wir es von unserem HiFi-Gerät gewohnt sind.

    Mit dieser hochwertigen Feinsicherung von Furutech entlocken wir unseren HiFi-/Heimkino-Komponenten Musik und Bildqualität in einer Güte, die wir vielleicht nie vermisst haben, die wir aber ganz bestimmt nicht wieder hergeben möchten.

  • wora
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    • 9. März 2010 um 23:04
    • #15

    für mich bedeutet das attribut "warm" oder "fett" bei mischpulten einen klangcharakter, der auch im unteren mittenbereich sehr sauber auflöst. das kann dann auch einher gehen mit einem leichten rolloff bei den höhen, der sogenannten "englischen" charakteristik. wenn es diese charakteristik nicht gäbe, bräuchte man auch keine bezeichnung dafür. ausserdem ist für mich ein "warmer" sound einer, der eher wenige klirranteile aufweist.

    "transparent" ist mit "klirrarm" sicher am besten definiert.

    aber letztendlich sind das, wie bereits erwähnt, sehr subjektive einschätzungen.
    denn wie man weiss, gibt es auch leute die klirr toll finden

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • gezz-abba
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    • 9. März 2010 um 23:33
    • #16

    Gute Frage,

    Bisheriger konsens scheint , dass sich "warm" anhören offenbar im unteren Mittenbereich abspielt. Ich würde sogar darauf zielen, dass ein klang, der den grundfrequenzbereich der menschlichen Stimme betont, als warm empfunden wird und vielleicht dass es schon eine nahezu breitbandige resonanz in diesem bereich gibt , die einen warmen klang erzeugt mit dem sich für den hörer ein gewisses wohlgefühl verbindet.

    Ein gutes Beispiel hierfür finde ich den natürlichen Klang eines Cellos oder einer Violine, dessen Spektrum dem der menschlichen Stimme sehr ähnlich ist. Hier könnte der begriff "war" noch mit "hölzern" erweitert werden.
    Wie oben vom Admin schon erwähnt, finde ich den aspekt "gradzahlige oberwelle" interessant, vielleicht auch einfach nur ein sehr sauberer akkord und exakt gestimmte instrumente oder stimmen, die das gefühl von "grade" hinterlassen.
    Ich finde, den begriff "warm" , "seidig" oder was auch immer würde ich vorrangig in der psychoakustik ansiedeln, da jeder mensch verschiedene resonanzen als angenehm empfindet. Dazu gehört, so meine ich, noch nicht einmal die klarheit eines akustischen erignisses oder eine gute auflösung in diesem frequenzbereich.

    gruss,
    arnt

  • Jueof
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    • 9. März 2010 um 23:47
    • #17
    Zitat von "klauston"

    Weil es in letzter Zeit so oft als Beschreibung von Mischpulten vorkommt.

    Jeder wirbt gerne damit, das die Mischpulte Warm, Seidig, Duchsichtig, Transparent usw klingen.

    Aber wie beschreibt man dies, oder definiert man dies??????
    ( Das ist kein Spaßtread, ich denke, das war schon lange fällig, das mal etwas klarzulegen, wenn davon immer wieder gesprochen wird )

    So, bitte jetzt seit ihr dran, ich wüßte nämlich nicht, wie ich das beschreibe, ich würde oft sagen " das gefällt mir besser "

    Das ist ja jetzt mal voll die breitseite auf die i-live jünger. Du erwartest doch nicht im ernst eine antwort die es nicht gibt

  • wora
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    • 10. März 2010 um 00:04
    • #18
    Zitat von "Jueof"


    Das ist ja jetzt mal voll die breitseite auf die i-live jünger. Du erwartest doch nicht im ernst eine antwort die es nicht gibt


    das ist doch quatsch.
    erstens werden auch andere pulte mit solchen attributen beschrieben - und zweitens gibt es tatsächlich klangliche unterschiede.
    ich habe schon vor vielen monaten einen vergleichstest gefordert, leider liess sich dieser nicht realisieren.
    aber einfach zu behaupten es gäbe keine unterschiede, damit macht man es sich nun wirklich zu leicht.

    ich hoffe das hier wird KEIN iLive-thread...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jueof
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    • 10. März 2010 um 01:21
    • #19

    Ich habe da mal einfach meinem freien fluss kein ende geboten. Ehrlich war es auch. Sollte ich da beleidigt haben bitte ich um entschuldigung

  • 4Art
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    • 10. März 2010 um 08:07
    • #20

    Da hatte ich vor 13 Jahren mal dieses Crest-Pult vor der Nase! X-Eight oder so... Weiss auch nicht wieso - aber auf dem Ding ging's einfach und hat mir so richtig gefallen! Hat man übrigens später auch den Tonbandaufnahmen auf NAD-Tapedeck angehört :D . Klang einfach gut - und ich würde jetzt mal sagen "warm".

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