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Stromkonzept für Kaufhausrigging

  • 4Art
  • 1. September 2010 um 10:26
  • 4Art
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    • 1. September 2010 um 10:26
    • #1

    Hallo liebe Riggerspezialisten

    Für einen wirklich speziellen Spezialfall benötigen wir dringend Hilfe von Riggingspezialisten. Es geht um Folgendes:

    Ausgangslage: Zentrumsteil eines grossen Kaufhauses - die sogenannte Mall. Diese Mall läuft über zwei Stockwerke und vom oberen Stockwerk mit den Massen 20 x 15 Meter nochmal 10 Meter hoch. In der Mall sind im Moment an der Decke 24 HTI-Scheinwerfer mit den entsprechenden Vorschaltgeräten montiert. Das Problem ist: Bei jedem Lampenwechsel und bei jeder Wartung muss ein Skygrapper auseinandergebaut und über die Rolltreppe ins obere Geschoss transport werden. Ebenso, wenn von der Decke Werbebanner etc. abgehängt werden sollen. Ist also ein gewaltiger Aufwand!

    Wir haben nun für die Mall ein Riggingkonzept mit 9 Motoren und den entsprechenden FD34 entwickelt. Soweit, so gut. Die Frage stellt sich nun nach der Stromversorgung, der am Rigg platzierten Lampen:

    Da nicht - wie bei einem mobilen Rigg - einfach Kabel abgehängt werden können, sondern die Stromversorgung quasi über die Decke erfolgt, laufen die Kabel beim Runterfahren des Riggs mit. Geplant wären DMX und 230 Volt bei jedem der Motoren.

    Wir suchen nun nach einer Lösung, dass beim Hochfahren die Stromversorgung so mitfährt, dass sich das Kabel quasi selber mit aufwickelt. Nur: Aufwickeln funktioniert so auch nicht, da durch das gewickelte Kabel natürlich Wärme entsteht, welche nicht abgeführt werden kann (quasi der Effekt der aufgerollten Kabelrollen, an der 2KW Baustrahler oder irgendwelche Friteusen oder Grills angehängt werden).

    Kennt jemand Lösung, wie dieses Problem angegangen werden könnte? Im Uebrigen fahren die Motoren nicht mit dem Rigg mit, sondern werden an der Decke fix befestigt.

    Danke für Eure Tipps!

    4Art

  • freeze
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    • 1. September 2010 um 10:47
    • #2

    http://www.buetec.com/produkte/traversen.html

    Unten links erstes Bild.
    Ist zwar eine Art Aufrollsystem, Bütec kann dir aber sicher sagen, ob das bei deinem Fall auch eine Möglichkeit wäre.

  • Tobias
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    • 1. September 2010 um 11:31
    • #3

    dieses Bütec-System kenne ich von ein paar Installationen, ist simpel und funktioniert.
    10m x 2-3 zusammengetüddelte Lastcores "falten" sich da ohne Probleme rein und liegen trotzdem luftig aufeinander. Bei wesentlich flexiblerer Leitung müssen die Korbmaschen natürlich enger sein und man muß einfach ausprobieren, wie dicht der Kabelhaufen dann liegt.
    Ist vielleicht eine der wenigen Anwendungen, wo man sich ein starreres Kabel wünscht, aber das läßt sich ja entsprechend pimpen. (evtl. ein 3mm Stahlseil mit in den Kabelbaum flechten etc)


    PS: Als Alternative aus dem Theaterbereich gäbe es noch:
    - Stromketten (google liefert da leider in erster Linie nur dusselige Weidezaun-experimentier-Videos)
    quasi ein flexibler Kabelkanal, kennt man zb. von Kabelzuführungen für CNC-Fräsen, sieht aus wie ein Patronengurt von einer Gatling-Gun :)
    - oder der "Haucksche Korb" rechteckige Kabelwannen, in die sich in Stoff eingenähte Kabel"bänder" falten

    Ist aber beides wesentlich aufwändiger und teurer, dafür aber etwas schicker...

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • 4Art
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    • 1. September 2010 um 15:15
    • #4

    Der Hauck'sche Korb wäre neben einer Lösung, die ich per PN erhalten habe, eine gute Möglichkeit! Nur: Wo bekomme ich dieses Material? Wenn man den Begriff googelt, landet man bestenfalls auf irgendwelchen lichttechnischen Lexika, in welchen der Begriff erklärt wird.

  • Tobias
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    • 1. September 2010 um 15:37
    • #5

    zum Beispiel hier:

    http://www.pdlappsystems.de/

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • djobi
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    • 1. September 2010 um 22:55
    • #6

    mir fallen da noch Energieketten / Schleppketten aus der Industrie ein - vll gibts da ja was passendes, ggf. mit einem Balancer (Federzug) o.ä.

    EDIT: ich seh gerade, PD aus dem Link hat sowas auch in Spiralform - sieht auch nett aus!

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • fabio hermann
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    • 1. September 2010 um 23:31
    • #7

    Ich kenne zwar keine fertige Lösung, mein erster Gedanke war jedoch eine Lösung bei der der nicht benötigte Teil des Kabels in der Decke lagert, sich doch faltet oder aufrollt, z.b durch mehrer Seilzüge die an bestimmten Stellen am Kabel angebunden sind und so das Kabel straff halten, das Kabel in der Decke aber trotzdem genug Luft bekommt.

    Ansonsten bleibt immer noch die Lösung der Kabeltrommel in Verbindung mit größerem Querschnitt oder geringerer Belastung und guter Belüftung

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Tobias
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    • 1. September 2010 um 23:57
    • #8

    hab gerade noch was anderes gefunden: "amtliche" Spiralleitung
    http://www.hedi.de/download.php?f…559cb09916860df

    Verhältnis 1:5, Kabeltyp H07BQ-F, gibts als 3G2,5, mit PUR-Mantel und sogar Halogenfrei

    hilft dir für die DMX Strecke natürlich nicht weiter, aber die ist ja eh das kleinere Problem.

    ich hoffe mal, das es das auch als "richtige" Meterware gibt, bislang hab ich das allerdings nur als 5m Stück gefunden :(
    es kann natürlich sein, das bei längeren Strecken die Federwirkung nicht mehr stark genug ist.

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • skyper
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    • 2. September 2010 um 10:14
    • #9

    http://www2.kabelschlepp.de

    Musst aber unter der Schleppkette vermutlich noch eine Auffangwanne montieren, damit die obere Lage nicht abrutschen kann.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • johbk
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    • 3. September 2010 um 01:38
    • #10

    Eventuell kann Dir hier auch ein Hersteller / Servicebetrieb der auf Bühnenmaschinerie spezialisiert ist, weiterhelfen, da es durchaus verfahrbare Beleuchtungshänger gibt, mit einer Kabelführung, die sich beim Verfahren zusammen-, bzw. auseinanderklappt, hier würde der Nachteil des Aufrollens entfallen. Wie das Kind heißt kann ich Dir leider nicht wirklich sagen, aber entsprechende Firmen haben hier sicher offene Ohren für Dein Anliegen.


    Der Johannes, der in acht Stunden wieder mit so einem System "spielen" darf, und mal nachschaut, ob da ein Hersteller draufsteht...

    Lieber Blödeleien als blöde Laien ...

  • MRspeaker
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    • 5. September 2010 um 09:07
    • #11

    Mal kurz die Gegenfrage,
    muss denn der Strom wirklich mitgeführt werden wenn die Motoren im Dach hängen?
    Das ist ja auch ein teures Unterfangen.

    Im Servicefall, Lampenwechsel etc. ist es doch eher von Vorteil wenn das Rigg ohne Strom ist. Ok zum testen etwas blöd, man muss sich schon merken welche Lampe gewechselt wird.


    Allerdings gibt es Stecksysteme die maschinell gesteckt werden können, und dennoch eine sichere Verbindung darstellen.
    ODU hat sowas zum Beispiel im Programm.

    In die Riggingseite kommt dann eine kleine Strombrücke und ein kleines Lastrelais schaltet dann zeitverzögert den Strom ein wenn die Steckbrücke den Kontakt hergibt.


    Edit;

    http://www.odu.de/odu-produktserien/andocksysteme.html


    Diese hier habe ich schon mehrfach verbaut:
    http://www.odu.de/odu-produktser…kverbinder.html
    Die Einsätze sind schwimmend gelagert.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Markus Verza
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    • 7. September 2010 um 22:31
    • #12

    Darf ich mal fragen welche Motoren ihr geplant habt ?

    D8, D8+ oder C1 ?

  • 4Art
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    • 8. September 2010 um 08:13
    • #13

    D8+. Es werden keine Fahrten "über" den Einkaufenden durchgeführt. Bedienteil ist abgesetzt und wird bei Nichtgebrauch abmontiert. Motorensteuerung ist C1. Fahrten nur ausserhalb Oeffnungszeiten. Wird schriftlich vom Centermanager bestätigt - und ist bezüglich EKAS auch nötig. (EKAS = eidgenössische Koordinationsstelle für Arbeitssicherheit).

  • david anhäuser
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    • 8. September 2010 um 16:31
    • #14

    Frag mal bei Lapp an die Haben Kabel Bänder passend für diese Anwendungen! die Kabel werden auch für Theaterzüge verwendet ( Gerrits, etc )

    Versionen von 18*1,5 - 48*2,5 gibt es da und diese falten sich beim hochfahren zusammen dafür muzss nur eine Passende Box auf die Truss montiert werden

    auch mit dmx intern einfach mal nachfragen

  • hs
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    • 18. September 2010 um 23:54
    • #15
    Zitat von "4Art"

    D8+. Es werden keine Fahrten "über" den Einkaufenden durchgeführt. Bedienteil ist abgesetzt und wird bei Nichtgebrauch abmontiert. Motorensteuerung ist C1. Fahrten nur ausserhalb Oeffnungszeiten. Wird schriftlich vom Centermanager bestätigt - und ist bezüglich EKAS auch nötig. (EKAS = eidgenössische Koordinationsstelle für Arbeitssicherheit).


    du weißt das d8+ in einer festinstallation nicht erlaubt ist. dort ist entweder tot hängen oder c1 angesagt. da sollte dich dein kettenzug hersteller aber auch drauf aufmeksam machen.

  • 4Art
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    • 19. September 2010 um 11:35
    • #16

    Die alte Diskussion... Soviel ich weiss, ist das Ganze immer noch nicht definitiv geklärt!

    Aber grundsätzlich ist es so, dass in der Schweiz diesbezüglich keine Regeleung gibt... :wink: Hier werden in solchen Locations immer noch frisch und fröhlich normale D8er verkauft. Haftungsausschluss ist möglich von unserer Seite ist möglich, da Motorsteuerung C1 und das Bedienteil abnehmbar. Die Verantwortung kann also dem Betreiber übergeben werden, dass ausschliesslich geschultes Personal das Rigg zu den entsprechenden Zeiten fährt. Jetzt einfach mal ganz pragmatisch: Wie lange ist C1 in diesem Bereich schon Pflicht? (wenn rechtlich nun den überhaupt verbindlich)? Wie viele Motoren bzw. Hubmechaniken wurden in der Vergangenheit ohne C1 verbaut? Wie viele Unfälle sind diesbezüglich in INSTALLATIONEN ausserhalb des Fahrbetriebs passiert? Wie viele Unfälle sind aber passiert, weil die Hängepunkt falsch berechnet wurden? Fragen über Fragen...

  • julian-k
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    • 20. September 2010 um 03:32
    • #17

    Jetzt hab ich mir das im Theater noch extra genau angeschaut und schon wieder vergessen... war sowiso Baujahr 70er.
    Auf nem Prospektzug war quasi eine Blechwanne Installiert in die das umsponnene/umwebte Kabelgewirr beim hochfahren eingefädelt wurde.
    Ach ja die Bayerische Bühnenbau hat das mal gebastelt aber die gibts ja nicht mehr... oder doch?

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

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