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Controllerprogrammierung: Frontfills X-Over oder Fullrange?

  • xenion
  • 8. September 2010 um 23:25
  • xenion
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    • 8. September 2010 um 23:25
    • #1

    Servus,
    bin gerade dabei meinen neuen Dynacord DSP260 für alle möglichen Situationen Presetmäßig zu rüsten.

    Ich habe Subs, 12er und 10er Tops. Je nach Raum werden Subs+12er Tops oder Subs+10er Tops eingesetzt. Zusätzlich werden evtl. noch 10er Tops als Frontfill dazugenommen.

    Ich habe ausführliche Herstellertabellen mit IIR Filterangaben für X-Over oder Fullrangebetrieb.

    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man die Frontfills Filtermäßig als "Top" behandelt und wie bei den echten Tops den X-Over setzt oder als Fullrange laufen lässt

    :?::?::?:

    Danke für eure Ideen

  • skyworker
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    • 8. September 2010 um 23:31
    • #2

    Ich tendiere da zu einem ganz entschiedenen "vielleicht"...

    Ob 10er Tops in fullrange zusammen mit Subs so prall klingen werden - wer weiß? Andererseits - warum auch nicht, es kommt auf den Raum an und auf 1000 und 3 andere Begebenheiten. Ich glaube nicht, dass ein universelles Preset da so zielführend ist. Also warum nicht zwei für die Frontfills machen - eins in Fullrange und eines in Topteil?

    Ich bin ja ein Verfechter der Minimaltheorie - also niemals mehr Lautsprecher nehmen, als zum erreichen der Aufgabe unbedingt von Nöten sind. Also vielleicht auch mal ganz ohne Front- oder Infill versuchen?

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • xenion
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    • 8. September 2010 um 23:42
    • #3
    Zitat von "skyworker"


    Ich bin ja ein Verfechter der Minimaltheorie - also niemals mehr Lautsprecher nehmen, als zum erreichen der Aufgabe unbedingt von Nöten sind.
    SKY


    Unterschreibe ich sofort.
    Da das "Frontfill als Fullrange"-Preset ebenfalls als Delaylinepreset taugt, ist es sowieso mit an Board. Hatte mich nur interessiert, ob es für Frontfills eine klare Empfehlung gibt, die ich irgendwie noch nicht mitbekommen habe :wink:

    Liebe Grüße

  • Jonnytrance
    Gast
    • 9. September 2010 um 05:00
    • #4

    Selbst wenn die Boxen Fullrange laufen sollen, würde ich ein Filter verpassen (Lowcut).
    Bei Frontfills ist es oft sinnvoll gleicher Filter zu benutzen wie bei Topteilen.

  • skyworker
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    • 9. September 2010 um 10:48
    • #5

    Morgen Gemeinde, Morgen Johnny.

    Zitat

    Bei Frontfills ist es oft sinnvoll gleicher Filter zu benutzen wie bei Topteilen

    Warum?

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Jonnytrance
    Gast
    • 9. September 2010 um 11:10
    • #6

    Stichwort Phase :wink:

  • wora
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    • 9. September 2010 um 13:07
    • #7

    der phasenverlauf dürfte durch die grosse räumliche trennung von nearfill und hauptbeschallung eher uninteressant sein. die phase stimmt dort je nach ort des zuhörers dann eher zufällig überein.

    ich betreibe nearfills in der regel aber auch mit locut oder shelvingfilter, da sie ja nur als "füller" (daher der name) verwendet werden. der bass- und lomidbereich kommt von der haupt-pa, die nearfills machen mir hauptsächlich den vor der bühne fehlenden präsenzbereich.
    wie wir alle wissen, lässt das richtverhalten von (relativ) kleinen boxen nach, je langwelliger das abgestrahlte signal ist... wenn man diese lautsprecher also generell fullrange betreiben würde, hätte man dann unter umständen auch mulm auf der bühne, den man nicht wirklich haben will.

    deshalb plädiere ich für das "X-over preset". zusätzlich kann man oft sogar noch ein bisschen lomids rausnehmen.
    natürlich muss man das dann immer an die anforderungen vor ort anpassen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (9. September 2010 um 13:10)

  • Jonnytrance
    Gast
    • 9. September 2010 um 13:10
    • #8
    Zitat von "wora"

    der phasenverlauf dürfte durch die grosse räumliche trennung von nearfill und hauptbeschallung eher uninteressant sein. die phase stimmt dort je nach ort des zuhörers dann eher zufällig überein.


    Richtig, solange man Tops und Fills anschaut. Aber Fills und Subs...

  • Volker Holtmeyer
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    • 9. September 2010 um 14:44
    • #9

    Ich habe früher auch alles was Fill ist, unten rum gnadenlos beschnitten. Nach dem Motto: "Die müssen ja nur etwas HF auffüllen, das Low-End kommt ja schon genug von der Main-PA". Messtechnisch sieht das in der Regel auch fabelhaft aus. Aber es klingt definitiv anders (meist besser), wenn Fills auch noch ein bisschen Low-End haben (auch wenn die Messung fast identisch ausschaut).

    Ein wunderbares Beispiel, wo man sieht das Messung und Klangeindruck differierenn können.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 9. September 2010 um 15:09
    • #10

    nun ja, ich hab ja nicht geschrieben das man es "gnadenlos" machen soll ;)

    Zitat von "wora"

    ...deshalb plädiere ich für das "X-over preset". zusätzlich kann man oft sogar noch ein bisschen lomids rausnehmen.
    natürlich muss man das dann immer an die anforderungen vor ort anpassen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • surfvill
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    • 9. September 2010 um 19:14
    • #11

    Habe diese Woche viel Zeit mit Testen und Messen verbracht (siehe auch Fred 4-Kanalamp...) und ebenfalls das Szenario Front(horn)tops+Infill stundenlang ausprobiert...
    Die Hörner werden aktiv angefahren (keine aktiven Boxen sondern Controller > 2 Stereoamps) und der Infill besteht aus 12/1er Topsen mit Passivweiche. Am besten war das Ergebnis mit dem kleinen Delay (der 32 cm Unterschied) und 70° Phase wegen der Passivweiche. Ich lasse sie bis 140 Hz laufen. Die Bässe müssen bis hoch 140Hz der der Rest bis zu den Horntops ist der Mut zur Lücke :D. Ich denke auch, dass ich mir mit Infill-fullrange (Phasen-)Probleme mit dem Bass einhandeln würde und unten beschnitten etwas mehr aussteuern kann und sooo viel Bass machen die 12er Direktabstrahler ja eh nicht.
    Auch bei kleinen Winkeln zw. Infill und Horntops hatte ich nach der Anpassung kaum Kammfiltereffekte beim Vorbeilaufen...

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • simonstpauli
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    • 9. September 2010 um 19:43
    • #12

    Frontfills laufen bei mir meistens extrem kastriert. Also ab 200 bis 800 Hz aufwärts, je nach Bündelung der Haupt-PA in dem Frequenzbereich und Art und Menge des Stagenoise. Das varriert natürlich von Gig zu Gig teilweise extrem.

    entscheidende Fragen hierbei:

    welche PA?
    Amps auf der Bühne?
    Wedges auf der Bühne?
    Sidefills auf der Bühne? (+wie ist der Sidefill-Mix?)

    Im konkreten Fall also: Frontfills mindestens mit empfohlenen X-Over, gerne auch mit Low-Shelving oder Erhöhung der X-Over-Punktes weiter "ausdünnen".

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • oton
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    • 10. September 2010 um 12:25
    • #13

    In Digitalpultzeiten finde ich es persönlich am schönsten, die Fronfills mit einem Extra (Mono) Gruppenmix zu bedienen, so kommt wirklich nur drauf was wirklich zu Auffüllen Sinn mach, also oft nur Vocals, Keys etc. Das Ganze dann auch noch einmal meistens stark gefiltert, das es zur Haupt-PA passt. Am besten dann noch über Wlan direkt vor der Bühne angepasst .. :D

    Geht allerdings natürlich nur, wenn man auch selber die PA stellt und überhaupt so tief ins System kommt, ich biete es aber auch auf Festivals vorher immer an, also L/R, Subs & Frontfill getrennt bei mir aus dem Pult.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • tufkaklto
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    • 10. September 2010 um 13:45
    • #14
    Zitat von "oton"

    In Digitalpultzeiten finde ich es persönlich am schönsten, die Fronfills mit einem Extra (Mono) Gruppenmix zu bedienen, so kommt wirklich nur drauf was wirklich zu Auffüllen Sinn mach, also oft nur Vocals, Keys etc. Das Ganze dann auch noch einmal meistens stark gefiltert, das es zur Haupt-PA passt. Am besten dann noch über Wlan direkt vor der Bühne angepasst .. :D

    Geht allerdings natürlich nur, wenn man auch selber die PA stellt und überhaupt so tief ins System kommt, ich biete es aber auch auf Festivals vorher immer an, also L/R, Subs & Frontfill getrennt bei mir aus dem Pult.

    +1

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  • wora
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    • 15. September 2010 um 14:34
    • #15

    genau, die lösung per WLAN und iPhone die frontfills oder die delaylines einzustellen, ist einfach traumhaft!
    zum glück wurde der traum bei mir schon wahr :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 15. September 2010 um 14:42
    • #16

    Ich mach das mit Tablet seit Jahren

    Will ich auch nicht mehr missen.

    Aber wenn ich mal nach Kilometergeld bezahlt würde, dann könnt man ja mal drüber wieder nachdenken :D

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  • wora
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    • 15. September 2010 um 15:08
    • #17

    du würdest diese technik also wieder abschaffen, um mehr kilometergeld zu bekommen?? :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 15. September 2010 um 23:44
    • #18

    Generell beschneide ich die Infills/Nearfills genau wie die Main-Tops, EQe sie, damit sie den Main-Tops möglichst ähnlich klingen und stelle das Delay so ein, dass die Phase gehörmäßig stimmt (Messtechnik bringt da leider höchstens mit FIR-Filtern etwas, da die Fills einen anderen Phasengang als die Main-Tops haben, daher grob messen, fein hören).

    Was meiner Ansicht nach gegen Fullrange-Infill spricht: Der Bassbereich kommt über die Subs. Warum sollte ich diesen Bereich den gegenüber den Main-Tops meist deutlich kleineren Fills aufbürden? Zudem haben die Fills im Bassbereich wohl kaum die Phasenlage der Subs, somit provoziere ich Auslöschungen oder teilweise Abstrahlveränderungen im Bassbereich. Meine Lösung: Da ich die Subs oft über die Bühnenbreite verteile oder ein Centerstack betreibe, kommen die Infills "über" einen Sub. Dementsprechend werden die Infills delayt, sodass die Kopplung zum Sub passt. Viele der genannten Probleme lösen sich damit in Luft auf...

  • Volker Holtmeyer
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    • 17. September 2010 um 00:25
    • #19

    http://www.prosoundweb.com/article/fill_o…localization_3/

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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