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T.amp Proline3000 Protect

  • rauenjan
  • 12. Januar 2011 um 23:30
  • rauenjan
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    • 12. Januar 2011 um 23:30
    • #1

    Guten Abend,

    habe hier oben genannten schweren Patienten auf dem OP-Tisch liegen.
    Das gute Stück fiel auf der letzten Veranstaltung durch gelegentliches abschalten des Linken Kanals auf.
    Und das auch schon bei leiser bis mittlerer Lautstärke.
    Angeschlossen war pro Kanal eine horngeladene Box bestückt mit 2x PD158.
    Anfangs schaltete der Verstärker einmal in einer Stunde für wenige Sekunden auf Protect.
    Später ständig! Mittlerweile sobald das gerät annähernd auf Betriebstemperatur ist, auch im Leerlauf und ohne angeschlossene Box. Solang das Gerät kühl ist, beispielsweise grad aus dem Keller, verrichtet diese jedoch ihren dienst.
    Wenn die Protect Lampe zwischenzeitig erlischt, dann meldet sie sich jedoch auch direkt wieder, sobald man eine Box anklemmt.

    Der erste kurze Check sämtlicher Transistoren, widerständen und dioden auf der Endstufenplatine brachte jedoch noch keinen Fehler zum vorschein. Optisch ist auch nichts zu finden.

    Gibts da vll. irgendwas typisches, was das temperaturempfindliche verhalten hervorruft?
    hat jemand einen schaltplan da?

    zuletzt hatte ich eine Crest CA9 mit genau umgekehrtem verhalten vor mir.
    diese ließ sich erst mit musik versorgen, wenn sie wenigstens handwarm war.
    das verhalten ist allerdings im zweifelsfall noch zu tolerieren ;)

    viele grüße, jan

  • rockline
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    • 13. Januar 2011 um 19:42
    • #2

    Nur Thomann repariert die Geräte.
    Schaltplan wird nicht rausgerückt....riesengroßes Geheimnis!
    Macht auch wirtschaftlich keinen Sinn überhaupt den Deckel abzuschrauben. Darüber hinaus ist die Schaltung eine Kaskade, also jede Menge Endtransistoren - aber nicht wirklich kompliziert.
    Einpacken und mit Spedition (oder GLS) nach Treppendorf schicken. Ob es sich lohnt? Wir lehnen Reparaturen an T-Amp grundsätzlich ab. Mich würde interessieren ob der Reparaturservice bei Thomann ein profitables Geschäft für diese Firma ist, oder ein reines Serviceangebot um diese Geräte am laufen zu halten?
    Wer hat Erfahrung mit kostenpflichtigen Reparaturen im Hause Thomann? Wie hoch steht der Kostensatz im Verhältnis zum Neupreis der Geräte?

    Crest CA9 hat keinerlei Ähnlichkeit mit der Proline 3000, man kann keine Rückschlüsse aus CA9 Fehler in Bezug auf Proline 3000 ziehen.

  • rauenjan
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    • 13. Januar 2011 um 21:57
    • #3

    guten abend,

    und erstmal danke für die antwort.

    natürlich schade, dass für so ein gerät nichts zu bekommen ist.
    der verstärker ist zwar in der tat nicht unbedingt der komplexeste, hilfreich wärs aber sicher dennoch gewesen.
    bei monacor bekam ich bislang noch zu jedem verstärker, die nunmal auch in ählich niedriger preisklasse liegen,
    bereits in kürzester zeit entsprechende unterlagen.

    in irgendeinem forum, oder vielleicht auch in diesem, habe ich bereits gelesen,
    dass sich der reparaturservice schlicht auf kompletten austausch der platine, auf der sich der defekt befindet, begrenzt.
    die wird wohl um einiges günstiger sein, als der lohn, den man für die reparatur aufwenden müsste.
    dass mit der ähnlichkeit von ca9 und proline3000 ist wohl nicht zu widerlegen. wobei die leider bei mir auch nicht unbedingt mit zuverlässigkeit glänzt.

    trotz alle dem sollte das gerät baldmöglichst wieder laufen :wink:
    Vielleicht weiß ja noch jemand etwas was genaueres über die stufen, außer dass sie schonmal kaputt gehn.
    Ansonsten werde ich den weg als erster beschreiten und euch davon wissen lassen :wink:

    viele grüße, jan

  • rauenjan
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    • 14. Januar 2011 um 14:07
    • #4

    so...

    die Schutzschaltung scheint wegen Gleichspannung am Ausgang anzusprechen.
    Während ich auf dem Intakten Kanal eine gleichspannung von 8mV messe,
    habe ich auf dem Defekten ständig schwankende werte zwischen um die 100mV bis zu 2V
    und dann greift die Schutzschaltung ein.

    Verbaut sind in dem guten Stück 15 MJL21193 und 15 MJL 21194. aber das dürfte ja schon bekannt sein.
    Durch die Kaskadierung messe ich an jedem zweiten Transistor natl. eine andere Spannung.
    So messe ich am MJL21193 im wechsel jeweils

    1. Collector-Emitter 75Vdc / Collector-Base 95Vdc
    2. Collector-Emitter 75Vdc / Collector-Base 75Vdc

    Auffällig wird nun die reihe mit MJL21194

    1. Collector-Emitter 78Vdc / Collector-Base 78Vdc
    2. Collector-Emitter 83Vdc / Collector-Base 95Vdc :|

    Für mich erscheint das schonmal recht eindeutig als ein Problem.
    Werde nun zum Vergleich mal den Endstufenblock herausnehmen und die Intakte seite messen.
    Wirklich Servicefreundlich ist das nun leider nicht mehr. Ein Deckel an der unterseite würde die sache hier sicher beschleunigen :wink:

  • surfvill
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    • 15. Januar 2011 um 11:34
    • #5

    Guck mal, ob Du einen Einstellregler "vorne" im Eingangsbereich (Differenzstufe) findest. Dessen Alterung (Oxidation/Schmutz) könnte für die schwankende Gleichspannung verantwortlich sein.
    Also: DC am Ausgang messen und GANZ leicht am Einstellregler drehen.* Eigentlich sollte ein Anstubbsen schon den DC verändern. Wenn Du ihn so lokalisiert hast, ein paar mal hin- und herdrehen und auf Null einstellen. Jetzt das Teil auslöten, die Teilwiderstände genau ausmessen und den Trimmer duch zwei Festwiderstände (Widerstandskombinationen) ersetzen. Dann sollte ein für alle Mal Ruhe sein. Ein neuer Einstellregler sollte es auch tun aber Festwiderstände sind besser!

    *= also nicht wirklich drehen, nur leichten Druck in Drehbewegung ausüben! Hast Du nämlich versehendlich den Regler des Ruhestroms erwischt, müsstest Du ihn auch wieder richtig einstellen: Über den Emitterwiderständen der intakten Seite den Spannungsabfall messen und disen Wert dann auch auf der verstellten Seite wieder herstellen.

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • rauenjan
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    • 15. Januar 2011 um 13:43
    • #6

    Vergleichsmessungen mit der Intakten seite bestätigt meine Vermutung leider nicht.
    Die Spannungen sind identisch. Jedoch ist die intakte seite sehr stabil. Schwankungen um +-0.1V
    Bei der defekten habe ich ständig schwankungen um 2V auf den MJL21193.

    -Bemerkung: Gestern habe ich mich vertan, die Spannungswerte

    1. Collector-Emitter 78Vdc / Collector-Base 78Vdc
    2. Collector-Emitter 83Vdc / Collector-Base 95Vdc :|

    entsprechen dem MJL 21193. NICHT dem 21194.
    Umgekehrt gilt dies dann natürlich auch :wink:

    3 Potis stehen für deinen Tipp zur Verfügung.
    Werde es mal austesten!

  • rauenjan
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    • 15. Januar 2011 um 16:39
    • #7

    2 der 3 potis haben einfluss auf die gleichspannung.
    jedoch konnte ich keine besserung, höchstens leichte veränderung, vermelden.
    Immernoch ständiges schwanken.

    intakte seite 21193 21194

    Base - GND 171mVdc 185mVdc (resultiert hieraus verrechnet der am ausgang messbare Gleichspannungsanteil von ~ 10-20mVdc? )
    collector - GND 75Vdc 75Vdc
    Emitter - GND 0.75Vdc 0.75Vdc

    defekte Seite 21193, 21194 selbes spiel.

    Base - GND schwankend 1Vdc-4Vdc
    Collector - GND 75Vdc
    Emitter - GND schwankend 1Vdc-4Vdc

    Selbige Zappelei ist auch bei den, ebenfalls auf dem kühlkörper montierten, Treibern MJE15033 /32 festzustellen.

  • surfvill
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    • 15. Januar 2011 um 17:14
    • #8

    Als nächstes würde ich auf den Elko tippen, der in Reihe mit dem Widerstand liegt, der die Verstärkung bestimmt. Dieser Elko sorgt dafür, dass die stufe gleichspannungsmäßig 'total' gegengekoppelt ist (unabhängig von der Verstärkung). Oft ist dieser Widerstand auch ein Einstellregler...
    Also: Elko mal austauschen!

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • rauenjan
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    • 15. Januar 2011 um 18:23
    • #9

    habe 3 elkos getauscht. einer der sich unmittelbar an einem der 3 einstellregler befindet.
    und nochmal 2 stück, die sich auch unmittelbar vor widerständen befinden,
    die wiederum auch unmittelbar vor den MJE15032/33 sitzen.

    nach dem tausch dachte ich für ca. 3-4 sekunden, es sei tatsächlich ruhe eingekehrt.
    die Gleichspannung am ausgang war sehr nah am zu erwartendem wert.
    kurz darauf allerdings stieg sie aber wieder an und die endstufe geht auf protect.

    die werte, die ich nun messe liegen allerdings nur noch zwischen 0.5 und 1.2Vdc

    kann ich den elko/bzw widerstand für die verstärkung erkennen? sind es mehrere?
    welches bauteil folgt in der regel darauf? transistor? der elko am poti, den ich getauscht habe,
    führt auf den mittleren von 3 direkt nebeneinander liegenden/gekühlten transistoren.
    die beiden nachbarn links und rechts sind komplementärtypen. der mittlere scheint ein einzelgänger zu sein :wink:
    der aufbau ist mir schon öfters begegnet, also typisch?

  • rockline
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    • 15. Januar 2011 um 18:50
    • #10

    Nimm einen Heißluftföön und Kältespray. Ziel auf den Differenzeingang....müssten 4 Transistoren nah beieinander sein. Versuche rauszukriegen welcher besonders nervös ist.
    Stimmen die Biaswerte, dh sind die Dioden (meist 1N4148) in dem Reihenkreis in Ordnung? Du musst hier ganz klar unterscheiden ob sich die Treiberstufe verschiebt, oder die Vorstufe! Bei einem komplett DC gekoppelten Gerät keine leichte Sache das rauszufinden. Haben die Differenzverstärker auf beiden Seiten die gleichen Betriebsspannungen (suche irgendwelche Z-Dioden in der Nähe)?
    Ist wenigstens der obere Kanal platt? Der untere ist eine Bestrafung.

  • rauenjan
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    • 15. Januar 2011 um 19:44
    • #11

    ok, dann wird das der nächste schritt sein.
    ja, der obere ist durch.

    beide kanäle sind eine bestrafung, da man alles auseinander nehmen muss, um löten zu können.
    hab eh den ganzen block ausgebaut, um vergleichswerte nehmen zu können.

    seit dem elko-tausch scheint wenigstens das verhalten beständig zu sein.
    3-4sekunden nach inbetriebnahme protect aus. weitere 3-4 sekunden bis protect wieder angeht.
    vorher wars noch willkürlich.

    hab kältespray bereits auf verdacht geordert. dann schau ich mal weiter...

    bis hierhin habe ich schonmal für die ratschläge zu danken!

  • madmax
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    • 15. Januar 2011 um 19:59
    • #12

    Zur Not geh mal zu 'nem fischelanten Rundfunkmechaniker (alter Schule), die kommen auch ohne Plan klar.

    Zitat von "rockline"

    Reparaturen im Hause Thomann?


    Wir zum Glück haben bis jetzt alles 'selber' (himself>>besagter Radiobauer>>>>regionale PA-Werkstatt) wieder zum laufen bekommen.
    Ich persönlich würde auch keine defekten Budget-Geräte nach Garantieablauf ins beschauliche Dorf schicken. Wenn'd sowas kaufst, mußt mit wirtschaftlichen Totalschaden rechnen.
    Manche Dynacord-Amps müssen aber z.B. auch heim nach Straubing.
    Allerdings vermeiden wir die Anschaffung von Service-Problematischen Geräten, soweit das möglich bzw. bekannt ist. Da hilft'n gelegentliches Bier mit'm Werkstattmann meines Vertrauens. Der hat mir z.B. neulich 'ne PL380 empfohlen, als ich in dieser Klasse auf der Suche war.

    Ich denke der Grund vom T. wird wohl am ehesten sein, das man seine zahlreichen Mitarbeiter auch ständig beschäftigen will. Nich umsonst wirbt man damit, europaweit die größte Werkstatt ihrer Art zu haben.
    Mich würde mal interessieren; was passiert, wenn man ohne Ankündigung da seine betagte 8001 hinschickt. (Plan im Net)

    In der Garantie werden die Geräte jedenfalls anstandslos getauscht und ich glaube nicht, das da noch einer groß den Schraubenzieher reinsteckt.
    Ich frage mich; ob man sich da sich überhaupt noch die Mühe macht, den Kram zurück zum Erzeuger schickt.

    Never stop a running System

  • sabbelbacke
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    • 18. Januar 2011 um 10:18
    • #13

    Die Thomann Service Abteilung gibt sich extrem zugeknöpft - Thomann ist eben fast ausschliesslich Endkunde orientiert, da sagt man sich im Hause dann: "einem Laien geben wir nix in die Hand" - was man aus der Position verstehen kann. Nur dumm, wenn man es dann nicht mit Laien zu tun hat, da tut sich der große T doch arg ... schwer...
    Du kannst Dein Glück natürlich auch bei Deton in China (A-One Serie) probieren oder beim Musicstore mal nach den schweren Chinakrachern schauen - alles baugleich. Evtl. rückt da jemand einen Schaltplan raus.
    Da Du ja anscheinend aber einen fähigen Menschen vor Ort hast: Sooo kompliziert sind die Dinger nicht aufgebaut - nur zu :)

    rockline
    Wir haben das eine oder andere Lichtgerät mal beim T eingeschickt, was oft sogar noch aus Kulanz "so" gemacht wurde. Leider in den meisten Fällen aber dann nicht nur kostenlos, sondern auch umsonst, weil entweder der Fehler nicht wirklich behoben wurde oder das Gerät veschlimmbessert wurde. Zwar wurde uns in jedem Fall Nachbesserung in Aussicht gestellt, ab einem gewissen Grad haben wir dann aber einfach ein neues (anderes) Gerät gekauft und das alte in die Tonne getreten. Kommunikation war immer ok, Kooperativ waren sie auch (meistens, bis auf das rausrücken von selbst simpelsten Infos), die Qualität der Arbeit war nicht immer gut und über die Preise kann ich leider nix sagen :) Die Abwicklung war zwischen ein paar Tagen und zwei Wochen auch noch im Rahmen (wobei es in den meisten Fällen eben "vor Ort" mit den entsprechenden Infos eben auch "sofort" gegangen wäre... wegen Kleinkram einschicken müssen ist schon lästig).

    hornresp

  • rockline
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    • 18. Januar 2011 um 12:41
    • #14

    Es wurde ja an anderer Stelle schon erwähnt. Monacor oder Adam Hall (Highlight und Steinigke auch?) zb liefert alle gewünschten Unterlagen an ihre Händler. Vorbildlich!
    Thomann beliefert auch keine konzessionierten Reparaturwerkstätten mit Schaltbildern ihrer Hausmarken. Der Grund ist absolut nicht nachvollziehbar, da es sich um gewöhnliche Industrieschaltungen aus der Fernostkonsumerschiene handelt.
    Unter diesem Gesichtspunkt lohnt es sich kaum über Produkte ohne Schaltbildunterstützung nachzudenken.

    Ich habe diverse T-Amps zum Alteisen gestellt, da die Kunden nicht bereit waren die schweren Kisten nach Treppendorf zu verschicken bzw den zu erwartenden Reparaturpreis für einen Modulblockwechsel bei Thomann zu bezahlen. Wobei ich nicht sagen kann was der einfache Umtasuch des defekten Endstufenblocks bei Thomann kosten würde? Ersatzteilpreis als solcher für das Modul wäre interessant zu erfahren. Bei verbrannten Widerständen, kurzen Transistoren und Dioden mache ich ohne Plan nur noch bei hochwertigen Geräten den Kopf an. Bei 400.- Euro Kisten verfolge ich keine Leiterbahnen um zu sehen was noch alles mit den zerstörten Bauteilen zu tun hat. Mit Schaltplan reduzieren sich Fehlersuchzeiten auf ein Drittel!

  • madmax
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    • 18. Januar 2011 um 13:40
    • #15

    Schonmal jemand versucht, den Herrn Thomann selbst zu kontaktieren? Immerhin soll dies möglich sein.

    EMail:
    hans@thomann.de

    Zitat Hans Thomann:
    "Mein Vater hat mir früh die Leitung des Unternehmens übertragen und mir den wertvollen Tipp mit auf den Weg gegeben, immer auf die Kunden zu hören und von ihnen zu lernen."
    (Quelle: offizielle Homepage der Firma)

    Ich glaube nicht, das irgendein Mitarbeiter bis einschließlich 'mittlere Ebene' auskunftsberechtigt ist. Aber das ist ja nun in so gut wie jeder größeren Firma so.
    Eher sollte mich wundern; das hier keiner der 750 Mitarbeiter mitliest oder gar schreibt..:?:
    Also mich würde schon interessieren, wie man so über meine Firma redet..

    P.S.: Als ich mal den Plan eines (noch erhältlichen) Premium-Discomixers holländischer Produktion brauchte, fand ich diesen nach meiner Anfrage in fragwürdigem englisch an jene Firma umgehend in meinem Postfach...

    Never stop a running System

  • rauenjan
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    • 18. Januar 2011 um 13:49
    • #16

    Kurzzeitig musste ich meine flickversuche unterbrechen.
    Ständiges Nase hochziehn und gehuste machte das ganze irgendwie nicht leichter.
    Werde die Tage dann weiter auf die Suche gehn.

    Kann rocklines Meinung mittlerweile völlig unterstreichen.
    Zum Anschaffungszeitpunkt war mir leider nicht bewusst, wie es mit der Beschaffung von Schaltplänen o.ä. beim T so aussieht.
    Da das Gerät mir selbst gehört, kann ich die Zeit jedoch aufwenden, kostet mich ja nix, höchstens Nerven.
    Wenn sich der Fehler letztlich nicht finden lassen will, dann wird das Ding als Defekt verkauft und gut is.

    Stellt sich dann natürlich die Frage einer alternativen Anschaffung, für die man dann auch Unterlagen beschaffen kann.
    Seitens Monacor käme da aus dem aktuellen Portfolio lediglich die STA-3000 in frage, über die leider scheinbar keinerlei Erfahrungsbericht o.ä. zu finden ist.
    Bin mit dem Krempel bislang immer gut gefahren. 3 STA600, 1 STA900, 1 STA1600, 1 STA2400 habe ich hier. Nie Probleme, und das bei wohl erhöhtem alter einiger Modelle!

  • rockline
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    • 18. Januar 2011 um 17:24
    • #17

    IMG Stage Line STA-3000 von Monacor, oder die Omnitronic B3600 von Steinigke sind vom Prinzip der Ausgangsstufe ziemlich nah mit der Proline 3000 liiert.
    Als Vergleich erst mal ein paar Fotos:

    Proline 3000 von innen - 28 Endtransistoren (je 7 pro Rail, immer 2 in Reihe)


    B-3600 von innen - 28 Endtransistoren pro Kanal (ebenfalls 7 pro Rail und je 2 in Reihe)

    Die Proline 3000 hat etwas mehr Leistung. Beide Endstufen haben 12 Netzteilelkos, wobei die Proline ihre Mehrleistung aus einer höheren Betriebsspannung bezieht. Die Proline 3000 spielt auch an 2 Ohm, während die beiden Zwillinge hier vernehmliche Abwehrreaktionen gegenüber Sinussignalen zeigen.
    Während die beiden Zwillinge nachweislich sehr zuverlässig spielen sieht man die Proline des öfteren zerschossen in Werkstätten stehen. Warum wieso weshalb - vielleicht ist es die hohe Verbreitung, denn was viel gekauft wird fällt auch häufiger auf!
    Ich habe bisher insgesamt drei Proline 3000 zur Reparatur hier gehabt. Eine mit defektem Relais, eine mit defektem Gleichrichter, und eine mit etlichen verbrannten Widerständen und kurzen Transistoren.
    Schaltbild konnten wir nicht bekommen. Ich kann sehr gut nachvollziehen wenn ein Vertrieb an dem alleinigen Service für seine Produkte interessiert ist, und daher keine Unterlagen außer Haus gibt. Weshalb diese Gedanken nicht von den anderen Handelshäusern geteilt werden ist die Frage? Mir scheint das man seitens der professionellen Händler (für gewerbliche Kunden) wesentlich mehr Interesse an einer ordentlichen und konstruktiven Basisarbeit hat, und daher auch im Reparaturfall nicht nur mit eigenen Werkstätten helfend zur Seite steht sondern im Bedarfsfall auch mit Plänen.
    In solchen Fällen muss der Käufer selber entscheiden, wie es um die Produktüberlebenszeit bestellt ist.
    Ich denke es würde zukünftig Sinn machen, wenn in Testmagazinen auch die Frage nach der Verfügbarkeit von Serviceunterlagen bewertet wird.
    Das Schaltbild - ein Problem was es füher schon bei TV-Geräten und Videorecordern gab. Dennoch bekamen Servicewerkstätten (Handwerkskammereintrag!) immer alle Auskünfte die sie brauchten. Ebenfalls löblich waren die Auskünfte der Werkskundendienststellen, die einem telefonisch und via Fax mit Rat und Tat zur Seite standen. Egal ob Thomson, Sony, Grundig und wie sie alle hießen - da wurde beraten und geholfen und nicht um den Brei herumgerührt.
    Aber auch in der Proaudio Branche der aktuellen Zeit gibt es erfreuliches zu Berichten. So hat erst kürzlich ART (Tascam) innerhalb kürzester Zeit Pläne zu einem alten Pro MPA Vorverstärker geschickt, Dynacord in Straubing ist ebenfalls sehr zuvorkommend, Monacor und Adam Hall senden umgehend per Mail, und viele Hersteller haben ihre Servicedoku ohnehin im Internet zum Download eingestellt. Das lobe ich mir!

  • madmax
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    • 18. Januar 2011 um 19:02
    • #18
    Zitat von "rockline"

    wenn in Testmagazinen auch die Frage nach der Verfügbarkeit von Serviceunterlagen bewertet wird.


    Na da fangt in der Tools dochmal damit an. :idea:
    Interessant dann vielleicht das jeweilige Statement des Herstellers, welches ja immer am Ende steht...

    Aber mal im Ernst; was sollte jemand mit so'nem Plan anfangen, außer was zu reparieren? Eigenbau? Lohnt nimmer.
    Und die fleißigen Chinesen hamm ja eh die Originalpläne...
    Und selbst für die wird sich eine Kopie eines Premiumproduktes mit exakt der gleichen Qualität und Eigenschaften des Originals nicht lohnen bzw. verkaufen lassen.
    Gut; das der Onkel Höllstern seine Geheimnisse nich verraten will, mag ja nochmal einleuchten. Obwohl mich der 'kleine' Unterschied schonmal interessieren würde.

    Naja umsonst waren die TV-Audio-Video Schaltpläne auch für Werkstätten nicht immer alle, wenn ich mich recht erinnere.

    Never stop a running System

  • rauenjan
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    • 21. Januar 2011 um 22:26
    • #19

    Die Endstufe spricht auf sämtliche Versuche mit Kältespray überhaupt nicht an.
    Der Fehler bleibt leider wie auch bisher bei zitternder positiver Gleichspannung, N- wie auch P-Seitig.

    Unterdessen meinte der zweite Kanal ständig "Signal" anzeigen zu müssen, obwohl keins anliegt.
    Sobald man den Lautstärkeregler an der Front aufdrehte, ging auch dieser Kanal in Protect.
    Daraufhin hatte ich meinen Verdacht auf der kleinen Platine mit XLR/Klinkeeingängen und dessen Versorgungsspannungen. (LM7815/7915/TIP122)
    Es gibt allerdings keine getrennte Schiene für Links/Rechts, dennoch tauschte ich mal auf Verdacht die 7815/7915.
    Das brachte das erlischen der Signal LED und somit wieder die Funktion des 2. Kanals. Zufall?
    Verblieben ist noch der TIP122, für den ich momentan leider kein Ersatz im Sortimentskasten habe.

  • R880
    Profi
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    514
    • 4. Februar 2011 um 22:41
    • #20

    Ich wohne gleich um die Ecke von besagter Firma und kenne deren Laufbahn etwas. Leider ist aus dem Musikgeschäft ein Kaufhaus geworden, die hauptsächlich Nachbauten in China herstellen lässt.
    Ich kaufe dort nur noch eher selten ein. PSE hat doch mal gute Endstufen hier in Deutschland gebaut. Naja, das ist sicherlich nicht mehr aktuell :?
    Egal was ich kaufe, ich versuche immer halbwegs deutsche Produkte zu kaufen. Leider wird das immer schwerer. Ich habe meiner Frau neulich ein neues Fahrrad gekauft und geschlagene 3 Tage damit verbracht bei einem Händler ein passendes aus deutscher Produktion zu finden. Gut, die Schaltung kommt dann wieder von Shimano :lol:

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