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Analoger 31Band EQ am Digitalpult - Insert oder einschleifen

  • christophh
  • 2. November 2011 um 17:33
  • christophh
    Beiträge
    370
    • 2. November 2011 um 17:33
    • #1

    Hallo zusammen,
    ich mache mir über folgendes gerade Gedanken, und weis nicht was besser ist:

    - Digitalmischpult: Yamaha 01v96VCM
    - analoger 31Band Stereo EQ (XLR - für die PA-Summe

    Zur Zeit mischen wir noch Analog, und der Summen-EQ wird über die Insert-Buchsen des MainOut angeschlossen.
    Wenn wir nun auf Digital (01v96) wechseln, habe ich ja 2 Möglichkeiten:

    A:
    Ich konfiguriere in dem Mainout einen Insert, bei dem ich z.B. 2 Omni-Out als Ausgänge "Opfer", und 2 freie Analoge Eingänge als Eingang konfiguriere.
    Vorteil: ich sehe am Mischpult den effektiven Ausgangspegel am LED Meter.
    Nachteil: ich schicke das Signal 1x mehr durch eine AD/DA Wandlung

    B:
    Ich gehe vom MainOut des 01v96 einfach in den EQ, und vom EQ direkt ins Multicore (PA)
    Vorteil: keine weitere AD/DA Wandlung
    Nachteil: der Pegel am LED Meter ist nicht zwingend mein tatsächlicher Ausgangspegel.

    Wie geht ihr in dem Fall vor, was ist in der Praxis das kleinere Übel?
    --> Alles unter der Annahme, dass die Ressourchen für die nötigen 2 Outputs und 2 Inputs für Variante A eh frei wären.

    Viele Grüße
    Christoph

  • tufkaklto
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    • 2. November 2011 um 17:35
    • #2

    Du ahst Dir viel schon selbst beantwortet.

    ich persönlich verwende keinen 31 Bänder mehr am 01v96 , drauf geschissen.... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

    Aber ich würde ihn eher hinten dran hängen als unnötig wandeln

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • christophh
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    370
    • 2. November 2011 um 17:46
    • #3

    Hallo,
    darf ich fragen, wie du so mit dem 01v96 bez. EQ im Master arbeitest?
    Kommst du Live mit den 4 parametrischen Bändern im Master hin, oder schleifst du dort dann noch eine FX-Engine ein?
    Gruß
    Christoph

  • yamaha4711
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    • 2. November 2011 um 19:36
    • #4

    Tacho!

    Pult MainOut -> EQ -> Multipair
    Ist das einfachste, ist transparent und hat weniger Fehlerquellen.

    klauston wird wohl den EQ des obligatorischen Controllers der PA nutzen bzw. davon ausgehen, dass der SysTech alles richtig eingestellt hat. Ansonsten kann man mit den vollparametrischen EQ's im Kanal ja auch einiges reißen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • tufkaklto
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    • 2. November 2011 um 20:56
    • #5

    Ne, wenn ich ein 01v96 habe, dann hab ich selten eine PA mit Controller.

    Ich mach das alles mit den 4 Bändern im Master.
    geht sich im REgelfall aus.
    Und sonst kann man noch zusätzlich über Bus gehen, dann hat man noch mal 4 Bänder

    Ich brauch heute kaum mehr einen 31 Bänder.
    Den habe ich nur für Gasttechs, weil die das wollen :D

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  • fabio hermann
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    • 2. November 2011 um 21:02
    • #6

    Ein schlauer Mann hat mal gesagt, wenn man mehr als 4 Bänder braucht, liegt das Problem woanders.

    Ich nutze das 01v96 normalerweile immer ohne externen EQ, außer wenn ich weiß, dass es kompliziert wird, dann bin ich doch ganz froh wenn ich was zum Anfassen habe wo ich schnell dran komme.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • ERICH
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    • 3. November 2011 um 06:52
    • #7

    Ich benutze auch ein 01V96 und verspüre nicht die geringste Lust einen 31 Bänder haben zu wollen.
    Und ich arbeiter immer mit PAs, die einen Controller haben (was das aucb immer mid dem Thema zu schaffen hat?). Wobei das auch eher ein Pluspunkt ist, wenn er passend eingestellt ist.
    Ich ziehe parametrische EQs immer dieser furchtbaren minifader vor.

  • tufkaklto
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    • 3. November 2011 um 06:53
    • #8
    Zitat von "Erich"

    Ich ziehe parametrische EQs immer dieser furchtbaren minifader vor.

    +1

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  • gert
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    • 3. November 2011 um 10:33
    • #9

    Analoger grafischer am Digitalpult? Geht gar nicht!!!! ! Da gibt's nur eins;Weglassen. Wenn der Pultmaster nicht reicht sollte man die PA tauschen.
    Grafische EQ waren zu Analog Zeiten schon Misst!

    Practice, Practice, Practice

  • hermste
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    • 3. November 2011 um 12:24
    • #10

    Das Thema, welche Vorteile und Nachteile beim Durchschleifen oder Insertieren entstehen, wurde schon mal behandelt:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=28&t=82765

    Viele Grüße,
    Hermann

  • tufkamar
    Gast
    • 3. November 2011 um 14:19
    • #11

    ... nur geht der verlinkte Thread von einem analogen FOH aus...

  • nojunk
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    • 3. November 2011 um 17:52
    • #12
    Zitat von "gert"

    Analoger grafischer am Digitalpult? Geht gar nicht!!!! ! Da gibt's nur eins;Weglassen. Wenn der Pultmaster nicht reicht sollte man die PA tauschen.
    Grafische EQ waren zu Analog Zeiten schon Misst!

    +1 :D

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • Audiowerk
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    • 4. November 2011 um 00:24
    • #13
    Zitat von "gert"

    Grafische EQ waren zu Analog Zeiten schon Misst!


    Ah ja. Jetzt wird hier endgültig alles an (früherem?) Standard als Idiotie hingestellt? Die Jahrzehnte ohne diese beschissenen Bildschirme in Mischpulten und Effekten müssen wirklich Beschallers Steinzeit gewesen sein. Wie die früher bloß arbeiten konnten? Aber war wahrscheinlich eh nur alles Bauernkirmes...

  • guma
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    • 4. November 2011 um 00:50
    • #14

    Mein erster richtiger Master-EQ war 1979 ein Ashly SC66a 2x4 Band parametric EQ http://www.ashly.com/historicparade.htm ein wirklich gutes Gerät. Nach einem sehr kurzen DN 360 Intermezzo folgte dann ca. 1991 der erste Varicurve. Ich besitze heute nur deshalb noch einen DN 370, weil ich den zu Lehrzwecken und für Kollegenwünsche brauche.

    Will sagen: das "graphische" eqen hat bei mir nicht so wirklich als Standard stattgefunden. :roll: :wink:

  • Kracky
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    • 4. November 2011 um 06:55
    • #15
    Zitat von "Audiowerk"


    Ah ja. Jetzt wird hier endgültig alles an (früherem?) Standard als Idiotie hingestellt? Die Jahrzehnte ohne diese beschissenen Bildschirme in Mischpulten und Effekten müssen wirklich Beschallers Steinzeit gewesen sein. Wie die früher bloß arbeiten konnten? Aber war wahrscheinlich eh nur alles Bauernkirmes...

    Sehe ich etwas anders, der GEQ war in meinen Augen immer nur ein Notbehelf. Parametrisch war, wie man an den Pulten ja selbst sieht grundsätzlich die bessere Wahl nur war das eben extrem Teuer im Outboard warum es oft wirklich nur im HQ Segment zu fingen war. Alle anderen Gurkten einfach mit GEQs rum, das war bezahlbar und funktionierte größtenteils auch ganz brauchbar, als Vergleich kann man z.B. billige Mischpulte nehmen, die hatten alle gerne im Master nen Pseudo GEQ und niemand ernstzunehmender hatte so was im Keller außer für Party. Wenn wir nun aber einfach mal ehrlich sind, die Zeiten haben sich geändert, wir sind alle einen guten Schritt in der Evolution der Technik weiter. Wir haben digitale Controller, die das Grundsetup des Beschallungssystems und viele weitere Möglichkeiten beherbergen, wir haben Digitalpulte die in allen Ausgängen ausreichend voll parametrische Filter anbieten um die wenn überhaupt noch nötige Anpassung an den Raum zu machen. Warum sollte man noch zusätzlich ein Gerät mit nehmen das in der Relation zum Nutzen nur Ballast ist?

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • skyworker
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    • 4. November 2011 um 09:33
    • #16

    Spannend - irgendwie. Ich habe - wenn ich so zurückdenke - in den letzten 25 Jahren meiner Meinung nach kaum einen ernsthaften Frontplatz gesehen, in dem nicht ein 31-Bänder verbaut war. In Betrieb war er durchaus auch irgendwie immer. Nun frag ich mich natürlich, wie wir alle das so lange falsch machen konnten? Unwissenheit? Verzweiflung? "Wir hatten ja nichts anderes"? Ich hab aber auch jede Menge (praktisch alle) weniger ernsthafte Frontplätze gesehen, an denen auch immer ein EQ im Spiel war - selbst bis runter in die Lagen, wo 31er schon ein Hauch von Luxus waren.

    Warum also merkt dann heute plötzlich jeder, dass das Unfug war? Liegt es daran, dass jeder "ernsthafte Mischer" jetzt nur noch digital unterwegs ist und tonnenweise Outboard onboard hat? Kann’s ja auch nicht sein, oder? Ein kluger Mann hat mal festgestellt, dass es eigentlich nur eine wirkliche Konstante gibt: nämlich die Tatsache, dass sich alle neuen Generationen darin einig sind, dass ihre Vorgängergenerationen nicht die geringste Ahnung hatten...

    Ich für meinen Teil war immer froh, so was antiquiertes und technisch völlig unzureichendes am Frontplatz zu finden und damit in der Regel schnell und ohne viel gekurbel zu einem Geschmackserfolg zu kommen. Und ich oute mich als immer noch Anhänger eines schmucken Equalizers mit 31 Bändern in der Summe. Gerne von Altair. Darf aber auch was anderes sein.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • gert
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    • 4. November 2011 um 09:41
    • #17
    Zitat von "Audiowerk"


    Ah ja. Jetzt wird hier endgültig alles an (früherem?) Standard als Idiotie hingestellt?


    Nicht zwangsläufig. Also ein Meyer CP10 Analog EQ oder auch der kleine TC war immer schon um Meilen besser. Nur leider damals teuer und nicht so einfach zu bedienen.
    Aber der gemeine Parametrische EQ war dem grafischen schon immer haushoch überlegen. Und als wir in den 90ern mit dem Messen angefangen haben war schnell klar das bei grafischen EQ die Filtergüte nie die richtige ist, die Mittelfrequenz meist an der falschen Stelle ist und das beim ziehen mehrerer Bänder nebeneinander oft der Phasengang erheblich leidet.
    Allesamt Probleme die der richtig bediente parametrische EQ nicht kennt.
    Gut waren die eigentlich nur aus zwei Gründen. Sie waren preiswert und waren im Monitor unschlagbar einfach zu bedienen in einer Zeit als es auf der Bühne noch Rudelweise Wedges gab die gerne mal gepfiffen haben.
    Aber als Klanggestaltungs EQ und FOH SystemEQ waren die immer bestenfalls ein Kompromiss. So nach dem Motto besser als nix!
    In den Theatern in denen ich in den 90ern gearbeitet hab waren grafische EQ verpoent!
    Das hat jetzt gerade eigentlich auch nicht soviel damit zu tun ob der FOH Analog oder Digital ist. Ich habe das schon lange vor meinem ersten Digitalen FOH gedacht!

    Practice, Practice, Practice

  • derautor
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    • 4. November 2011 um 12:34
    • #18
    Zitat

    nur war das eben extrem Teuer im Outboard warum es oft wirklich nur im HQ Segment zu fingen war.

    Mag sein. Obwohl, in den 90ern hatte auch Uli B einen recht brauchbaren analogen Parameteric-EQ (der noch ohne "Pro") zu den üblichen Konditionen am Start. Daran kann's also nicht gelegen haben, doch das nur am Rande.

    Vielmehr scheiterte es am Verständnis der Sache - viele Leute hatten (und haben) schlicht keine Ahnung, was sie da eigentlich machen, wenn sie am analogen Q-Poti drehten. Die anschauliche Darstellung einer EQ-Parametrik auf den Displays digitaler Pulte führt da zugebenermaßen zu deutlich besserem Verständnis und zu manchem Aha-Erlebnis. Und zu der Erkenntnis, dass ein grafischer EQ in Kombination mit einer modernen System-PA schlicht überflüssig ist.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • tufkamar
    Gast
    • 4. November 2011 um 12:45
    • #19

    seht ihr das für alle möglichen Ausspielwege (z.B. Monitor) so oder nur für "Main-PA"?

  • Kracky
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    • 4. November 2011 um 15:02
    • #20
    Zitat von "Skyworker"

    Spannend - irgendwie. Ich habe - wenn ich so zurückdenke - in den letzten 25 Jahren meiner Meinung nach kaum einen ernsthaften Frontplatz gesehen, in dem nicht ein 31-Bänder verbaut war. In Betrieb war er durchaus auch irgendwie immer. Nun frag ich mich natürlich, wie wir alle das so lange falsch machen konnten? Unwissenheit? Verzweiflung? "Wir hatten ja nichts anderes"? Ich hab aber auch jede Menge (praktisch alle) weniger ernsthafte Frontplätze gesehen, an denen auch immer ein EQ im Spiel war - selbst bis runter in die Lagen, wo 31er schon ein Hauch von Luxus waren.

    Sicher, musste ja auch weil es eben der technische Standard der Zeit war. Wie gesagt bei den ganz ernsthaften wird man sogar parametrische EQs gehabt haben. Aber das ist eben es war einmal und wandert nun Stück für Stück in den Ligen nach unten bis selbst dort das ganze irgendwann aussterben wird. Es ist fast traurig wie manche den guten alten Zeiten nach trauern, aber das Rad dreht sich nun mal unaufhörlich weiter und entweder man dreht mit oder bleibt auf der Strecke.


    Zitat von "marce"

    seht ihr das für alle möglichen Ausspielwege (z.B. Monitor) so oder nur für "Main-PA"?

    Also ich selbst habe schon seit Jahren keinen GEQ mehr im Lager, das einzige was ich noch habe sind digitale EQ von Phonic mit 12 voll parametrischen Filtern je Seite die sich von den wählbaren Frequenzen noch an der Stufung eines GEQ anlehnen, dort aber trotzdem noch variabel nach unten oder oben angeglichen werden können und selbst die Geräte sind nur noch sehr selten unterwegs und standen daher auch schon zum verkauft. Ich muss zugeben ich bediene sehr wenige Fremdmischer, entweder bin ich selber der Fremdmischer und komme mit dem aus was vor Ort ist oder ich arbeite mit meinem eigenen Material was mir persönlich natürlich am liebsten ist.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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