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Mischen um jeden Preis ?

  • guma
  • 4. Dezember 2011 um 09:46
  • nojunk
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    • 6. Dezember 2011 um 14:04
    • #41
    Zitat von "wora"

    was ich übrigens gar nicht mischen kann, ist "volksmusik"... dazu fehlt mir einfach das talent :D:D:D

    wie, du kannst net "band ab", "mic zu"? :shock:
    :lol: :lol: :lol:

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • wora
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    • 6. Dezember 2011 um 14:40
    • #42
    Zitat von "nojunk"

    wie, du kannst net "band ab", "mic zu"? :shock:
    :lol: :lol: :lol:


    nee, kann ich nicht, weil ich mir bei dem doppelzüngigen gesülze immer die ohren zuhalten muss... ich hab dann einfach keine hand frei :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tobias kammerer
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    • 6. Dezember 2011 um 21:41
    • #43
    Zitat von "wora"


    nee, kann ich nicht, weil ich mir bei dem doppelzüngigen gesülze immer die ohren zuhalten muss... ich hab dann einfach keine hand frei :D

    OT: Gerade die Geschichten zwischen den Titeln sind doch das allerschönste. Da kann ich mich so richtig freuen.


    Jetzt wieder zu Thread
    Was mir nicht ganz in den Kopf geht: Vom Prinzip sagt doch jeder im Thread, das man bestimmte Musikrichtungen besser mischen wird als andere. Die einen bewerten das etwas schwerer, die anderen etwas weniger. Aber die Threadfrage war ja, ob man deswegen auf den Job verzichten sollte oder nicht.
    Also sollte doch diskutiert werden:
    Ab wann ist die Grenze erreicht, bei der ich ablehnen sollte, obwohl z.B. am Auftrag alles stimmt, ich aber nur nicht der optimale für den Job bin.

    Da würde ich meine Schmerzgrenze sehr hoch hängen, da ja der Kunde auf mich zukommt. Da würde eben auch der alte Chirurg nicht ablehnen. Ich müßte ernsthaft vorhersehen, dass der Kunde nicht zufrieden sein wird UND Folgeaufträge oder mein Ruf davon abhängt, um abzulehnen.

    Wie ist da Eure Einstellung?
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • guma
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    • 7. Dezember 2011 um 00:13
    • #44
    Zitat von "Karel Noon"


    .....aber auch Clubs spezialisieren sich....

    Das sollte ja das von mir angesprochene "Mischerproblem" tatsächlich klein halten und die Betreiber verhalten sich ja in der Regel auch so, zum einen um sich von einander abzugrenzen und sich nicht unnötig Konkurrenz zu machen zum anderen um sich ein Profil zu verpassen. Allerdings handelt es sich bei den zwei Läden, in denen ich "Erlebnisse" hatte, jeweils um Betriebe, die sich in der letzten Zeit erheblich vergrößert haben, sodaß man da zwangsweise unterschiedlichere Sachen hinein buchen muß, damit genug Umsatz statt findet.

  • audiobo
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    • 7. Dezember 2011 um 02:13
    • #45

    Ich habe jetzt erst einmal eine Weile über das Thema sinniert bevor ich mich in der Lage fühlte dazu etwas zu schreiben.

    Für gewöhnlich stehe ich halt in der Position des lokalen (Club-)Technikers (wenn auch nicht festangestellt) - d.h. ich habe von kleinen Poetry-Slams über irgendwelche orientalischen Kulturgeschichten oder Musical bis zum derbsten Metal alles mögliche vor der Nase. Und um ehrlich zu sein: ich weiß nicht was von alledem ich am besten mischen kann. Aber dafür weiß ich ein paar andere Dinge:

    1. Leute (z.B. Bandmischer) die sich nur mit einer Musikrichtung beschäftigen sind in dieser nicht zwangsläufig besser als Allroundmischer. Erst in einem Bereich, in dem es tatsächlich auf kleine Details ankommt (gerade z.B. bei der Studioarbeit wenn man mit Dingen wie Autotune als FX, Soundumkehrungen, Schnitttechnik etc. arbeitet) können diese ihren Vorteil des musikspezifischen Knowhows anwenden. Die Basics sollte jeder drauf haben - für die meisten Genres.

    2. Die angebotene Mischqualität ist maßgeblich von der Lernkurve des Tonmannes abhängig - wenn dieser keinen Bock hat sich mit etwas neuem zu beschäftigen, dann wird das auch nix geben. Dieser "Lern-Unwille" kann natürlich durchaus genrespezifisch ausfallen (s. Volksmusik- und HipHop-Kommentare)

    3. Bei einem Großteil der von mir abgelieferten Ergebnisse bin ich ungeachtet der Anmerkungen irgendwelcher Gäste oder Kollegen nach dem Konzert maximal mittelprächtig bis einigermaßen zufrieden. Der Grund liegt darin, dass a) ich als Lokaler natürlich keine vorab an die Songs angepasste Effektauswahl bieten kann, hier muss ich mich mit ein paar schnellen Anpassungen in Sachen Hallzeit/-Charakter und Delay während der ersten Songsekunden begnügen, b) ich keine Zeit beim evtl. vorhandenen Soundcheck hatte um mir den tatsächlichen Klang der angeschleppten Trommeln/Gitarren und deren Zusammenspiel anzuhören (hier wieder ein potenzieller Vorteil eines festen Bandmischers, der das Zeug täglich vor der Nase hat) und c) schon ein grundsätzlicher Kampf auf akustischer (Raum) bzw. elektroakustischer (Lautsprecher, unzureichend klingende FXe usw.) Ebene herrscht. Letzteres gilt natürlich für alle gleichermaßen.

    4. Dass gerade diese Abwechslung den Job für mich interessant und spannend macht. Und ich beispielsweise bei der Autofahrt fast nie die Musikrichtung höre, mit der ich gerade die meisten Jobs habe. Außer ich will mir etwas ganz bewusst als Lehrmaterial anhören.

    Zitat von "guma"

    Allerdings handelt es sich bei den zwei Läden, in denen ich "Erlebnisse" hatte, jeweils um Betriebe, die sich in der letzten Zeit erheblich vergrößert haben, sodaß man da zwangsweise unterschiedlichere Sachen hinein buchen muß, damit genug Umsatz statt findet.


    Das klingt so, als wenn diese Betriebe vorher recht spezialisiert waren und damit natürlich auch das Weltbild der angestellten Techniker, die nun plötzlich alles mischen müssen aber nie die entsprechende Erfahrung sammeln konnten.

    Im übrigen bin ich persönlich auch generell ein Fan von Jobrotation um Betriebsblindheit und übermäßige Routine zu vermeiden, solange die Wechsel nicht zu oft/schnell und mit zu großen Sprüngen stattfinden. Und in dieser Branche hat man scheinbar oft entweder überlastete Allrounder, die alles gleichzeitig versuchen unter einen Hut zu bekommen (System, FoH, TL, womöglich auch noch Trucking und Dispo) oder durch über Jahre fehlende Lernanforderung festgefahrene Techniker, die den Fader Nr1 hochschieben, weil sie schon immer Fader Nr1 hochgeschoben haben. Kann passen - muss aber nicht. Beides ist für´n Ar...

    Ich für meinen Teil bin froh über jede Herausforderung an der ich wachsen und mein Wissen erweitern kann. Ein paar Sachen möchte ich anschließend vielleicht nicht mehr oder nur sehr selten machen (ich sag nur Apres-Ski-, Malle- und Schlagerpartys... :D ) aber die dabei gesammelte Erfahrung kann einem keiner nehmen.

  • gert
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    • 7. Dezember 2011 um 04:58
    • #46
    Zitat von "audiobo"

    Die Basics sollte jeder drauf haben


    Das ist ein wahres Wort!

    Zitat von "audiobo"

    wenn dieser keinen Bock hat sich mit etwas neuem zu beschäftigen, dann wird das auch nix geben. Dieser "Lern-Unwille" kann natürlich durchaus genrespezifisch ausfallen (s. Volksmusik- und HipHop-Kommentare)


    Was neuem gegenüber sollte man ruhig offen gegenüber stehen. In meinem Fall ist Hip hop nichts neues. Ich weiss ganz genau warum ich das nicht mag. Ich habe die Erfahrung bereits gesammelt :D


    Zitat von "audiobo"

    aber die dabei gesammelte Erfahrung kann einem keiner nehmen.

    Ganz genau so sehe ich das auch!

    Practice, Practice, Practice

  • audiobo
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    • 7. Dezember 2011 um 10:29
    • #47

    naja, auch der HipHop unterliegt halt einer gewissen Weiterentwicklung - ob man diese jetzt als positiv wahrnimmt sei mal dahingestellt. Es ist auch jedermanns gutes Recht solche Jobs abzulehnen und zu sagen "ist nicht mein Ding". Lieber, man schließt spezifische Sachen aus, als dass man sich ausschließlich und dauerhaft auf eine einzige so konzentriert dass man sonst nichts mehr wahrnimmt.

    Gruß Boris (der gerne mal guten HipHop mit witzigen Texten hört, aber noch Anfang des Jahres den Toursupport eines aufstrebenden "HipHop"-Stars abgelehnt hat, in der Angst nach 3 Tagen "Bitch"-Gelaber auszurasten und den Asis den Tourbus auseinanderzunehmen :D [P.S.: Nebenbei habe ich noch mit einem Haufen Kids zu tun die auf so etwas abfahren und deren soziales Verhalten wird dadurch definitiv nicht positiv gefördert])

  • billbo
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    • 7. Dezember 2011 um 12:31
    • #48

    Schönes Thema; zwei, drei Gedanken:

    In wie weit hat mischen in der Größenordnung 'Band kann/ will nicht mal einen geeigneten eigenen Mann dafür bezahlen' irgendwas mit dem zu tun, was wir PA - Romantiker uns davon idealer Weise erwarten? Können wir in diesem Fall in der Praxis überhaupt mehr beisteuern als den (mal mehr, mal weniger erfolgreichen) Versuch der Schadensbegrenzung?
    Ich behaupte: nein.

    Können wir eigentlich generell den hehren Gedanken der schöpferischen Klangformung (Studioarbeit) so ohne Weiteres auf eine X – beliebige Livesituation übertragen? Ich behaupte: nein. Hartholz auf Metal Kick Pad wird immer Klickiklicki klingen. Filz auf Evans Öl doppelt immer dumpf. Es klingt wie’s klingt; ich kann das Angebot lediglich verwalten. Und sollte dabei tunlichst den Versuch unterlassen, es gemäß meines persönlichen Geschmacksempfindens zu vergewaltigen. Das geht fast immer schief.

    Ist die Idee des programmangepassten örtlichen Tonlers realistisch? Ich behaupte: nein.
    In meiner 'festen freien' Heimatbaustelle ist das ganz schnell entschieden. Habe ich Zeit? Das ist schlecht; dann bin ich nicht auf Tour und muss meinen Kühlschrank sonst wie voll kriegen; also mach’ ich das. Nein? Dann macht’s ein Vertreter, der mit der Installation ausreichend vertraut ist und zufällig gerade Zeit hat (und seinerseits seinen Kühlschrank voll kriegen muss).
    Welche Band da spielt, ob es überhaupt eine Band ist, wie deren Personalsituation aussieht, wie der Tagesablauf sein wird – das erfährt der, der’s letztendlich macht, wenn’s gut läuft ein, zwei Tage vorher; ansonsten halt am Tag des Geschehens.

    Was gibt es besseres zum praktischen Erlernen des Livemischens als die unbekannte, schlecht klingende und miserabel spielende Vorgruppe mit Linecheck 15 Minuten nach Einlass in der ¾ leeren Halle. Deren Namen ich noch nie gehört habe und von der ich bis zum ersten Song keine Ahnung habe, welche Musik die machen? Egal, ob ich 4 oder 40 Jahre im Geschäft bin...

    Spezialisierung auf das, was mir persönlich gefällt? Privat höre ich zu 99% völlig andere Musik als die der Szene(n), in denen ich am häufigsten arbeite. Trotzdem bin ich da ziemlich gut. Zumindest für mich persönlich kann ich diesen Gedanken also guten Gewissens ausschließen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Dark
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    • 7. Dezember 2011 um 13:45
    • #49

    Das ist ja nicht nur beim Ton so und meiner Meinung nach beim Licht noch viel schlimmer!
    Ich denke das gerade bei der Ausbildung zur Fachkraft die Kunst viel zu knapp wegkommt.

    Und auch sonst stürzen sich alle viel zu viel auf Technik. Da werden nicht nur zur PL&S ganze Heerscharen Leute durch die Branche getrieben die nur auf der Suche nach dem tollsten Pult der lautesten Box oder dem hellsten Movinglight sind.

    Dabei sollte gerade der Sinn an Kunst doch den Ursprung bilden. Es hat noch keinem Tontechniker oder erst recht nicht dem Lichtler geschadet sich auch mal eine Gemäldegalerie oder Architekturausstellung zu betrachten.Macht der Künstler nämlich auch und läßt sich davon inspirieren - und wenn der Künstler eben bestmöglichst supportet werden soll hilft es sehr über den Tellerand zu schauen.

    Und dann kann man natürlich auch eine "neue" Kunstart verstehen. Natürlich wird es für den Ten Years After Mischer schwer einen Bezug zu Bushido zu finden - aber wenn er evt erst mal mit einem "Hip Hop" Act wie Clueso oder Fanta 4 angeködert wird um die Intension zu verstehen fällt ihm das Mischen leichter denke ich.

    Denn das er es ab und an machen muss ergibt sich aus finanziellen Zwängen.Ob nun seine oder die seines Stammhauses sei mal dahingestellt.

    Es wäre natürlich besser immer den Spezialisten am Platz zu haben aber ich denke wenn sich Techniker ähnlich mit Herz an die Musik begeben würden wie Künstler wäre das Problem viel kleiner.

    Das man als Profi natürlich die grundlegendsten Basics haben sollte versteht sich von selbst.Dazu gehört auch zu wissen welches Publikum welche Art von Bassdrum benötigt ;)

  • gert
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    • 7. Dezember 2011 um 14:25
    • #50

    Zur professionellen Beurteilung der eigenen Leistung gehoert aber auch zu wissen was man nicht so gut kann. In den meisten Faellen entscheiden andere Kriterien was man zu mischen hat. Aber wenn mich jemand anruft um eine HiHop show zu mischen muss ich davon ausgehen das er schon alle Spezialisten dieses Genre versucht hat. Wenn ich auf einem festival eine Band mischen muss die ich nicht kenne gebe ich mein bestes, bin mir aber 100% sicher das es jemand anderes besser kann. Ich kann da nichts negatives dran finden.

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 7. Dezember 2011 um 14:38
    • #51
    Zitat von "billbo"

    Können wir eigentlich generell den hehren Gedanken der schöpferischen Klangformung (Studioarbeit) so ohne Weiteres auf eine X – beliebige Livesituation übertragen? Ich behaupte: nein. Hartholz auf Metal Kick Pad wird immer Klickiklicki klingen. Filz auf Evans Öl doppelt immer dumpf. Es klingt wie’s klingt; ich kann das Angebot lediglich verwalten. Und sollte dabei tunlichst den Versuch unterlassen, es gemäß meines persönlichen Geschmacksempfindens zu vergewaltigen. Das geht fast immer schief. Ist die Idee des programmangepassten örtlichen Tonlers realistisch? Ich behaupte: nein.

    Du gehst romantischerweise davon aus, dass der geneigte Jungclubmixer das Signal tatsächlich so belässt, wie es auf der Bühne ist, d.h. du gehst romantischerweise davon aus, dass Mischer sich so verhalten, wie Du Dich verhalten würdest ?

    Das ist ja geradezu wildsozial68erromantisch :D:D

    Ich mußte leider gerade erleben, wie ein Steinberger-Bass auf dem dicken Bauch eines schwarzen Mannes aus New Orleans, der dieses Teil mit dem schnellen Daumen bearbeitete, die meiste Zeit nicht oder undefiniert dumpf wabbelnd zu hören war, ein perfekter Funk Bläsersatz, sich kreischend wie eine SKA Kreissäge in mein Ohr bohrte und aus dem genre-typischen uäkadiuäkadi der Gitarre eine dunkle Bratgitarre áus den grunge Sümpfen wurde und ich weiß ganz genau, dass man der Truppe und den Instrumenten anhören konnte, wie 's gemeint war ?
    Und nein ich bin weder Bassist noch Posaunist und nein der Systemer ist auch nicht schuld. Da ist es hoffentlich verständlich, dass mir sofort 4 Mixer in town einfallen, die diese Sorte Musik artgerecht behandeln.

    Ich bleib dabei: Man sollte nur mischen, wenn man weiß, wie 's da oben gemeint ist! ... und in dem Fall habe ich auch kein Verständnis für Leute, die ihren Kühlschrank füllen müssen, ... statt dessen sollte ich noch viel unnetter werden, als in meinem Threadstart empfohlen und statt dem zeitweiligen Austausch lieber eine generelle Ablösung des erlebten Herrn empfehlen ?

    Wie gert schon sagte: professionell ist zu wissen, was man nicht so gut kann.

  • billbo
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    • 7. Dezember 2011 um 16:54
    • #52

    Wie in diesem Thread schon zutreffend erkannt:

    Zitat

    Die Basics sollte jeder drauf haben


    Vielleicht solltest Du Dein traumatisches Erlebnis als Unfall verbuchen?
    Und wenn ich so an einige meiner Jungmixereskapaden zurückdenke :roll: ... also, ich finde JEDER hat eine zweite oder dritte Chance verdient :-D.

    Konnten sich der dicke schwarze Mann und seine Kumpels keinen eigenen fähigen Tech leisten, oder waren ihnen am Ende etwa Gage und Hotel – Sternekategorie wichtiger als die Kunst?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • billbo
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    • 7. Dezember 2011 um 17:33
    • #53

    Ist doch eigentlich ganz einfach:

    WENN es dem durchschnittlichen Publikum wirklich wichtig ist, wie gut/ authentisch der Künstler seiner Wahl live klingt/ rüberkommt,
    und WENN es Künstler gibt, denen das offenbar völlig wurscht ist,
    dann werden sich letztere auf Dauer wohl oder übel vom Livegeschäft verabschieden müssen. Gibt ja auch andere.

    Wenn nicht ... :roll: ... dann sollten wir vielleicht noch mal neu nachdenken.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • gert
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    • 7. Dezember 2011 um 17:35
    • #54

    Bei mir stellt sich das so da das ich die Zeit in der ich nicht das Mischen kann was ich glaube gut zu koennen, als Systemmann verbringe. Das macht mir auch Spass und ist auch eine dankbare Taetigkeit. Somit bin ich finanziell davon unabhaengig zu mischen was ich nicht kann. Man sollte immer bedenken das man nur so gut ist wie sein letzter gig. Waere doch schade wenn es ein gig ist den Ich garnicht machen wollte.

    Practice, Practice, Practice

  • billbo
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    • 7. Dezember 2011 um 18:01
    • #55

    Nee Gert, dass selbst Du das falsch zitierst. :D

    "You're always as good as your NEXT Job!"

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • karel noon
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    • 7. Dezember 2011 um 20:42
    • #56

    Billbo, deine Beschreibung trifft den Normaltechniker voll ins Herz, da sehr nah an dem täglichen geschehen, aber gumas Gedanke war bestimmt nicht alles so zu lassen wie es ist, und auch dahin gehen meine Gedanken:)

    Nur weil jetzt vieles im Argen ist, muß es doch nicht auf ewig so bleiben oder?

    Letztenendes muß natürlich der Kühlschrank voll sein, aber schon als Kind habe ich gelernt: tue etwas was du gut kannst, Dan bist du automatisch erfolgreich :wink:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Jens Droessler
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    • 7. Dezember 2011 um 21:00
    • #57

    Nun, ich denke, professionelle Bands fahren "ihren" Sound schon auf der Bühne. Der muss dann nur abgenommen werden, eventuell etwas an der "Verträglichkeit" geschliffen werden. Wer gute Mikros und eine freundliche PA hat, muss wenig drehen. Wers trotzdem tut, hätte lieber Technoproduzent werden sollen, da ist es erwünscht, so viel wie geht an Knöpfchen zu drehen. Anders ist es bei noch nicht ganz "reifen" Bands. Die wollen 70er Jahre Rock spielen, es kommt aber eher Metal aus dem Gitarrenamp. Da muss man dann emp-/befehlen, den Amp leiser zu drehen, von der Seite zu beschallen und das Notwendige am Mischpult zu erledigen, Stichwort Schadensbegrenzung. Auch hier sehe ich es so wie schon irgendwo anders geschildert: Wenn die Verbindung zwischen Gehörtem und Gewünschten herstellbar ist, muss man nur noch wissen, wie die Musik klingen sollte. Ob man sie mag oder nicht, finde ich da nicht sooo erheblich. Ich mag auch keinen "Isch mach eusch alle platt"-Hip Hop, aber warum soll ich das Geld an einem Mittwoch, wo nichts anderes ist, sausen lassen? Ich weiß, was die Jungs soundmäßig wollen und die Jungs, inklussive bekannter Künstler, sind zufrieden. Deswegen werde ich da immer wieder angefragt, öfter als mir lieb ist. Genauso habe ich Schlagerkünstler, musikmäßig auch nicht mein Geschmack. Aber ich weiß, was die wollen, ich weiß wie ichs hinbekomme, auch das läuft sehr gut. (Und nein, die machen nicht alle Vollplayback... aber bei vielen, die es machen kann ichs beim Abhören des Mikros per Kopfhörer sehr gut nachvollziehen). Weiter gehts mit Grindcore, der Soundtrack übelster Alpträume^^ Auch hier: Weiß man, was die wollen und wie mans erreicht, kann doch kaum was schiefgehen. Wichtig ist doch nur, dass man sich trotzdem Mühe gibt, auch wenns schon die neunte Band an dem Tag ist. Aber natürlich bringt die Mühe nichts, wenn man eigentlich kein rechtes Gehör für Musik überhaupt hat und immer nach Schema F vorgeht.

  • gert
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    • 7. Dezember 2011 um 23:46
    • #58
    Zitat von "Jens Droessler"


    Nun, ich denke, professionelle Bands fahren "ihren" Sound schon auf der Bühne. Der muss dann nur abgenommen werden, eventuell etwas an der "Verträglichkeit" geschliffen werden.

    Diese Meinung teile ich zu 100% nicht!

    Practice, Practice, Practice

  • tufkaklto
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    • 7. Dezember 2011 um 23:52
    • #59

    Das würde ich auch nicht unterschreiben.

    Du würdest Dich wundern , wieviel professionelle Bands nicht Ihren Grundsound auf der Bühne hinbekommen :D:D:D:D:D:D

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • guma
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    • 7. Dezember 2011 um 23:59
    • #60

    Diese Meinung teile ich ebenfalls nicht, sie kommt mir allerdings bedauerlicherweise bekannt vor. Der Herr vom Klangkrankenhaus empfiehlt hierzu wegen der Klangneutralität gerne Kugelmikrofone. :D

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