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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Genaue Bestimmung der Bassreflextuning-Frequenz per Messung

  • Thomas
  • 1. Mai 2003 um 16:03
  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 1. Mai 2003 um 16:03
    • #1

    Moin, ich werkel im Moment an einem neuem Subwoover und habe da zur Zeit ein kleines Problem mit der Messung der Tuningfrequenz das Bassreflexkanals.

    Kanäle sind in den Ecken und somit nicht gerade wirklich berechenbar...

    Ich habe nun folgende Messungen gemacht.
    1.) ganz Nah vor der membran eine normale Spl Messung. Dort müsste man ja theoretisch einen Einbruch bei der Tuningfrequenz bekommen.
    Dieser ist euch deutlich sichtbar bei 41,5 Hz, was locker mal 5 Hz zu tief wäre. Nun hat Adam aber neulich was davon geschrieben, dass diese Messung nicht genau ist, wenn ich mich recht erinnere.

    2.) Dann habe ich mal eine SPL Messung im Bassreflexkanal selbst gemacht, dort bekomme ich dann einen Peak bei ungefähr 47Hz, hier wollte ich auch eigentlich laden. allerdings hat wieder jemand anderes erzählt, dass die hier gemessene Frequenz auch nicht der richtigen Tuningfrequenz entspricht.

    Und ingesammt passt der Gemessene Gesammtfrequenzgang absolut nicht zur Simu mit Tuning bei 47 Hz.

    Habe heute in einer Regenpause mal Fix im garten den Gesammt SPL gemessen und der fällt gegenüber der Simu schon ca 10 Hz früher massiv ab.
    Das würde dann wieder dafür sprechen, dass das Tuning viel zu niedrig ist.

    Nun wollte ich mal fragen, was die Beste Methode ist um die genaue Tuning Frequenz des Bassreflexkanals auszumessen.

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 1. Mai 2003 um 20:38
    • #2

    mit ner impedanz messung

    sind beide peaks glech hoch befindet sich das tunning im tal.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Claudi
    Beiträge
    171
    • 2. Mai 2003 um 12:06
    • #3

    die Tuning Frequenz ist genau da, wo der Phasengang der Impedanz zwischen deren beiden Spitzen durch 0° geht.

    Gruß Claudi

    God gave Rock`n`Roll to you, so keep on...

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 2. Mai 2003 um 13:13
    • #4

    Mhh jo da habt ihr recht, wenn ich da gerade mal drüber nachdenke müsste das stimmen.

    Ich habe nur noch nie die Impedanz gemessen und muss mal gucken wie sich das mit meiner bescheidenen Ausrüstung realisieren lässt.

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 2. Mai 2003 um 14:53
    • #5

    Das ist halt die Frage, was man als Tuningfrequenz definiert.
    Das Minimum des Hubs läßt sich mit einem Sweep und einem Laserpointer gut erkennen.
    Günstig ist, wenn man ein Programm besitzt, mit dem man Sweeps wirklich schnell durch bloße Veränderung der Unter- und Obergrenze - sozusagen real time) generieren kann. Dann dauert das per Eingrenzungsverfahren keine 5min.
    Hubminimum und Impedanzminimum können bis zu 5Hz differieren.
    An sich müßte man seinen "Lieblingssimulator" mit einer sehr guten Freifeldmessung kalibrieren. Da taucht aber wieder die Frage der Klein- und Großsignal-TSPs auf.
    Entscheident ist ja, was die Box an akustischem Output unter realen (oder möglichst realitätsähnlichen) Bedingungen produziert. Der numerische Wert des Impedanzminimums interessiert eigentlich keinen toten Gasmann.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 2. Mai 2003 um 15:04
    • #6

    "Der numerische Wert des Impedanzminimums interessiert eigentlich keinen toten Gasmann. "

    Hehe da sagste was. :D

    Jo so hab ich das Hubmaximum bestimmt.
    Also mit Sinus Sweeps...

    Hab noch 2-3 Mal nachgemessen (scheiß wetter draußen -_-)
    39 Hz, mhh das ist locker mal 6 Hz zu tief.

    Sieht man auch an der gesammt spl messung, der schalldruck fällt ab 60 hz ziemlich ab.

    muss dann nachher mal die brettchen kürzen und nochmal ausprobieren.

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 2. Mai 2003 um 15:41
    • #7

    Am Ende bleibt eigentlich immer nur die ak. Messung.
    Am besten auf 2m (oder mehr) und auch mal bei 100W.
    Und vieleicht auch mal bei Voll-Last und eingeschränktem Frequenzbereich, z.B. erst ab 35Hz (um das Chassis nicht unnötig zu stressen).

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 5. Mai 2003 um 13:42
    • #8

    Grüsze!

    Laut D'Apollito ist die Messung wenige mm vor der Dustcap am richtigsten (und sollte gleich sein mit dem 0-Durchgang der Phase).

    Habe aber momentan den Fall, das bei meinem 12" Prototypen 2 Minimums auftreten ..... Aber beim 15"er funktionierts super! :)

    Beim ersten Bildchen deiner PN Kann man das Minimum nicht erkennen, es muß einen sehr schmalen und relativ tiefen Einbruch geben. Im Buch vom D'Apollito gibts entsprechende Grafiken zum Vergleichen!
    Das 2. Bildchen hat irgendwie nicht funktinoiert, heist es "tuning"? So soll es aussehen, 42Hz. 3-4 Hz zu tief wie simuliert ist schon real. Die Abstimmfrequenz sinkt ja schon 2Hz, wenn man den Woofer auf den Boden legt ....
    Daher auch mein Tip, die Rohre IMMER 10cm zu kurz zu machen und dann ....

    Dicht machen der Probekanäle mit Heißkleber. Hab' aber auch schon Probleme gehabt, die Dinger wieder rauszubrechen ....

    Hoffe das hilft etwas,
    JF

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 5. Mai 2003 um 15:31
    • #9

    Bin mit hilfe von ein pn's von martin schon erheblich weiter gekommen.

    hatte auch nen messfehler in meiner anordnung.
    Deswegen stimmten die sachen die ich dir geschickt habe nicht...
    Konnte mit einer neuen messung im garten die abstimmfrequenz ganz genau bestimmen.
    der einbruch ist nun sehr sehr deutlich zu sehen...

    tuning liegt bei bodenanordnung bei 41,4 Hz, was noch genau 3-4 Hz zu niedrig ist.
    Kanäle sind im moment 31 cm Lang und haben eine Fläche von 500 ccm.

    ich werde nun mal auf 25 cm Länge gehen und erneut messen.
    aber der umbau hat sich schon gelohnt.
    habe eben einen a/b vergleich auf der wiese gemacht.

    der neue sub kommt trotz falschen tuning weiter als der alte.
    der alte ist im nahbereich noch minimal druckvoller, aber das sollte nach korrektur des tunings bei dem neuen auch besser gehen.

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 5. Mai 2003 um 15:44
    • #10

    was macht der hub ???

    unter vollast ???

    wie mist dud s a


    amp volle kanne aussteueren lassen also
    gross signal oder bei einem Watt. ??


    ichhab meine so gemessen msee stimulus am pult odB input output chanal und master 0dB amp steuert also voll aus.
    test mit master ein bissle höher ob evtl ein cliping die messung beeinflusst
    clipp led geht nur bei extremem über treiben an.

    also ist mann noch lange vom clipp weg.

    meine CA 18 ist auf 0,775v volt empfindlich also werks einstellung
    hab mir das lange überlegt z.b auf 1,4 vo zu setzten, wie das camco macht sehe da aber momentan keinen grund für.


    ach ja am mess micro eingang hab ich die empfindlichkeit des kanales so eingestellt, das ich auch odb hab.

    am messgeräte in put kann ich das dann runter regeln , das ich da noch ne ordentliche anzeige bekomme.

    messabstand 1m auf dem boden zum response messen.

    zu leitung in den garten 30m 2,5qm speakon und 40m microleitung


    ich hoffe die messmethode ist so richtig.

    wenn die Box unter vollast beim messen nicht stirbt ,dann kann das konstrukt nicht so falsch sein.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 5. Mai 2003 um 15:55
    • #11

    hehe habe so ähnlich gemessen wie du thorsten.

    25 Meter Boxenkabel, und ettliche meter mikrokabel bis in den garten.

    behringer mess micro (sicher nicht das beste, aber für meine zwecke vollkommen ausreichend) dann ein phonic mischpult dazwischen, mit dem ich dann so weit austeuere, das noch genug luft bleibt.
    das ganze mit der software linearisiert (also pult und input in und out von der soundkarte)

    najo und dann genau in der mitte des gartens angefangen zu messen.
    habe mehrere verschiedene messungen gemacht. zur bestimmt der resonanzfrequenz des ports ist die eingangsleistung anfürsich nicht wichtig.

    Eine Max-Spl Messung habe ich auch kurz gemacht, aber habe natürlich keinen vergleichswert... ist mir anfürsich auch nicht wichtig, da ich damit nur rausfinden wollte ob das tuning wirklich zu niedrig ist.

    auf den membranhub habe ich dabei nicht geachtet, da ich weiß wieviel leistung der verwendete lautsprecher bei bassreflexbetrieb abkann...

    ich werde nachher dann mal die brettchen kürzen und morgen nochmal messen, aber so langsam wird das was.

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 5. Mai 2003 um 16:19
    • #12

    Grüsze!

    Welches Chassis verwendest du jetzt bei deinen Messungen? 42Hz sollten doch schon OK sein? (oder verwechsle ich da was?)
    Reflexbuckel bei ca. 47Hz scheint auch noch plausibel (hab' ich schon mal geschrieben, ein paar Hz höher als das echte Tuning).

    Bei meinen 15"ern paßt Simu und Frequenzgang in 2m am Boden auch nicht besonders zusammen - Ein ideales TSP-Konstrukt macht wohl doch etwas anderes als ein reales Chassis ....

    mfg
    JF

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 5. Mai 2003 um 17:37
    • #13

    nunja ich baue was sehr verrücktes.

    ein gehäuse in das man einen kappa 15 lf oder einen oberton 18 xb 700 einbauen kann.

    kappa 15 lf deswegen weil ich die halt noch habe und die erst endgültig rauswerfe wenn die chassis irgendwann mal fertig sind.
    weil anfürsich bin ich damit voll zufrieden.

    das gehäuse wird so, dass ich mit nur einem einzigen stichsägenschnitt auf der front, nachher nen oberton 18 xb 700 einbauen kann.
    ohne irgendwelche änderungen am tuning usw.
    das hat sich mehr oder weniger durch zufall ergeben.
    najo und wenn es möglich ist sollte man es auf jedenfall so vorsehen, dass man das recht einfach machen kann.

    mein tuning liegt im moment wirklich zu tief, das sieht man daran dass der schalldruck bei 50 hz schon abfällt... und dann bei 42 hz nochmal nen kleinen peak hat und dann wie nen stein abfällt.
    ist also wie gesagt zu tief.

    tuning soll auf 45 hz sein, dann passen warscheinlich beide chassis rein.
    bevor ich dann die subs endgültig fertige baue besorgen ich mir vorher noch nen oberton chassis und probiere aus, ob das alles so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe.

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 5. Mai 2003 um 17:48
    • #14

    falls es jemanden interessiert:
    http://www.extreme-webhosting.de/thomas/DSCF0024.JPG

    neu gegen alt, eben in meinem garten.

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 5. Mai 2003 um 18:11
    • #15

    Du brutaler Kerl!
    :D

    Aber 45Hz kommen mir für einen 18"er schon hoch vor?
    Ein Peak in der Abstimmung bringt zwar Pegel, aber irgendwie bin ich mit den klanglichem Ergebniss (hab' das gerade bei der Abstimmung eines 12" Woofers) nicht gerade zufrieden ....

    Abfall unter 50Hz dürfte schon OK sein, schau mal wo das Rohr arbeitet und Pegel macht! Wenn du noch höher tunst wirst du wahrscheinlich einen Buckel bekommen. Aber rein versuchsmäßig wärs schon interessant :-), stell dann mal beide Gesamtfrequenzgänge hier rein.

    mfg
    JF

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 5. Mai 2003 um 18:26
    • #16

    ich hab ja eben beide auf der wiese probegehört.

    und die alte version hat einfach noch etwas mehr hosenflattereffekt.
    die ist anfürsich viel zu hoch getuned, geht aber verdammt gut ab und klingt erstaunlicherweise gut.

    edit:
    die alte version der kiste ist auf ca 39 Hz getuned
    die reichweite der alten version ist aufgrund der kleineren ports etwas schlechter als die der neuen, aber es ist im nahbereich noch etwas druckvoller.

    So sehr kann man sich täuschen.
    Ich hatte gedacht das Tuning der alten Kiste liegt bei ca 50 Hz (sagten auch fast alle simulationsprogramme) tatsächlich liegt es aber bei 39 Hz, hab gerade nochmal nachgemessen.
    das erklährt nun einiges.

    hachja daran sieht man es geht doch nix über nachmessen.
    simulieren kann man wie verrückt, es kommt in der praxis oft nicht das bei rum, was man erwartet hat.

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 6. Mai 2003 um 15:58
    • #17

    Mhh ich habe nun mal beide subs an genau dem gleichen platz von ca 2 metern entfernung gemessen.

    <img src="http://www.extreme-webhosting.de/thomas/Beidesubs.jpg">

    das obere diagramm ist der alte sub:
    volumen 155 Liter, Tuning 39 Hz.

    das untere diagramm ist der neue sub.
    volumen 145 Liter tuning 41,4 Hz.

    Problem, der neue fällt stärker ab als der alte, was auch beim vollgass hörtest im garten nachvollziehbar war.

    eigentlich sollte das ja nicht der fall sein, ich kann es mir nur so erklähren, dass die bassreflexkanäle noch nicht dicht sind.
    die brettchen sind nur mit 4 schrauben festgeschraubt und an der frontwand notdürftig mit acryl abgedichtet.
    Nun brauche ich mal eure erfahrung.

    meint ihr der einbruch kann durch den undichten reflexkanal erfolgen?
    für mich ist das zurzeit die einzige sinnvolle erklährung.
    und achja den einbruch bei 100 hz nicht beachten, ich hatte eben nur ein ziemlich kurzes kabel und habe in der nähe eines geländers gemessen, das verursacht diesen einbruch... ist aber in diesem fall auch egal es geht nur um den bereich zwischen 30-60 Hz.
    die spl werte sind nicht auf 1 watt kalibriert, sie sind beliebig.

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