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Welcher Controller

  • Finelight
  • 11. Mai 2012 um 15:10
  • MIKE
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    • 19. Mai 2012 um 21:30
    • #41

    Anlagen können durch FIR gewinnen genau wie diese durch IIR verlieren können.

    Bei FIR muss man wissen was man tut.

    FIR ist halt selten durch die Angst vor ungewollten Laufzeiten.

    Aber auch von mir die Frage... Welcher Controller ist es denn geworden ?

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • Jens Droessler
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    • 20. Mai 2012 um 07:54
    • #42
    Zitat von "marcoboy"

    FIR kannst du nicht einfach mal herum spielen. Das muss aus der Impulsantwort berechnet werden bzw. anhand der Zielfunktion.


    Unsinn. FIR ist eine Methode, um Filter bereitzustellen. Damit lassen sich auch ganz einfach Hoch- und Tiefpass oder EQs machen, dafür muss nichts gemessen werden. Was du meinst ist Faltung (Convolution), wo eine Impulsantwort in das Nutzsignal eingerechnet, "gefaltet" wird, wodurch sich das Nutzsignal der Impulsantwort entsprechend verbiegt. Üblicherweise nutzt man als Impulsantwort im Bereich Lautsprecherbau eine Inversion der Impulsantwort des jeweiligen Lautsprechers, damit die Phase, der Frequenzgang und sogar Nachschwingen und (Horn-)Resonanzen des Lautsprecher korrigiert werden (Eine andere Anwendung ist z.B. Faltungshall, wo eine Impulsantwort eines Raumes oder gar eines Hallgerätes auf das Nutzsignal gefaltet wird). Dabei wird das dem Lautsprecher zugeführte Signal so vorgeformt, dass das ungewollte Verhalten des Lautsprechers damit "ausgelöscht" wird. Das klingt in der Theorie super, in der Praxis funktioniert das weit weniger gut. Als Beispiel nenne ich hier Schwingspulentemperatur und deren Einfluss auf die Impedanz, und damit auf Phase und Frequenzgang. Der Controller kann unmöglich wissen, wie heiß die Schwingspule ist, und selbst wenn er es wüsste, müsste es viele Impulsantworten im Controller geben, die dynamisch ungeschaltet werden können, je nach Betriebszustand der Lautsprechers. Auch Partialschwingungen lassen sich nicht korrigieren, da sie sich mit dem Wiedergabepegel verändern. Und es gibt noch mehr "Unkorrigierbares". Der Lautsprecher altert bekanntlich auch. Und letztlich kann eine Impulsantwort auch nur für den Punkt, an dem sie gemessen wurde, 100%ig korrekt sein. Man kann also auch damit aus einer Schweinekiste mit China-Hupe keine Edelbox machen, man braucht immernoch Highend-Komponenten und Knowhow, um gleichmäßige Abstrahlung, gleichmäßiges Verhalten über einen möglichst großen Leistungsbereich etc. zu erreichen, bevor man sich an FIR-Faltung heran wagt. Und dann muss man sich sehr genau überlegen, wie man die Impulsantwort beantwortet, um z.B. nicht Sachen zu korrigieren, die neben dem Messpunkt (Ich rede hier von der Achse, nicht von Raummessungen) ganz anders sind und daher besser nicht voll korrigiert werden dürfen). Und das ist der Punkt, warum so wenige Hersteller das machen und nur wenige Software das unterstützt.

    Zitat

    Beispiel ist der Hugo. Läuft mit 24bit und 44,1khz ! Fällt niemanden auf klingt mit Abstand besser als jeder andere Controller der heutigen Zeit wenn man überlegt wie alt das Teil ist.


    Dieses Statement verstehe ich nicht. Entweder der Controller klingt besser als alle anderen oder aber für sein Alter noch ganz gut. "Für sein Alter besser als alle anderen" geht nicht.
    Ja, der Controller war gut, aber es gibt klanglich deutlich höherwertige, und die gabs auch seinerzeit schon. Zum Beispiel arbeitet der Hugo pro Frequenzband mit angepassten Samplingraten. Nur der Hochtonausgang arbeitet mit 44,1kHz, alle darunterliegenden Frequenzbereiche mit geringerer, der Bassweg mit der geringsten! Nur konnten die anderen die "Tricks" (Faltung) des Hugo eben nicht.

  • marcoboy
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    • 20. Mai 2012 um 10:17
    • #43

    "Wie Volker schon sagte FIR ist nicht FIR. Einen Elektrischen Filter zu kompensieren ist nicht das Problem der ist bekannt. Aber Fehler im Lautsprecher dazu benötige ich einen Raum wo man die Phasenfehler vom Lautsprecher und nicht vom Raum sieht und Software die mir das zu einer Zielkurve verarbeitet. MF wäre mir die einziges bekannte Software die das kann."

    Steht doch schon oben Jens!

    Der Hugo hat Thermo Limiter der weiß wie heiß die Spule ist :D

    Das Aufspaltung der Samplingraten war damals die Einzige Möglichkeit das Technisch zu realisieren bzw. Preislich. Nicht der Hochtonweg arbeitet mit 44,1khz. Sondern der letzte Weg arbeitet voll der dafür ja benutzt werden muss. Damit man das Ausgleicht kann man die Ausgänge zu dem DA Wandler Skalieren.

    Der Hugo war ein Gerät was der damaligen Zeit weit voraus war. Auch heute in Tonqualität immer noch Maßstäbe einhält. Welcher Controller kann das schon behaupten?

  • Jens Droessler
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    • 20. Mai 2012 um 17:26
    • #44

    Deine Aussageliest sich aber so, als müsste für FIR-Filter immer irgendwas gemessen und vorberechnet werden. Das ist aber nicht so.

    Zitat von "marcoboy"

    Der Hugo hat Thermo Limiter der weiß wie heiß die Spule ist :D


    Nein, weiß er nicht. Er weiß nur, wieviel Durchschnittsleistung der Spule zugeführt wurde. Nein, genaugenommen nicht mal das, sondern nur wieviel Durchschnittsspannung zugeführt wurde, und dazu noch, wieviel Durchschnittsspannung der Setup-Ersteller dem Lautsprecher zumuten wollte. Das Minimum für eine Temperaturermittlung wäre wohl eine Stromessung zwischen Amp und Lautsprecher nebst Vorhandensein des Temperaturkoeffizienten des Schwingspulenmaterials im Controller. Damit ließe sich die Temperatur der Schwingspule berechnen. Eine Strommessung kann aber kein mir bekannter Controller, mit Ausnahme von in Endstufen integrierten, aber selbst da wüsste ich nicht, dass irgendeiner damit die Schwingspulentemperatur berechnen könnte.

  • mattias bost
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    • 22. Mai 2012 um 11:45
    • #45

    Hi,

    so, nun der Klangeindruck (plus anderes) zu MIKEs Apex Intellix^2 48, welche er mir zu genau dieser Einschätzung überlassen hat, da ich daheim zwangsläufig das Graß wachsen höre (meine "BMS-Amping-Suche" habt ihr vielleicht gelesen).

    Klang:
    Recht fein, neutraler und softer als meine DEQ2496(viaAES/EBU) in 2DCX2496 Kombination. Spielt räumlich mehr nach hinten raus, Rauschen auf ähnlichem, vielleicht etwas geringerem Niveau. Wär der Lüfter nicht so sagenhaft laut (unds Gerät preiswerter), käm ich ins Grübeln. Für mich interessant die Möglichkeit die vier Eingänge frei auf jeden Ausgang zu mischen (z.B. wg. Surround). Naja, und halt alles in einem Gerät. ABER:

    Negatives:
    - lauter Lüfter (s.o.)
    - Verbundene/verlinkte Kanäle wurden nach dem Verlinkungsprozess nicht mehr als solche (bei Anwahl irgendeiner Funktion eines verlinkten Kanals) angezeigt, sorry, das ist unbrauchbar
    - Gainstruktur undurchsichtig, das schöne Feature Max. Input Level und Max. Output-Level führt zu verschiedenen Gains, die, warum auch immer, NICHT gegengerechnet werden, im hektischen Vorortfeld, auhaua
    - Voll daneben, GEQ und PEQ gehen nicht bei 192ks, sind ABER anwählbar und werden an/aus dargestellt. Zumidest das sollte dort dem Anwender (falls halt Rechenpower fehlt) korrekt als NICHT anwählbar dargestellt werden.
    - Trennfrequenz via Drehrad in 0,1Hz Schritten, hallo, schon mal jemand damit 1000Hz durchschritten? Als Eingabefeld, naja, wenn man das haben möchte, seis drum, aber nicht als Durchstimmen via Drehrad.
    - keine 20Hz Terz im GEQ (fehlt mir), aber 20khz Terz. Da würd ich sagen, also entweder beide oder keine.
    - Ich hatte Probs mit vermutlichen Reststörungen auf dem Gehäuse/Masse bei nicht ganz sauberer XLR-Verkabelung (Masse in einem Stecker kam gegens Steckergehäuse, Rauschen ähnlich dem eines AES/EBU Signals auf einem Eingang (nur nicht so laut))
    - konnte Verknüpfen der Trennfrequenzen "benachbarter" Bänder nicht finden (obs das gibt?), da kein Handbuch zur Hand


    Positives:
    - freies Mischen jeden Eingangs auf jeden Ausgang (s.o.)
    - RMS und Peak-Limiter mit unabhängig einstellbaren Zeiten
    - freies Verlinken/Paaren der Kanäle (Wunsch dazu siehe unten)
    - Umfangreiche EQ Möglichkeiten

    Wünschenswert:
    - Lüftergeräusch drastisch minimieren (Muß)
    - Anzeige verlinkter Kanäle bei Anwahl der entsprechenden Funktionen (absolutes MUSS)
    - Verlinken von Kanälen nicht nur im Ganzen (kann jeder), sondern nach einzelnen Funktionsebenen (Delay, Time-Alignment, Limiter...), ich würd brauchen
    - 20Hz Terz

    Soweit, Grüße
    Mattias

  • marcoboy
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    • 22. Mai 2012 um 15:14
    • #46

    Das Teil ist schlauer als du denkst Jens

    "Peaklimiter in "vorrausschauender" Arbeitsweise und RMS Limiter modellieren das Lastverhalten des angeschlossenen Endverstärkers
    Endverstärker-Clipping wird durch kurze Attack-Zeitkonstante sicher vermieden
    "Controlled Overshoot" ermöglicht das Ausnutzen der maximalen Peakleistung
    RMS Limiter begrenzt die Dauerleistung des Endverstärkers auf den maximalen Wert
    Digitaler Thermo- und Excursion Limiter mit Modellierung von Schwingspulentemperatur und Membranauslenkung
    Attack-Time ist an das thermische Verhalten des Lautsprechers angepasst
    Thermische Zerstörung der Lautsprecher wird sicher vermieden
    Verhinderung zu großer Membranauslenkungen"

    Das kann kein anderer Controller. Das ist der Grund warum an ein Limit gefahrenes System mit dem Hugo nicht hört. Es geht mehr wie mit einen normalen Controller Setup. Richtig eingestellt nicht kaputt zu bekommen.

    Kurz gefasst er Bildet das Modell des Treibers nach und weiß schon wie heiß das ist und welche Auslenkung der Treiber machen wird. Bevor er es Ausgibt!

  • mattias bost
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    • 23. Mai 2012 um 14:29
    • #47

    Hi,

    Zitat

    Digitaler Thermo- und Excursion Limiter mit Modellierung von Schwingspulentemperatur und Membranauslenkung


    Modellierung, ja, aber ein Modell ist halt nur ein solches und wird zwangsläufig vereinfacht. Wo erfaßt z.B. das Modell, ob eine Box in der prallen Sonne steht oder im Schatten...?

    Thermische Zerstörung wird nicht sicher vermieden, da gibts nen Spezi, dem reihenweise die Chassis nach Tausch gegen neuere Nachfolgeprodukte (angeblich 1:1 Replacement) in den Hörnern durch thermische Einwirkung (in Kombination mit Auslenkungs-DC-Problemen) verendet sind. Die Chassis in DER Anwendung waren wohl nicht 1:1. Obs da eines neuen Modells bedürft hätte...?

    Ferner bezweifle ich, daß das Modell z.B. die "DC-Effekte" implementiert hat (sonst gäb es ja zwangsläufig Simulationen, die diese kritischen Bedingungen vorab untersuchen könnten, mir ist keine Simu bekannt).

    Peak-Limiter und RMS-Limiter im Hugo sind natürlich herausragend, grad in Kombination mit der Modellberücksichtigung. Aber ich möchte hier dem entstehenden Eindruck, daß Modellierung ein absolut(!) sicherer Weg ist, schon entgegentreten. Das geht nunmal nur über Messen am Chassis selbst.

    Ansonsten seh ich den Hugo, erst recht, wenn dieser umfangreich "durchkonfiguriert" ist, mit als den besten Controller. Aber der kostet auch nen anständigen Schlag.

    Grüße
    Mattias

  • Jens Droessler
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    • 23. Mai 2012 um 15:41
    • #48

    So sehe ich das auch. Das Modell kennt auch sicherlich nicht den Impedanzverlauf des Chassis im Gehäuse und weiß wie gesagt nur, wieviel Spannung zugeführt wurde. Dass der Hugo nicht gut klingt, habe ich nicht gesagt. Aber klanglich gibts besseres. Was dann passiert, wenn die Schutzschaltungen alle arbeiten müssen, ist wieder etwas anderes... und ganz ehrlich ist das nicht der Betriebszustand, der für eine PA normal sein sollte. Im Übrigen macht der Nexo-Controller das gleiche, und auch da gibt es ab und an Verluste. Der Controller kann über die Zustände in der Umgebung (z.B. 35°C im Schatten bei einem Open Air) und auch über die Zustände des Chassis (z.B. Alterung) nichts wissen. Auch hier ist nur die Spannung bekannt, und im Gegensatz zum Hugo sogar die, die die Endstufe ausgibt. Natürlich ist dieser nicht frei konfigurierbar.

  • unknown_artist
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    • 23. Mai 2012 um 17:53
    • #49
    Zitat

    Für eine Festinstallation suchen wir einen Controller.

    Vorgaben:
    mind. 4 In, 8 Out
    Vom Bediener ohne Menues direkt auf der (Hardware-)Oberfläche umschaltbar (4 Presets).

    Also ähnlich wie der XTA DP6i, jedoch mit 4 Ins. Kennt jemand entsprechende Alternativen?

    Xilica XP 4080 - evtl mit X-Panel als programmierbare Zugriffseinheit, die bei passender Einstellung nur den Wechsel des Presets zulässt.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • marcoboy
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    • 23. Mai 2012 um 18:48
    • #50

    Im Hugo gibt es zwei Konstanten.

    Die man verstellen kann berücksichtigt der Wärmekapazität der Spule. Die zweit wird errechnet und stellt die des Magneten dar. Weil sich erst die Spule schnell aufheizt bis zu einen Temperatur und dann ein Wärme Ausgleich zum Magneten erfolgt. In folge steigt die Spulen Temperatur weiter. Den Faktor muss man Probieren ;) Sagen wir es mal so aus gibt Erfahrungswerte mit gewissen Opfern.

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