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Desmag Artikel "Selbstständige sollen mehr zahlen!"

  • Patrick Krause
  • 13. Mai 2012 um 17:38
  • guma
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    • 21. Mai 2012 um 11:06
    • #41

    Der Schwachsinn mischender Zeitgenossen kennt ja nach unten keine Grenzen. ( gerade erzählt bekommen )

    Wenn jemand sich nach Schulabschluß und in Ausbildung mit Berufswunsch VT auf die Version:

    "Du darfst uns umsonst mischen ( ... und damit unsere Träume = CD Produktion u.s.w. mit finanzieren ) wenn wir dann berühmt sind, kriegst Du natürlich auch Gage"

    bei einer Band, die regelmäßig Gigs mit Gage hat, einlässt, verdient es nicht anders, als bei der nächsten Gelegenheit bei der VT Firma mit einem "Praktikumsplatz" o.ä. verarscht zu werden.

  • skyper
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    • 21. Mai 2012 um 12:28
    • #42

    auch sehr nett, wie für den großen Traumjob geworben wird:

    http://www.visions.de/news/16299/Jac…-der-Live-Sonne

    Öhm... das arme Schwein steht am Ende doch den ganzen Tag am Dock und buckelt Laster leer und voll,
    und sieht wenn es dumm läuft am Ende keinen einzigen Künstler.
    (oder wird auf die kleine Bühne eingeteilt, da kann er sich dann Metallica & Co auf
    der Rückseite seines Backstagepasses angucken - da steht nämlich der Zeitplan drauf...)

    Unvergesslich... einmalig... unentgeltlich :D

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • skyworker
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    • 21. Mai 2012 um 12:56
    • #43

    Schnell noch bewerben!!! Heute ist einsendeschluss!!!

    Kein Applaus für Scheiße!

  • nojunk
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    • 21. Mai 2012 um 14:08
    • #44
    Zitat von "skyworker"

    Schnell noch bewerben!!! Heute ist einsendeschluss!!!

    :lol: :lol: :lol:

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • billbo
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    • 21. Mai 2012 um 14:30
    • #45
    Zitat

    Der Schwachsinn mischender Zeitgenossen kennt ja nach unten keine Grenzen...

    Nee nee, so einfach ist das heute alles nicht mehr. 'Be my roadie, travel the world for free' war gestern. Seit sich die Bands die Reisekosten fürs Personal nicht mehr leisten können wird auch die Sache mit den Null - Euro - Jobs langsam eng.

    Man kann natürlich auf eigene Kosten hinterherreisen. :wink:

    (Hab' grad gestern als 'house production guy' mal wieder einen einstmals weltberühmten Act abgemischt. Wirkliche Cracks, ohne wenn und aber. Monitor vom FoH. "Sorry, we don't have a soundman anymore. We trust in your experience... :oops: ")

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • skyper
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    • 21. Mai 2012 um 18:38
    • #46
    Zitat von "skyworker"

    Schnell noch bewerben!!! Heute ist einsendeschluss!!!


    wenn ich da einen im Jack Daniels-Shirt hinter der Bühne rumstehen sehe
    lasse ich mir gleich mal 50 Müba-Steine als Ballast auf die Wings bringen,
    damit die Planen über dem Leergut wirklich nicht wegfliegen :D

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  • daniel heide
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    • 22. Mai 2012 um 05:57
    • #47

    Naja so Juxveranstaltungen wie die Nummer von JackDaniels oder irgendein Radiosender macht das derzeit auch noch sind ja was anderes als Kollegen die (leider eben meist nicht sehenden Auges) für Beträge arbeiten die Ihnen höchstens ein Existenzminimum sichern ohne in irgendeiner Art und Weise für die Zukunft vorzusorgen.

    Ich finde die Idee der Pflichversicherung für Selbstständige durchaus gut und hoffe inständig dass Sie in einem vernünftigen Rahmen in Angriff genommen wird.

    Mir fällt kein sinnvolles Gegenargument zur Verhinderung ein.

    Gruß

    Daniel Heide
    Lange Reihe 4
    99755 Hohenstein

    Lass dir von Keinem imponieren der sagt: "Das mache ich schon seit 20 Jahren so!" Man kann etwas auch 20 Jahre lang falsch machen.
    Bildung ist meistens kostenlos, manchmal auch umsonst!

  • Mechwerkandi
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    • 22. Mai 2012 um 11:45
    • #48
    Zitat von "daniel heide"


    Ich finde die Idee der Pflichversicherung für Selbstständige durchaus gut und hoffe inständig dass Sie in einem vernünftigen Rahmen in Angriff genommen wird.


    Pflichtversicherung oder Versicherungspflicht?

  • gert
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    • 22. Mai 2012 um 14:53
    • #49
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Pflichtversicherung oder Versicherungspflicht?


    Schoenes Wortspiel Andy :D Gefaellt mir gut.

    Nun das Problem bei der Versicherungspflicht ist ja die Kontrolle. Diese muss man ja regelmäßig machen und sich dann auch mit den Versicherungen absprechen. So wie bei der KFZ Versicherung wo die Polizei Bescheid bekommt wenn jemand nicht bezahlt hat. Noch dazu müssen die privaten Versicherer ja auch noch versichert sein. Damit man im Ernstfall ( Versicherung geht pleite) nicht mit offenem Latz da steht. Ich glaube diese Kosten könnte man besser nutzen.
    Finde schon das es eine staatliche Versicherung wie bei Angestellten und Arbeitern gibt sein sollte. Nur jedoch mit guter Einpflege von privater Versicherung. So im RiesterRente Stil.
    Im Moment ist es auf jeden Fall nicht fair. Ob es einfach ist oder nicht ist nicht das Thema. Aber jeder Arbeitnehmer zahlt im Durchschnitt viel mehr fuer schlechtere Leistungen als der Selbständige. Und dann dürfen sie mit ihrem eingezahlten Geld dann am Lebensende noch alle die mit auffangen die sich während Ihres Arbeitslebens eben nicht gekümmert haben. Und leider ist diese Zahl viel höher als man sich wünscht. Das denen das übel aufstößt kann ich gut verstehen. Und ohne diese Gelder geht's halt auch nicht.
    Also meiner Meinung nach würde eine Pflichtversicherung zu mehreren positiven Dingen führen. Also zum einen wird der Markt von Billigheimern und Dumpern zumindest etwas bereinigt, zum anderen würden viele Leute in eine Festanstellung gehen welche vorher eben als Freiberufler arbeiten müssten obwohl sie dazu gar nicht geeignet sind. Viele der klassischen Selbständigen mit Material und vernünftigem Geschäft müssten halt etwas umstricken was die Versicherung betrifft aber das bisher privat eingezahlte ist ja nicht verloren.

    Practice, Practice, Practice

  • Mechwerkandi
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    • 22. Mai 2012 um 18:40
    • #50
    Zitat von "gert"


    Also meiner Meinung nach würde eine Pflichtversicherung zu mehreren positiven Dingen führen.


    Dann lieber eine Versicherungpflicht, d.h. ich muss rentenversichern, kann mir aber aussuchen, wie.
    Pflichtversicherung wäre eine vorgeschriebene Kasse für alle Betroffenen, mit vorhersehbaren Folgen für die Rendite...

  • gert
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    • 22. Mai 2012 um 19:19
    • #51

    Den Unterschied habe ich schon verstanden Andi, Ich weiss nur nicht wie man das überwachen soll. Bei der KFZ Versicherung zb ist das ein grosser Teil der KFZ Steuer.
    Mit der privaten Version gibt es halt andere Probleme. Als Beispiel kann man sich da super anmelden und hat dann eine Police die man dem FA zeigen kann. Danach wird man akzeptiert und wenn man dann einfach nicht bezahlt fliegt man raus und kann dann relativ lange unbehelligt unversichert weiter arbeiten.
    Das ist heutzutage bei der Krankenkasse schon Alltag und viele Kollegen zahlen halt einfach nicht. Was mir an der privaten Version halt auch nicht gefällt ist das man sozusagen egoistisch versichert ist. Die private Rente zahlt ja ( wenn überhaupt!!) nur an Mitglieder aus. Damit bleibt die soziale Last an den regulären Arbeitnehmern hängen. Das ist nicht fair und die Arbeitnehmerverbände sind zurecht sauer drüber.
    Aber bitte nicht vergessen wir reden hier nicht über Unternehmer die auch ein Risiko tragen und zb Material haben oder sogar Leute einstellen. Ich beschwere mich nur über Leute die Scheinselbständig sind und Leute die die Einsparung durch Nichtversicherung nutzen um anderen Leuten die Preise kaputt zu machen.
    Im Prinzip gebe ich Dir Recht sehe aber nicht das das durchführbar ist. Von daher die Pflichtsozialversicherung im preislich guten Rahmen fuer alle und dazu private Absicherung nach Wunsch.
    Und ich finde 300 Euro im Monat sind durchaus fair.

    Practice, Practice, Practice

  • buzz
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    • 22. Mai 2012 um 20:19
    • #52

    Mir stößt bei der ganzen Umverteilerei einfach nur auf, dass wir wieder eine, schier endlose, Bürokratie dafür brauchen, die erhebliche Anteile der eingezahlten Beträge wieder auffressen wird.
    Dazu kommt, dass wir damit zudem auch noch eine weitere Querfinanzierung (Gieskannenprinzip) für Gottweiswas auf's Auge gedrückt bekommen werden würden.

    Es wäre imho ein Leichtes, jährlich (z.B. mit der Steuererklärung) ein Zertifikat des gewählten Versicherers einreichen zu müssen. Kein Zertifikat = keine Steuererklärung = Ärger.

    Klar gibt es einige Selbständige, die so dumm sind, nicht für das Alter vorzusorgen, aber dass für diese Flachpfeifen dann wieder die vernünftigen Selbständigen büßen müssen, widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden. Denn genau diese "Spezialisten", die jetzt schon keinen Cent für die Rente zurücklegen können oder wollen, werden sicherlich durch eine Zwangsvorsorge nicht damit anfangen, sondern vielmehr einfach in die Schattenwirtschaft abtauchen, oder schlicht und ergreifend nur noch Transferleistungen beziehen, die wir, die "genug" verdienen, auch noch abgepresst bekommen.


    Ich bin ein klarer Gegner dieser Pflichtgeschichten jedweder Art, denn was kommt denn danach..?
    Pflicht-Berufshaftpflicht (die viele auch nicht haben), am Besten auch bei einem vorgeschriebenen Träger, denn es ist ja so einfach, im Fall eines Schadens einfach die Hand zu heben und weich in's soziale Netz zu fallen..?


    Nee, wenn ich mir ansehe, wie wenig tatsächlich gegen Scheinselbständigkeit getan wird, habe ich einfach keinen Glauben daran, dass irgendeine Form von Pflichtversicherung etwas gutes bewirken könnte!

    Just my 0,02€

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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  • tufkaklto
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    • 22. Mai 2012 um 21:20
    • #53

    Wie gesagt, in Österreich gibt es die Pflichtversicherung schon immer und ioch verstehe da den Stress nicht .

    Ich finde das gar nicht so schlecht, man hat eine Versicherung und gut ist das.

    Ebenso schreiben ja viele Firmen eine Berufshaftpflicht vor und ganz ehrlich, wen keine hat lehnt sich schon sehr weit aus dem Fenster.
    Und läßt im Ernstfall jemand Anderen auf dem Schaden sitzen.
    Ist das sozial????

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • gert
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    • 22. Mai 2012 um 22:10
    • #54
    Zitat von "buzz"

    Es wäre imho ein Leichtes, jährlich (z.B. mit der Steuererklärung) ein Zertifikat des gewählten Versicherers einreichen zu müssen. Kein Zertifikat = keine Steuererklärung = Ärger.

    Ok das ist im Januar, im Februar zahlt der Kollege dann nicht und ist ab März nicht versichert. Dann tritt ab April der Sozialfall ein und dann zahlen wieder alle Arbeitnehmer fuer den Kollegen. Frag mal Deine Frau oder Deinen Vater was die davon halten das Du da nicht mitzahlen musst und sie aber beide auf jeden Fall mitzahlen.
    Also ich finde es schon sehr unsozial sich gegen den Minimalsatz zu wehren. Dann muss man aber auch im Umkehrschluss bereit sein wenn die eigene Versicherung floppt auch mal Hunger zu haben wenn man 70 ist.
    Im Umkehrschluss können wir ja auch mal sagen. Ok jeder Arbeitnehmer zahlt Prozentual die gleichen Abgaben wie die Freiberufler. Also alles. Steuern, Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung und so weiter. Dann gibt es kein Hartz 4 und keine Hilfe fuer Behinderte und alte Leute.
    Keine Sorge ich bin kein Althippy, finde aber schon das man sich an der Gesellschaft beteiligen sollte wenn man sie denn auch in Anspruch nehmen will. Das ist doch nur eine Frage der Organisation.
    Und wenn man schon dabei ist kann eine staatliche Versicherung auch Umsatzabhängig sein. Dh wenn es mal schlecht läuft zahlt man auch weniger. Probier das mal bei der Arroganz!

    Practice, Practice, Practice

  • fabio hermann
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    • 23. Mai 2012 um 03:46
    • #55

    Ich finden den Vorschlag von buzz bisher am besten. Wer zusammen mit der Steuererklärung keine Bescheinigung vorweisen kann, dass er selbst im vergangenen Jahr für seine Renten gesorgt hat, zahlt im folgenden Jahr automatisch und gezwungen in die staatlichen Kassen ein, ohne wenn und aber.

    Auch mich stört die Umverteilerei extrem, ich bin nicht bereit etwas von meinem hart verdienten Geld an Leute abzugeben, die keine Lust haben zu arbeiten.
    Auch habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn jemand der härter oder mehr arbeitet mehr Geld verdient, oder wenn Leute im Leben Glück gehabt haben oder zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen haben, wesentlich mehr Geld haben, ich finde das fair.

    Aber ich muss dir allerdings zustimmen Gert, Leute die nicht selbst für ihr Einkommen sorgen können, sollte staatlich unterstützt werden, ob das jetzt alte, kranke oder auch alleinerziehende Eltern im gewissen Rahmen sind ist mir dabei völlig gleich. Und diese Leute sollten meiner Meinung nach auch mehr bekommen als sie aktuell bekommen.
    Im Gegenzug sollten alle, die ein bequemes Plätzchen in der sozialen Hängematte gefunden haben nichts mehr bekommen!
    Es kann passieren, dass man seinen Job verliert und dann auch Probleme hat einen neuen zu finden, alles kein Problem solange man arbeiten will. Deshalb fände ich es sinnvoll, wenn man nach einer gewissen Übergangszeit, an staatlichen Arbeitsmaßnahmen teilnehmen müsste, wenn nicht gibt es auch kein Geld mehr.
    Ob man dabei täglich 8 Stunden die Straße fegt, Müll einsammelt oder etwas andere sinnvolles für die Gemeinschaft und somit die Leute tut, die einen durchfüttert oder Sandsäcke von einer Ecke der Halle in die anderen schleppt ist dabei egal. Die Leute die arbeiten wollen werden damit kein Problem haben und die Leute die nicht arbeiten wollen, werden sich schnellsten um einen entspannteren Job bemühen und damit dann auch selbst die soziale Sicherung stützten.
    Dadurch würde auch mehr Geld für die Leute übrig bleiben die es wirklich brauchen.


    Auch wenn es mir in gewisser Weise leid tut, die Diskussion jetzt noch weiter in politische zu ziehen, auch weil das Pa Forum dafür der falsche Ort ist, aber das musste jetzt einfach mal raus.
    Leute die sich an dem Beitrag stören oder meine Meinung nicht akzeptieren können, sind gerne eingeladen sich mit mir per pm drüber zu unterhalten oder aber die Beitrag einfach zu ignorieren.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • tufkadib
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    • 23. Mai 2012 um 08:41
    • #56
    Zitat von "buzz"

    Mir stößt bei der ganzen Umverteilerei einfach nur auf, dass wir wieder eine, schier endlose, Bürokratie dafür brauchen, die erhebliche Anteile der eingezahlten Beträge wieder auffressen wird.


    Nun. Ich erzähle mal von einem kleinen Land. Dort existierte eine Krankenkasse, für alle Einwohner. Dort gab es auch eine Versicherung. Auch für alles.
    Keine 300 Glaspaläste, in denen 300 Vorstände jeweils fürstliche Gehälter wollten.
    Dort gab es aber nicht nur ein Recht, sondern auch die Pflicht zur Arbeit. Wer nicht arbeiten wollte, saß.

    Zitat von "buzz"

    Ich bin ein klarer Gegner dieser Pflichtgeschichten jedweder Art, denn was kommt denn danach..?


    Da es mit Freiwilligkeit offensichtlich nicht funktioniert, muß eben nachgeholfen werden.

    Zitat von "buzz"

    Pflicht-Berufshaftpflicht (die viele auch nicht haben), am Besten auch bei einem vorgeschriebenen Träger, denn es ist ja so einfach, im Fall eines Schadens einfach die Hand zu heben und weich in's soziale Netz zu fallen..?


    Wenn man Auto fahren will, ist eine HP richtigerweise zwingend erforderlich und niemand regt sich auf.


    MfG
    DirkB

  • buzz
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    • 23. Mai 2012 um 08:43
    • #57
    Zitat von "DirkB"

    Nun. Ich erzähle mal von einem kleinen Land. Dort existierte eine Krankenkasse, für alle Einwohner. Dort gab es auch eine Versicherung. Auch für alles.
    Keine 300 Glaspaläste, in denen 300 Vorstände jeweils fürstliche Gehälter wollten.
    Dort gab es aber nicht nur ein Recht, sondern auch die Pflicht zur Arbeit. Wer nicht arbeiten wollte, saß.

    Und, was ist aus dem Land geworden..?


    So eine Solidargemeinschaft funtkioniert natürlich nur dann, wenn mindestens genausoviel einbezahlt wird, als ausgegeben wird.
    Meines Erachtens sollte man dringend mehr an der Ausgabenseite verändern, als an der Einnahmenseite - alleine schon auf Grund des (nicht wegdiskutierbaren) demoraphischen Wandels!
    Wer von Euch, die noch unter 50 sind, denkt denn tatsächlich, dass er mit der staatlichen Rentenversorgung ein anständiges Leben im Rentenalter führen kann? Die unter 35 jährigen mag ich gar nicht fragen...

    In der Tat ist es doch so, dass die Rentenkassen nahezu leer sind und die vorgesehene Abgabe einzig dem Zweck dienen soll, die Zahlungen für derzeitigen Bezieher irgendwie querzufinanzieren.
    Glaubt einer von Euch wirklich, dass er von dem Geld, was er jetzt einzahlen soll, im Alter noch irgendetwas empfangen wird?
    Je mehr Einzahler (=Bezugsberechtigte) wir jetzt schaffen, desto größer werden die Probleme dann, wenn's an's auszahlen geht.
    In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Anspruchsberechtigten dermaßen aufgebläht worden, dass das große Problem in der Zukunft erst noch kommen wird - daran ändert auch eine Vergrößerung der Anzahl der derzeitigen Beitragszahler (=zukünftig Anspruchsberechtigten) nichts!
    Ich bezeichne die Idee der Pflichtversicherung gerne als Strohfeuer. Wie wenn man das letzte Stroh, auf dem man sich bettet, anzündet um den Raum kurz aufzuheizen. Erst später wird man merken, dass man nichts mehr hat, worauf man sich betten kann, und zwar für immer.
    Auf kurze Sicht wird Geld in die Kasse gespült, auf lange Sicht sind die Folgen jedoch äußerst unbequem.
    Derzeit sieht's doch so aus, dass man die Bürger einfach im Glauben lässt, dass alles gut werden wird, hauptsache man holt alle in's Boot, ohne dabei zu beachten, wie tragfähig dieses Boot überhaupt ist. Gleichzeitig werden die Ersparnisse derer, die auf eigene Verantwortung vorsorgen, einfach mal eben weginflationiert.
    Egal, ob man direkt in's staatliche Rentensystem einzahlt, oder bei irgendwelchen privaten Anbietern einzahlt - der Wert des eingzahlten Geldes wird drastisch sinken und es wird ein großes Wehklagen geben, wenn bekannt wird, wem das angesparte Geld später einmal noch zum Leben reichen wird.

    Ich persönlich sorge für meinen Lebensabend vor und zwar außerhalb des staatlichen Geld- und Rentensystems - ob's der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Allerdings bin ich sicher, dass es auf mittelfristige Sicht einen radikalen Umbau des Sozialsystems geben werden muss - das wird äußerst schmerzhaft werden. Demnach denke ich, dass jeder zusätzlich eingezahlte Betrag, dieses unweigerliche Fiasko zwar verzögern, aber nicht aufhalten kann.

    Entgegen der sozialromantischen Vorstellung, dass alle langfristigen Probleme durch immer mehr Einzahler lösbar sind, von mir also ein klares NEIN zu einer Pflichtversicherung oder Versicherungspflicht.

    P.S. Noch kurz zu meinem (zugegeben etwas polemischen) Beispiel Betriebshaftpflicht:
    Glaubt Ihr wirklich, dass alle selbständigen so eine Versicherung haben..? Jeder sollte, aber ich kenne ausreichend Beispiele von Ein-Mann-Unternehmen, die da gar nichts machen und lieber pleite gehen, als diesbezüglich Vorsorge zu treffen. Gerade das vielzitierte Transportgewerbe glänzt da mit völliger Arglosigkeit... Außer der Zwangs-Haftpflicht für's KFZ ist da nicht viel - und wenn eine Palette hochwertiger Güter beim Verladen von der Rampe kippt, dann wird eben die Hand gehoben und das Gewerbe auf Frau, Familie oder Kumpel neu angemeldet...
    Wäre doch eine ideale Idee, um dem Staat mehr Geld in die Kasse zu spülen. Einfach eine Zwangs-Betriebshaftpflicht bei einem staatlichen Träger für alle, egal, ob man schon so eine Versicherung bei einem privaten Träger hat, oder nicht.
    Und nein, so weit hergeholt ist dieses Beispiel nicht, denn auch jede Privatinsolvenz kostet die Volkswirtschaft gehörig Geld...


    So, und nun ist's gut von meiner Seite ;)

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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  • gert
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    • 23. Mai 2012 um 09:02
    • #58

    Um es noch mal in die VA Technik zurückzuführen würde ich gerne ein paar Vergleiche machen. Mir ist es eben wichtig zu verstehen warum man als VA Techniker ( Und ich rede nicht von Verleihern) selbständig sein muss und als KFZ Mechaniker eben nicht!

    1. Beide gehen 3 Jahre in die Lehre
    2. Beide lernen ca den selben Stoffumfang ( Menge )
    3. Beide arbeiten voll Weisungsgebunden
    4. Beide benötigen die gleichen Schulabschlüsse.

    Um selbständig zu sein muss der KFZ Mechaniker

      1. Einen Meisterbrief machen
      2. der Handwerkskammer beitreten
      3. Eine Investition in Ausrüstung und Gebäude tätigen


    Um selbständig zu sein muss der VA Techniker

      1. Keinen Meisterbrief machen
      2. keiner Handwerkskammer beitreten
      3. keine Investition in Ausrüstung und Gebäude tätigen.

    Bei den anderen klassischen Freiberufler Berufen sieht es noch schwerer aus. Als Anwalt oder Steuerberater oder gar Zahnarzt sieht die Sache noch gröber aus.

    Nun der klassische KFZ Mechaniker hat dann im jungen Alter (Lohnsteuerklasse 1 NV) mit ca 45% Abzügen zu kämpfen. Wenn der 2000 Euro einnimmt kriegt er 1100 Euro raus.
    Also ich finde schon das der normale VA Techniker ( also wie gesagt ohne Investition und Personal) und ganz besonders der neuer VA Techniker Beruf wie er jetzt ausgebildet wird nicht zur Selbständigkeit rechtfertigt. Das ist den anderen Ausbildungsberufen gegenüber unfair. Und ich glaube auch das auf lange Sicht nur die Leute die diese Freiberufler nutzen auch die sind die richtig was davon haben.
    Fuer die ist es doch super.

      Die Kollegen arbeiten viel mehr Stunden .
      Ich bezahle nur was ich brauche.
      Wenn ich Leerlauf hab kostet es nix.
      Ich muss keine Lohnbuchhaltung machen.
      Arbeitsschutz findet nicht statt.
      Ich brauch nicht zu kündigen sondern nur nicht mehr anrufen.
      Wenn ich den Job verliere kann ich alle nach Hause schicken.
      Ich kann bei den Preisen dumpen und wenn nötig auf billigere Leute zugreifen.

    Aber wie buzz schon sagt sollte man an der Ausgabenseite richtig schrauben das stimmt. Und die Rente wird vielleicht in dieser Form nix mehr. Nichts desto trotz hab ich Familienmitglieder die alle diese Dinge finanzieren ohne das zu wollen. Und ich finde das halt nicht fair.
    Ich finde auch ein Sozialsystem wichtig. Das es immer Leute gibt die es missbrauchen stimmt. Man sollte diese auch härter bestrafen. Aber ich finde es gut das bei uns Leute die Unverschuldet ohne Einkommen sind nicht hungern müssen. Und Sozialversicherung ist nicht nur Rente.
    In diesem Sinne

    Practice, Practice, Practice

  • tufkadib
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    • 23. Mai 2012 um 20:14
    • #59
    Zitat von "buzz"

    Und, was ist aus dem Land geworden..?


    Aufgrund anderer, unzulänglicher Dinge wurde es aufgegeben.

    Zitat von "buzz"

    So eine Solidargemeinschaft funtkioniert natürlich nur dann, wenn mindestens genausoviel einbezahlt wird, als ausgegeben wird.
    Meines Erachtens sollte man dringend mehr an der Ausgabenseite verändern, als an der Einnahmenseite - alleine schon auf Grund des (nicht wegdiskutierbaren) demoraphischen Wandels!


    Völlig richtig. Zunächst einmal sollte man aufhören, mit dem der Bevölkerung abgenommenen Geld in fremden Ländern den großen Wohltäter und Retter zu spielen, sondern sich auf die eigenen Leute konzentrieren.


    MfG
    DirkB

  • niggles
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    • 23. Mai 2012 um 21:47
    • #60
    Zitat von "buzz"


    So eine Solidargemeinschaft funtkioniert natürlich nur dann, wenn mindestens genausoviel einbezahlt wird, als ausgegeben wird.
    Meines Erachtens sollte man dringend mehr an der Ausgabenseite verändern, als an der Einnahmenseite - alleine schon auf Grund des (nicht wegdiskutierbaren) demoraphischen Wandels!
    Wer von Euch, die noch unter 50 sind, denkt denn tatsächlich, dass er mit der staatlichen Rentenversorgung ein anständiges Leben im Rentenalter führen kann? Die unter 35 jährigen mag ich gar nicht fragen...
    In der Tat ist es doch so, dass die Rentenkassen nahezu leer sind und die vorgesehene Abgabe einzig dem Zweck dienen soll, die Zahlungen für derzeitigen Bezieher irgendwie querzufinanzieren.
    Glaubt einer von Euch wirklich, dass er von dem Geld, was er jetzt einzahlen soll, im Alter noch irgendetwas empfangen wird?
    Je mehr Einzahler (=Bezugsberechtigte) wir jetzt schaffen, desto größer werden die Probleme dann, wenn's an's auszahlen geht.
    In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Anspruchsberechtigten dermaßen aufgebläht worden, dass das große Problem in der Zukunft erst noch kommen wird - daran ändert auch eine Vergrößerung der Anzahl der derzeitigen Beitragszahler (=zukünftig Anspruchsberechtigten) nichts!
    Ich bezeichne die Idee der Pflichtversicherung gerne als Strohfeuer. Wie wenn man das letzte Stroh, auf dem man sich bettet, anzündet um den Raum kurz aufzuheizen. Erst später wird man merken, dass man nichts mehr hat, worauf man sich betten kann, und zwar für immer.
    Auf kurze Sicht wird Geld in die Kasse gespült, auf lange Sicht sind die Folgen jedoch äußerst unbequem.
    Derzeit sieht's doch so aus, dass man die Bürger einfach im Glauben lässt, dass alles gut werden wird, hauptsache man holt alle in's Boot, ohne dabei zu beachten, wie tragfähig dieses Boot überhaupt ist. Gleichzeitig werden die Ersparnisse derer, die auf eigene Verantwortung vorsorgen, einfach mal eben weginflationiert.
    Egal, ob man direkt in's staatliche Rentensystem einzahlt, oder bei irgendwelchen privaten Anbietern einzahlt - der Wert des eingzahlten Geldes wird drastisch sinken und es wird ein großes Wehklagen geben, wenn bekannt wird, wem das angesparte Geld später einmal noch zum Leben reichen wird.
    Ich persönlich sorge für meinen Lebensabend vor und zwar außerhalb des staatlichen Geld- und Rentensystems - ob's der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Allerdings bin ich sicher, dass es auf mittelfristige Sicht einen radikalen Umbau des Sozialsystems geben werden muss - das wird äußerst schmerzhaft werden. Demnach denke ich, dass jeder zusätzlich eingezahlte Betrag, dieses unweigerliche Fiasko zwar verzögern, aber nicht aufhalten kann.

    Alles anzeigen


    *grosse Weltuntergangsstimmung aus*

    So, und jetzt möchte ich bitte mal ein tatsächlich (d.h. langfristig) funktionierendes Beispiel für ein rein privatwirtschaftlich organisiertes Sozialsystem sehen....
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    Mir persönlich als studiertem Historiker mit Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert fällt da genau gar nix ein. Bereits die mittelalterlichen Zünfte haben aus gutem Grund die Anspruchsberechtigung zur Witwen-, Waisen- und Hinterbliebenenversorgung mit kostenpflichtiger Zwangsmitgliedschaft verbunden.
    Der Grund dafür ist auch ganz einfach: Man nehme einen idealtypischen "freien Handwerker" der sich mit 25 nach Berufsausbildung und Meisterschule selbstständig macht. Geschäft und Natur meinen es gut mit ihm, aber mit 65 macht der Körper endgültig nicht mehr mit und er geht in Rente. Bis zum prognostizierten Ende mit 85 möchte er aber zu Recht noch ein wenig Spass mit seinen Enkeln haben und braucht so in etwa seine 2000 € pro Monat. Die Frau die ihm die letzten 40 Jahre neben Haushalt und Kindern die Buchhaltung und das Büro erledigt hat will schliesslich auch von was leben.
    Wenn man jetzt davon ausgeht das ein seriöser privater Rentenversicherer wie eine Bank arbeitet, von Zinsen und Gebühren lebt und im Gegenzug realen Inflationsausgleich betreibt muss man also voraussetzen dass der in jedem Monat seiner aktiven Erwerbstätigkeit rund 1000€ dorthin überwiesen hat :shock:
    Dass das nicht funktionieren kann liegt auf der Hand. Genau da greift der Staat bzw. dessen Rentenversicherung in DE an. Der hat nämlich in Form von Gewerbe-, Kapitalertrags-, Erbschafts- und diversen anderen indirekten Steuern einen Anteil an den leistungslosen Einkünften die aus der Wertschöpfung der Produktion "gehebelt" werden und deckt damit die Verluste der Versorgungswerke. Und genau diese Umverteilung ist auch Bestandteil des Generationenvertrages.

    Die klassische Alternative dazu ist das angelsächsische/südeuropäische Modell bei dem in letzter Instanz die Familie für alles gerade stehen muss. Da ist dann aber auch Schluss
    mit unserer hochgelobten Mobilität...

    Der einzige Grund warum in den letzten 20 Jahren Politiker und Verbandsvertreter quer durch den Gemüsegarten die private Vorsorge als das Mass aller Dinge propagiert haben ist die völlig irrsinnige Renditespirale die sich aus der Globalisierung und der damit verbundenen rücksichtslosen Aufblähung der Papiergeldwerte entwickelt hat. Im Schatten dessen liessen sich bis vor 3 Jahren problemlos riesige, scheinbar aus dem Nichts finanzierte Versorgungsmodelle aufbauen. Und nun?

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:00 – 23:00

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