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Statische Aufladung am Rednerpult

  • wora
  • 5. November 2012 um 13:50
  • wora
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    • 5. November 2012 um 13:50
    • #1

    ich habe neulich eine anlage begutachtet, die folgendes problem hat:

    wenn ein redner zum rednerpult geht, läuft er über den teppichboden des saals (das ist hier gut so, da deckenbeschallung).
    wenn er dann das erste mal das pult (oder das mikro) berührt, gibt es eine statische entladung, es macht "knacks" in der anlage.
    die redner sind fremdredner, die anlage wird vom hausmeister bedient (und funktioniert ansonsten völlig problemlos) eine betreuung durch tontechniker ist also nicht angedacht, das ding läuft ansonsten von alleine.
    das rednerpult steht immer an der selben stelle, kann aber auch entfernt werden.

    nun würde ich gerne eine empfehlung aussprechen, wie man das problem eliminieren kann.
    ich dachte entweder an eine gummimatte oder an eine geerdete metallplatte direkt vor dem rednerpult, um die aufgesammelte energie entweder zu blockieren oder abzuleiten. letzteres wäre mir sympatischer, aber vielleicht genügt ja auch das gummi.
    wer kennt denn so eine situation und hat die richtige lösung parat?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • yamaha4711
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    • 5. November 2012 um 14:29
    • #2

    Tacho!

    Die Gummimatte wird wohl nichts bringen, da die Ladung ja bereits auf der Person sitzt. Der Potentialausgeich erfolgt dann trotzdem über das Rednerpult, sobald dies berührt wird.

    Eine geerdete Metallplatte bringt da mehr, sofern die Person entsprechend leitend ist (Schuhwerk) und die Ladung dann abfließen kann.

    Am besten mal den Teppichboden prof. reinigen lassen. Das hilft in der Regel.
    Ebenso mal die Luftfeuchtigkeit in dem Raum kontrollieren. Wenn die Luft zu trocken ist, dann kommt es sehr gerne zu solchen Phänomenen.

    Falls da ein Handlauf am Aufstieg zur Bühne/Rednerpult ist, die Redner instruieren diesen zu benutzen, sofern dieser aus Metall ist. Den Handlauf erden und das wars dann.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • tufkamar
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    • 5. November 2012 um 14:37
    • #3

    was für ein Mikro und wie ist es denn im Rednerpult verbaut und wie verkabelt?

  • wora
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    • 5. November 2012 um 15:49
    • #4

    das mikro ist ein U857, sitzt in einer gummihalterung und ist per symmetrischer leitung mit dem Preamp verbunden, der sich im medienrack etwa 5-7m neben dem Rednerpult befindet. das problem bestand auch mit einem zuvor eingesetzten Sennheiser-schwanenhalsmikro.

    yamaha4711
    das rednerpult steht leider ebenerdig, es gibt also keinen handlauf.
    somit gehe ich mal davon aus, das eine metallplatte die sinnvollste methode wäre. wenn der jeweilige redner allerdings gummisohlen hat, dann hat er eben pech ;)
    eine instruktion der redner ist nicht möglich, weil der hausmeister in der regel die anlage einschaltet und sich dann anderen aufgaben zuwendet.
    durch eine teppichbodenreinigung könnte sich das phänomen abschwächen? ein interessanter ansatz.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Kracky
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    • 5. November 2012 um 16:09
    • #5

    http://www.teppich-reinigung-berlin.de/html/Antistati…hreinigung.html

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • yamaha4711
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    • 5. November 2012 um 16:53
    • #6

    Bei Kleidung mit Synthetikanteil hat man auch das Problem, vor allem bei Neuware, andauernd eine gewischt zu bekommen. Das Erledigt sich mit der Zeit, je öfter das Kleidungsstück die Waschmaschine gesehen hat.

    Ebenso im Sommer, wenn die Luft eher feucht ist dezimiert sich das Problem. Im Winter bei trockener Luft ist es schlimmer.

    Sollen die Redner eben mehr Baumwolle tragen und Schuhe mit Ledersohlen nutzen. :)

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • niggles
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    • 5. November 2012 um 17:19
    • #7

    Bei Teppichen ist es leider umgekehrt: Häufiges Reinigen mit Nassgeräten wäscht die Antistatikausrüstung raus. Krackys Tip ist genau richtig...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • dechnikusch
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    • 5. November 2012 um 18:26
    • #8

    bez. stat.aufladung :

    eine leitfähige matte hinter ( redner-platz ) dem pult ist schon mal ein guter ansatz
    diese gehört verbunden mit :

    der masse ( schirm ) des rednerpultmikros

    zusätzlich wäre gut, das pult auf der rednerseite el. leitfähig zu machen
    ( nicht sichtbar von publikumsseite ).

    griffzonen des redners am pult gehören in diesen potential-ausgleich eingebunden
    und mit der leitfähigen matte im fussbereich verbunden werden.

    man denke an esd-elektronik-arbeitsplätze und deren vorschriften…

    just my 2 cents

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • bemi
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    • 5. November 2012 um 18:56
    • #9

    und dass die Aufladung langsam abgebaut wird (und der Knacks vermieden wird) sollte das über Widerstände im MΩ Bereich erfolgen ...

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • wora
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    • 6. November 2012 um 02:09
    • #10

    die sache mit der antistatischen behandlung des teppichbodens ist interessant, bei min. 500m² teppich aber vielleicht ein bisschen teuer... zumal das dann ja in gewissen zeitabständen auch wiederholt werden muss.

    ich denke das die methode mit der metallplatte und der entsprechenden erdung am vielversprechendsten ist.
    das werde ich dem kunden mal vorschlagen.

    danke für die zahlreichen ideen!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • chris216
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    • 6. November 2012 um 12:28
    • #11

    Was passiert denn, wenn du den Schirm vom Mikrokabel am Mikro auftrennst? Knackts dann immer noch? Wenn der Knackser weg ist, der Schirm aber aus anderen Gründen wieder aufgelegt werden soll, reicht evtl. auch 1MOhm (evtl. mit 100nF parallel) zwischen Pin1 am XLR und dem Schirm...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • bemi
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    • 6. November 2012 um 12:42
    • #12
    Zitat von "chris216"

    Was passiert denn, wenn du den Schirm vom Mikrokabel am Mikro auftrennst? ... evtl. auch 1MOhm (evtl. mit 100nF parallel) zwischen Pin1 am XLR und dem Schirm...

    Selbst ein Phantom dürfte sich da extrem schwer tun.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • chris216
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    • 6. November 2012 um 13:18
    • #13

    Mööp - natürlich. Denkfehler meinerseits...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • TomyN
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    • 9. November 2012 um 14:21
    • #14

    Hi,

    so doof ist das garnicht. Gibt's RePu Mikros, bei denen die Kapsel nicht leitend mit dem Schwanenhals verbunden ist?

    Hatte nicht ein Firma (hallo Wora) mal Rednerpultmikros, für die mit einer erhöhte Störsicherheit geworben wurde, evtl. helfen die da ja auch.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • wora
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    • 10. November 2012 um 04:38
    • #15
    Zitat von "TomyN"

    ...
    Hatte nicht ein Firma (hallo Wora) mal Rednerpultmikros, für die mit einer erhöhte Störsicherheit geworben wurde, evtl. helfen die da ja auch...


    genau das ist dort verbaut ;)
    die "störsicherheit" bezieht sich dabei aber auf HF-einstrahlungsprobleme, man kann ein handy dierkt neben das mikro halten und es passiert nix.
    gegen statische aufladung bzw. deren entladung ist aber auch dieses mikro nicht gefeit.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • foh-platz
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    • 10. November 2012 um 10:27
    • #16

    Vielleicht könnte dies eine Lösung sein:
    (Der Teil, der die Mikrofonthematik behandelt - z.B. Beitrag #5 :wink: )

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=24&t=76237&start=0

    Die, die sagen "es geht nicht", sollten die nicht stören, die es gerade versuchen!

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