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Frage an alle SAC-USer

  • pete.j
  • 13. November 2012 um 15:46
  • pete.j
    Beiträge
    20
    • 13. November 2012 um 15:46
    • #1

    Hallo Forum,

    ich habe immer mal wieder die Diskussion über die SAC-Geschichte verfolgt. Ich gebe zu, dass ich in gewisser Weise skeptisch bin aus verschiedenen Gründen:

    - der geneigte SAC-User verwendet gerne mal ADA8000 als Preamp
    - es geht - soweit ich das beurteilen kann - primär um viele (normalerweise teure) Features um möglichst wenig Geld
    - ich habe das oder vergleichbare System noch nie im "High-End-Sektor" angetroffen, wo Geld eher eine untergeordnete Rolle spielt und es eher um Machbarkeit und Qualität geht.

    In meinem konkreten Fall geht es um ein kleines aber audiotechnisch anspruchsvolle Projekt. Besetzung: 2x Vocal, Akustikgitarre, Cello und Violin. FOH soll möglichst kompakt aber audiophil sein.
    Als Preamps kommen ein Focusrite ISA220 (Lead-Vocal), ein Midas XL42 mit SPL DynaMaxx im Insert (2. Vocal, Akustikgitte) zum Einsatz. Das ganze geht auf eine UAD Apollo. Cello und Violine gehe auf 2 der internen Preamps, ISA220 und XL42 auf Line-Inputs.
    Als Effekte kommen ein TC M3000 (am SPDIF I/O der Apollo) und ein Eventide Eclipse an den Start. Zusätzlich einige Waves-Plugs (Studiobundle und Platinumbundle) und CSR-Reverb. Diese haben definitiv eine geringe Latenz.

    Mangels "SAC" (ich arbeite nach wie vor auf MAC) habe ich das ganze mal in ProTools 10 native versucht. Die Treiberlatenz ist auf 32 Samples runter, das System läuft stabil.

    Ich lese bei vielen SAC-Beiträge dass die Treiberlatenz (z.B. RME-Karten) auf 32 Samples gedrückt werden und sich eine damit eine Latenz von 1,5ms ergeben würde (32 Samples rein, 32 Samples raus bei 44,1kHz), was ich rechnerisch durchaus nachvollziehen kann. Allerdings hat jemand schon mal den realen Roundrip gemessen? Neben dem Treiber ergeben sich ja weitere Verarbeitungspuffer. Bei ProTools ergeben sich (ohne ein PlugIn) bei 32 Samples Buffer ein realer Roundtrip (gemessen Input zu Output) von ca. 5,6ms. Der lässt sich mit Logic und Cubase ebenfalls nachvollziehen.
    Verwende ich das "Onboard-Monitoring" der UAD Apollo ergeben sich 1,5ms - die kann allerdings nur 2 Monitorwege und ich brauche 3.

    Wie ist der reale Roundtrip des SAC (also nicht die Treiberlatenz)? Ich arbeite auch viel im Studio und viele Musiker haben auch mit 6ms Latenz noch ein Problem, weshalb wir dort immer analoge Mixe haben - dort ist (da ja nur auf Kopfhörer und mit definierter Akustik) das auch kein Problem, da wir lediglich Pegel und Panorame benötigen und nicht unbedingt PlugIns.

    Kann mir jemand mal eine realistische Auskunft - ohne Phantasieangaben und emotinalem Hype - geben?

    Danke und Grüsse

  • marcoboy
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    3
    • 13. November 2012 um 15:58
    • #2

    Bei einer DAW ist die Latenz wenn ich das richtig verstanden habe vom langsamsten Plug-In abhängig.

    Die Latenz von SAC selber wird er im µS Bereich liegen. Diese ist aber fest in dieser Zeit müssen alle Berechnungen stattgefunden haben. Die eigentlich Latenz kommt durch die Schnittstellen wie z.bsp Soundkarten zu Stande. RME bietet aufgrund der sehr guten Treiber bis ca. 1ms. Es macht keinen unterschied welche EQs oder viele Monitormixer man benutzt.
    Mit 44,1KHZ würde ich nicht arbeiten, vom Klang nicht zu empfehlen. Ich war auch immer ein Gegner der ADA aber im wirklichen Einsatz konnte ich den Klang dieses Wandler nicht hören. Es gab wahrscheinlich andere Faktoren die mehr ins Gewicht vielen.

    Die Latenz ist abhängig von der Hardware, von SAC selber kann vernachlässigt werden. Ich hätte noch eine Lizenz für SAC u. SAW.

  • pete.j
    Beiträge
    20
    • 13. November 2012 um 16:14
    • #3

    Hallo marcoboy,

    das wäre halt theoretisch. Hat jemand den Roundtrip wirklich nachgemessen ?

    Und wie ich schon erwähnt habe: gemessen ohne ein PlugIn - nur rein und raus!

    Dass der Preamp des ADA keinen nennenswerten Einfluss hat, halte ich für ein Gerücht. Ich hatte zwei und war unzufrieden bis was anderes ausprobiert habe ....


    Dennoch danke ....

  • Seven
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    • 13. November 2012 um 19:10
    • #4

    Moin,

    ein Kollege hatte mit IEM mit guten Musikern bei 2x64 Samples Probleme. Er hat dann den gesamten Roundtrip gemessen, dass System auf 1x32 Samples umgestellt und kam auf knapp über 3 ms, was auch für anspruchsvolle Ohren dann offenbar gut genug war, denn in dem Bereich (und drüber) spielen ja auch einige verbreitete digitale Mischpulte.

    SAC ist in meinen Augen einfach nicht massenmarktkompatibel. Es fehlt einfach (und das nicht ganz zu Unrecht) an Vertrauen, da kaum ein SAC-System gleich ist und man daher nicht darauf vertrauen kann, dass z. B. mein SAC stabil läuft,
    nur weil Kollege X aus Y ein sehr performantes und stabiles SAC am Start hat.

    Meine Mixes mit SAC sind einfach besser. Das merke ich selbst live und das höre ich in allen Stereomitschnitten, die ich eigentlich so gut wie immer seit vielen Jahren mache. Die Mixes werden aber auch erst dann besser, wenn man in der Materie drin ist, seine eigenen Workflows entwickelt hat und auch die Vorteile des Systems wirklich nutzt. Mittlerweile habe ich nochmal richtig Geld in Plugins investiert, aber da sind Sachen dabei, da habe ich nicht mal von geträumt früher als ich noch Tilts unter 200 Kilo Pulte geschoben habe.

    My 2 Cent

  • pete.j
    Beiträge
    20
    • 13. November 2012 um 19:22
    • #5

    Hallo Seven,


    vielen Dank für die Info. Das würde bedeuten, dass die SAC in diesem Beispiel eine Latenz von ca. 2,4ms erzeugt (32 Samples@48kHz wären 0,6ms Latenz vom Treiber, der Rest muss durch DAW und Rechner verursacht sein).

    Wobei das immer noch recht wenig ist (im Vergleich zu ProTools)

    Gibt es eine Art SAC auf OSX?

  • Seven
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    4.373
    • 13. November 2012 um 19:44
    • #6

    Ich habe einen meiner Macs mit einer Bootcamp-Windows XP Installation ausgestattet. Da läuft dann auch SAC problemlos.
    Ist sozusagen mein Remote und im Zweifel Backup-Rechner.

  • TomyN
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    2
    • 13. November 2012 um 21:39
    • #7

    Hi,

    ich hab mal die Werte gemessen, ich weiss sie aber nicht mehr, stehen wohl hier irgenwo. So um die 5ms bei 1*64, wobei interessanterweise der ADA (alt) einiges ausmachte. Rein vom PC her gilt: 1 Block rein, 1 Block bearbeiten, 1 Block raus, also dreimal die Buffersize.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Zacki
    Verifiziert
    Beiträge
    41
    • 17. November 2012 um 12:19
    • #8

    Hi pete,

    kuckst du hier und hier.

    Grüße

  • guma 14. Februar 2021 um 10:34

    Hat das Thema aus dem Forum IT für PA nach Mischwerkzeuge verschoben.

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