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USVen an Digitalpultplätzen - schädlich oder nützlich

  • guma
  • 13. August 2013 um 18:53
  • ERICH
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    • 19. August 2013 um 21:44
    • #61
    Zitat von "yamaha4711"

    Dann wäre die USV für den Gitarrenmenschen doch viel wichtiger.

    Das wird sicher im Stromgitarrenforum diskutiert. :)

    So wie es dem Elektriker egal ist, ob ich eine USV an meinem Pult hab ist mir egal, was da zwischen Gitarrenamp und der von mir gestellten Steckdose hängt (solange das zugelassen ist).

  • montesuma
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    • 19. August 2013 um 21:53
    • #62

    [quote="madmax"] ... wieso in einer Kiste ... kein anständiger ... Akku samt bissel Peripherie eingebaut ist. Möglichst mit einer Klappe zum schnellen auswechseln.
    quote]

    Vermutlich, weil man es in einem Recording Studio nicht benötigt :c)

  • niggles
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    • 19. August 2013 um 22:20
    • #63
    Zitat von "matthias falke"

    Das sehe ich auch so, inwiefern sollte sich auch ein Stromausfall negativ auf die Lebesdauer einer Röhre auswirken?


    Es gibt leider ein paar unsauber konstruierte, aber extreme beliebte Röhrenverstärker (ein gewisser Leo Fender hat sich in der Hinsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert...) deren Anodenspannungsregelung auf den plötzlichen Ausfall von Heizung und Gitter mit derben Überschwingern reagiert. Wenn dann die Isolierung des Ausgangstrafos nach 'zig Jahren "don't change anything!" schon grenzwertig ist knallt es halt. Das geht einmal oder auch zehnmal gut, aber irgendwann bringt der originale '65 Twin bei Wiederinbetriebnahme nur noch ein sonores Brummen hervor; und dann muss natürlich jemand schuld sein... :roll:

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • billbo
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    • 19. August 2013 um 23:59
    • #64

    'Geregelte' Anodenspannung gibt's da nicht. Die ist einfach da, sobald die Gleichrichterröhre ausreichend beheizt ist - und bei Stromausfall als erstes wieder weg, während die Heizwendel der Endpentoden noch gar nicht mitbekommen haben, dass Stromausfall ist.
    Alte Ausgangstrafos sind empfindlich gegen Spannungsüberschläge bei Leerlauf, also nie ohne korrekt angeschlossene Last betreiben. Hat aber mit irgendwelchen geheimnisvollen Vorgängen beim Ausschalten nichts zu tun.
    'Zig Millionen Röhrenendstufen (Ein - und Gegentakt) wurden über viele Jahrzehnte ohne 'Standbyschalter' betrieben und gingen dabei nie kaputt. Der dient(e) in Gitarrenverstärkern lediglich dazu, dem Saitenkünstler nach einer Tanzpause ohne Schweigeminute das unverzügliche Wiederaufnehmen seiner bezahlten Tätigkeit zu ermöglichen.

    Sorry für ot. Eine USV habe ich noch niemals betrieben; wohl aber Spannungskonstanter (was heute wohl meist das Gleiche ist). Der konnte am Ende langer FOH - Versorgungsleitungen schon zu Analogzeiten zuverlässig verhindern, dass all zu sensible Effektgeräte (PCM70... ) nach 'Full Lights On' beim Schlussakkord vor der Zugabe mal eben unvermittelt neu booteten.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 20. August 2013 um 00:53
    • #65
    Zitat von "montesuma"

    ...
    Zum Thema iLive: Hier hat das spezielle Design seine eigene Natur. Nachdem alle Soundprozessoren im Mixrack arbeiten, und das Pult nur eine reine Fernbedienung ist, muss das Pult die gesamte Konfiguration aus dem Mixrack erst einmal auslesen. Auch wenn das Pult noch nicht soweit ist, das Mixrack lässt den Ton schon nach ca 30 Sekunden wieder durch. Bis dahin sind alle Daten aus dem nicht-flüchtigen Speicher abgeholt und die Mixprozessoren wieder programmiert, und die Musik dudelt, wie vor dem Stromausfall. Dann beginnt erst der Datendump zur Konsole...

    genau so ist es. wenn die iLive vom strom abgeschnitten wird, merkt sie sich den letzten zustand und fährt damit wieder hoch. das dauert auch gar nicht so lange. der verbindungsaufbau zu den fadern und knöpfen am pult dauert dann nochmal ne minute - und bis der bildschirm wieder bedienbar ist, geht nochmal ne minute ins land.
    es ist also genau dieser kontrollverlust, der mich dazu bringt das system mittels USV am leben zu erhalten, egal was passiert. so ist das eben bei diesem system, und das ist auch gar nix neues sondern seit jahren bekannt.

    Zitat von "marcoboy"

    Gott sei Dank bootet das GLD-80 deutlich schneller. Beim GLD passiert folgendes. Das Pult denkt es wäre abgestürzt, weist einen freundlich darauf hin das man es vor dem Ausschalten herunterfahren soll. Nach Bestätigung lädt es die default Show aber nicht das letzte Showfile.

    Fährt man es herunter sichert es die Einstellungen. Wenn man den Stecker zieht ist alles nach dem Speichern der Show futsch.


    kann das jemand bestätigen?
    das wäre auch für mich ein "no go".
    aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. warum sollte der hersteller das verhalten bei stromverlust so viel schlechter gelöst haben als im grossen pult?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Kracky
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    • 20. August 2013 um 06:52
    • #66

    Durch euer Thema hier angespitzt und durch eine selbst verursachte Erfahrung mit Stromausfall beim letzten Gig hab ich mir nun auch das neue Soundcraft SiEx2 vor genommen. Scene gestellt, Snapshot gemacht, noch ne Kleinigkeit geändert und Stecker gezogen. Stecker wieder eingesteckt, Booten dauert nicht ganz 40 Sekunden und dann steht das Pult wieder genau so das wie ich es ganz zuletzt eingestellt hatte, auch ohne davon nochmal nen Snapshot zu machen. Also ich denke ich kann wie bisher auf die USV verzichten und freu mich über das Gerät.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • guma
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    • 20. August 2013 um 08:16
    • #67

    Ich hatte eigentlich gehofft, das man, wie der Titel des Threads lautet, möglicherweise über den Anteil "schädlich", also die USV als Fehlerquelle lesen kann ?
    Was für Gründe im jeweiligen Pult für welche Lösung sprechen und in welchem Anwendungsfall was besser ist, scheint mir praxisnah weniger durch Postulate als mehr durch Anwendererfahrungen klärbar. Wolfgang hat das ja gut gezeigt, in dem er erklärt hat, wie das mit der "Gesammtbootzeit" seines Pultes zustandekommt. Das Konzept "alles im Rack und Pult nur remote" hat ja auch etliche Vorteile. Da finde ich den "Nachteil USV" durchaus verkraftbar.

  • yamaha4711
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    • 20. August 2013 um 09:15
    • #68

    Für mich liegt der Nachteil ganz klar in folgenden Bereichen:
    1. Zusätzliche Fehlerquelle
    Wenn so eine USV anfängt zu spinnen oder einfach mal so in den Testmode geht und es dann doch irgendwo hakt, dann können die nachfolgenden Geräte schon mal beleidgt sein.
    So eine USV (aus eigener Erfahrung im Bereich IT) funktioniert manchmal immer dann nicht, wenn man sie wirklich braucht. Entweder sind die Akkus schlapp, das Relais zum Umschalten klemmt, der Lastteil haucht seine Lebensgeister aus. Wer von den Personen, die eine solche USV wirklich einsetzen, testen nach dem Aufbau, simulieren also einen Stromausfall?

    2. Stellplatz, Truckspace und Gewicht
    So eine USV muss ja auch irgendwo stehen. Dann der zusätzliche Verkabelungsaufwand. Ebenso muss das Teil ja auch Transportiert werden und wiegt ein paar kg. Da reduziert man Gewicht am Amprack und lädt sich dann dafür wieder so ein Ei ein.

    3. Wartung und Kosten
    Das ist das was oftmals vernachlässigt wird, die Wartung. Jeden Monat sollte das Teil mit der entsprechenden Last kallibriert werden und im Bedarfsfall sind die Akkus zu tauschen. Dann auch die Reinigung des Innenlebens, insbesondere der Kühlkörper.

    4. Umgebungsbedingungen
    So manche USV schaltet bei hoher Temperatur auch einfach ab. Gerade im Sommer werden schnell kritische Temperaturen erreicht. Die handelsüblichen USVen sind eben nicht für den mobilen Einsatz (auch mechanisch) und eben für extreme Temperaturen konstruiert.
    Die Akkus mögen das auch nicht. Deswegen stehen solche USV auch bevorzugt in klimatisierten Umgebungen.

    5. Praxistauglichkeit
    Ein heutiges Digitalpult muss einfach nach spätestens 3 min. wieder da sein und zwar so wie vor dem Ausfall.
    Wenn die USV nur dazu dient die Szene speichern zu können, da das Pult doof ist, dann hat sich das Pult für mich erledigt.
    Wer zu faul ist den Storebutton nach dem Einrichten der Oberfläche und des Workflows und nach erfolgtem Soundcheck zu drücken ist selbst schuld.
    Ist es ein intelligentes Pult, so interessiert mich das alles (bezgl. Stromausfall) nicht. In der Regel ist so ein Stromausfall dann so oder so länger. Also brauche ich die USV nicht, da der Rest eh auch dunkel ist. Nettes Beispiel: Jahresfeier einer Gemeinde. Zuleitung für die Technik war auf 128A festgelegt, bekommen haben wir die Hälfte. Also Licht limitiert und getestet. Da die Zuleitung doch recht lang war (80m) brach die Spannung soweit weg, so dass die digitale Peripherie beleidigt war. Alles andere war noch analog. Letztendlich flog gar die Strangsicherung im Stromhäuschen selbst. Bis da dann jemand vor Ort war vergingen 40 Minuten. Gut nur, dass es nicht während der VA geschah. Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass es vollkommen usus ist, denn 3 Minuten Bootzeit im Falle einer iLive zu 40 Minuten Unterbrechung da alles dunkel ist, da benötige ich keine USV.
    Anderes Beispiel: Band spielt auf Dorffest. Irgendein Intelligenzbolzen fährt mit seinem Traktor inkl. Mähwerk über die Prärie und erwischt die Zuleitung. Bis dann eine neue Zuleitung lag waren auch wieder 10 min. rum. Da war dann auch ein Digitalpult am Start. Strom wieder da, Pult nach 30 wieder da und alles lief wie vor davor. Was hätte hier eine USV retten können?

    Fazit:
    Von Schädlich würde ich nicht reden. So eine USV richtet ja in der Regel keinen Schaden an. So eine USV ist eher unpraktisch und sinnfrei, zumindest in diesem Bereich. In einem Rechenzentrum mit hoher Verfügbarkeit ist das etwas ganz anderes. Und dennoch sind die Etagenswitches meist nicht gepuffert. Wenn also der Strom hier weg ist, dann ist auf der Etage auch Spielen auf'm Hof angesagt.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • guma
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    • 20. August 2013 um 10:55
    • #69

    yamaha4711

    Wie verhält sich das eigentlich mit dem "Gelegenheitsbetrieb", den wir für die Pulte haben, also online USV, die nicht 24 Stunden am Netz hängt wie im Serverraum sondern nur alle paar Tage oder mal 3-4 Wochen täglich mit Pausen und dann wieder 3 Wochen garnicht ?

  • billbo
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    • 20. August 2013 um 11:05
    • #70
    Zitat

    3. Wartung und Kosten
    Das ist das was oftmals vernachlässigt wird, die Wartung. Jeden Monat sollte das Teil mit der entsprechenden Last kallibriert werden und im Bedarfsfall sind die Akkus zu tauschen. Dann auch die Reinigung des Innenlebens, insbesondere der Kühlkörper.

    Da dürften bei so manch einem im Prinzip eher 'lagernden' Edelmischgerät die Wartungsintervalle dann kürzer sein als die Einsatzintervalle.

    Die einzige USV, die mir in den letzten Jahren bewusst aufgefallen ist, war in einem technisch sehr gut ausgestatteten skandinavischen Club am Monitorplatz (M7) installiert. Aufgefallen deshalb, weil der örtliche Tonler 2 mitgeführte Aktivwedges an den USV - Pultstromkreis angeschlossen hat. Was diese nach einer halben Stunde Show nicht mehr so toll fand und deshalb sang - und klanglos einfach ausgestiegen ist.
    In diesem Fall also: USV in direkter Verbindung mit menschlichem Versagen = Verursacher des Problems.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 20. August 2013 um 12:31
    • #71

    yamaha4711:
    ich kann es nur wiederholen:
    die persönliche einschätzung, ob eine USV sinnvoll ist oder nicht, hängt extrem von den eigenen erfahrungen ab.

    deine beiden beispiele mit stromausfällen von 40min und 10min erfordern definitiv keine USV. da sind wir uns absolut einig.
    es gibt aber auch andere fälle des stromausfalls: wie ich schon erwähnte ist es mir persönlich in den letzten jahren schon mehrfach passiert, das helfer (oder auch musiker) mal kurz den pultstrom abgezogen haben, um z.b. eine dreiersteckdose dazwischen zu schalten. dieser fall wird bei mir mittlerweile durch die USV am pult sehr komfortabel abgefedert.

    denkbar ist auch, dass der stromausfall (wenn die stromversorgung in irgend einem club mal wieder "auf kante genäht" ist) durch ein feedback ausgelöst wird. wenn das pult danach noch läuft, weil es durch USV am leben gehalten wird, kann ich bequem die ausgänge muten, bevor nach den wiedereinschalten der sicherung die pfeiforgie mal gleich wieder los geht und man null kontrolle über die situation hat, weil das pult noch nicht bedienbar ist...
    es gäbe sicher noch mehr szenarien, die stromausfälle auch unter einer minute beschreiben könnten.

    das zusätzliche gewicht durch die USVen nehme ich dabei gerne in kauf. ich habe mich für eher kleinere USV entschieden, die nur wenige minuten puffern. das spart gewicht und kosten und genügt für diese anwendung völlig.

    zum glück erlebe ich nicht jeden tag stromausfälle. aber dieses jahr waren es verhältnismässig viele, nämlich schon zwei. für mich überwiegen jedenfalls die argumente pro USV. da kann aber jeder selbst entscheiden, welche wege er gehen möchte.
    falls es mal digitalpulte geben sollte die genau so schnell am start sind wie endstufen, dann werde auch ich vielleicht auf USV verzichten. vorher eher nicht, und das kann ich eben mit meinen persönlichen erfahrungen begründen.


    billbo:
    du weisst es sicher auch: gegen fehlbenutzung ist kein kraut gewachsen :wink:
    mir hat mal ein musiker zwei PAR56 lampen auf meine USV am pult gesteckt, ohne mir davon was zu sagen. nach 10min show quittierte die kleine USV-steckdosenleiste dann den dienst, weil sie mit dieser stromanforderung hoffnungslos überfordert war. das war aber eindeutig nicht die schuld der USV - und das publikum dachte mal wieder: so ein blöder techniker, hat nichtmal sein pult im griff... :cry:
    wie gehabt: shit happens :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • rockline
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    • 20. August 2013 um 12:51
    • #72

    Wora, dass mit der Dreierdose und "eben mal was dazwischenschleifen" ist für die FoH Zuleitung nicht Dein ernst, oder?
    Für so etwas hat man eine eigene Sicherung mit Exklusivabgang an der Unterverteilung. Kein Mensch würde dann auf die Idee kommen "mal eben" den Ton abzustöpseln.
    Genauso gehört der komplette Bühnenstrom an eine separate Sicherung. Möglichst auch eigener FI vor den anderen FI's!
    Ich mach den Job schon wirklich sehr, sehr lang, und mit Stromausfall haben wir alle schon mal zu tun gehabt. Aber ich habe nie daran gedacht eine USV zu schleppen. Kann mir nicht so richtig vorstellen warum Du da so ein Problem hast.

  • Jeremy
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    • 20. August 2013 um 13:04
    • #73
    Zitat von "wora"

    ...mir hat mal ein musiker zwei PAR56 lampen auf meine USV am pult gesteckt, ohne mir davon was zu sagen. ...

    Na ja, Pultsteckdosen unbewacht in einem für Musiker zugänglichen Bereich rumliegen zu lassen, ist aber auch ein böses Eigentor ... :wink:

    Ich denke, dass bei der ganzen Pro/Contra-USV-Diskussion bisher ein wenig zu kurz kommt, dass es mit dem stumpfen Dazwischenhängen einer USV einfach nicht getan ist. Da gehört noch einiges an Planung/Organistion/Logistik dazu, damit die Stromversorgung wirklich unterbrechungsfrei läuft. Sich der Illusion hinzugeben, dass mit einer einmal installierten und ab da für immer vergessenen "USV" alles gut wird, ist mehr als blauäugig.

    Allerdings finde ich es recht bedauerlich, dass diese Diskussion überhaupt notwendig ist. Dass man die Stromversorgung eines Rechenknechtes (und was grundlegend anderes ist ja ein Digitalpult wirklich nicht) über viele Minuten bis hin zu Stunden auch ohne Dosenstrom sicherstellen kann, beweisen die Laptophersteller seit vielen Jahren. Und wenn man sich ansieht, was so ein Laptop heutzutag noch kostet, dann sollte es doch eigentlich kein unlösbares kalkulatorisches Problem darstellen, einen entsprechenden Akku samt der erforderlichen Lade-/Ruhezustandselektronik in ein Pult mit einzubauen. In diesem Zusammenhang fand ich den oben genannten Artikel über die Servertechnik bei Google recht interessant ... die machen eigentlich auch nichts anderes.

    Aber so ... USV am Pultplatz ist wohl ein klassisches Beispiel für einen "Workaround". Da werden die Folgen eines Problems behandelt, anstatt das Problem selber zu beseitigen.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • guma
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    • 20. August 2013 um 13:11
    • #74

    @ wora
    Diese Geschichte spricht dafür, an bestimmten Stellen kein "Musiker=Ottonormalverbraucherformat" für den FOH-Strom zu verwenden. Ich habe genau an dieser Stelle auf powercon gewechselt. Getrennte Sicherung ist sowieso Pflicht.
    Wie oft hast Du schon die Batterien in den USVen gewechselt ?

  • Teddytaste
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    • 20. August 2013 um 13:38
    • #75

    Moinsen zusammen

    Stromausfall Nr.1 letztes Jahr Sommer: Umgekippte Getränke der Musiker auf Bühne, Fi-Auslösung. Nach 2 min gings weiter. Die ganz Bühne war dunkel, nur das FOH hatte noch Licht, Grand-Ma hatte nämlich auch usv.... :shock:

    Nr. 2 Anfang des Jahres: Catering-Gastronom zog Stecker um eine 3-er-Dose dazwischen zu packen, ging ohne Ausfall weiter, piepte nur 30 sek...

    Nr. 3: Fehlerhafter Fi sorgte mehrmals für Unmut bis der Stromverteiler ausgetauscht wurde. Immer mal wieder für 1 min der Strom weg; meine Gesichtsfarbe: Normal ;)

    Beim Aufbau erlebe ich des öfteren das der Strom wegen Umverkabelungen aussetzt, stört mich aber nicht weiter.

    Mir gibt es ein besseres Gefühl und lässt mich entspannter arbeiten, deswegen habe ich USVs im Einsatz.

    Im Falle eines uralten Misch-Dinos wie im genannten Fall D1 Digico ist eine USV Pflicht, ansonsten jeder so wie er mag...

    lg pb

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • wora
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    • 20. August 2013 um 13:47
    • #76
    Zitat von "Jeremy"

    Na ja, Pultsteckdosen unbewacht in einem für Musiker zugänglichen Bereich rumliegen zu lassen, ist aber auch ein böses Eigentor ... :wink: ...


    das eigentor war ein unbeabsichtigter abpraller ;)
    die Steckdosen-USV sitzt in meinem doghouse. der musiker hatte also das doghouse geöffent und hat sich dort ausgerechnet die steckdose ausgesucht, die über die USV lief. direkt daneben waren noch zwei dosen frei, die direkt am stromnetz hängen...danach hat er den deckel des doghouse wieder brav zugemacht, so dass ich das gar nicht gesehen habe. ich war in dem moment übrigens auf der bühne zum mikrofonieren. das war also eine sogenannte "verknüpfung unglücklicher umstände" ;)

    Zitat von "Jeremy"


    Aber so ... USV am Pultplatz ist wohl ein klassisches Beispiel für einen "Workaround". Da werden die Folgen eines Problems behandelt, anstatt das Problem selber zu beseitigen.


    meine meinung: so lange die digitalpulte noch lange bootzeiten haben, sehe ich eine USV als gute zwischenlösung. ob die bootzeiten in naher zukunft von den pultherstellern wesentlich verkürzt werden, steht in den sternen. immerhin sind einige neuere pulte in der tat schon schneller als ältere entwicklungen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 20. August 2013 um 13:56
    • #77

    Was ich mich dazu auch noch frage:

    Die Geschichte mit den Pufferbatterien in den Geräten ist ja auch keine 01V Erfindung. Unsere alten FXe von Lexicon/Roland/Korg hatten ja auch schon solche Speicherbatterien, die in diesen Geräten sogar sehr langlebig waren und die Geräte "booteten" ebenfalls wenn ich mich recht erinnere, in den letzten Bearbeitungszustand. Ebenso dürften auch Konstruktionen für die Speicher von Keyboards schon seit über 30 Jahren funktionieren.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hersteller diesen Pfad für moderne Pulte ohne Grund verlassen haben. "vergessen werden sie's nicht haben und an den Kosten kanns ja wohl auch nicht liegen. Also, was könnte der Grund sein es nicht so zu machen ? Energiebedarf ? ... vielleicht macht es dann auch keinen Sinn, intern einen großen Klopper zu haben, der zu oft gewechselt werden muß oder ...was könnte es sonst noch sein ?

  • tobias kammerer
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    • 20. August 2013 um 14:08
    • #78

    Unsere älteste USV lebt nun seit 6 Jahren. Manchmal 3 Monate ohne Gebrauch im Schrank, sehr oft schon draußen bei knalle Hitze. Letztens hat Sie 10 Minuten Standzeit für 2 Rechner und 2 Monitore, 2 Lichtmixer und ein bisschen Kleinkram bewiesen. Ich halte es somit für ein Gerücht, dass so etwas Wartungsintensiv wäre.

    Es gibt genau 2 kalkulierbare Dinge
    Der Akku hält nicht ewig (hier immerhin schon 6 Jahre)
    Tiefenentladung wäre tödlich. Ist aber sehr unwahrscheinlich, wenn das DIng vom Netz in den Schrank kommt.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • wora
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    • 20. August 2013 um 14:15
    • #79
    Zitat von "guma"

    @ wora
    Diese Geschichte spricht dafür, an bestimmten Stellen kein "Musiker"=Ottonormalverbraucherformat" für den FOH-Strom zu verwenden. Ich habe genau an dieser Stelle auf powercon gewechselt. Getrennte Sicherung ist sowieso Pflicht.
    Wie oft hast Du schon die Batterien in den USVen gewechselt ?


    ok, die lösung mit powercon könnte tatsächlich hilfreich sein, um fremdeinwirkung zu minimieren.
    andererseits ist es mir jetzt in den letzten jahrzehnten erst einmal passiert, dass ein musiker einfach ungefragt strom bei mir am pult angezapft hat. in sofern relativiert sich das dann wieder.

    die batterieen meiner USVen habe ich bisher einmal getauscht.
    einsatz läuft seit april 2009, im schnitt drei bis vier einsätze pro monat, da ich ja als bandmischer ja oft auch auf fremdmaterial arbeite. die USV vom mixrack hänge ich bei längerer nichtbenutzung im lager ans stromnetz. diese USV kann ich per USB überwachen und steuern (die kleine am pult kann das nicht). die anzeige informiert mich dann über die zustände, auch eine testabschaltung kann ich damit machen um zu überprüfen, wie stark die batterie in der USV einbricht. wenn die kapazität dabei unter 50% fällt, tausche ich die batterie aus. und das war bisher erst einmal der fall.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Kracky
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    • 20. August 2013 um 14:17
    • #80

    Aus dem IT Bereich gesprochen, sicher ich habe nicht viele USVs bei Kunden laufen aber ich habe bisher nur bei einer die Batterien wechseln müssen so nach 4-5 Jahren Betrieb.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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