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Udo Lindenberg - Esprit Arena Düsseldorf

  • R880
  • 10. Juni 2014 um 12:19
  • R880
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    • 10. Juni 2014 um 12:19
    • #1

    War dort am Sonntag mit meinem Sohn und immer noch sprachlos über den schlechten Sound.
    Gut, ich war in der Gegenkurve und recht weit oben, aber ich habe nahezu kein Wort verstanden und im Bassbereich spielte sich
    eine Mischung aus Gewitter und Erbeben ab, das nicht im entferntesten etwas mit Musik zu tun hatte.

    Mir schwante beim Soundcheck der Vorband schon schlimmes. Ein Bassdrumschlag marschierte gute 6 Sekunden durch die Halle.

    Von den Instrumenten hörte ich so gut wie überhaupt nichts. Eigentlich sollte ich es den Leuten vom Vortag nachmachen, die ihr Geld wieder fordern.
    Konzertbeginn war nicht wie auf der Karte gedruckt 18Uhr, sondern 21Uhr.

  • rockline
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    • 10. Juni 2014 um 13:03
    • #2

    Na sowas....dabei war Herr Lindenberg doch so sehr zufrieden mit dem Sound. http://www.espritarena.de/events/view/20…g-zusatzkonzert

    Habe aber auch von anderer Stelle gehört, dass es wohl nicht so berühmt gewesen sein soll.

  • warwick
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    • 10. Juni 2014 um 15:57
    • #3

    Ich war am Samstag dort und kann/muss das leider so bestätigen. Das Schlimme aus meiner Sicht ist, dass sich viele Soundprobleme aufgrunde eines nicht vernünftig arbeitenden Technikers (so mein Eindruck) ergeben haben:

    - Bassdrum war schlicht viel zu fett und zu laut. Bei jedem Kick wurde das gesamte weitere Signal überdeckt
    - Bass hatte nur Tiefbass, aber keinerlei Ton.
    - Gitarren/Keyboards etc. waren im Verhältnis so leise, dass sie kaum wahrnehmbar waren
    - Udo Lindenberg hat ja nicht die beste Mikrofontechnik. So waren nur einzelne Wort/Gesangsfetzen warzunehmen. In Summe hatte man die erste Stunde (!) das Gefühl auf einem Bassdrum/Bass/Wortfetzen-Konzert zu sein.
    - Clueso kam auf die Bühne und begrüßte mit einem "Hallo" die Zuschauer. Dieses Wort war viel zu laut. Ca. 10 Sekunden später begann er zu singen. Immer noch viel zu laut. Das war anscheinend so erschreckend, dass der Rest der Strophe Clueso nicht zu hören war.
    - Helge Schneider spielte als Gast ein Saxophon-Solo. Ich habe es gesehen.
    - Solis, Anfänge von Stücken wurden immer erst nach einigen Takten abgeholt. Nie war das Instrument mit dem ersten Ton da.

    Einige der Soundprobleme sind mit Sicherheit der Location geschuldet. Aber ich habe auch bereits einige Konzerte gehört (Genesis, Roger Waters, Coldplay). Und dort haben die das in den Griff bekommen. Speziell die Mischfehler aus "Unafmerksamkeiten" stören mich, das darf in dieser Liga nicht passieren. Ich bin niemand, der schnell meckert, schon gar nicht öffentlich. Aber das ging gar nicht.

    LG
    Christian

    Gruss
    Christian

  • Lullus
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    • 11. Juni 2014 um 08:46
    • #4

    Komischerweise kommt das aber leider öfter vor trotz modernster und teuerste Technik. Gerade eine viel zu Base höre ich öfter die alles platt macht. Klingt das am FOH so anders oder Hörschaden unter 100 Hz ??

  • R880
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    • 11. Juni 2014 um 08:47
    • #5

    Sehe ich 1:1 auch so.

    Wenn ich so einen Mix vor 500 Leuten präsentiere, habe ich keine 5Min. meine Ruhe und die Band mit Sicherheit das letzte Mal gemischt.
    Und das ist jetzt nicht übertrieben.
    Dieser zunehmend vollkommen übertriebenen Bassbereich geht mir langsam so auf die Nerven. Ich frage mich mit welcher Legitimation solche Mischer überhaupt an einen Regler dürfen.

    Alles wird nur noch übertrieben. Hört man aus Versehen im Radio Nena, so schnauft und atmet die Frau mehr als sie singt. Schon geil so ein Kompressor....
    Bei Werbejingles werden die Höhen so gepuscht, dass es nur noch bruzzelt und zischt...

    Furchtbar! Da lege ich mir lieber eine alte Ben E. King LP auf und erfreue mich an einer homogenen Frequenzaufteilung.

  • marcoboy
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    • 11. Juni 2014 um 09:46
    • #6

    Ein generelles Thema. Wenn man als Fachmann auf solch eine Veranstaltung geht nimmt man immer zu hohe Erwartungen mit. In der Liga geht das gleich ab wie ein paar Etagen drunter. Es geht ums Geld,Zeit ....

    Die Ursachen sind manchmal hausgemacht oder menschlicher Natur. Die Erwartung fällt dann meist durch das gebotene zusammen. Die Frage ist wie empfand das nicht vorbelastete Publikum? Da kann man dann ganz schnell in einen Fetteimer treten. In diesen Eimer trat ich schon ein paar mal, weil das Publikum das gebotene akzeptierte. Namen der Kapellen lassen wird mal lieber. Ganz nebenbei macht man sich nicht sonderlich beliebt wenn man im selben Boot sitzt und dir schon beim Soundcheck klar wird mit dem Besteck in der Halle wird es heute böse enden.

    Fresse halten Stöpsel rein fertig...

    Einmal editiert, zuletzt von marcoboy (11. Juni 2014 um 12:59)

  • R880
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    • 11. Juni 2014 um 10:15
    • #7

    Ach ehrlich? Wie bist Du denn drauf? Ich zahle über 100€ für Karten, 170 für die Übernachtung, Anfahrt und dann soll ich mir die Ohren mit ohrenbetäubenden Basslautstärken zudröhnen lassen?

    Was daran der FOH`ler kann, weiss ich nicht. Jedenfalls haben die Leute Ihre tontechnische Arbeit falsch gemacht, oder der Veranstalter darf so eine Halle nicht für ein Konzert verwenden. Kann auch sein, dass ich platztechnisch in die Tonne gelangt habe und ich an einer akustisch sehr schlechten Stelle saß, allerdings frage ich mich dann warum für so eine Region überhaupt Karten verkauft werden.

    Andere Zuhörer habe ich nicht gefragt, allerdings haben mir die Aussagen von meinem Sohn völlig gereicht. Ich finde die Meinung von so einem jungfräulichen Gehör immer als
    sehr aussagekräftig.

    Und auf den tollen Tip mit den Stöpseln bin ich wie mein Sitznachbar auch gekommen, nur hilft das bei dem Bassgewitter auch nicht mehr.

    Gegen die langen Hallzeiten in der Arena ist man natürlich ziemlich machtlos, nur ist mir schon nach den ersten Jahren Tontechnik in den Sinn gekommen, dass ein Übermaß an Bass in einer halligen Halle nicht DIE Lösung ist.

  • marcoboy
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    • 11. Juni 2014 um 12:53
    • #8

    Mich hätte es mal interessiert wie es in der nähe des FOH klang. Sicherlich ist das ärgerlich wenn man Geld bezahlt und was anderes erwartet hat. Man wird ja auch seiner Freunde beraubt.

    Früher war es so das man Konzerte veranstaltet hat um Tonträger zu verkaufen. Da setzte man auf Qualität. Heute ist es so das man Konzerte macht um überhaupt mit Musik Geld zu verdienen. Es zählt das was hinten raus kommt. Das Publikum hat das beim nächsten mal wieder vergessen bzw. durch den Verfall der Klangkultur liegt das Gewicht mehr auf das optische.

    Die menschliche Kompetente ist bei so einer Tour auch recht schnell verschissen wenn man ihr keine pausen könnt.
    In den Fetteimer kann man nur treten wenn man die agierenden kennt ;)
    Manchmal liegt es aber auch am Veranstalter der jeden Fleck zu Geld machen will. Da wird dann Publikum an stellen Platziert wo allen klar ist das die eingesetzte Beschallung dort keine Bestleistungen produziert.

  • R880
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    • 11. Juni 2014 um 15:40
    • #9

    Ich ziehe meine Lehre daraus, in keine Sportarena mehr auf ein Konzert zu gehen und falls dann doch :D auf keinen Sitzplatz, wo ich an den Standort gebunden bin.
    Mich hat es sehr aufgeregt, da mein Sohnemann großer Lindenberg Fan ist und ich diese Reisestrapaze auf mich genommen haben.

    Eines muss ich aber sagen, Udo hat alles gegeben und auch die Videoproduktion war erste Sahne.

  • ewok
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    • 11. Juni 2014 um 19:28
    • #10

    Ja, Stehplätze sind manchmal echt Gold wert. Ich habe das bei einem Hosen-Konzert in Düsseldorf erlebt. Zu Konzertbeginn standen wir im hinteren Drittel mittig, etwa auf Höhe der Delay-Line. Sprachverständlichkeit = 0. Nach 2 Songs sind wir dann 10m nach hinten (!), also in den Bereich, wo die Delay-Banane hin beschallt hat, und auf einmal konnte man sogar verstehen, was gesagt wurde. Im Mittelfeld nur wenige Meter hinterm FOH ist von der Front-PA überhaupt nix mehr angekommen. Ist natürlich extrem ärgerlich, wenn man sich auf das Konzert freut und dann nicht einmal da hin gehen kann, wo man es wenigstens genießen kann.

    http://www.partyontour.de

  • madmax
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    • 11. Juni 2014 um 20:32
    • #11

    Hohe Ränge lassen sich nunmal nicht wirklich von einem Frontsystem samt gewöhnlichen Delaylines beschallen. Besonders wenn man über der obersten Box sitzt. Kennt man auch bei großen Sälen auf den Emporen.

    Deshalb wird richtig Aufwand für die normale Stadionanlage getrieben, viele engabstrahlende Hörner unters Dach gehängt und auf viele Prozessor- / Ampkanäle verteilt.
    Oder früher jede Menge Hornstacks gleichmäßig rundum auf der Laufbahn aufgestellt...

    Never stop a running System

  • ThoSchu
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    • 11. Juni 2014 um 22:44
    • #12

    Ich verstehe die Diskussion leider nicht.

    Entweder eine Halle ist unbeherrschbar, oder man macht das richtig.
    Ich erwarte von Profis, das sie beides einschätzen können und danach handeln.

    Ich will hier keinen Kollegen in die Schusslinie nehmen, da war definitiv etwas faul...

    ThoSchu

  • R880
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    • 12. Juni 2014 um 07:23
    • #13

    @ Madmax
    Da waren ca. 8 Linearrays für die oberen Ränge installiert.

  • marcoboy
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    • 12. Juni 2014 um 08:12
    • #14
    Zitat von "ThoSchu"

    Ich verstehe die Diskussion leider nicht.

    Entweder eine Halle ist unbeherrschbar, oder man macht das richtig.
    Ich erwarte von Profis, das sie beides einschätzen können und danach handeln.

    Ich will hier keinen Kollegen in die Schusslinie nehmen, da war definitiv etwas faul...

    ThoSchu


    Jup Knete .. darum geht es. 100 oder gar 500 Leute gegen 5000€ Mehraufwand.

  • tufkaklto
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    • 12. Juni 2014 um 08:36
    • #15
    Zitat von "madmax"

    Hohe Ränge lassen sich nunmal nicht wirklich von einem Frontsystem samt gewöhnlichen Delaylines beschallen. Besonders wenn man über der obersten Box sitzt. Kennt man auch bei großen Sälen auf den Emporen.

    Deshalb wird richtig Aufwand für die normale Stadionanlage getrieben, viele engabstrahlende Hörner unters Dach gehängt und auf viele Prozessor- / Ampkanäle verteilt.
    Oder früher jede Menge Hornstacks gleichmäßig rundum auf der Laufbahn aufgestellt...


    So unrecht hat er da nicht.

    Gegenkurven oben und im Eck sind meist die schwierigsten Orte.
    Und die billigsten Karten.

    Und dann kommt es darauf an, ob das Material auf Tour ist oder speziell für diesen einen Event ausgesucht wurde.

    Denn auf Tour muß man mit dem vorhandenem material das Beste rausholen.
    Und ich hab selbst schon oft so gearbeitet, das bei grenzen des Materials Abstriche bei den billigsten Plätzen gemacht werden.

    Und weil das Beispiel Cluseo war, ich hab das schön öfters gehört, beruflich und fand gerade das immer gut.
    Aber Geschmäcker sind verschieden.
    Unabhängig davon gehe ich auch davon aus, das man auf der Lindenberg Tour keine Anfänger am System hinschickt sondern Leute die schon wissen was sie tun.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • R880
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    • 12. Juni 2014 um 08:43
    • #16

    Abstriche ok, aber an meinem Platz (Block 158 - Reihe 3) wäre niemand von Euch hier länger sitzen geblieben. Ich blieb es nur wegen dem Sohnemann.

    Anderes Thema...Weiss Jemand warum das Prince Konzert abgesagt wurde?

  • chris216
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    • 12. Juni 2014 um 09:17
    • #17

    Zum Prince Konzert:

    http://www.ticcats.de/blog/entry/tic…cketvorverkaufs

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • marcoboy
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    • 12. Juni 2014 um 10:00
    • #18

    Schön das jemand einmal die Ticketmafia anspricht. Denn die guten Plätze werden wenn diesen Agenturen im großen Stil aufgekauft und dementsprechend Preislich nach oben gepuscht.

    @Klauston genau so ist das. Ein extra System für die Halle anzumieten fällt meist flach. Es muss mit dem gehen was auf dem Sattelschlepper ist.

    Hier die Vorgeschichte weil es zum Thema passt .. http://www.spiegel.de/kultur/musik/p…n-a-777253.html

  • Tobias Niedenthal
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    • 12. Juni 2014 um 17:14
    • #19
    Zitat von "warwick"

    Aber ich habe auch bereits einige Konzerte gehört (Genesis, Roger Waters, Coldplay). Und dort haben die das in den Griff bekommen.


    "The Wall" habe ich dort zweimal gesehen, zuletzt im September (just am 70. von Waters) und es war beide Male vollkommen in Ordnung. So komplett unbespielbar sollte die Location also nicht sein.

    Öffentlichkeitsarbeit
    Steinigke Showtechnic GmbH

  • madmax
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    • 12. Juni 2014 um 19:37
    • #20

    Hmmm.
    Mir scheint; das es immer öfter auch unter den Profis welche gibt, die sich schlicht übernehmen. Kann mir nicht vorstellen, das Dem- bzw. Denjenigen spätestens nach dem Systemsoundcheck nicht selbst auffällt, das da was nicht hinhaut bzw. man Mist macht.

    Diese "neuartigen" Arenen mit ihrer baulich bedingten, praktisch hausgemachten schlechten Akustik verlangen vermutlich erheblich mehr Sachverstand als ein gewöhnliches großes Stadion mit eher relativ flach aufsteigenden Rängen oder auch andere dicke Dinger wie z.B. Rock am Ring oder Wacken.

    Hauptgrund am Dilemma in der Esprit z.B. wird die weit auskragende Überdachung sein, unter welcher die Echos rundum laufen. Auch die von den Bässen. Und da helfen auch keine untergehängten Bananen mit 100 Grad Breite.
    Das es machbar ist da drin hat ja der ESC seinerzeit gezeigt. Jedenfalls habe ich keine Klagen gehört..

    OT: Ist es üblich; das da Dixis im Innenraum stehn? Ist mir noch nie aufgefallen. Schon seltsamer Anblick von oben... :?

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