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Wirtschaftlichkeit von großen/teuren Digitalpulten

  • billbo
  • 12. Juni 2014 um 16:08
  • billbo
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    • 12. Juni 2014 um 16:08
    • #1
    Zitat

    Frag mal die Verleiher die versucht haben mit ner Digico D5 Geld zu verdienen.

    So was kauft man entweder in Verbindung mit einem festen Großauftrag (Tournee, Olympiade, Bundesgartenschau, ... ) und hat es damit bereits zum großen Teil finanziert. Oder aber wenn man 'Fan' ist und sich’s leisten kann. So was kauft man nicht einfach ins Blaue hinein in der vagen Hoffnung, die Welt ist gerecht und die Investition würde sich auf wundersame Weise irgendwann schon noch mal auszahlen. Das war aber zu XL4 – Zeiten auch schon nicht anders.
    Analog dazu kaufen sich der Kulturverein, der reisende Kinderzirkus, die professionelle Covertruppe eben heute ihr Q o.ä.; sofern sie sich ausrechnen können, dass es sich aufgrund häufiger Nutzung ausreichend schnell rentiert haben wird.

    Das Wort 'Vermieten' spukt immer noch in sehr vielen Köpfen herum. Dafür braucht’s aber vor Allem eins: potentielle Mieter.
    Rentabel vermieten kann ich in Materialüberschusszeiten all das, was gebraucht wird, aber womit sich niemand wirklich gerne abgeben will. Gerüsttower, Traversen, Podeste, Zeltböden, Kabelkanäle, Barriers, Zäune, Komplettsysteme in großen Einheiten, Container, Dixieklos, Gabelstapler – alles was langweilig, dreckig, groß, schwer, unhandlich, unbequem, unsexy ist. Gerne in Verbindung mit der dazugehörigen Dienstleistung, die meist noch viel weniger sexy ist.
    Nicht rentabel (oder gar nicht) vermieten kann ich all das, was jeder geil findet und sich bei nächstbester Gelegenheit sowieso selber kauft. Erst recht nicht wenn abzusehen ist, dass es aus Technik-/ Zeitgeist-/ Modegründen eine extrem kurze Halbwertzeit haben wird.
    Ich würde so weit gehen zu behaupten: wenn man ernsthaft und nüchtern über Begriffe wie 'investieren' und 'vermieten' nachdenkt muss man zwangsläufig zu dem Schluss gelangen, dass (neben 'wertigen' Kaninchenställen) Digitalpulte egal welcher Größe und Kategorie derzeit geradezu exemplarisch für solche Investitionsgüter stehen, mit denen man am elegantesten und effektivsten seine Kohle versenken kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • frank_nachtigall
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    • 12. Juni 2014 um 16:13
    • #2
    Zitat von "billbo"


    Ich würde so weit gehen zu behaupten: wenn man ernsthaft und nüchtern über Begriffe wie 'investieren' und 'vermieten' nachdenkt muss man zwangsläufig zu dem Schluss gelangen, dass (neben 'wertigen' Kaninchenställen) Digitalpulte egal welcher Größe und Kategorie derzeit geradezu exemplarisch für solche Investitionsgüter stehen, mit denen man am elegantesten und effektivsten seine Kohle versenken kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Genauso ist es. eigentlich ist dem nix mehr hinzuzufügen.

    lgF

    aktuelle Verkaufsliste: http://www.toneheads.de/gebrauchtware/

  • WolfgangK
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    • 12. Juni 2014 um 20:26
    • #3

    das nenne ich jetzt mal einen typischer "Billbo" :) Wie immer wunderschön ;)

    ... und genauso ist das - bis auf: niemand kommt zu einem Verleih, der nicht auch interessante Aushängeschilder hat - und das sind z.B. große Digitalpulte namhafter Hersteller 8)
    soll heißen: die Kette funktioniert auch rückwärts: Wer kein teueres, markantes Aushängeschild hat, ist schneller ein Schrotthändler, als ihm lieb ist. Also muss mindestens ein großes Digipult, eine namhafte PA und ein CDJ2000Nexus her, damit auch das B&B-Material nebst Zubehör vermietet wird.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • marcoboy
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    • 12. Juni 2014 um 20:38
    • #4

    Es kommt noch einen ganz hässliche Eigenschaft hinzu. Alles selber kaufen zu müssen obwohl es beim Kollegen herumsteht. Wenn ich mich so umchaue würden 1-2 GLDs ausreichen um alle Veranstaltungen in dieser Region zu bedienen. Wenn man alles zusammen zieht kommen auf die Nachfrage 15 Digitalpulte.

    Die Hersteller freut es, das sich immer noch Leute finden. Wenn man mal aber die finanzielle Situation der Branche anschaut. Ohje....

  • oton
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    • 12. Juni 2014 um 21:44
    • #5

    Ich glaube es wird Zeit das Thema hier zu trennen ... :D

    Ich bin übrigens doch anderer Meinung als die meisten hier, was vielleicht auch daran liegt das ich keine Pulte VERLEIHE sondern nur LEIHE .. aber die Verleiher mit denen ich zusammenarbeite wirken auf mich nicht als würden sie am Bettelstab gehen, auch wenn sie eine Menge "große" Digitalpulte haben.

    Natürlich werden Pulte wie VI6, Midas Pro 6, Digico SD5/7 u.Ä. meistens nur dann gekauft, wenn absehbar ist das man das Geld mit einer Tour etc. schnell wieder drin hat. Danach gibt aber auch niemand (jedenfalls den ich kenne) die Teile zu Ramschpreis raus, man muss für solche Pulte schon einen realen Vermietpreis zahlen. Genauso wie für PA/Mikrofone und alles Andere auch.

    Was mich hier an der Diskussion etwas stört ist, das man inzwischen jedenfalls hier im Forum und auch draussen auf der Strasse oft schief angesehen wird, nur weil man ein Pult der Oberklasse für eine Job will, weil es die Kanalzahl erfordert / den Job erleichtert / einfach besser funktioniert/klingt als ein einfacheres/billigeres Pult. Anscheinend sind die meisten Kollegen inzwischen der Meinung, das man eigentlich eh alles mit einem X32 mischen kann, warum also überhaupt noch andere Pulte anbieten. Einen GLD scheint hier ja teilweise schon dekadent zu sein ...

    Ich bin auch der Meinung, das man heute viel Pult für teilweise erschreckend wenig Geld bekommt, und das für viele Jobs ausreicht. Allerdings beobachte ich auch immer wieder, das seltsamerweise die Verleiher mit ordentlichem Material und gut bezahltem/geschultem Personal immer noch die meisten guten Jobs bekommen, und auch viele der Kleinen trotz höheren Preis, während viele der kleinen Verleiher mit dem X32 und der Dynacord PA aus den 80ern einem immer die Ohren volljammern das die Preise kaputt sind und keiner mehr Geld hat ... aber für keine Qualität zahlt auch halt keiner.

    Die Tonleute, von denen ich den Job gelernt habe haben mir beigebracht, das zu dem Job ausser seinem eigenen Können auch IMMER das möglichst beste Material gehört, und das man da auch nicht einfach so Abstriche macht ... ich glaube dieses Denken ist heutzutage etwas ins Hintertreffen geraten, ich kennen sonst kaum einen Technik/Ingenieurssparte die sich selber so das Handwerkszeug schlecht macht. Und auch ein Fatalist wie der Herr Billbo weis glaube ich von was ich da rede ...

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • guma
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    • 12. Juni 2014 um 22:40
    • #6

    Nachdem das in einem Kleindigitalpultethread gerade so ein bisschen ausartet, hier der Platz für die " brauch ma dös" Diskussion. :wink:

  • oton
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    • 13. Juni 2014 um 00:07
    • #7

    ich sach mal ... ich brauch dös !!!

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    • 13. Juni 2014 um 01:42
    • #8

    also ich muss sagen, das sich meine iLive für mich schon lange gerechnet hat. obwohl ich sie tatsächlich nur ein einziges mal fremdvermietet hatte ;)
    aber ich biete das pult zusammen mit meiner arbeit an, und das funktioniert doch einigermaßen oft, obwohl ich fast nur von den ansonsten knauserigen musikern gebucht werde ;) aber sie wissen eben mittlerweile, dass dadurch das gesamtpaket sehr stimmt.
    es gibt natürlich ausnahmen: mit einer künstlerin fahre ich oft quer durch die republik - und zwar als mitfahrer im bus. da ist wegen der instrumente einfach kein platz für mein pult, also muss ich mich da immer mit anderem zeug rumschlagen :lol:

    dabei beteilige ich mich übrigens nicht an den doch recht weit verbreiteten dumpingpreisen. es gibt doch ein paar kollegen, die ihre pulte offenbar gerne verschenken. da mach ich einfach nicht mit. und der erfolg zeigt, dass die rechnung aufgeht. wenn ich doch mal zu teuer bin, dann bleibt die kiste eben im lager - geht dort schonmal nicht kaputt und ich habe länger freude daran 8)

    etwas teureres als die iLive würde ich aber sicherlich eher selten an den mann (=musiker) bekommen. unter dem strich ist es meinen kunden aber übrigens egal, mit was ich meine arbeit erledige. hauptsache es klingt gut und kostet nicht zu viel.

    ich bin also soweit einigermaßen zufrieden, für mich war das die richtige entscheidung, die damals gegen M7Cl und SD8 gefallen ist.
    obwohl es natürlich bei der anzahl der einsätze immernoch potential noch oben gibt ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Kracky
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    • 13. Juni 2014 um 09:52
    • #9

    Bin bei dem Thema immer sehr hin und her gerissen, uns hat man ja auch schon vorgerechnet das sich die 30000.- Euro Investition in eine Digico SD8 problemlos refinanzieren, wenn man das Pult nicht gerade selbst nutzt, und die Jobs kommen von alleine wenn man ein solches Pult hat, dann ist es im Pool unterwegs und verdient dort Geld ohne das man damit Arbeit hat. Mir selber war das Pult eh zu groß und durch die offene Struktur zu unübersichtlich, mein Partner war da Tage weise am grübeln bis er eingesehen hat das jetzt wegen einer SD8 im Lager sicher nicht die Topakts des Landes bei uns aufschlagen, dazu fehlen dann die ganzen anderen richtig teuren Marken um diesen Markt bedienen zu können.
    Diese Pulte haben ihren Platz, sicher aber nicht bei Hinz und Kunz auch wenn die Verkäufer das so suggerieren.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • guma
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    • 13. Juni 2014 um 11:53
    • #10

    Ja das ist ganz einfach. Die Zeit, als Pulte Kundschaft generierten, ist seit ca. 25 Jahren um. Heute sollte man Pulte passend zur Kundschaft, zum Budget und zu den persönlichen Möglichkeiten und Präferenzen kaufen ohne sich dabei zu übernehmen.

  • wora
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    • 13. Juni 2014 um 12:07
    • #11

    genau.
    die bands und mischer, welche ein bestimmtes pult benötigen werden es ohnehin entweder selber mitbringen oder es wird vom veranstalter bezahlt (weil im vertrag und so).
    es macht keinen sinn, sich ein pult hinzustellen nur mit der hoffnung, dass man dadurch nennenswert kundschaft dazu bekommt. der einkauf muss einfach für die eigenen anforderungen passen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • oton
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    • 13. Juni 2014 um 12:37
    • #12

    Dann ist der Titel aber irreführend ... und müsste eher heissen "Lohnt es sich für einen kleinen Verleiher wirklich ein größeres Digitalpult anzuschaffen?" .. und da gebe ich meinen Vorrednern recht, das lohnt sich eher nicht.

    Meine Frage war eher, warum es sich für die großen Verleiher nicht lohnen soll? Wer die entsprechenden Kunden hat kann auch gewinnbringend große/teure Pulte verleihen, und bei den meisten grösseren Produktionen spielt der Mietpreis für die Konsole doch meistens eher eine untergeordnete Rolle.

    Und als Letztes, was mich immer nervt ist diese Nachgeplapper von wegen "das geht doch mit einem X32/GLD/sonstwas, kann doch genug Kanäle ... es gibt eine Menge Produktionen, die gehen eben nicht oder nur schlecht mit einem kleineren Pult ... und wenn ich irgendwie Einfluss darauf habe werde ich immer zum größeren Pult greifen ... einfach weil es besseres und entspannteres Arbeiten ermöglicht. Wenn die Kollegen sich gerne selbst kasteien, bitte schön ... scheint ja so eine Art Sport zu werden ...

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  • guma
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    • 13. Juni 2014 um 14:25
    • #13
    Zitat von "oton"

    Dann ist der Titel aber irreführend ... und müsste eher heissen ...

    @ Marcus
    Nein überhaupt nicht, denn unser aller Kernaussage ist doch die, dass das Pult zur Kundschaft passen muß, das gilt im Großen wie im Kleinen.
    'Kleine Bude, großes Mischpult' geht nur wenn man sich dieses "Hobby" leisten kann und 'große Bude, kleines Mischpult' geht auf Dauer auch nicht, weil dann die Kundschaft weg bleibt. :wink:

    Wenn Leute wie Du, wenn sie auf der Kundschaftseite stehen, leidenschaftlich um 'großes Pult' kämpfen, wenn sie es für erforderlich halten und die Kundschaft es bezahlt, ist die Welt an dieser Stelle doch in Ordnung. Ich halte es, wenn ich in der richtigen Position dazu bin, genau so.

    Das Problem, das Du ansprichst, entsteht vor allem dann wenn,
    1. sich zu kleine Buden in zu große Jobs hinein dumpen oder umgekehrt
    2. der betreute Act nicht mit bekommen hat, das er kein A sondern C Format ist.

    Beides hat primär nichts mit dem Investitionsverhalten zu tun.

  • wora
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    • 13. Juni 2014 um 14:33
    • #14

    ich denke die wenigsten hier sind wirklich grosse verleiher. bei den "grossen buden" ist die sachlage natürlich eine andere, hier gehen die anschaffungen für grosse pulte doch eher im rauschen unter, wie du bereits passend bemerktest

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ERICH
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    • 13. Juni 2014 um 15:23
    • #15

    Als einer, der mit Computern aufgewachsen ist finde ich es Lustig, das von "großen" Pulten geschwärmt wird. Findet denn jemand auch einen großen Rechner toll?
    Klar- Anzeige , Eingabe und Software müssen zu den Anforderungen passen.
    Aber das Denken in Groß und Klein ist ein Relikt aus der Analogzeit.
    Und natürlich geht der Trend preislich nach unten.
    Das was ein Q24 heute kann (Sachen wie Mitschnitt,... Nicht vergessen) hat vor 15 Jahren wirklich viel Kohle gekostet und war um Faktoren größer.
    Wenn ein 3k€ Plult den Bedarf abdeckt, warum sollte man mehr ausgeben?
    Weil es früher mehr gekostet hat?

    Fakt ist aber, das das Mischpult als Statussymbol langsam ausgedient hat.
    Und ich finde das sehr gut. Es kommt immer mehr auf das Können des Bedieners.
    So wird die Sache wieder sportlicher.

  • guma
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    • 13. Juni 2014 um 15:58
    • #16

    Stimmt in so fern nicht ganz, als das es nach wie vor große Veranstaltungstechnikfirmen gibt, die ohne einen einzigen X32, Q24, SAC, Si Expression u.s.w. im Lager ordentlich Geld verdienen und ordentlich Gehälter und Steuern bezahlen.
    ... Das Kanalzahlgeschwafel von "unten" hat ja nun auch schon einen Bart, der so lang ist wie der LS9 alt. :roll: :D:D ( 64 Kanäle und so ... wer mochte die gerne mit einem LS9 verwalten ? ..... 120 in / 40 out vom Klapprechner aus u.s.w. )

  • oton
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    • 13. Juni 2014 um 16:57
    • #17
    Zitat

    Als einer, der mit Computern aufgewachsen ist finde ich es Lustig, das von "großen" Pulten geschwärmt wird. Findet denn jemand auch einen großen Rechner toll?
    Klar- Anzeige , Eingabe und Software müssen zu den Anforderungen passen.
    Aber das Denken in Groß und Klein ist ein Relikt aus der Analogzeit.
    Und natürlich geht der Trend preislich nach unten.
    Das was ein Q24 heute kann (Sachen wie Mitschnitt,... Nicht vergessen) hat vor 15 Jahren wirklich viel Kohle gekostet und war um Faktoren größer.
    Wenn ein 3k€ Plult den Bedarf abdeckt, warum sollte man mehr ausgeben?
    Weil es früher mehr gekostet hat?

    Alles anzeigen

    Das ist genau diese Art von Pauschalaussagen, die einfach nicht stimmen. Wenn eine Show mit vielen Kanälen, vielen Ausspielwegen und mit sehr vielen Cues habe, dann brauche ich ein Pult , was mir sehr viel direkten Zugriff auf viele Parameter gibt, sprich eher eine große Oberfläche. Und das geht nicht mit einer Q24, deswegen muss man mehr Geld ausgeben, unter Umständen sehr viel mehr. Auch "Früher" hat eine H3000 mehr gekostet als ein 16/4er Mackie ...


    Zitat


    Fakt ist aber, das das Mischpult als Statussymbol langsam ausgedient hat.
    Und ich finde das sehr gut. Es kommt immer mehr auf das Können des Bedieners.
    So wird die Sache wieder sportlicher.

    Das, mit Verlaub, ist ebenfalls Quark. Für wen ein "großes" Pult ein Statussymbol war/ist, der war früher wie heute kein Tonmann sondern ein Poser .. und auf das Können kam es damals wie heute an. Der einzige Unterschied ist, das die Pulte heute viel komplexer sind, und man mehr Funktionen beherrschen/erlernen muss .. oder auch lernen muss manches einfach auszulassen was einen so fröhlich verheissungsvoll anblinkt.

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  • tufkaklto
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    • 13. Juni 2014 um 17:10
    • #18

    @ Erich

    Da hast Du nur leider nicht Recht.

    Mit Deinem 3000 Euro Pult wirst Du an eine menge guter Produktionen nicht rankommen.

    Wozu also ein teures Pult kaufen, wenn Dein billiges auch keiner für große Produktionen bucht :lol: :lol:

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  • zegi
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    • 13. Juni 2014 um 22:42
    • #19
    Zitat von "WolfgangK"

    die Kette funktioniert auch rückwärts: Wer kein teueres, markantes Aushängeschild hat, ist schneller ein Schrotthändler, als ihm lieb ist...

    Diesen Aspekt würde ich auch unterschreiben. Wer eine Auswahl an Pulten anbieten kann, wirkt glaubwürdiger beim Einsatz von kleinen/billigen Pulten. Man kann auch dem Kunden mit gutem Gewissen sagen, dass das kleine Pult XY für seinen Zweck genügt, er aber gerne für den Aufpreis X auch das Pult XX haben kann. Funktioniert auch beim PA-Material so, habe ich dort auch schon öfters erlebt.

    Von daher kann ein teures Pult auch einen Wert haben, ohne dass es dauernd im Einsatz steht.

    Der Ton macht die Musik.

  • ERICH
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    • 14. Juni 2014 um 01:53
    • #20

    Ich glaube wir reden hier von sehr verschiedenen Größenordnungen.
    Natürlich haben teure Pulte ihre Anwendung, sonst würde die keiner entwickeln ;)
    Die Möglichkeiten neuer Pulte sind in den letzten Jahren gerade zu explodiert, die Preise gehen hingegen in den Keller.
    Und das man immer mehr immer bessere Werkzeuge für immer weniger Geld in die Hand bekommt ist ja wohl eine gute Sache.

    Und da kommen wir zu dem Punkt, auf den ich hinaus wollte.
    In der heutigen Zeit sollte nicht zwischen "klein" und "groß" unterschieden werden, sondern zwischen geeignet für eine Anwendung oder eben nicht.
    Das kann mal die simple Anzahl der Bedienelemente sein, mal die besonders ausgeklügelte Szenenverwaltung,...
    Im Zweifelsfall steckt in der "kleinen" Mischkiste die selbe Software mit den gleichen Möglichkeiten.

    Aber wie gesagt, ich denke die Größenordnung der Veranstlatungen, die man betreut ergeben zu diesem Thema sehr unterschiedliche Sichtweisen.

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