Bitteschön
Obwohl ich etwas zwischen zwei Optionen "hing"
Grüße
David Kammerer
Bitteschön
Obwohl ich etwas zwischen zwei Optionen "hing"
Grüße
David Kammerer
Zitat von "Sound-Buster"Kann man denn auch was gewinnen ??? :lol:
Klar Mann: Erkenntnis ![]()
![]()
![]()
Die Umfrage ist beendet.
Wie lauten eure Interpretationen des Ergebnisses, was zieht ihr für Schlüsse?
ich bleib' bei meinem Setup für die kleinen Gigs ![]()
...ebenso stehen halt bei uns im Haus meißtens immer noch 30Bänder neber der Konsole - geht bei diversen Pulten immer noch schneller, als 4 mal klicjen oder am Screen schrauben ![]()
sec
Interpretiert hab' ich weiter oben schon: der Durchschnittstonler ist zu ca. 90% ein pragmatisch agierender Mensch mit deutlich erkennbarem Hang zur Vermeidung entbehrlicher Zusatzarbeit.
Meine (eher technisch begründete) Prognose:
1.) Der Preisverfall bei Software (beliebig kopierbar) und Rechenleistung (Mooresches Gesetz) wird ungebremst weiter gehen. Das bedeutet:
2.) In absehbarer Zeit wird jeder Tonler die Möglichkeit haben, sämtliche Plugins und Effekte dieser Welt für ein Taschengeld auf seinem persönlichen Laptop (oder ähnlichem Gerät) selbst am Start zu haben. Aber:
3.) Er wird sie nicht benötigen, da sie in jedem 'Mischpult' (wie immer das dann aussehen mag) sowieso schon implementiert sind. Schließlich kostet das den Hersteller dann auch nur noch ein Taschengeld... :wink:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Die 90% pragmatischen Tontechniker sind halt diejenigen, die mit ihrem Job Geld verdienen müssen.
5% sind Künstler, die mit ihrem Job so viel Geld verdienen, daß es für die Kunst auch reicht
und die anderen 5%? hmmm....
Nachdem jetzt etliche Biber und Bären hier im Thread erlegt wurden, verweise ich gerne wieder auf mein Geschreibsel von Seite 1.
Die Entwicklungsabteilungen der Pulthersteller sind ja auch nicht durchgehend auf den Kopf gefallen (auch wenn einige aktuelle Entwicklungen - aber lassen wir das...).
Auch dort hat man erkannt, was Ingvar Kamprad & Konsorten auf ihren Internetseiten ausnutzen: Der Mensch ist faul! Auch der Tonie.
Der größte Teil der Menschheit nutzt Werkzeuge und Handlungsweisen, die andere entwickelt und etabliert haben. Abläufe, die mehr oder minder routiniert sind und damit sicher und einfach. Man ist zwar anpassungsfähig, aber dafür braucht es eine Mindestmotivation bzw. einen gesellschaftlichen Zwang.
Der immer noch aktuelle Zwang/Trend ist doch nach über 10 Jahren des Mitlesens hier:
"Vergesst die alten, schweren Sideracks und Monsterpulte. Das war gestern, heute ist All-in-a-box. Das Digitalzeitalter lässt dich alles was du brauchst in deiner Hosen-/Hemdtasche dabeihaben. Es gibt für alles eine App."
Genau das fördert auch die Pultindustrie mit aktuellen Geräten ohne haptische Oberflächen, iqUmixpaccore xAiRM DL* und sonstigem Gedöns. Auch vor 25 Jahren gab es Pulte mit integrierten FXen und damals machten die sich auch in Ihrem Marktsegment breit. Nur: Damals wollte sich der Profi umso mehr von diesen Alleinunterhalterprodukten absetzen und hatte dafür eben das bessere, teurere und größere Gerät.
Vielleicht ist der hier diskutierte "externe Helfer", insbesondere die softwarebasierten Plugins, ja ein neuer Trend, der sich genau deswegen durchsetzen wird, weil er anders ist, weil man wieder mehr Individualität am persönlichen Arbeitsplatz braucht, weil sich jeder vom anderen absetzen und in einer neuen Marktlücke püositionieren will.
Ganz bestimmt hat es dieser Trend aber viel schwerer, weil das durchschnittliche Handwerkszeug des Tonlers viel günstiger und hochwertiger ist, als früher und weil die Pulte in kürzeren Intervallen auch hardwareseitig upgedated werden. Trotzdem arbeiten immer noch viele kleine Firmen am ultimativen Zusatztool, welches die Entwickler der Pulthersteller eben nicht implementiert haben.
Es fehlt nur bisher die eine, DAU resistente, null-latente Schnittstelle, damit wieder jeder an seinem Pult rumbasteln kann. Quasi der netzwerktaugliche 1/4" StereoJack Insertpunkt.
Sobald es so einen Standard für fast keine Lizenzgebühr gibt, sollten wir nochmal über Pultplätze reden. Dann wird es IMHO interessant... Vielleicht magst du ja diesen thread auf "Wiedervorlage alle 2 Jahre" legen, guma :wink:
*iLive/QU Pac/uMix/M32c/Behringer Air/StudioLive RM/Mackie DL und weitere unerwähnte
Interpretation?
Ich sehe das 33% zumindest ab und zu ein Zusaztgerät mitschleppen.
Das heißt 33% sehen nicht alle Digitaltische als eierlegende Wollmilchsau an und haben gerne ihr eigenes, vielleicht vertrautes oder in ihren Ohren besser klingendes wie auch immer geartetes Peripherieteil dabei. 33% geben sich nicht stumpf zufrieden (37%) oder der Faulheit hin (30%) sondern machen was um ihrem Optimum näher zu sein (ob realistisch oder nicht, ob Selbstveralberung oder echte Verbesserung sei dahingestellt). Für mich ein schöner Gedanke, "good enough" gibt es nämlich zu häufig.
Interessant wäre dabei, v.a. bei den Gelegenheitstätern: Nehmt Ihr dann extra Geräte/Plugins mit, wenn Ihr nicht Euer Wunschpult haben könnt? Oder genau andersrum?
(Und das mir, die "brauch ich nicht" angeklickt habe. Nun aber, um 'ne schnöde 6 Mikrofon mit einem kleinen Akustikduo dazwischen Industrieveranstaltung zu mischen brauche ich das echt nicht, und die Häufigkeit wie ich am Pult stehe geht gegen 5-10x im Jahr. Ich mach anderes Zeug. Und freue mich gerne über einen guten Mix der Kollegen)
Zitat von "lisa f."...Und freue mich gerne über einen guten Mix der Kollegen)
na, das sind doch schöne worte. du gehörst also schon mal zu denen, die nicht grundsätzlich rummosern ![]()
wenn ich mal einen guten mix eines kollegen höre, dann freue ich mich auch darüber. und ich versuche dann für mich herauszufinden, ob seine die ideen in meinen mixen ebenfalls platz hätten.
grundsätzlich würde ich aber sagen, dass die wenigsten die möglichkeiten der pulte überhaupt ausreizen. oft werden einfach die vorgegebenen effekte genommen ohne diese zu verfeinern. da entsteht dann natürlich eher mal der wunsch, etwas ganz anderes ausprobieren zu wollen.
es gibt aber natürlich auch effekte, die in manchen pulten nicht enthalten sind. in meiner iLive gibt es z.b. keinen verzerrer-effekt. wenn ich sowas mal wirklich bräuchte, dann müsste ich auf ein externes gerät zurückgreifen.
Zitat von "treibsand"... Vielleicht magst du ja diesen thread auf "Wiedervorlage alle 2 Jahre" legen, guma :wink:
Ja, genau das habe ich vor!
Ich sage vielleicht erst mal was darüber, was wir jetzt nicht wissen oder nicht ableiten können:
Wir wissen nicht genau, wer b.z.w. welche Anwender in welcher Häufigkeit hier abgestimmt haben, also Amateure oder Profis, "Viel- oder Wenig- oder Garnichtmischer", die aber hier eine Schreibberechtigung haben, Pultbesitzer oder Angestellte, Leute, die immer an einem bestimmten Pult arbeiten oder welche die häufig wechselnde Pultsituationen haben, welches Arbeitsfeld bedient, also WAS gemischt wird u.s.w.
Wir kennen aus der Umfrage nicht die tatsächlichen Motive für die eine oder andere Verhaltensweise. Wir können also z.B. weder auseinanderhalten, ob dieses oder jenes Verhalten Folge von persönlicher Neigung oder wirtschaftlichen Überlegungen ist noch welche Rolle lieb gewordene Gewohnheiten oder Spieltrieb und Forscherdrang spielen.
Schließlich können wir ebenfalls nichts darüber sagen, ob und wie das Verhalten von den tatsächlich genutzten Produkten abhängt d.h. ob bestimmte Pulte besonders viele oder besonders wenige "addons" provozieren und ob das eher an einer qualitativen Mangelsituation im negativen Sinn oder an einer besonders günstigen Schnittstellensituation im positiven Sinn liegt.
Was man sicher sagen kann:
67% "Puristen" sprechen für mich jetzt nicht primär für Pragmatismus oder Bequemlichkeit sondern schlicht und positiv für eine gewisse Zufriedenheit mit den aktuellen Mischprodukten. Wenn man sich vorstellt, woraus ein "Feld-, Wald,- und Wiesen-FOH" zu Analogzeiten bestanden hat und wie die 'Pultperipherie' beschaffen war, kann man sich sehr leicht vorstellen, dass es da wenig Motive gibt, etwas aus der Zeit als Hardware-addon herüber zu retten. Von der ersten Softwareversion des M7CL bis zur heutigen 2,5 - 5 K€ Klasse hat sich noch mal, gerade was die Qualität der 'on board' Effekte und Dynamics sowie ihre Verfügbarkeit im unteren Preissegment angeht, sehr viel getan.
25% 'externe Hardware Nutzer' sind ein sicher sehr inhomogenes Völklein:
Liebgewonnene Altgeräte, tatsächliche Defizite des jeweilig genutzten Mischprodukts, ausgelagerte Bedienfunktion, weil das interne einfach zu umständlich zu bedienen ist oder echte klangliche Vorlieben ... wir wissen es nicht. Für mich waren es jedenfalls doch überraschend viele im Verhältnis zu dem, was Forenvielschreiber so postulieren.
Insgesamt 12% Nutzer irgend einer Plattform für Software plugins, da hatte ich schon deutlich mehr erwartet. Ich denke da spielt neben der Zufriedenheit mit dem, was in den Pulten ist, das "Schnittstellenproblem" die größte Rolle. Dafür sprechen auch 30% "zu umständlich" Abstimmer, die sicher nicht nur gegen Hardware votieren sondern auch das aktuelle handling der plugin-Anbindung zu umständlich oder auch zu teuer finden. Da die Lösungen in den Pulten jedoch, wie Billbo sagte, eben parallel zu externen Plattformen besser werden, wird die externe Plattform mit einer einfacheren und billigeren Verfügbarkeit nicht zwangsweise zum Standard werden. Es bleibt aber auf jeden Fall der Reiz der Individualisierung und der "unendlichen" Möglichkeiten auf diesem Weg für Leute, die entsprechend gestrickt sind.
Bei mir hängt die Dazu-Packerei sehr von der jeweiligen Aufgabe, der Arbeitssituation und dem jeweiligen Mischprodukt ab. je grösser der Zeitdruck, um so eher ist man logischerweise mit weniger zufrieden und wenn man sein eigenes Pult dabei hat, stellt sich das anders dar als in einer Gast-Situation.
Am eigenen M7CL habe ich, wie sich der eine oder andere erinnern mag, immer mächtig dazu gebaut, war ich fremd unterwegs, gab's auch in Festivalsituationen wenigstens einen ordentlichen Haupthall und ein Eventide H3000 dazu.
Heute schleppe ich auch weniger mit mir herum. Delay können heute sowieso alle. Ist es Musik, zu der ich einen persönlichen Zugang habe und bei der die Quellen so gut klingen, dass ich keine Instrumentenersatzplugs vermisse ( kommt in meiner Lebenssituation eh nicht mehr anders in Frage :wink: ) und ich nicht, wie früher so manches Mal, den Job professionell aussitze ( was man auch ehrlich zumindest vor sich selbst zugestehen sollte ... ) dann schließe ich mir an:
DiGiCo SD Pulte
Meist selbst ausgestattete Jobs mit weitgehend von mir bestimmtem Zeitplan. Die Kompressoren sind zusammen mit DiGi-Tube für mich OK. Ich brauche extern weiter einen Haupthall, eine gute Plate und einen Transient Designer. Dafür habe ich noch genug gute Hardwaregeräte und das WAVES Ding lohnt für mich nicht. Recording weiter über MADI.
GLD80
meist Clubjobs, mit kleinem Zeitfenster, da ist für mich das interne Zeug wirklich mehr als in Ordnung. Sehr gute Halls und Plates, Super Transient Designer, gelungenes ADT und genug Instanzen, da Graphics keine Instanzen im FX Rack fressen. Läppe über MADI für recording aber keine plugins ... wozu auch ? Einziges externes 'must have' ein analoger Kompressor, der mir wenigstens zwei Instanzen side chain compression erlaubt, was in dem Ding leider immer noch nicht spielt. Das nehme ich für die schnelle unkomplizierte Bedienung dieses Teils in Kauf, schaffe das aber sofort ab, wenn der Hersteller sich entschließt, endlich 'sidechaining' nach zu liefern.
Midas PRO Pulte
Super Kompressoren in den Kanälen, die verschiedenen Charaktere, die in jedem Kanal möglich sind, reichen auch für vintage Sounds. Hall und Plate sind ebenfalls intern sehr OK. Ich schleppe, wenn ich Zeit und Muße habe, das alte Lexicon 200, dessen wunderbar "analoge" Bedienung ich liebe und den H3000 ( so fett ist immer noch keiner
) mit, weil das sentimentaler Weise zu Midas gehört. ![]()
![]()
Yamaha CL
Der perfekte Haupthall und die perfekte Plate sowie der TD fehlen immer noch, sollten aber demnächst Dank Kooperationspartner ( siehe PM10D ) nachkommen. Sonst alles Sahne seit dem Premium-Rack. Die Veränderungen bei Yamaha passen sehr gut zu Billbos These.
Behringer/Behridas
Ich kann jetzt Dank 'Core' mitreden :wink: . Dass ich die Bedienung des Hardware-Pults und Teile der Menue-Struktur daneben finde, ändert nichts daran, dass die FX+Dynamics Sektion wirklich Klasse ist: 480er Spitze, QRS Plagiat ebenfalls unglaublich, EMT + PCM Plates ebenfalls sehr brauchbar, TD und Kompressoren ( inkl. Side Chaining
) ebenfalls OK, pitch transposer naja, Manko im Vergleich zu GLD -> leider zu wenig Instanzen. In der Pultklasse dauert's, wenn man nicht WW heißt, sicher ne ziemliche Weile, bevor man glaubt, plugins für live-acts zu brauchen ... wenn doch vielleicht eher das Drumset, den Drummer oder die Band tauschen.
Danke an alle ![]()
mit freundlichen Grüßen und bitte weiter so
sec
Zitatwenn doch vielleicht eher das Drumset, den Drummer oder die Band tauschen.
Gibts das jetzt auf Knopfdruck, oder als PlugIn?
Hätte ich schon häufiger Bedarf für. ![]()
na ja, Drumset tauschen respektive stark unterfüttern geht doch schon ganz gut, auch live ... ![]()
Zitat von "oton"na ja, Drumset tauschen respektive stark unterfüttern geht doch schon ganz gut, auch live ...
Ganz ehrlich, bei einem guten Drummer würde ich nicht im Traum an sowas denken. Bei meiner aktuellen Tour z.B. höre ich manchmal einfach nur in die Drums rein, weil es so eine Freude ist. Alles andere als Natur wäre da Frevel.
Zitat von "simonstpauli"
Ganz ehrlich, bei einem guten Drummer würde ich nicht im Traum an sowas denken. Bei meiner aktuellen Tour z.B. höre ich manchmal einfach nur in die Drums rein, weil es so eine Freude ist. Alles andere als Natur wäre da Frevel.
da möchte ich mich anschliessen. gute drummer sind das a ond o, auch wenn es da hin und wieder welche mit komischen soundansichten gibt ![]()
Zitat von "simonstpauli"
Ganz ehrlich, bei einem guten Drummer würde ich nicht im Traum an sowas denken. Bei meiner aktuellen Tour z.B. höre ich manchmal einfach nur in die Drums rein, weil es so eine Freude ist. Alles andere als Natur wäre da Frevel.
Aber es gibt doch leider auch so viele von den nicht so Guten ...
.... ich habe glücklicherweise sehr oft sehr gute Drummer unterm Regler, deswegen tun auch die nicht so Guten dann gleich so weh ... und da kann man schon was tun .. :lol:
Zitat von "oton"Aber es gibt doch leider auch so viele von den nicht so Guten ...
.... ich habe glücklicherweise sehr oft sehr gute Drummer unterm Regler, deswegen tun auch die nicht so Guten dann gleich so weh ... und da kann man schon was tun .. :lol:
Ich seh das ja gar nicht ein, warum ich etwas kaufen und mit schleppen soll, was dann den nicht so guten Drummer nicht ganz so schlecht macht. Mikrotiming hat der davon dann immer noch nicht. ![]()
wenn ein drummer nicht gut spielt, dann hilft auch ein vermeintlich besserer sound nicht wirklich weiter...
in so einem falle mache ich das schlagzeug dann eher leiser als sonst ![]()
Ich weiss was ihr meint und ich gebe bzw. gab euch immer Recht. Aber seit ich erlebt habe, das mit ein paar geschickt bewusst undynamisch getriggerten Samples aus einem klassischen schlechten Top40 Drummer, der die Snare auf 134 verschieden Arten trifft, wenigstens ein noch halbwegs wackelfreier Sound herauszuholen ist, ohne das ich Snare so komprimieren muss das man noch das Fußpedal drüber quietschen hört, denke ich da inzwischen etwas anders ... Mikrotiming habe ich da schon lange vorher weggegated ... ![]()
![]()
Vielleicht hilft es bei dem ganzen Thema das ich, wie z.B. auch Herr Wurst Werner, auch aus dem Studiobereich komme, wo seit Jahrzehnten schon ganz selbstverständlich angenommen wird, das ich als Tonmann jeder Scheiße noch irgendwie aufpolieren kann ... und ob wir wollen oder nicht, so etwas wird uns Live denke ich wohl auch immer mehr blühen. Aber es macht noch viel mehr Spaß mit einem guten Drummer, glaubt mir ... auch da kann man noch was rausholen.