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Nexo NX Amp - Eingangsempfindlichkeit

  • wora
  • 27. Juli 2015 um 10:58
  • wora
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    • 27. Juli 2015 um 10:58
    • #1

    am wochenende hatte ich gleich zwei bühnen, die veranstalterseitig mit fester Nexo-PA und diesen amps bestückt waren.
    das eine war ein GeoS12 system mit zwei tops pro seite, welches mir klanglich nicht so zusagte, weil es doch ziemlich topfig klang. nach beherzem EQ einsatz konnte ich das jedoch beheben. horizontal klang diese PA jedoch sprichwörtlich "auf jedem meter anderst", ausserdem war hier eine zu heftige bassüberhöhung eingestellt. na ja, letzteres ist natürlich geschmackssache, aber dieses system wird sehr wahrscheinlich nicht mein freund.
    am zweiten tag hatte ich dann eine kleinere bühne mit den neueren PS15 plus sub.
    nach dem ich die topteile umgehängt habe ( sie waren zu steil geflogen), spielte dieses system aber zu meiner vollsten zufriedenheit. na also, geht doch ;)

    ich komme nun zu meiner eigentlichen beobachtung:
    wie geschrieben, gab es an beiden bühnen diese neuen Nexo sytemamps.
    am ersten tag (die grössere bühne) musste ich mein pult extrem weit aufreissen, um den amp mit genügend eingangspegel zu beschicken. ich lag dabei fast das ganze konzert über kurz vor ausgangsclipping! das hat mich natürlich nicht begeistert, somit habe ich das natürlich an die technikcrew weiter gegeben. leider war da niemand da, der die amps wirklich kannte, weil das material zugemietet war. die ausgangsregler der amps waren aber auf jeden fall voll aufgedreht.
    am nächsten tag bekam ich dann die info, dass man am amp auch noch den eingangs-gain auf +6dB einstellen kann, was wir dann auch gleich mal umsetzen. das funktionierte dann gleich viel besser, ich musste mein pult aber trotzem gut aussteuern, so dass ich nach diesem wochenende annehme, dass der input dieses NX amps sehr unempfindlich ist.
    auf der Nexo homepage habe ich dazu lediglich die angabe "max input leven +28dBu" gefunden.

    der anlagensteller, welcher dazugerufen wurde, meinte, dass er das problem noch nicht hatte. ich weiss aber, dass hier auch bei anderen pulten sehr viel ausgangspegel gefahren werden musste, um diese amps entsprechend auszusteuern.
    welche erfahrungen habt ihr damit gemacht?
    gibt es ausser dem +6dB inputgain noch einen trick?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 27. Juli 2015 um 14:09
    • #2

    Nexo Amps machen 26dB Spannungsverstärkung. Mit den +6dB kommt man normal aus. Ich fahre aber tatsächlich auch immer ziemlich heiss.


    S12 mit zwei Stück pro Seite (waren bestimmt S1230) müssen halt mit passendem Setup betrieben werden. Dann funktionieren die bei mir fast ohne EQ. Aber wirklich schön sind sie als echtes LineArray ab 6 Stk., ab 4 Stück funktionierts. Optimalerweise alles aktiv getrennt, wenn man es sich leisten kann ...

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • marcoboy
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    • 28. Juli 2015 um 09:11
    • #3

    Diese neuen Amps wo der Controller drin ist ?

    Die haben ein Headroom Konzept. Das heißt der Controller senkt erst den Pegel -> AD/Wandler->DSP->DA/Wandler- Pegel wieder hoch.

    Das ganze kann man im Menü irrend wo beeinflussen.

  • wora
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    • 28. Juli 2015 um 12:48
    • #4
    Zitat von "marcoboy"

    ... im Menü irrend ...

    das wird´s wohl sein ;)

    danke für die antworten, vor allem die durchaus nützliche von bemi 8) unsere erfahrungen decken sich absolut, der anlagensteller meinte dagegen er hätte dies noch nicht beobachtet. :roll:

    fakt ist, dass diese controlleramps einen relativ hohen eingangspegel benötigen. der inputgain sollte daher also eher grundsätzlich auf +6dB gestellt werden, damit am mischpult noch ein wenig headroom bleiben kann.
    mit professionellen geräten ist das natürlich machbar, aber man sollte eben darauf achten, dass die sendenden geräte dann auch noch genügend headroom bieten und nicht an der oberkante ihrer leistungsfähigkeit laufen müssen.
    aus praktischen gesichtspunkten finde ich diese unempfindliche gainstruktur daher ein bisschen unglücklich.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 28. Juli 2015 um 13:38
    • #5

    Headroom ändert aber nichts an Spannungsverstärkung. D.h. im Prtinzip kann man bei "leisen" Shows Signal/Noise gegen Headroom eintauschen. Macht aber niemand ;)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • wora
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    • 29. Juli 2015 um 00:59
    • #6
    Zitat von "bemi"

    Headroom ändert aber nichts an Spannungsverstärkung. D.h. im Prtinzip kann man bei "leisen" Shows Signal/Noise gegen Headroom eintauschen. Macht aber niemand ;)


    verstehe ich jetzt nicht ganz. wenn ich leise shows habe, muss ich ja noch mehr auf den headroom achten, wenn es ausnahmsweise mal laute passagen gibt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • marcoboy
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    • 29. Juli 2015 um 08:22
    • #7

    Ich habe nochmal im Manual nachgeschaut :roll: Der VCA hebt den Input zwar an das der A/D Wandler besser aus gesteuert wird aber der Output VCA senkt das Signal wieder ab.

    Wie der Name schon sagt ändert sich an der Spannungsverstärkung nichts. Das ganze System ist wohl auf 28dbu Vollaussteuerung ausgelegt. Diese Headroom Funktion macht deswegen Sinn. Einen Input Gain scheint es nicht zu geben, nur einen Output Gain von +-6db.

  • bemi
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    • 29. Juli 2015 um 10:04
    • #8

    Hi wora,


    Konzept ist folgendermaßen:

    - ich hebe vor dem Controller den Pegel um XXdB an
    - ich senke nach dem Controller den Pegel um XXdB ab


    Dadurch:
    - steuere ich den Controller höher aus
    - senke ich nach dem Controller sein Eigenrauschen mit ab
    - verliere ich Headroom, da der Controller um XXdB vorher clipt


    Aber, wie gesagt, ich kenne keinen, der das macht.


    Vom Gedanken an S/N bzw. Rauschen ist das Konzept, vor dem Controller alles möglichst "heiss" zu fahren, gar nicht so dumm ;)


    Mal schnell gerechnet:

    NXAMP macht 4kW (irgendwas ... ;) ) an 4 Ohm, also knapp 130V, sind gut 44 dBu

    44dBu - 26 dB = 18 dBu

    Und das kann dein Pult. Schaut komisch aus, aber mit den +6dB reichts locker.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • wora
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    • 30. Juli 2015 um 23:50
    • #9
    Zitat von "bemi"

    ...

    Konzept ist folgendermaßen:

    - ich hebe vor dem Controller den Pegel um XXdB an
    - ich senke nach dem Controller den Pegel um XXdB ab

    ...


    ich verstehe den sinn dieser vorgehensweise nicht ganz.
    wenn ich einen controller habe, der auf +4dB studiolevel ausgelegt ist, dann brauch ich doch gar nix zu ändern.
    wenn man dazu 18dB headroom rechnet (für live wirklich sinnvoll), dann ist man bei einem maxlevel von +22dB.
    das funktioniert schon seit jahrzehnten wunderbar, warum soll man das ändern?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mattias bost
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    • 31. Juli 2015 um 09:05
    • #10
    Zitat

    Vom Gedanken an S/N bzw. Rauschen ist das Konzept, vor dem Controller alles möglichst "heiss" zu fahren, gar nicht so dumm


    Eigentlich sollte es immer so gemacht werden, in Sachen Rauschen und Auflösung ist das der beste Weg. (Im heimischen Wohnzimmer mit hohem Maximalpegel der Anlage absolut notwendig)

    Mir stellt sich viel eher die Frage, wozu ich PEGEL-headroom an einer Stelle haben will der weiter hinten zur schlichten Übersteuerung und damit erheblichen Verzerrungen führt?

    Nicht verwechseln mir GAIN-headroom, der dient nur dazu, im Fall des Falles den maximalen Pegel errreichen zu können (sprich im Pult/Controller nicht genügend Verstärkung bei zu geringem Eingangspegel zu haben).

    Bei Mehrweg-Aktiv schauts u.U. etwas anders aus. Denn dort muß ich z.B. bei Dreiwege (alle gleiche Pegel für Maximalaussteurung der Amps) auch die dreifache Eingangsspannung haben (oder im Controller/System eingangs- und/oder ausgangsseitig Gain machen).

    Grüße
    Mattias

  • bemi
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    • 31. Juli 2015 um 11:05
    • #11

    wora:


    nehmen wir an, du hast eine Anwendung, wo du gar nie auf 0dB/+4dBu an deinem Pultausgang kommst (weil es einfach eine sehr leise Geschichte ist, die PA viel zu groß ausgelegt wegen Abstrahlung ...), dann kannst du den Controller einfach auf einen besseren Arbeitspunkt bringen. War aber nicht Thema dieses Threads und es macht ja auch keiner, habe ich nur erläutert weil das hier im Thread aufgetaucht ist.

    Vor Jahren wäre das noch sinnvoll gewesen, wenn einen das Rauschen des Pultausgangs, des Controllers und der Endstufe gestört hat und der Master Fader bei -30 stand -> Endstufe auf -20 und Masterfader auf -10 -> 20dB weniger Rauschen. Genauso könnten es die Nexo Controller auch.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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  • wora
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    • 31. Juli 2015 um 12:16
    • #12
    Zitat von "mattias bost"

    ...
    Mir stellt sich viel eher die Frage, wozu ich PEGEL-headroom an einer Stelle haben will der weiter hinten zur schlichten Übersteuerung und damit erheblichen Verzerrungen führt?...

    das stichwort dazu heisst "transienten"
    nicht jeder kollege kmprimiert die summe dermaßen, dass erst gar keine kurzen peaks im signal auftreten können.
    schau dir mal ein livesignal z.b. in Audacity (freeware) an, das nicht zu sehr (oder gar nicht) komprimiert wurde. da kann man sehr schön erkennen, dass 15dB oder 18dB headroom gar nicht so weltfremd sind wie man annehmen möchte.
    der hintergrund dazu, warum man zu seinen pegelanzeigen noch headroom dazurechnen sollte ist, dass die pegelanzeigen an den pulten eine gewisse trägheit im ansprechverhalten haben (integrationszeit). die wirklichen, sehr kurzen peaks kann man darauf zum teil gar nicht erkennen.
    aber da sind wir wieder bei der alten diskussion zum thema "headroom".


    Zitat von "bemi"

    wora:


    nehmen wir an, du hast eine Anwendung, wo du gar nie auf 0dB/+4dBu an deinem Pultausgang kommst (weil es einfach eine sehr leise Geschichte ist, die PA viel zu groß ausgelegt wegen Abstrahlung ...), dann kannst du den Controller einfach auf einen besseren Arbeitspunkt bringen. War aber nicht Thema dieses Threads und es macht ja auch keiner, habe ich nur erläutert weil das hier im Thread aufgetaucht ist.

    Vor Jahren wäre das noch sinnvoll gewesen, wenn einen das Rauschen des Pultausgangs, des Controllers und der Endstufe gestört hat und der Master Fader bei -30 stand -> Endstufe auf -20 und Masterfader auf -10 -> 20dB weniger Rauschen. Genauso könnten es die Nexo Controller auch.


    für solche fälle der überdimensionierten anlage gibt es doch eine einfache lösung: man regelt den eingang der ENDSTUFEN zurück. damit bleibt die signalstrecke gut ausgesteuert.
    im falle dieses controller-amps sollte man dabei aber nicht den eingang zurückregeln, sondern natürlich die ausgangspegel des controllers.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 31. Juli 2015 um 13:07
    • #13
    Zitat von "wora"


    für solche fälle der überdimensionierten anlage gibt es doch eine einfache lösung: man regelt den eingang der ENDSTUFEN zurück. damit bleibt die signalstrecke gut ausgesteuert.
    im falle dieses controller-amps sollte man dabei aber nicht den eingang zurückregeln, sondern natürlich die ausgangspegel des controllers.


    und genau das passiert - dass aber die Spannungsverstärkung gleich bleibt, wird der Eingang angehoben (wodurch sich erstmal für das Rauschen des Mischpultausgangs aber kein Vorteil ergibt). Den Eingang kann man ja zusätzlich über die "Potis" an der Front wieder zurücknehmen.


    Der "Headroom" bei Nexo Controllern hat nach außen keinen Einfluss auf die Spannungsverstärkung. Lediglich die interne Gainstruktur wird durch Verschiebung des Arbeitspunktes rauschoptimiert auf Kosten des freien Headrooms.


    Da es (fast?) niemand nutzt, brauchen wir nicht über Sinnhaftigkeit diskutieren. Irgendjemand wollte es wohl irgendwann mal haben.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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  • marcoboy
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    • 31. Juli 2015 um 18:49
    • #14

    So was baut man nur ein wenn man Wandler verwendet die zu wenig Dynamik haben für 28dbu Input. Man senkt den Pegel ja schon generell ab und hebt ihn dann wieder an um die Endstufen wieder auf +28dbu aus zusteuern.

    Das ganze ist totaler Murks mit den +28dbu, für den Rummel gebaut das bloß nix kaputt geht.

    Wora was macht denn die iLive an den Outputs ? +6dbu ?

  • radartuete
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    • 31. Juli 2015 um 20:16
    • #15

    Die iLive kann max. +22dBu an XLR-Outs und den sym. KlinkeOuts.
    Zzgl. der im Nexoamp angehobenen 6 dB (wie oben von Wora erwähnt) sind es dann +28 dBu, somit kann der Nexo Controller / Amp in der "default headroom position" voll ausgesteuert werden, bringt also maximale Leistung.

    Die "Min headroom position" ist sicher für Anwendungen gedacht wo nicht die volle Power des Amps genutzt wird (z. B. Beschallungen von öffentlichen Einrichtungen, Flughäfen, Bars, Kaufhäuser etc.) und / oder die Quellen nicht so hohe Pegel liefern können (älter Mischpulte mit evtl. noch unsysmmetrsichen Ausgängen, HiFi-Zeugs etc.).

    Bei einer Live-Beschallung wird diesen Modus keiner nutzen, bei Quellen mit komprimierter Musik (geringe Dynamik) wo der maximale Pegel absehbar ist macht die "Min headroom position" schon Sinn.

    Gruß radartuete

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