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Das 'falsche' Pult ...

  • ThomasA
  • 19. Dezember 2015 um 21:02
  • billbo
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    • 22. Dezember 2015 um 13:34
    • #21

    Doch, finde ich gut. Ein fortwährendes praxisrelevantes Reizthema, welches in IDN zwangsläufig ganz schnell wieder untergehen würde.

    Zitat

    deinen ansatz, jetzt aus diesem passus einfach so mal die hobby/pro unterscheidung zu fahren finde ich dann doch etwas verfehlt.

    Jepp – die Anspielung war mindestens missverständlich und damit nicht korrekt. Sorry!

    Einer meiner besten Kunden (Künstleragentur mit vielen hundert Konzertspielverträgen weltweit im Jahr) hat mir zum Thema Wunschpulte mal ziemlich wörtlich folgendes gesagt: "Wir bezahlen deine Rechnungen nicht für's Riderschreiben, und schon garnicht für die Auflistung deiner Lieblingsspielzeuge. Sondern dafür, dass du für unsere Bands unter den jeweils gegebenen örtlichen Umständen das Beste herausholst. Und zwar unter ALLEN gegebenen Umständen."
    Das beinhaltet durchaus auch mal, dass ich im Voraus Alarm schlage, wenn ich sehe 'au weia, das passt dort technisch hinten und vorne nicht'. Und dass solcher Alarm dann auch ernst genommen wird, und in der Folge ein solcher Gig entweder gar nicht oder anderswo oder unter geänderten (technischen) Bedingungen stattfindet Das Beharren auf irgendwelchen Lieblingspulten (oder früher mal -effektgeräten) zählt dabei allerdings ausdrücklich nicht zu den zielführenden oder gar erwünschten Vorgehensweisen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • audiobo
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    • 22. Dezember 2015 um 14:05
    • #22

    Meinst du etwa so nebensächliche Dinge wie Bühnenverkabelung, Stromversorgung, geplantes Personal, Zugang zur Kaffeemaschin, etc.? Wie langweilig, da kann man doch keinen auf dicke Hose mit machen...

    BTW.: Ich behaupte mal in der Zeit, in der der "Rider" gross geworden ist, gab es auch nicht so viele verschiedene Pulte und es ging darum klar zu stellen, welche "Liga" da verarztet werden muss - danach kam eigentlich nur Yamaha oder Midas als Auswahl zum Lieblingsspielzeug. Jemand mit Behringer-Pult hatte in der Regel auch nicht das Geld für eine hochwertige Bühnen- oder vernünftige Siderackverkabelung usw.

    Vllt. wäre ein Thread namens "Mein Lieblingspult" da gerade noch besser... :D

  • guma
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    • 22. Dezember 2015 um 17:16
    • #23

    @ ThomasA

    Ja, tut mir leid, dass das ohne Kommentar ging. Bei einem ehrenamtlichen Moderator kann das mal vorkommen. Heute morgen fand ich den Vorschlag eines users, das als eigenes Thema abzutrennen ( nicht Billbo ) in meinem PN Kasten und da mir das vernünftig erschien, habe ich das noch ( kommentarlos ) auf die Schnelle vor dem aus dem Haus gehen unter der Vorstellung, es erkläre sich durch den Wert der Beiträge von selbst, in die Tat umgesetzt.
    Wir machen das dann ( ... und aus genau dem Grund wurde das vorgeschlagen), wenn wir Antworten so sinnvoll finden, dass wir der Meinung sind, es wäre schade, dass die in einem Endlosthread wie IDN verloren gehen. Ich habe schon verstanden, ( ... und Du hast es ja auch noch mal extra in einem weiteren Beitrag erwähnt) dass Du das eigentlich nur mal los werden wolltest, aber in einem Threadverlauf gibt es nicht nur einen, der das Thema aufbringt, sondern auch die, die es aufgreifen und IDN bedeutet logischerweise nicht, dass ein Beitrag zur isolierten Sprechblase wird.
    Den Titel versuche ich in solchen Fällen so ein bisschen reißerisch zu wählen, dass er die Aufmerksamkeit auf sich zieht, was offensichtlich auch gelungen ist. :wink:

  • guma
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    • 22. Dezember 2015 um 18:20
    • #24
    Zitat von "audiobo"

    Vllt. wäre ein Thread namens "Mein Lieblingspult" da gerade noch besser... :D

    Nein, eigentlich nicht ... :D

    Wenn man mal von Situationen absieht, wie sie Billbo gerne beschreibt, in denen es nur "richtige" Pulte gibt :D:D:D und für die diese Diskussion völlig nutzlos ist, sehe ich bei 'falsches Pult' vier Verstehensebenen:

    die technische ->
    Das Mischgerät kann prinzipiell etwas nicht, was Voraussetzung für den Job des Gerätes auf der Veranstaltung ist. Das wäre als Beispiel 'laden von 187 so geprobten Szenen eines Musiktheaters mit 80 Inputs'. Das kann schon mal eine Show so unmöglich machen, dass die Omnipotenz eines erfahrenen Tonkutschers dafür nicht mehr reicht, das irgendwie manuell fehlerfrei durchzuziehen ( ich weiß, ich weiß die Aufführung vor irgend welchen russischen Oligarchen fern von der Heimat und fern vom persönlichen "Einflussgebiet" und der Intendant sagt "dat mut" aber das wäre entgegen der Billboschen "Regelvermutung" nicht geübte Praxis :D:D )

    oder, wie die meisten das auch verstanden haben, die logistische ->
    was nützt es, ein Pult irgendwo hin zu disponieren, das nicht bestellt ist und das keiner der Protagonisten so richtig bedienen kann ... oder das selbe strategisch -> sinnlose "Mann-Pult" Kombinationen sind zu vermeiden und zwar entweder darüber, dass das Pult nicht gebucht oder dass der Mann "vermieden" wird ... 8)

    oder zwei menschliche, die die Nutzlosigkeit dieses Disponentenverhaltens verursachen und von denen ich die eine nachvollziehbar finde,
    nämlich die, dass ein Mischer ein Mischgerät zu vermeiden versucht, weil es nachweisbar und in Kenntnis bestimmte persönliche Arbeitsweisen nicht zulässt
    und die andere, die gerne tot geschwiegene, dass der Gerät eigentlich alles kann, was es soll, der geneigte Tonkutscher aber schlicht zu faul, zu blöd, zu eitel oder was auch immer ist, es zu lernen. :wink:

  • verstärkerberserker
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    • 22. Dezember 2015 um 18:22
    • #25
    Zitat von "billbo"

    ....dafür, dass du für unsere Bands unter den jeweils gegebenen örtlichen Umständen das Beste herausholst. Und zwar unter ALLEN gegebenen Umständen.


    Danke, dass dieser Satz hier mal steht!

    ...Holz ist braun!

  • billbo
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    • 22. Dezember 2015 um 18:42
    • #26
    Zitat

    Wie langweilig, da kann man doch keinen auf dicke Hose mit machen...

    Dicke Hosen sind oftmals unflexibel, hinderlich beim Laufen, und können auf Dauer ganz schön ins Geld gehen. Nur gut, dass man das zumindest teilweise noch selbst beeinflussen kann.

    Ja, der 'Bandrider' ist in mancherlei Hinsicht eigentlich ein Relikt aus der Vergangenheit. Wer in der Lage ist, ganz bestimmte technische Gimmicks auch tatsächlich durchzudrücken, kann die häufig auch gleich selbst mitbringen – sooo teuer ist das im Gegensatz zu früher nämlich nicht mehr. Potente Lieblingspulte (sofern nicht gerade XL8 oder so was drauf steht) passen heute locker in jeden Sprinter oder Nightlinerhänger. (Sonderfall 'Fly in Shows' mal ausgenommen.)
    Sehr viele Kollegen (Tonler wie Lichtler) gehen mittlerweile diesen Weg, um sich auf Tour zumindest einen Teil des täglichen Ärgers zu ersparen. Ich gehe ihn ganz bewusst nicht: alle paar Tage mal wieder innerlich fluchend hinter einem anderen widerspenstigen (weil ungewohnten) Digitalpult zu stehen kann man mit etwas Abstand auch als kostenlose Gelegenheit betrachten, die kleinen grauen Zellen nicht gänzlich verkümmern zu lassen.

    Zitat

    ja natürlich geht das auch 2015 noch.

    (es sei denn, man arbeitet ähnlich wie im theaterbetrieb für jeden song mit vorbereiteten szenen... )

    Dazu und zu Gumas Anmerkung eine ernst gemeinte Frage: gibt es das im 'Band-auf-Tour-Betrieb' eigentlich wirklich? Wer macht das so? Ich kenne diesbezüglich tatsächlich niemanden.
    Ich kann mir keine 2 Venues vorstellen, bei denen ich von Show zu Show alle Einstellungen komplett übernehmen wollen würde; selbst bei der zuverlässigsten und professionellsten Band nicht. Komplett unterschiedliche akustische Gegebenheiten, Tagesformschwankungen der Musiker, spontane Programm- und Setlisten- Änderungen, Gastmusiker, sich während der Show ändernde Hallenfüllstände: das bedeutet alles Echtzeitarbeit; um all das zu berücksichtigen muss ich dann ja eigentlich so ziemlich alles auf Isolate oder Recall Safe stellen. Dann bleiben vielleicht lediglich ein paar songspezifische Effekte übrig (und selbst bei denen kann ich nicht im Voraus zuverlässig sagen, ob sie in Betonhalle B genau so funktionieren wie Tags zuvor in Kuschelclub A). Dafür tut's dann auch eine Library mit zwei, drei persönlichen Specials drin; selbst dabei muss ich dann einkalkulieren, diese während laufender Show noch mal editieren zu müssen, und habe auch überhaupt kein Problem damit.
    Daher noch mal die Frage: gibt’s in diesem Zusammenhang tatsächlich jemanden, der auf Tour einfach 'Song1' – 'Song2' – … usw. abruft und hofft, dass das heute schon irgendwie passt, weil's damals beim Speichern ja auch gepasst hat?

    Mir ist dabei auch klar, dass das in anderen Bereichen (Theater) zum Teil so praktiziert wird - dort läuft so viel wie möglich auf Automation hinaus, so dass anschließend im Zweifel auch der Hausmeister 'die Show fahren' kann. Bei internationalen Musicalproduktionen z.B. programmiert der hochbezahlte LD des Produzenten genau EIN Mal die Show (und zwar in Theatern rund um die Welt); anschließend hängt's dann am örtlichen Praktikanten, jedesmal rechtzeitig auf 'Next Scene' zu drücken (und bei Bedarf defekte Leuchtmittel zu tauschen, möglichst ohne den Scheinwerfer dabei zu berühren). :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 22. Dezember 2015 um 18:57
    • #27

    @ Billbo
    Im 'Band auf Tour' Betrieb eher selten aber zumindest für junge Bands mit entsprechender Ausrichtung und Techniker, die gemeinsam mit dieser technischen Möglichkeit aufgewachsen sind, denkbar ... Außerdem kenne ich etliche Kollegen, die an ihrem gewohnten Pult verschiedene Jobs wie z.B. EQ-, Dynamics- und FX-Wechsel über die Szenenautomation fahren, die sie händisch so einfach nicht machen könnten, klar geht's zur Not dann auch ohne ...
    Vielleicht liest hier jemand mit, der für eine Band die Szenenautomation nutzt und erzählt, was er genau damit macht?

    Mein Beispiel in meinem Betrag bezog sich bewusst auf alle möglichen 'falsches Pult' Situationen und daher meinte ich die Musiktheater- Situation einfach so wie sie ist und nicht übertragen auf etwas anderes :roll:
    Sicherlich gibt es auch reine Musik-Shows, die einen komplexen, programmierten szenischen Ablauf haben ... ob die noch was mit Rock'n'Roll zu tun haben, auch wenn die Musik sich so anhört, ist eher eine philosophische Frage ... :wink:

  • wora
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    • 23. Dezember 2015 um 00:02
    • #28

    billbo:
    ich arbeite in aller regel auch ohne solche szenen.
    meine szenen, die ich recalle, beziehen sich ausschliesslich auf effeke (und natürlich komplette bandsetups incl. monitorverhältissen)

    ein einziges mal habe ich eine rock/pop-show mit einzelnen szenen pro song gefahren. das war vor etwa drei jahren.
    da bekam ich vom musical director genaue vorgaben bezüglich gitarreninstrumentierung pro song. es waren 3 gitarristen mit jeweils elektrischer und akustischer klampfe am start. die vorgaben bezogen sich auf die jeweilige instumentierung pro song, das panning und die angabe des jeweiligen leadinstumentes. - wie gesagt pro song!
    ausserdem gab es noch die vorgabe, welcher der beiden drummer in welchem song spielt.
    ich fand das phantastisch und habe die vorgaben per szenenautomation umgesetzt. dabei habe ich aber lediglich Mutes und panning in die szenen übernommen, alles andere blieb quasi auf recall safe.
    das ergebnis war für mich übrigens durchaus überzeugend, da ich mit 40 offenen kanälen sonst wohl niemals so einen durchsichtigen sound hinbekommen hätte!

    diese sache hatte ich auf meiner iLive vorbereitet, die dann auch am start war. mit einem anderen pult hätte das natürlich nicht funktioniert. deshalb habe ich diese einschänkung angeführt. da man soche vorgaben in aller regel aber NICHT bekommt, habe ich sowas seither nicht wieder machen können.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 23. Dezember 2015 um 09:38
    • #29

    guma: Auch dein "technischer" Ansatz ist eher ein logistischer - ein "technisch falsches" Pult ist (zumindest in meinen Augen) eine für die Grundaufgabe der Zusammenführung von Signalen fehldesignte Konstruktion; indem z.B. der Konstrukteur vergisst Summierungsbusse einzubauen. Oder ein Pult mit Mikrofonvorverstärkern, aber ohne Gain-Regler.

    Alles weitere (Einsatzzweck, Möglichkeiten des Pultes über die Grundfähigkeiten hinaus, Bedienphilosophie, (voraussichtliche) Fähigkeiten des Bedienpersonals) ist entsprechend bei der Jobplanung (inkl. Kommunikation mit dem erwarteten Bedienpersonal) zu berücksichtigen, aber nicht dem Pult oder dem Konstrukteur anzulasten, daher sehe ich keine Notwendigkeit das auf die technische Ebene des Pultes herunter zu ziehen - wenn technische Ebene, dann bitte die der Produktion, für die das Gerät verwendet wird, damit man auch direkt sieht warum es das "nicht passende" ist. :wink:

  • Seven
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    • 23. Dezember 2015 um 11:40
    • #30

    Aus meinen aktuellen Erfahrungen:
    - Ich schreibe in den Rider der von mir betreuten Band die Pulte rein, mit denen ich soweit Erfahrung habe, um diese im leider meist engen Zeitrahmen soweit hinzukurbeln,
    damit die Show gemäß Zeitplan beginnen kann.
    - Wenn ein Babysitter vor Ort ist, der das Pult sehr gut kennt und mir dazu kooperativ und hilfreich zur Seite steht, dann komme ich wohl mit den meisten Pulten auf dem Markt zu einem (für mich) annehmbaren Ergebnis.
    - Wenn der Changeover-Zeit richtig knapp ist, dann macht ein bekanntes digitales Pult mit einem geeigneten Start-File auf jeden Fall Sinn. Ich habe dieses Jahr auch wieder große analoge FOHs angetroffen. 1. Hat Spaß gemacht 2. Hat beim Check länger gedauert (im Vergleich zu digital mit passendem Start-File).

    Bei den von mir in den letzten beiden Jahren betreuten Gigs ist leider meistens leider die Einhaltung des (oft zu) engen Zeitplans wichtiger als ein (sehr) guter Sound. Für den sehr guten Sound brauche ich eventuell auch sehr gutes Material aber vor allem ausreichend Zeit. Aber für die Einhaltung von engen Zeitplänen brauche ich eine vertraute Arbeitsumgebung und möglichst auch Hilfe von einem kompetenten und hilfsbereiten Kollegen.

    Wenn das Event bzw. der Kunde entsprechend "wichtig" ist, konnte ich auch immer verkaufen, dass "es" nur funktioniert, wenn das geeignete Material am Start ist. Das hat in den letzten beiden Jahren durchweg gut geklappt. Und ich habe immer das akzeptiert, was im ersten Gespräch angeboten wurde. Und das war in 95% der Fälle etwas, was auf dem PDF-Dokument stand, das ich vorher versendet hatte. TOCK TOCK.

    my 2 cent

  • billbo
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    • 24. Dezember 2015 um 12:53
    • #31

    wora:

    Zitat

    ... ich fand das phantastisch und habe die vorgaben per szenenautomation umgesetzt. dabei habe ich aber lediglich Mutes und panning in die szenen übernommen, alles andere blieb quasi auf recall safe.
    das ergebnis war für mich übrigens durchaus überzeugend, da ich mit 40 offenen kanälen sonst wohl niemals so einen durchsichtigen sound hinbekommen hätte!

    Okay, das ist zwar nicht ganz 'Band on Tour', geht aber schon ein bisschen in diese Richtung.

    Zitat

    diese sache hatte ich auf meiner iLive vorbereitet, die dann auch am start war.

    Gehen wir davon aus, dass das 20 oder 30 o. ä. 'Songszenen' waren – dann ist das durchaus einiges an (nennen wir's mal so) Programmierarbeit im Voraus. Für ein Einzelevent (jedenfalls hab ich das so verstanden). Dazu die unvermeidliche Frage: ist diese Arbeitszeit auf irgend eine Art bezahlt/ vergütet worden? Also z. B. als Rechnungsposten 'Showvorbereitungen im Vorfeld' o. ä.? Und daran anschließend: wäre das mit ein paar Mute- und VCA- Gruppen 'on the fly' nicht ähnlich stressfrei, ähnlich überzeugend im Ergebnis, dafür aber wesentlich kostengünstiger und nebenbei flexibler bzl. etwaiger spontaner Änderungswünsche in letzter Sekunde (Künstler... ) zu bewerkstelligen gewesen? Und zwar (um nicht ganz vom Thema abzukommen) mit jedem dafür geeigneten bzw. diesbezüglich ausreichend ausgestatteten Pult?

    Ich erwarte jetzt natürlich eine Antwort in der Art "na klar, aber auf diese Weise konnte ich auch noch mein ansonsten ungenutzt rumstehendes Mischpult vermieten, sodass der Deal insgesamt anschließend für mich ganz in Ordnung war". :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
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    • 24. Dezember 2015 um 13:31
    • #32

    Ich denke auch, daß analog nur noch ganz selten schneller ist, als digital mit einer ordentlichen Vorbereitung. Denn analog kommen die langen Wege hinzu, sowohl zwischen den Inputs, als auch zu den Inserts und Effektmaschinen. Das alles ist auf fast jedem Digitalpult wesentlich direkter erreichbar und somit schneller. Dabei klammere ich jetzt mal iPad-Mischer aus. Oder Digitalpulte mit 8 oder 12 Fadern.

    Womit wir genau beim SD11 sind, mit sehr guter Vorbereitung immer noch brauchbar, wenn diese aber fehlt, eine Katastrophe. So wie beschrieben.

    Was immer noch nicht das Einfrieren erklärt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 25. Dezember 2015 um 01:48
    • #33
    Zitat von "billbo"

    wora:

    Okay, das ist zwar nicht ganz 'Band on Tour', geht aber schon ein bisschen in diese Richtung.

    Gehen wir davon aus, dass das 20 oder 30 o. ä. 'Songszenen' waren – dann ist das durchaus einiges an (nennen wir's mal so) Programmierarbeit im Voraus. Für ein Einzelevent (jedenfalls hab ich das so verstanden). Dazu die unvermeidliche Frage: ist diese Arbeitszeit auf irgend eine Art bezahlt/ vergütet worden? Also z. B. als Rechnungsposten 'Showvorbereitungen im Vorfeld' o. ä.? Und daran anschließend: wäre das mit ein paar Mute- und VCA- Gruppen 'on the fly' nicht ähnlich stressfrei, ähnlich überzeugend im Ergebnis, dafür aber wesentlich kostengünstiger und nebenbei flexibler bzl. etwaiger spontaner Änderungswünsche in letzter Sekunde (Künstler... ) zu bewerkstelligen gewesen? Und zwar (um nicht ganz vom Thema abzukommen) mit jedem dafür geeigneten bzw. diesbezüglich ausreichend ausgestatteten Pult?

    Ich erwarte jetzt natürlich eine Antwort in der Art "na klar, aber auf diese Weise konnte ich auch noch mein ansonsten ungenutzt rumstehendes Mischpult vermieten, sodass der Deal insgesamt anschließend für mich ganz in Ordnung war". :D

    ja, der job war gut bezahlt, so dass auch die (tatsächlich erforderliche) vorbereitungszeit mit eingerechnet werden konnte.
    auf der bühne standen 12 musiker, die mit etwa 40kanälen an mein pult angeschlossen waren. die songauswahl erforderte recht unterschiedliche mischungen (rock/pop und ein bisschen jazz), also nicht so wie bei "normalem" rock´n´roll. alles in allem war das eine eine sehr abwechslungsreiche und hochwertige veranstaltung im Tollhaus Karlsruhe vor ausverkauftem haus.
    und ich war sehr froh, dass ich da wichtige teile gut vorbereiten konnte und war selbst erstaunt, was das (bei guter vorbereitung) bringen kann.
    und jetzt kommt das zugeständnis an dich: ja, das hätte man auch auf einer analogen konsole mischen können.
    für das gleiche ergebnis wären dann aber wohl zwei leute am pult nötig gewesen 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • treibsand
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    • 29. Dezember 2015 um 16:06
    • #34
    Zitat von "wora"

    für das gleiche ergebnis wären dann aber wohl zwei leute am pult nötig gewesen 8)

    Hinter eine anständige Analogkonsole passten wenigstens auch locker zwei Leute... :oops:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • wora
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    • 29. Dezember 2015 um 21:52
    • #35

    wo du recht hast, hast du recht. :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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