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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Cardiod Loudspeaker - wer weiß was?

  • JF
  • 2. Juni 2003 um 17:29
  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 2. Juni 2003 um 17:29
    • #1

    Grüsze!

    Kann ja nicht so schwierig zu bauen sein - wer hat Infos darüber? :D8)

    Eine kurze Internetzsuche hat kein Ergebniss gebracht - scheint auch keine AES Papers darüber zu geben?
    Die Grundlagen sind mir solala bekannt (über die Frequenz angepasster Fließwiderstand), aber keiner (incl. mir) scheint wirklich Ahnung davon zu haben :(

    Ach ja, es geht mir hier eher um den Bereich 200-1000Hz. Darunter geht es meiner Meinung nach eh nur mehr per aktiver Korrektur ...

    Würde mich über etwas Input freuen,
    JF

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 2. Juni 2003 um 17:54
    • #2

    Es gibt welche, die könnens. Rücken aber (natürlich) nicht mit Details raus ...

    http://www.me-geithain.de/presse/sonder.htm

    JF

  • tufkajck
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    3.334
    • 2. Juni 2003 um 20:29
    • #3

    Gibz schon lang.
    Funktioniert durch Auslöschung mittels rückwärtig phasenverschoben abgestrahltem Schall. Das ist das Gegenteil vonem Nierenmikro.
    Das Design ist aber nicht sehr einfach. Das ist wohl kein WE Projekt.
    Hängt von der Boxengrösse ab, welche Frequenzbereiche ausgelöscht werden können.

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 2. Juni 2003 um 20:43
    • #4

    So weit bin ich auch schon .....
    Das hilft aber leider überhaupt nicht weiter :(

    Das dies kein einfaches Thema ist, weiß ich und ist eher als Winter- als ein WE-Projekt gedacht ;) Wenn überhaupt ...

    mfg
    JF

    p.s.: Kann man solche Konstrukte sinnvoll mit Akabak simulieren? Akustische Reibungen und Gehäuseeinfluß müßte man doch erfassen können?

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 2. Juni 2003 um 21:37
    • #5

    Fliesswiderstand?
    Ich glaube eher die Dämpfung ist damit keine Mitteltöne nach hinten abgestrahlt werden.

  • Fux
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    1
    • 2. Juni 2003 um 22:37
    • #6

    Im Buch vom Meyersound Meyer gibt's da glaube ich etwas dazu, wenn ich mich recht erinnere....

    Viele Grüße,
    Fux

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 2. Juni 2003 um 23:32
    • #7

    korrekt fux


    auch zum MSW6 bzw zum M3d sub gibts literatru.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 3. Juni 2003 um 12:15
    • #8

    Grüsze!

    Meinst du das Meyer Sound Reference Buch?
    http://www.meyersound.com/support/design_reference/toc.htm
    Hab' da in der Übersicht eigentlich nix gefunden.

    Die Woofer arbeiten ja mit rückseitig aktiv angesteuerten Lautsprechern - sollte mit entsprechendem DSP-Einsatz keine große Hexerei sein? (Naja ;-)) Und vor allem im Bassbereich .....

    Aber danke für die Hinweise,
    JF

  • Mechwerkandi
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    • 3. Juni 2003 um 13:54
    • #9

    Ich habe in einem alten RPB-Taschenbuch (Elektronik in der Popmusik) einen kleinen Artikel dazu gefunden.
    Scheint auf eine Art von Tonsäule mit besonderer Richtcharakteristik hinauszulaufen...

    Jaja, ich weiss: "Der alte Sack schon wieder..." :D

  • PeterG
    Verifiziert
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    698
    • 3. Juni 2003 um 13:59
    • #10

    Hi JF,

    interessantes Thema....!

    nach der Beschreibung bei Geithain erinnerte ich mich an nen "Variovent"? von Völkner.
    Könnte mir das Teil so vorstellen, links, rechts an der Rückwand, viele? Schlitze versetzt übereinander mit welchem? ,wie dicken? Dämmmaterial dazwischen.... Wie versetzt? Wellenförmig?
    Durch den Übergang Dämmaterial, Luft, usw. könnte ich mir ne Verzögerung vorstellen! Aber ebenso Versuche ohne Ende!!!!

    So eine Kiste kaufen und "freioperieren" ist sicher etwas teuer.....

    MfG
    Peter

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 3. Juni 2003 um 14:07
    • #11

    Grüsze!

    Also ein Array? Das müßte dann aber 2-dimmensional sein?
    Kannst du den Artikel vielleicht scannen?

    Im Endeffekt suche ich Literatur über den Einsatz und Berechnung akustischer Reibungen beim Lautsprecherbau.

    PeterG: So ähnlich wird das auch gemacht!
    Per Volumen und akustischer Reibung wird der rückwertige Schall so verzögert, das er gegenphasig abgestrahlt wird - Auslöschung. Aber das sollte halt breitbandig passieren ..... :(

    Werde mal meine Arbeitskollegen weiternerven .... :)

    mfg
    JF

  • Hannes
    Beiträge
    586
    • 3. Juni 2003 um 18:28
    • #12

    Was habt Ihr denn vür Probleme? Der Schall wird ja bei einer rückwertig offenen Box sowiso 180Grad Phasenverschoben abgestrahlt! Mann muss ihn nur soweit dämpfen, damit er nicht den gesamten Schall auslöscht :roll:

    Habt ihr mal den Artikel genau gelesen? Er schreibt, das Dämmaterial reduiert die Schallgeschwindikeit auf 220m/s. Bei einem so kurzen Kanal gibt das wol fast keine Phasenverschiebung...

  • JF
    Verifiziert
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    2.934
    • 3. Juni 2003 um 19:20
    • #13

    Grüsze!

    Damit bekommt man aber keine Auslöschung des Schalls nach hinten hin!
    Aber seitliche Öffnungen könnten da schon effizienter sein - die Bedämpfung ist wohl die Zauberei.

    mfg
    JF

  • SRAM
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    • 3. Juni 2003 um 19:55
    • #14

    Wie erhalte ich eine Nierencharakteristik ?

    - chassis auf Schallwand 50X50: --> Dipol, vorne und hinten gleichlaut, seitlich Auslöschung --> Doppelkeule, bei tiefen Frequenzen fast vollständige Auslöschung auch auf Achse.

    - nun Tunnel Schallwand nach hinten (Resonanz dieses Tunnels zunächst mal nicht betrachtet), d.h. hinten offene Box:

    --> a) Hörerposition auf Achse vor der Box --> Schall von der rückwärtigen Seite des Chassis ist um minimal zweimal Tiefe der Box verzögert (oder phasenverschoben, wie immer mann das betrachten will) --> tiefe Frequenzen werden nun VOR der Box nicht mehr so stark ausgelöscht, dort also (akzeptablen) Schalldruck

    --> b) Hörerposition auf Achse hinter der Box --> Schall von Vorder- und Rückseite des Chassis haben nun fast die selbe Strecke bis zum Hörer zurückzulegen --> tiefe Frequenzen werden nun wie bei der Schallwand oben ausgelöscht (aufzeichnen, sieht mann dann ganz gut wie gemeint).

    Der Umweg bei a) ist so ca. 1.1 m , bei b) vieleicht 20 cm (halbe Chassis durchmesser). Hinweis: deshalb ist das Gehäuse auch sehr schmal gebaut (nicht breiter wie das Chassis) und "frei" im Raum ahgehängt (siehe Konstruktion des Ständers).

    So funtioniert auch ein Nierenmikrofon (Prinzip).

    Problem: Resonanz der Luftsäule --> deshalb nun die "Röhre" bedämpfen. Daß dabei der Umweg länger wird ist windfall-profit. Je stärker allerdings gedämpft wird, umso geringer ist die Rückwärtsdämpfung der Box --> Optimum durch Messen finden (Hinweis: die Rückwärtsdämpfung ist mit 8 dB nicht gerade hoch, daraus kann mann schließen, dass ganz ordentlich gedämpft wurde).

    Auch die Dämpfung findet mann beim Nierenmikrophon wieder.

    Dennoch wird der Gesamtwirkungsgrad der Anordnung im Tieftonbereich doch ordentlich leiden (gegenüber geschlossener oder Bassreflex-Box), aber das macht ja bei einem Monitor nicht soviel aus (insbesondere, wenn aktiv betrieben und damit direkt angepaßt entzerrbar).


    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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  • SRAM
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    • 3. Juni 2003 um 20:02
    • #15

    Nachtrag:

    Mir fällt gerade auf, daß es noch ein weiteres Indiez für die beschriebene Wirkungsweise gibt:

    Das Ganze kann natürlich oberhalb der Bündelungsfrequenz des Tieftöners nicht mehr funktionieren

    ...... und wo finden wir die Übergangsfrequenz :D:D:D


    Gruß SRAM

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  • tufkajck
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    • 3. Juni 2003 um 20:17
    • #16

    Meine Rede Jungs
    Beim Nierenmikro brauchste keine Verzögerung, nur Schallumwege, um unter best. Winkeln 0 Druck zu kriegen.
    Schlägt etwas auf den Frequenzgang, so auch beim Cardioid.

    Remember Nexo 12" Sub zum Array?

  • Fux
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    • 3. Juni 2003 um 20:20
    • #17

    Bei den ganzen technischen Abhandlungen die es bei JBL zum downloaden gibt ist da glaube ich auch was dabei zum Richten von Bassabstrahlung durch elektronische Verzögerung.....

    Viele Grüße,
    Fux

  • tufkajck
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    • 3. Juni 2003 um 20:21
    • #18

    Nachtrag
    Die Watte ist hier nur Frequenzweiche, damit nach hinten keine Mitten Abgestrahlt werden.
    Kenne jemand, der hat zuner 15/2er nen 15er Sub gehängt, passiv getrennt und umgepolt, und erreicht auf der Bühne dadurch einiges an Ruhe im Low-Mid Bereich, was ja so schlecht nicht ist. Nur, der macht sowas schon ne Zeit lang.

  • SRAM
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    • 3. Juni 2003 um 20:36
    • #19

    Fux:

    Ja, diesen hier z.B.:

    http://www.jblpro.com/pub/technote/PD%20LF%20TechNote.pdf

    (Ist deren Bassarray --> URPS-ähnlich, die erwähnte elektronische Richtkeulenschwenke)

    Geht aber nur bei entsprechenden Abmessungen im Meterbereich, da nur Laufzeitverzögerung und nur bei "over-delay" (leicht) gegenphasig. Sonst wäre auch die Wirkungsgradeinbuße zu groß, schließlich geht´s um Stadionbeschallung.

    Gruß SRAM

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  • Patrick
    Beiträge
    270
    • 3. Juni 2003 um 21:28
    • #20

    Ich hab im pdf zum Outline-Butterfly noch eine Referenz gefunden:

    "Design of a Loudspeaker System with a
    Low-Frequency Cardiodlike Radiation
    Pattern, Boone, Marinus M., Ouweltjes,
    Okke, JAES Volume 45 Number 9,
    September 1997"

    Gruß,
    Patrick

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