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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Einstellbarer Dämpfungsfaktor ?

  • SRAM
  • 22. April 2003 um 23:26
  • SRAM
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    5.548
    • 22. April 2003 um 23:26
    • #1

    Hallo Forum,

    ich packe mal die Frage hier rein, bin mir aber nicht sicher welches Brett das richtige ist:

    Den Dämpfungsfaktor einer Endstufe zu verringern indem mann Boxenkabel mit ungenügendem Querschnitt und damit hohem Widerstand nimmt ist ja nicht schwer (soll dem einen oder anderen ja unbeabsichtigt passieren :wink: ).

    Wie aber verringert mann den Dämpfungsfaktor einer Endstufe gezielt ohne Leistung in einem ohmschen widerstand zu verbraten ? (Induktivitäten und Kapaztäten sind auch ausgeschlossen)

    Am besten wäre ein einstellbarer Dämpfungsfaktor :) .

    Geht so was ? Würde mir sehr weiterhelfen.

    Bin halt kein Elektroniker .......


    TIA SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
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  • ADMIN
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    • 22. April 2003 um 23:38
    • #2

    Man könnte die Gesamtgegenkopplung reduzieren. Damit steigt dann die Verstärkung, und man muss mit kleinerem Pegel rein.

    Was mich aber jetzt interssiert: WARUM willst Du das tun?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Adam Selene
    Profi
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    2.271
    • 22. April 2003 um 23:45
    • #3

    Es gibt Lösungen, die mit einem NIC (negative impedance converter) im Vertärker arbeiten. Hat sich aber nie durchgesetzt, scheint also auch Nachteile zu haben. Ich weiß auch nicht, wie das dann Schaltungstechnisch gelöst ist. Über den NIC selbst gibt´s genug Seiten.
    Realistischer (hat sich aber auch nicht durchgesetzt) ist es, zumindest den Kabelwiderstand per Senseleitung in die GK mit ein zu beziehen. Damit sind dann theretisch zumindest die Kabel raus.
    Nischenlösung.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • JF
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    2.934
    • 23. April 2003 um 09:49
    • #4

    Grüsze!

    Also ich würde einen Widerstand nehmen ... ;)
    Zumindest wenn ich Dämpfungsfaktoren über 20 erreichen will.
    Ansonsten mußt du schon ordentlich in die Verstärkerelektronik eingreifen, ohne Garantie, das dir das Ding nicht zu Schwingen anfängt.
    Bzw. mußt du den Verstärker speziell auf diesen Betriebsfall abstimmen.

    Zum Experimentieren -> Widerstand :)

    mfg
    JF

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 23. April 2003 um 12:03
    • #5

    Hi,
    niedrigere bzw. einstellbare Dämpfungsfaktoren sind bei Gitarrenendstufen ein alter Hut (man will so die niedrigeren Dämpfungsfaktoren von Röhrenverstärkern imitieren bzw. den Lautsprechern mehr Eigenleben entlocken). Du mußt nur einen niederohmigen Widerstand in die Minus-Leitung des Lautsprechers hängen (der klaut dir auch nicht viel Leistung) und daran die Gegenkopplungsspannung für den Verstärker abgreifen. Mit einem Poti parallel zum Widerstand ist das ganze auch einstellbar. Allerdings mußt du halt in deinen Verstärker eingreifen, wasnicht immer so einfach ist. Beschreibungen dazu findest du z.B. bei verschiedenen Elektor-Projekten oder in den Büchern von Helmut Lemme bzw. Wolfgang Teder über Gitarrenverstärker. Das Spiel kann man so weit treiben, daß aus deiner Spannungsendstufe eine Stromendstufe wird (da jubelt dann der Lautsprecher beim Impedanzmaximum :D )
    Falls Prinzip nicht klar ist, kann ich heute abend mal ein Bild raussuchen.
    CU,
    AmpChamp.
    P.S.: verrätst du, was dir im Kopf rumspukt? Ich vermute mal, dass es immer noch mit der Gegen-EMK zusammenhängt bzw. den Kurzschlussring des Schwingspulenträgers, richtig?

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 23. April 2003 um 12:56
    • #6

    Das habe ich ja jetzt erst gepeilt!

    Du willst den Dämpfungsfaktor tatsächlich VERRINGERN?
    Das mit dem NIC und der anderen Sache ist natürlich zum Erhöhen!

    Widerstand ist das billigste. Kommt natürlich drauf an, wie niedrig Du ihn haben willst ...
    Bei einem Dämpfungsfaktor von 1 wird´s sehr warm.

    Nimm doch einfach dünnere Kabel!

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • TheRogue
    Verifiziert
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    3.681
    • 23. April 2003 um 13:03
    • #7

    Ein Tipp,
    mach's wie meine Schule und benutze das Multicore als Lautsprecherkabelverlängerung :o :evil: Habe nicht schlecht gestaunt, als ich das gesehen habe und der Dampfungsfaktor ist garantiert unten...

    Sorry, das musste raus...

  • Oliver
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    2.639
    • 23. April 2003 um 13:17
    • #8

    Also im Car Hifi Bereich gibt es das auf jeden Fall. Die Helix HXA 1000 QX hat ein DFC (Damping Factor Control) genanntes System mit dem man den DF von ungefähr 100 bis 2000 einstellen kann.

    http://www.audiotec-fischer.com/brax_helix/deu…/hxa1000qx.html


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 23. April 2003 um 13:31
    • #9

    Also einen DF von 100 erreicht man mit ein paar cm Kabel recht schnell, da brauch' ich nix einstellen :)

    mfg
    JF

  • SRAM
    Profi
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    Beiträge
    5.548
    • 23. April 2003 um 20:12
    • #10

    @Alle: Danke für die vielen Antworten :)

    ADMIN: Gegenkopplung des Verstärkers reduzieren --> wie weit kommt mann da denn runter mit dem Dämpfungsfaktor ? :-?

    Adam Selene: stimmt: ich will runter mit dem Dämpfungsfaktor, nicht hoch. Widerstand ist natürlich die einfachste Lösung, aber dadurch verbrate ich halt unnötig Leistung. :(

    JF: zum experimentieren nehme ich ja einen Widerstand, aber für einen realen Einsatz würde es mir schon weh tun, wenn ich z.B. von 500 Watt Verstärkerausgangsleistung 200 verbraten müßte und nur noch 300 am Chassis ankommen --> Heizen geht auch billiger. :wink:

    AmpChamp: das ist sehr interessant, da werde ich mal im Netz auf die Suche gehen. Wie niederohmig darf denn der Widerstand werden ? Gibt es da Anhaltswerte ? Das ist übrigens genau das was ich will --> "da jubelt der Lautsprecher beim Impedanzmaximum" :D (na ja nicht ganz soweit, siehe unten)

    TheRogue: guter Tip ! :) .... und wer zahlt den multicore-Pfannkuchen nachdem sich eine crest darüber entladen hat ? :wink:


    Ja, was will ich damit:

    Hat vermutlich jeder hier unibox.

    Mal folgende Rechnung durchführen:

    Chassis RCF L18P200-4, eine recht gute Abstimmung sind 45 Hz in einem 130 Liter-Gehäuse --> Eckfrequenz so um die 45 Hz.

    nun 2 Ohm Widerstand vorschalten (in unibox kann mann das auch simulieren, daher dieses Programm): Abstimmung nun im 260 Liter-Gehäuse 30 Hz, die Eckfrequenz ist ebenso 30 Hz.

    Beide Ergebnisse vergleichen:

    --> bei 30 Hz 10 db (!) mehr leistung im größeren Gehäuse.

    Zwar kann mann das Chassis auch ohne Verschlechterung des elektrischen Dämpfungsfaktors soweit runterziehen im größeren Gehäuse und auch der Schalldruckgewinn ist fast identisch, aber die Abstimmung bei weitem nicht so gut.

    Der Effekt ist natürlich umso ausgeprägter, je geringer das ursprüngliche Q_es des Chassis war, versucht mal spasseshalber den TBX40.

    Was bringt´s ?

    Wenn der Dämpfungsfaktor am Verstärker einstellbar wäre, so könnte mann ein Chassis unter Beibehaltung der optimalen Abstimmung (und ohne Entzerrung !) in deutlich größere Gehäuse einbauen und hätte dadurch die Möglichkeit die Eckfrequenz ganz nach den eigenen Bedürfnissen zu wählen. Je nach Einsatzzweck ist der Gewinn erheblich und ich tausche gerne doppelte Gehäusegröße gegen 10 dB mehr Schalldruck. (zwei der kleinen Gehäuse mit der entsprechenden Bestückung bringen bei gleicher Verstärkerleistung ja nur 3 dB Gewinn, und das Chassis kostet ja auch etwas).

    Außerdem könnte mann dann auch problemlos Chassis mit noch größerem BXL und damit sehr kleinem Q_es im Bassbereich mit hohem Wirkungsgrad einsetzen.

    Beschreibt übrigens auch Strassacker in seinen Technikseiten, allerdings für geschlossene Gehäuse (?). Bin bisher immer drüberweggegangen, weil ich dachte "Wirkungsgradverschwendung", aber das muß ja nicht so sein, wie mir eure Antworten gezeigt haben.

    .... Verstärker mit Stromausgang .... gut Idee :D

    Gruß SRAM

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  • JF
    Verifiziert
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    • 24. April 2003 um 09:30
    • #11

    Grüsze!

    Du machst es dir da leider etwas einfach ....
    MAXIMALLAUTSTÄRKE gewinnst du durch diese Aktion nicht! Pegel ist bei Reflexspeakern immer noch Hub bei Frequenz, und egal mit welchem Vorwiderstand.
    Schau dir mal den Hub mit und ohne Vorwiderstand, beide male im großen Gehäuse, an! Und vergleiche mit einem "normalen" Gehäuse ....

    Sprich wenn du den Speaker ganz normal ins große Gehäuse baust und EQst wirst du das gleiche Ergebniss bekommen, nur das zusätzlich vom Dämpfungsfaktor noch was übrig bleibt!

    mfg
    JF

  • SRAM
    Profi
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    5.548
    • 24. April 2003 um 19:00
    • #12

    JF:

    Stimmt, mit EQ geht das auch. Und auch der Maximalpegel ist gleich, da durch den Maximalhub bestimmt.

    Und es ist auch richtig, daß das Chassis dann ein geringes Q oder eine hohe Dämpfung behält.

    Doch warum baut mann denn die Chassis mit geringem Q_Freiluft in ein tendenziell kleineres Gehäuse als die Chassis mit größerem Q_Freiluft ?

    --> damit das Q im Einbauzustand ansteigt (!) und in den für Tieftonwiedergabe günstigen Bereich kommt. (was anderes machen WF und TBF mit den relativ kleinen Gehäusen auch nicht)

    Verringere ich aber den Dämpfungsfaktor gezielt auf der elektrischen Seite des Übertragungsweges kann ich dieselben gewünschten Q_Werte im größeren Gehäuse realisieren, was mir aber mehr Schalldruck bei gleicher Eingangsleistung bringt.

    Übrigens ist der Maximalschalldruck bei der Bassreflexbox im Frequenzbereich in dem der größte Anteil des Schalls vom Tunnel abgestrahlt wird größer als durch Membranfläche und X_max festgelegt. Darum ist auch der erzielbare Maximalschalldruck eines Chassis bei tiefer Frequenz im Bassreflexgehäuse immer höher als in einem beliebigen geschlossenen Gehäuse, selbst bei beliebiger Entzerrung.

    Aber was solls --> einfach mal ausprobieren :wink: (zunächst mit der Leistungsverbratmethode und einem doppelt so großen Gehäuse, die Methode vom AmpChamp kommt dann erst bei Erfolg zum Einsatz, nochmals danke für den Tip).

    Was besser klingt (EQ-Methode oder Dämpfungsfaktor) wird eben genommen. :)

    Gruß SRAM

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  • audio-zenit
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    • 24. April 2003 um 22:17
    • #13

    Geringer Dämpfungsfaktor bedeutet doch nichts anderes als schlechtes Impulsverhalten und hohe Pegel kann man sich auf vielfältige Art und Weise auf Kosten des Ein- und Ausschwingverhaltens "erkaufen" ( Paradebeispiel Bandpass ). Daher geht der Denkansatz wohl in die falsche Richtung.
    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

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