Zitat
bist Du Dir da wirklich sicher, daß man die Resonanzfrequenz ans untere Ende des Übertragungsbereichs schiebt (... bei Hörnern mit geschlossener Rückkammer - denke ich - eher nicht ...) ?
Hei,
mein Posting bezog sich auf das Verfahren der 'reactance anulling', wobei es ja darum geht, das Übertragungsverhalten im Bereich der 'flare'- Frequenz zu verbessern.
Evtl. haben wir hier auch nur ein Mißverständnis, weil ich die die 'flare'-Frequenz fs genannt habe. Mit 'flare'-Frequenz (oder auch 'cut-off' frequenz) meine ich die Frequenz, die zur Berechnung der Hornkontur zu Grunde gelegt wird. Und gerade am Punkt des 'cut-off' wollen wir ja das Vermögen des Horns Schall abzustrahlen verbessern. Zumindest ist das mein Verständnis der Dinge, bzw. das, was ich von B. Edgar gelernt habe.
Das Berechnen der Resonanzfrequenz des in ein geschlossenes Gehäuse eingebauten Lautsprechers kann man dazu verwenden das ungefähre Volumen der Rückkammer zu berechnen. Durch die Masse der Luft im Horn liegt die tatsächliche Resonanzfrequenz aber tiefer. Und diese rechnerisch zu bestimmen, ist IMHO nicht möglich. Die Formeln die ich kenne, beziehen sich immer auf unendliche Hörner, und die damit berechneten Volumina fallen dann zu groß aus.
Ich verstehe aber nicht, was Du damit meinst:
ZitatWenn Du die Resonanzfrequenz zu tief schiebst, dann bricht die Übertragung "oben" zu früh ein (alles wird extrem schmalbandig ...) - und "unten" bekommst Du auch keinen nennenswerten Gewinn, weil der Trichter ein Hochpassverhalten hat und und somit die untere Grenzfrequenz praktisch bestimmt bzw. festlegt ...
Das Bandpassverhalten des Horns ist 'unten' durch die Flare Frequenz bestimmt (wo wir durch 'reactance anulling' versuchen, das max. Mögliche herauszuholen) und 'oben' durch den 'mass rolloff' des Treibers (ab dem die Übertragungskurve mit 6dB/Okt. zu fallen beginnt).
Das Verfahren der 'reactance anulling' verschiebt nur die Einsatzfrequenz des Hochpassfilters 'Horn' nach unten. Das Übertragungsverhalten des Horns wird also breitbandiger!
Gruss