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Beiträge von Hörnli

  • ARLS Einbauflansch befestigen

    • Hörnli
    • 9. April 2009 um 23:21

    Moin,

    locker bleiben Ihr beiden ;)

    ich habe Fragen:

    Auf Jobstis Bild sieht man eine Gewindeplatte, sowas ist für den Einbau in Bässe als untere Stativbefestigung geeignet. Die 35mm Buchsen sind allerdings nur für den Einbau in Topteile gedacht, und für die Hebelkräfte im Bass ungeeignet. Ich hoffe das wurde bedacht...

    Wieder einmal bin ich begeistert, daß klassisches Handwerkzeug erwähnt wird. Ein gepflegter Stechbeitelsatz und etwas Geduld erledigt auch mal eine "Einfräsung" an Einzelstücken. Eine Raspel ist auch ein mächtiges Werkzeug.

    Grüße

  • Kappalite 3015LF für ARLS bzw. ARLSMOD

    • Hörnli
    • 9. April 2009 um 22:59

    Moin,

    Zitat von "Stefan Herzog"

    http://www.night-life-kl.bplaced.de/images/DSC03853.JPG

    Edit: Eine Frage noch: Ich hab die Poolung bei den Subs vertauscht. Ist das so richtig?

    Tipp: bevor Du lackierst probiere aus, ob die Oberseite mit der Griffschale steif genug ist, und nicht etwa bei ungünstigen Frequenzen vibriert. Es könnte, aber muß nicht sein, daß du vor der Griffschale noch eine weitere Versteifung brauchst. Ebenso die Unterseite, das ist auch eine große Fläche.

    Ja, umgedrehtes Chassis => umgedrehte Polung. Eventuell brauchst Du noch eine Phasen/Laufzeitanpassung für die Übergangsfrequenz im Controller.

    Grüße

  • Kappalite 3015LF für ARLS bzw. ARLSMOD

    • Hörnli
    • 8. April 2009 um 00:51
    Zitat von "Hörnli"

    Moin,


    Das ist doch Unsinn, und kann nur von Fehlern bei der Simu herrühren. Oberhalb der Tuningfrequenz wird der Schall ausschließlich von der Membrane erzeugt, Der Schalldruck und der Hub hängen fest zusammen.

    Ok, da haben sich Zwei unpräzise ausgedrückt.

    Zitat von "-Schrecki-"

    da der Hub zwischen 50 und 80Hz fast doppelt so groß ist.

    Ich nahm Bezug auf diesen Teilsatz, und präzisiere das etwas. In der Realität haben Helmholtzresonatoren eine Güte weit über 10. Weder mit 40 Hz, noch mit 45 Hz Tuning erreicht man eine Hubreduktion bis 80 Hz, nichtmal in die Nähe kommt man real. Der Port erhöht den Maximalschalldruck nur in einem sehr kleinen Bereich um das Tuning. Manche gebräuchlichen Simuprogramme suggerieren eine breitbandigere Hubreduktion, die jedoch der Ersteller des Programms aus Messungen direkt am Port herleitet. Mit der unsinnigen Messung ist auch die Herleitung der Helmholtz-Resonatorgüte falsch, folglich auch die Simulationskurve des Hubes einer BR - jedenfalls bei einigen Simulationsprogrammen.

    Man muß das schon Reflexloch an einem Loch in einer hinreichend großen Wand abdichten, um die Güte des Helmholtz-Resonators durch isolierte Messung zu ermitteln.

    Grüße

  • 18W1000 im Br Gehäuse

    • Hörnli
    • 5. April 2009 um 21:28

    'satis sunt' inquit 'mihi pauci, satis est unus, satis est nullus'.

  • 18W1000 im Br Gehäuse

    • Hörnli
    • 5. April 2009 um 19:39

    Moin,

    Wer angelt?
    Welcher Wurm?
    Welcher Fisch?

    wer soll dann den Fisch essen?

    Grundsätzlich werden Lautsprecher genutzt um Information zu übertragen. Je deutlicher diese Informationsübertragung desto besser eignet sich ein Lautsprecher dafür. Ein Teil dieser Information entsteht jedoch erst im Lautsprecher selbst. Ob man die entstehenden Artefakte als nützlich betrachtet oder nicht, nun... .
    Bei Sprachbeschallung ist das noch recht einfach zu beurteilen. Doch schon hier kommt zur geforderten Sprachverständlichkeit ein weiterer Faktor hinzu, der mehr, oder zu oft weniger sympatische Klang der beschallten Sprechstimme. Es sind sehr viele Lautsprecher unterwegs, die den sympatischsten Sprecher mit unangenehmen Artefakten verunstalten.
    Bei Musikbeschallung scheinen die Freiheitsgrade unendlich groß zu sein, "if music truely happens a bad loudspeaker can`t stop it". Doch auch hier gibt es Grenzen, Musik funktioniert nur dann, wenn die Zuhörer emotional erreicht, und nicht wie so oft abgestoßen werden.
    Das kann man durchaus knallhart sachlich in betriebswirtschaftlichen Faktoren abhandeln, doch diese betriebswirtschaftlichen Faktoren sind in der Regel unbekannt und werden hilflos auf technische Daten verkürzt.

    Als Ansätze empfehle ich am Merchandise-Stand nach den Umsätzen relativ zu den PAX zu fragen,
    ebenso die Gastro nach den Umsätzen,
    die Security nach der Agressionslage,
    den Veranstalter nach seinen Eindrücken von der Publikumsreaktion,
    die Künstler nach ihren Eindrücken von der Veranstaltung,
    gelegentlich geben PAX ungefragt wertvolle Hinweise,
    eine Auflistung der Lautsprecherausfälle rundet das Bild ab.

    nach einigen 100 Veranstaltungen bildet man so einen Erfahrungsschatz, der zwar nicht wissenschaftlich haltbar, aber doch recht nützlich bei der Erstellung eines Soundesigns und der Wahl der passenden Technik ist.

    Manchmal hilft auch das Mitlesen in Foren, so baut Coda jetzt geschlossen und sogar UR, nachdem BMS meinen CB18 nach zähem hin und her wegen mißratenem Klebstellendesign letztendlich durch Lieferung eines kastrierten 18N8*0 erfolgreich festgebremst hatte. Nachhilfe beim Lautsprecherentwickeln gebe ich dennoch, auch Euch Hannoveranern, weiterhin öffentlich und kostenlos, mal sehen welchen Partnern das in Zukunft mehr nützt :grin: . Die behaupteten besseren Eigenschaften beim Groupdelay durch Entzerrung der unteren Flanke einer geschlossenen Box mittels geschwindigkeitsbasierter Gegenkopplung sind leider werbliche Magie. Mal sehen wieviele Betriebsstunden das aufwändige Produkt ohne unwirtschaftliches Downrating durchhält.

    Mit Respekt danke ich Euch für die posthume Anerkennung von Finn Hoffmanns Genius und der offiziellen Markteinführung der geschlossenen Bassbox zu Beschallungszwecken. Das bessere Produkt wird das Gute schlagen ;)

    Grüße

  • Trennfrequenz für einen 1,4" BMS 4554 Treiber????

    • Hörnli
    • 4. April 2009 um 03:59

    Moin,

    hier wird über ein Projekt geschrieben, von dem NICHTS bekannt ist, außer dem angedachten Mittelhochtontreiber. Die 44mm- Klasse von BMS kann "etwas" mehr, als man bei dem Schwingspulendurchmesser erwarten würde, und hat eben eine einzigartige Hochtonauflösung. Fabian hat durch Messungen ermittelt, daß es zusammen mit 2 12"ern etwas zu eng wird, zumal er keine Kompromisse im Mittenbereich um die tiefe passive Trennung eingehen wollte. Für viele Anwendungen die richtige Entscheidung. Trennt man allerdings aktiv steilflankig erst bei 1,5 kHz und benutzt ein großes Horn, dann kommt man sicher auch mit der 44mm-BMS-Klasse zurecht, und gewinnt einen PA-untypisch sehr schönen Hochtonbereich. Wenn auch die bei einigen Soundleuten beliebte 76mm-Blechdeckel-Überlast-Orgie damit sicher nicht geht.

    Grüße

  • "Chassiswahl" im Lautsprecherbau

    • Hörnli
    • 3. April 2009 um 00:44

    Moin,

    Zitat von "Stefan Pohle"

    nur wo krieg ich die parameter gemesen *grübel*

    daheim, mit Haushaltsmitteln ;)

    Zitat von "Sabbelbacke"

    von den Treibern? Auch wenn manche hier nicht müde werden jedes Datenblatt anzukreiden, so sind nicht alle Datenblätter zumindest der renomierten Hersteller totaler Mist.

    Nein, sind sie sicher nicht, nicht alle sind totaler Mist. Einige sind sogar recht brauchbar, wenn man das "werbliche Toleranzfeld" kennt. So kann man meim Hersteller "X" einfach genau 20% vom angegebenen BL abziehen, und erhält so das tatsächlich am Chassis meßbare BL. Hersteller die das BL erst garnicht angeben zählen mit Sicherheit nicht zu den Renomierten.

    Das BL ist für die Hersteller ein recht teurer Parameter, für den Lautsprecherentwickler und Nutzer ein Kostensparender. Der Wert besagt wieviel Kraft der Antrieb bei einem gegebenen Strom entwickelt. Für die Hersteller teuer ist dieser Parameter, weil er sich zum Beispiel durch starke Magnetanordnungen und sehr enge Luftspalte erhöhen lässt. Enge Luftspalte erhöhen jedoch die Ausfallquote durch Spulenklemmer, die Hersteller müssen einen Kompromiss mit der minimal machbaren Fertigungstoleranz suchen, und starke Magnetanordnungen kosten schiertes Geld. Darum wird fleißig gemogelt. Für den Nutzer lohnt sich ein starker Antrieb, da so aus wenig Endstufenleistung viel Kraft entsteht, und es nur mit einer genauen Angabe überhaupt möglich ist Ergebnisse vorherzusagen, und so das Boxvolumen passend zur gewünschten Einbaugüte zu wählen.

    Messen lässt sich das BL sehr einfach, man benötigt eine stellbare Spannungsquelle, ein Billigmultimeter und Zucker in Tüten.

    Zum BL gehört in jedem Fall der Gleichstromwiderstand Re der Schwingspule, da sich damit die nötige Spannung zum Strom, und letztendlich die nötige (Endstufen-)Leistung ergibt. Auch hier mogeln Hersteller, da sich mit dünnerem Draht und mehr Windungen kostenlos ein höheres BL ergibt. Nachmessen lohnt.

    Ein weiterer Basisparameter ist die bewegte Masse Mms. Auch hier gilt, daß ohne genauen Wert eine gezielte Abstimmung nicht möglich ist.

    Auch die Mms lässt sich recht einfach messen, Tongenerator vom PC, Verstärker, Vorwiderstand, Multimeter, und Zusatzgewicht.
    Vollautomatisch ermittelt man dabei auch die Freiluftreso.

    Alle weiteren T&S-Parameter lassen sich aus diesen beiden Messungen korrekt errechnen.


    Damit ist dann das Verhalten eines Chassis im unteren Frequenzband vorhersagbar, und damit Lautsprecherboxen simulierbar. Wenn es bei Party- PA nicht um hohe Lautstärken mit wenig Investition ginge wäre nun alles klar ... aber Thiele&Small haben ihr Formelwerk lediglich für "Small Signal Parameters" geschaffen, und auch so benannt. "Small" ist hier nicht der Nachname von Richard ;)


    Für Großsignal, darum handelt es sich bei Musikwiedergabe auf Parties immer, gibt es noch einen weiteren Haushaltstest, mit dem man die häufig verschwiegenen oder verschleierten geometrischen Daten des Antriebs herausfinden kann. Unter dem X-max stellt sich jeder Hersteller was anderes vor.

    Dazu schraubt man das Chassis in eine geschlossene Box, und gibt eine Sinusfrequenz deutlich unter der Einbaureso drauf und dreht lauter und leiser. Man merkt recht schnell bei welchem Hub der Klang sich rapide ändert und der tatsächliche x- max erreicht ist.

    Ob die Mittellage stimmt und der Antrieb symmetrisch ist sieht man recht leicht mit einen Sinus über der Freiluftreso bei nicht eingebauten Chassis. Das sieht dann so aus:
    http://www.youtube.com/watch?v=fwf-NPH4KpY

    Würde man dieses Chassis auch nur in der Nähe des tatsächlichen X-max (Hvc-Hg)/2 betreiben, würde es schon während der ersten Party zerstört ;)

    Das Problem heißt DC-Displacement, und trifft auch Selbstbauer, die eigentlich alles richtig machen, und alle Bücher gelesen haben.

    Grüße


    TSP-Messung:
    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=56717

  • 18W1000 im Br Gehäuse

    • Hörnli
    • 28. März 2009 um 03:41

    Moin,

    gut wir nähern Uns der Eingangsfrage, 18W1000 in BR. Einer meiner allgemeinverständlicheren Kritikpunkte an BR ist, daß BRs genau da wo viele Töne mit viel Pegel in der Musik anzutreffen sind, um die Hausnummer 55-X Hz, nicht mehr können als eine geschlossene Box. Also lebt die reale Nutzbarkeit einer BR in identischer Weise von der Hubfähigkeit des eingesetzten Chassis. Lediglich genau auf der Tuningfrequenz geht deutlich mehr, eigentlich immer genug. Eben nur auf einem Ton, für manche imposante Vorführung reicht das, kleine Hornmünder verlieren zwangsläufig.

    Was könnte man also mit einer leichten Membrane, überdurchschnittlichem Antrieb, aber relativ kleinem (Hvc-Hg)/2 anstellen, in BR. In einem kompakten Volumen mit hohem Tuning was relativ genügsames, was die Ampleistung betrifft, mit einem wegen der leichten Membrane zusätzlich hohen Timbre des Membranklirrs. In strapazierten Floskeln: Töck-Generator für kleine Amps, weder mächtig und tief, noch wirklich hoher Maximalpegel. Zumindest am Maximalpegel ändert ein größeres Gehäuse nun garnichts, außerhalb der einen Tuningfrequenz bestimmt die Hubfähigkeit des Chassis was maximal rauskommt. Mir wäre das niemals genug, ganz einfach mit der allgemeinverständlichen Begründung, daß der Hub dieses Chassis von 55-X Hz nicht reicht.

    Oder anders gesagt, wenn BR, dann würde ich natürlich auch dort ein hubfähiges Chassis reinbauen, welches meine Bedürfnisse ab 55 Hz befriedigt.

    Das für mich BRs in der Praxis schlecht funktionieren liegt ganz sicher an meinem Geschmack, ich kann den unkontrollierten Zusatz-Noise nicht ausstehen, den jede BR dazuerzeugt, und NEIN, ich meine nicht nur das Groupdelay aus Tuning und Lowcut. Eine BR klirrt nunmal nicht einfach nur auf den Ks, sondern produziert eine wüste Intermodulationsmischung, mit realer Musik weit schlimmer, als schlichte Messungen der Ks vermuten lassen.

    Also, DJ-JAJA, warum nicht eine Mainstream-BR mit einem dieser Doppelspider Chassis, mit (Hvc-Hg)/2 von 6,5mm, in nicht übertriebenen kleinen Volumen? Was willst Du anders haben, was stört Dich daran?

    Zitat von "DJ-JAJA"

    aber bessere Impulsantwortzeiten

    Du hättest es gerne präziser?

    Was willst Du dann mit BR? :wink: BR gibts nicht ohne Zusatz-Noise und wüste Intermodulationsmischung, das etwas bessere Zeitverhalten Deiner Idee wird im grundsätzlichen Krach untergehen, da kannst Du auch Mainstream bauen.

    Du kennst große Hornstacks? Dann besorge Dir eines. Es wird dich nicht umbringen ein paar BR Kaschterln für den Kleinkram durchzufüttern, und ebensowenig wird es Dich umbringen zugunsten des Klangs den Du suchst mal einen Kubikmeter Horn zuviel aufzubauen. Sonst baue Mainstream BR, fertich.

    Zitat von "DJ-JAJA"

    aber bessere Impulsantwortzeiten

    ....am Krach ist nichts zu ändern.

    Sobald bei mir was Besseres aus der Pipeline plumpst wirst Du davon lesen...

    Grüße

  • Kappalite 3015LF für ARLS bzw. ARLSMOD

    • Hörnli
    • 26. März 2009 um 15:00

    Moin,

    Zitat von "-Schrecki-"

    Du kannst das gleiche Chassis natürlich auch in 130l einbauen und hast du mit passendem Tuning eine f3 von unter 40Hz, nur verschenkst du damit im wichtigem Bereich von 60-150Hz ganze 3dB an Wirkungsgrad, du müsstest hier also die doppelte Leistung(!) reinbuttern um die gleiche Lautstärke zu erhalten, was aber in der Praxis nicht möglich ist, da der Hub zwischen 50 und 80Hz fast doppelt so groß ist.


    Das ist doch Unsinn, und kann nur von Fehlern bei der Simu herrühren. Oberhalb der Tuningfrequenz wird der Schall ausschließlich von der Membrane erzeugt, Der Schalldruck und der Hub hängen fest zusammen.

    Zitat von "FF"

    Beim ARLS lässt sich bei Simulation mit Hornresp keine signifikante Wirkung der schrägen Schallwand feststellen. Ich habe vor einiger Zeit mal so an die 15 Modifikationen detailliert verglichen; das Original unterscheidet sich eigentlich gar nicht von einer BR-Box mit einem Port, der nur dem inneren Segment des ARLS-Ports entspricht. Der Knick zwischen Port und Schallwand ist beim Original anscheinend zu stark, so dass hier eine Unstetigkeit entsteht und der Port in der Schallwand eben keine Verlängerung sieht.

    Simuliert Hornresp und Andere auch Gitter und Schaum ;-). Darin liegt der Vorteil: In der geringeren Strömungsgeschwindigkeit durch Gitter und Schaum... Schrägbrettel bringen einen erheblichen Vorteil gegenüber gerader Schallwand, wo ein gerader Port theoretisch gleicher Wirkung auf eine kleine Gitterfläche pustet... ...und praktisch die Luftbewegung stark behindert wird.

    Grüße

  • 18W1000 im Br Gehäuse

    • Hörnli
    • 25. März 2009 um 17:39

    Moin,

    ich halte es zumindest für bedenklich die wohl mehrheitlich anwesenden Lochfurzerln als Maß ranzunehmen. Die Wahrnehmung verschiedener Tonhöhen wird kaum eine negative Eigenschaft des Bastelhorns sein, besonders dann nicht, wenn man die Lochbox nicht naiv unkritisch als Maß der Dinge herbeizerrt ;) . Allein den äußerst eingeschränkten Möglichkeiten einer BR im Nutzbass stehen die vergleichsweise grenzenlosen Möglichkeiten in ebendiesem Bereich bei Hörnern gegenüber.

    Wenn man also vergleicht, und musikalische Neutralität, bzw. die Abweichung einer Konstruktion von dieser Neutralität beurteilen will, sollte man zumindest auf 0,7 abgestimmte geschlossene Boxen heranziehen. Dann werden die Artefakte von wie auch immer gebauten Resonanzkonstruktionen deutlich. Wenn man erleben möchte welchen Vorteil die selbstkorrigierende Nullage unter der Reso bringt muß man dann noch Geschlossen mit Reso in der Mitte gegen konsequent UR vergleichen.

    So manche resonanzgesteigerte Bassbox klingt recht monoton. Nicht jede Musik, und auch nicht jeder Techniker, hält sich an die Vorgabe dieser einen Tunigfrequenz einer BR.


    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 15. März 2009 um 18:17

    Moin,

    danke für die Infos!

    Zitat von "Heini"

    Nur daß wir nicht aneinander vorbeireden, mit Hub symmetrisch um die Ruhelage meine ich folgendes:
    Ohne Signal hat die Membrane eine Position, die Ruhelage.
    Gibt man Freeair oder in geschlossener Box einen Sinus deutlich unter der Reso darauf, schwingt die Membrane um die Position des maximalen BL, Freeair sofort, im geschlossenen Gehäuse nach einigen Sekunden. Die Position des Schwingungsmittelpunkts, geichzeitig der des maximalen BL, muß nicht der Ruhelage entsprechen. Das funktioniert nicht in BR, da der Luftwiderstand der BR-Öffnung nie in beide Richtungen gleich ist, daher auch immer Freeair einwobbeln. Ziel des Einwobbelns ist ja eine symmetrische Dehnung der Einspannung, die beste Symmetrie-Position ist die des maximalen BL.

    Gibt man nun Freeair oder in geschlossener Box einen Sinus mit der 1-2 fachen Frequenz über der Reso drauf, dann versucht die Schwingeinheit vom maximalen BL wegzulaufen, immer. Aufgehalten wird diese Tendenz ausschließlich von der Einspannung. Es bildet sich wieder ein neuer Schwingungsmittelpunkt. Freeair und in Bassreflexgehäusen geschieht das ohne Zeitverzögerung. Dieser Schwingungmittelpunkt entspricht seltenst der Ruhelage, und nie der Position des maximalen BL. Je nach Differenz zwischen der Position des maximalen BL, und dem Schwingungsmittelpunkt über der Reso klirrt es. Je größer die Differenz desto mehr. Der Klirr beginnt bei einer Auslenkung von (Hvc-Hg)/2, natürlich auch dann wenn sie nur einseitig überschritten wird ;)

    Deine Box klirrt, wie hubt das Chassis?

    Grüße, Bernd

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 14. März 2009 um 03:56

    Moin,

    hmmm, irgendwas ist da merkwürdig. Man kann sich zwar subjektiv schnell vertun, aber Klirr ist Klirr, wenn man den im Bassbereich hört, dann ist der schon massiv.

    Das sind jetzt kartonfrische RCF L15P200AK, die Du als Ersatz für die Geknickten bekommen hast?
    Hast Du zufällig Fotos von den Geknickten wo die Zentrierspinne zu sehen ist?
    Oder hast Du sonst irgendwelche Anhaltspunkte, ob die Neuen eine andere Spinne haben?
    (Die technologische Lösung gegen den Membranknick wäre eine steifere, begrenzende (Dual- )Spinne und dafür eine weichere Sicke, die Kleinsignal TS würden sich durch eine solche (sinnvolle!) "Modernisierung" nicht ändern)

    Es will mir ja garnicht in den Kopf, daß ein 18" im TSE gegen 2 18" in BR verliert (auch wenn der TSE ein hybridisierter BR ist kann das kaum sein)

    Ok, wenns nicht tut, tuts nicht, warum nicht interessiert also eher nur aus Forscherdrang.

    Wieviel Hub macht er denn bis es klirrt?
    Macht er den Hub symmetrisch um die Ruhelage?
    Wieviel Hub hast Du beim Einwobbeln gegeben? , Freeair oder im Gehäuse?

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 13. März 2009 um 05:33

    Moin,

    Bitte sei extrem vorsichtig mit Sinustönen, da ist weit mehr Energie drin als bei Musik mit dem gleichen Spitzenpegel. Die Schwingspule wird schnell sehr heiß.

    Die Mühe hat sich gelohnt, das Verhalten einer BR ist offenbar gut zu sehen, sogar die Lage der Tuningfrequenz. Daß die Auslenkung bei 55-75 Hz am extremsten ist, und offenbar schon mit wenig Leistung beachtliche Werte annimmt, zeigt die Nähe der Realität zur Simulation.

    Da ich noch keinen perfekt ebenen leichten Spiegel gefunden habe, klebe ich für solche Versuche ein "L" aus Milimeterpapier an die Membrane. So entsteht eine Skale, auf der ich die Mitte mit dem Laser anleuchte. Wenn ich nun Signal draufgebe "verschwimmt" zwar das Millimeterpapier, der Mittelstrich ist jedoch an den Umkehrpunkten zu sehen wenn etwas weißes Licht drauffällt. Ich habe rotes Millimeterpapier und die Mitte schwarz nachgemalt. So kannst ich sehen, ob die Membrane gleichmäßig in beide Richtungen auslenkt, dann wäre der Laserpunkt genau zwischen den sichtbaren Umkehrpunkten der Mittellinie. Da bleibt der Laserpunkt aber auch bei Sinus selten ;-). Mit etwas Übung kann man sogar den Hub aus dem "Gewackel" millimetergenau ablesen.

    Bitte lasse die Anordnung weniger als 3 Sekunden laufen, und mache dann immer eine Minute Pause. Versuche mit Sinus sind eine extrem hohe Belastung für die Schwingspule.

    Da hatte ich noch keinen Laser, aber einen Zeiger ;) (zum ersten Bild runterscrollen):
    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=35788&sid=a62ef791c3a76ea307099ba3f5e44ff2&start=15

    Daß Du jedoch bei 55-75Hz so wenig Output hörst könnte mit am Testraum liegen, stehende Wellen und so. Aber natürlich macht eine BR genau auf der Tuningfrequenz mit der geringsten Membranbewegung immer den meisten Schall, und darüber leider immer weniger als man gerne hätte.

    Grüße, Bernd

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 3. März 2009 um 02:47
    Zitat von "Jonnytrance"


    Klar, Port nicht. Aber indirekt... wird dann Chassi mehr auslenken in Frequenzen über dem Tuning.


    Moin,

    Ob das jetzt revolutionär ist, den Hub durch Leistungsvernichtung an einer Undichtheit zu reduzieren? Wenn es dennoch lauter wird, dann ganz sicher nicht durch höhere Sensivity, eher schon durch den freigelassenen (Oberwellen- ;) ) Krach aus der Box. Im unteren Frequenzbereich, um den es gerade geht, macht die Dämpfung in der Box wenig.

    Grüße

  • Unterschied bei der SK 212 und der LMT212 Bassreflex unters

    • Hörnli
    • 1. März 2009 um 17:40
    Zitat von "Pachl Manuel"

    die ports dienen dazu dass die kappas nicht zu weit auslenken

    Für den "Fullrangebetrieb" mag das ja stimmen, aber das klingt nie gut, nicht nur weil es nicht wirklich full range ist. Im Topteilbetrieb machen die Ports nichts weiter, als den Krach der besser in der Box bliebe rauszulassen, und dem DC-Displacement freie Entfaltung zu verschaffen.


    Zitat von "Andre Klier"

    naja ich finde die ports schon nicht verkehrt auch wenn die kappas in sachen tiefen bass nicht viel liefern aber bedenke man die hitzeentwicklung (power compression) der beiden lautsprecher und die des hochtöners zudem dann noch ganz gehäuse von innen fast komplett gedämmt ist.

    wenn man beispielsweise 3dB gewinnt bzw nicht verliert wenn man etwas frisch luft rein bekommt ist das ne menge:-)

    Wenn keine Löcher drin sind brauch man nicht so extrem zu dämpfen, siehe Krach in der Box.
    Die maximal technisch mögliche Powercompression (Schwingspulentemperatur) liegt bei etwa 4 dB im Laborbetrieb. Der praktische Versuch verbietet sich, denn mit realem Musikprogramm endet der Versuch mit kaputten Lautsprechern. Wer bei den Doppelkappas kühlen muß, dessen Beschallung möchte ich nicht erleben. Um den Magneten, der maßgeblich die Wärme aufnimmt, soweit zu erhitzten, daß eine permanente Powercompression von 1dB auftritt muß man die Box über lange Zeit fürchterlich prügeln. Rechnet es aus: Wie heiß muß der Magnet werden, daß eine permanente Powercompression von 1dB auftritt? Dann messt Magnettemperaturen in der Praxis und überlegt ob da eine relevante Powercompression auftritt. Und dann macht endlich die Löcher zu und benutzt echte Subs - oder echte Fullranges ;-).

    Grüße

  • Unterschied bei der SK 212 und der LMT212 Bassreflex unters

    • Hörnli
    • 1. März 2009 um 06:08

    Moin,

    bei diesem Lautsprechrechertyp (2*12"/x") sollten eigentlich garkeine Ports drinsein. Denn ein wirklich sinnvoller Einsatz zur Ausschöpfung der Leistung erfordert Subs. Mit Subs stört der Port nur. Im Betrieb ohne Subs gibt es egal mit welcher Abstimmung ohnehin keinen tollen Bass. Das bisschen BumBum klingt je nach Auslegung verschieden lächerlich und nie gut.

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 28. Februar 2009 um 16:14
    Zitat von "jogi"

    Wenn man bei WinISD Re und die Gehäuse- und Kabelverluste ein bischen mit einrechnet, sieht die Simulation leicht anders aus.
    Ob man den Unterschied in der Praxis hört?

    Ja, die Eingaben für Simuprogramme...
    Die hörbaren Unterschiede werden jedenfalls nur zu einem geringen Teil aus leicht unterschiedlichen Simu-Frequenzgängen herrühren. Wie WinISD arbeitet weiß ich nicht, bei Gelegenheit hacke ich das vielleicht in Hornresp und vergleiche bei gleicher Leistung am Impedanzminimum. Dann sieht die Simu sicher nochmal anders aus. Aber als Entscheidungshilfe zwischen theoretisch sehr ähnlichen Chassis?

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 28. Februar 2009 um 02:04

    Moin,

    Zitat von "Jonnytrance"


    Ich galube das liegt eher daran, dass er beide 18S Chassis mit 40Hz Tuning simuliert hat und RCF mit 45Hz :wink:

    Nö, der Port macht ab 100 Hz definitiv nichts mehr, egal ob 40 oder 45.

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 27. Februar 2009 um 16:17

    Moin,

    Simulationen sind so eine Sache, zumal nach Prospektblatt. Gerade die Basisdaten BL (teuer) und Mms werden aus werblichen Gründen gerne getunt. So erklärt sich für mich der vermeintlich lauter spielende RCF ;) . Nach Datenblatt sind 9400 und 9500 sehr ähnlich und werden sich hauptsächlich durch die Bauweise bedingt im Grenzbereich klanglich unterscheiden. Gummisicke/Wellsicke und die zum Ausgleich unterschiedlichen Spider werden wohl im Grenzbereich unterschiedliches Klirrverhalten bringen, was aber noch am ehesten den Geschmacksbereich betrifft, im Grenzbereich, wie gesagt. Im Nennbetrieb wird man die kaum unterscheiden können.

    Welches Chassis nun besser gefällt wird also Geschmachsache bleiben, also nur persönlich subjektiv zu beurteilen, meßtechnisch allenfalls durch aufwändige Klirranalysen zum Oberwellenspektrum. Beim Oberwellenspektrum redet auch das Gehäuse mit. Egal ob nun eine Simu bei Kleinstsignal, oder eine Messung bei Kleinstsignal - die Aussagekraft für das Klangerlebnis ist äuserst gering. Sinnvoll bleibt aber die Betrachtung des Hubes bezüglich erzeugbarer Pegel und Betriebsgrenzen.

    Eine BR auf Linearität zu designen ist nicht immer zielführend.

    Gruß

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 26. Februar 2009 um 21:46

    Moin,

    Dirk Hahn?

    ich würde den 9500 in CB verbauen, aber ich unterstelle Dir, daß Du was anderes suchst ;)

    Grüße

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