Moin,
@ Mechwerkandi: sorry, einfaches Layout...
>> An und für sich SOLLTEN die techischen Daten eines industriell gefertigten Chassis nur im Bereich von max. 2-3% differieren, wenn überhaupt.
Für die tatsächlichen Daten ist natürlich lediglich die Fertigungsabweichung verantwortlich. Für die gemessenen Daten die Messgenauigkeit.
Wie aber die in Foren gerne genutzten "Herstellerangaben" entstehen müssen Philosophen beantworten.
>> Ich würde als erheblich grössere Abweichungen zunächst in der Messmethodik suchen.
ich auch, aber...
>> Ob das Zusatzgewicht jetzt in Relation 2-3% abweicht, würde ich als sekundär betrachten.
die daraus folgende Abweichung ist gering, aber vorhanden
>> IMHO gibt es hier ein Verkettung (>> Summenfehler) aus mehreren Faktoren.
Zum einen scheint das gewählte Messgerät ungünstig (schlecht abzulesen) und/oder zu ungenau.
Von diesem Meßgerät benötige ich keine wertgenaue Messung. Ich benutze 3 direkt aneinandermontierte Sinustöne und muß lediglich erkennen, ob am Montagepunkt der Zeiger steigt oder fällt. Steigt die Anzeige von Ton 1 auf 2, und fällt sie von Ton 2 auf 3, dann liegt die Resonanz (Impedanzspitze) definitiv zwischen Ton 1 und 3.
>> Zum anderen bleibt ohne scope-monitor unklar, was die Endstufe aus dem Signal macht.
Natürlich klirrt der Generatoralgorithmus, die Soundkarte, die Endstufe, aber die Fundamentale darf ich dennoch als übermächtig annehmen? Gröbste Anregungsfehler, zum Beispiel versehentliche Summierung zweier Tonspuren in Audacity habe ich akustisch genauso bemerkt, wie ich wüstes Clipping so erkannt hätte.
>> Die Bewertung des Messergebnisses ist eine andere Sache.
Ziehe ich z.B. für meine Betrachtungen eine zeitgenössische Konstruktion aus 18" Langhub-Chassis und kleinem BR oder dergl. Gehäuse heran, muss mir klar sein, das sich Parameter wie:
>> Membranfläche
>> Nettovolumen des Gehäuses
temporär ständig ändern.
Ich messe natürlich in der Annahme, dass die Anregung nahe genug am Kleinsignal ist, und das Ergebnis ist logischerweise nur für Kleinstsignalbetrachtungen brauchbar. Wobei das BL bei Großsignal nicht steigt, und auch die Masse praktisch unverändert bleibt.
Das Thema "Time-invariant system" - oder nicht, ist nicht Teil dieser Messreihe
>> Dadurch relativiert sich natürlich die Frage nach der Genauigkeit der Messung, resp. der Darstellung des kompletten Systems. Solange die Bewertungskriterien uneinheitlich bleiben, kann die Frage nach der notwendigen Genauigkeit einer Messung nicht final beantwortet werden.
Abweichungen der Herstellerangaben beim BL und bei der Mms von im Regelfall mindestens 10% (zudem Beim BL nur nach unten
) lassen mich eigene Messungen mit z.B. 3% als Konstruktionsgrundlage vorziehen.
>> Mir persönlich wäre wichtig, das Messergebnisse nachvollziehbar und wiederholbar sind.
mir auch, also danke für Deine Überlegungen, weiter so ![]()
>> Eine f-gang Messung unter nicht-Laborbedingungen bleibt z.B. immer eine Momentaufnahme.
da selbst aktuelle Impedanzmessungen an Lautsprecherkonstruktionen hier im Forum allein von der Lage der Impedanzspitzen deutlich vom nach Herstellerangaben ermittelten Soll abweichen, denke ich, daß es an der Zeit ist AUCH dort anzusetzen.
Gruß