Moin,
Bassdrums sind, nicht nur nach Musikstil, sehr unterschiedlich. Für Livemusik, wo einem eine einzige Bassdrum den ganzen Abend lang "begleitet" ist es schon sehr nervig, wenn die Anlage ausgerechnet mit dieser nicht zurechtkommt. Da spielt vor allem das Zeitverhalten (BR- Resonatoren und Hornresonanzen) eine entscheidende nicht EQ- bare Rolle. Darum sind BR- Direktstrahler so beliebt, da weiß man wo es dröhnt, nämlich immer auf der BR- Resonanz. Egal wie der Drummer die Bassdrum spielt, immer der gleiche Bumm, selbst wenn die Bassdrum garkeinen Bumm liefert, der BR machts. Langweilig, aber sehr zuverlässig. Wenn man aber eine nuanciert gespielte Bassdrum mal in ihrer tonalen Vielfalt erlebt hat.... Falls Du Messungen machst siehst Du die Nachschwinger im Wasserfall, die später den Bassdrumsound prägen. Andere Bassinstrumente reagieren weniger empfindlich.
Ich würde jedenfalls erstmal sorgfältig messen, eventuell bringt eine zeitliche Anpassung schon den gewünschten Klang. Eigentlich müssten die W-Bins mit ihrer langen Schallführung in jedem Fall zu spät sein. Zudem kommst Du mit der tieferen Trennung in Bereiche wo das Mittenhorn nicht oder unzureichend lädt.
Gruß