Moin,
@ Sound-Klinik:
sorry, bitte entschuldige meinen ungeduldigen Tonfall :wink:
System 1: Stack aus CB/ARPS, Frontfläche 3m x 3m
System 2: Stack aus Horn (Bastel/Selenium), Frontfläche 3m x 3m
Dann bauen wir ein Meßmicro in jeweils 100m Entfernung auf und entzerren/pegeln beide Systeme, bis der gemessene Amplitudenfrequenzgang gleich ist.
Meine Annahme: Der in 100m Abstand gefühlte Basspegel ist nun gleich.
Jetzt bringen wir unsere Körper vor die Stacks und nehmen das Meßmikrofon mit.
Meine Annahme: Der gefühlte Basspegel ist nun unterschiedlich, der gemessene auch... .
Argumente:
Ein druckwandelndes Mikrofon, z.B. Elektretmeßmikrofon, gibt, unmittelbar an einer Grenzfläche positioniert, 6 dB mehr Pegel.
An der Grenzfläche ist immer das Druckmaximum und das Schnelleminimum einer Luftschallwelle.
Pressure Zone Microfone (PZM) :wink:
Schallwelle im freien Raum: Am Druckmaximum ist das Schnelleminimum und umgekehrt.
Die Energie wird durch beide Anteile gleichermaßen übertragen.
Schallwelle an einer Grenzfläche (Wand): keine Schnelle, nur Druck.
Die Energie der Schallschnelle geht in den Druck, dieser erhöht sich ( 6 dB )
Ein ARPS/CB- Stack hinreichender Größe verhält sich wie eine schwingende Wand.
An dieser schwingenden Wand ist der Druck maximal, die Schnelle minimal.
Ein druckwandelndes Meßmikrofon an dieser Wand (Abstand kleiner als die Wellenlänge, 1m ist kleiner!) misst diesen fast 6 dB höheren Wert.
Ein Hornstack verhält sich nicht wie eine schwingende Wand
Zwischenbemerkung: Ich bertrachte hier ausschließlich Druck/Schnelle Verhältnisse, keinesfalls kohärende bzw. nicht kohärente Wellenfronten.
Ein Hornstack verhält sich nicht wie eine schwingende Wand.
Zwischen das druckerzeugende Chassis und die "Abstrahlfläche" ist ein akustischer Impedanzwandler (der Horntrichter) geschaltet.
Dieser Horntrichter/akustische Impedanzwandler wandelt den Druck im Hornhals in Schnelle am Mund um.
Am Hornmund sind Druck und Schnelle an die Verhältnisse im freien Raum angepasst.
Ein druckwandelndes Meßmikrofon am Hornmund (Abstand kleiner als die Wellenlänge, 1m ist kleiner!) misst den korrekten Wert , wie im freien Raum.
Folgerung: Werden die beiden gleichgroßen Stacks in 100m gemessen und auf den gleichen Amplitudenfrequenzgang entzerrt/gepegelt, ergibt sich in 1m Abstand gemessen bei dem ARPS/CB Stack ein um fast 6 dB höherer Meßwert, im Vergleich zum Hornstack.
Das ist die einzig richtige Antwort auf die Eingangsfrage.
Ausblick: Die 1m Messung ist allenfalls für die "99 dB leq"- Messung wichtig. Da könnte sich zeigen, daß man ARPS/CB, BR, BP "Direktstrahler" absperren muß, da Hörschäden durch den Druckanteil der Schallwelle entstehen (ja, auch Ohren sind Druckwandler)
Mit Hornstacks ist so betrachtet ein um fast 6 dB höherer Basspegel möglich.
So wie Wellenfront den Höreindruck (im Nahfeld, steht ja an Tanzflächen) seines ÖrpZ = ARPS/CB beschreibt (zugefallene Ohren, Druckgefühl)... .
Im Fernfeld wird der ÖrpZ sich, relativ zu modernen Hörnern, als Spielzeug erweisen.
Gruß
EDIT:
Zitat Soundklinik:
>>Bau mal eine BR-Kiste, die 2 m hoch ist und ca. 1 m breit. Dann schraubst Du da EINEN 18"er rein und ein BR-Rohr ... Ergebnis: riesenhafte Schallwand ... aber kleine aktiv schallabstrahlende Fläche ! <<
Genau weil ich wusste, daß das jetzt kommt, habe ich den ARPS/CB/"ÖrpZ" zum Vergleich genommen :wink: