Zitat von "ADMIN"Durch längere Lautsprecherleitungen wird der Dämpfungsfaktor sehr schnell irrelevant. (Es sei denn, man setzt Sense-Leitungen ein)
die Idee wird ins Labor mitgenommen . Sollte es eine deutlich hörbare Verbesserung sein im Vergleich zu starker normaler Verkabelung (default für Meß =25m) dann melde ich mich auch bezüglich einer Provision dafür
Ein sehr interessanter Vorgang im PA-System ist dieser: Die Endstufe treibt mit ihrem Signal in die Lautsprechersysteme. Die Signalaufbereitung geschieht überwiegend durch PWM, es liegt hier noch Schaltbetrieb vor. Nun sitzt das Ringfilter noch dazwischen, es bügelt induktiv die PWM aus bis auf ein nicht nennenswertes "Restsignal", übrig bleibt das reine Musiksignal am Ausgang. Der Dampingfaktor gilt ab Ausgang Filter, daher ist dieser äußerst kritisch in seinen Eigenschaften, zudem fließen dort unappetitlich hohe Ströme bei sehr hoher Frequenz.
Das Signal geht also nun zum Lsp und steuert diesen an.
Der liefert nun ein phasenverschobenes Rücklaufsignal an den Amp zurück, dieses "kollidiert" mit dem Vorlaufsignal.
Erwähnenswert ist hier ein feststellbarer Unterschied der positiven zur negativen Halbwelle, das hat was damit zu tun daß große Chassis wenn sie "vorne" sind andere Induktivität aufweisen als ganz eingefahren (negative Halbwelle des Signals)
Nachweisführung darüber geschieht durch Meßvergleich (Amplitudenform am Ausgang) RL = Ohmscher Shunt mit RL = induktive Last, Box
Der Fußwiderstand des Amps ist dabei der Schauplatz des Geschehens, je niedriger er ist desto besser überwindet das Gerät diese Gegenwehr vom Lautsprecher. Schafft es das nicht gänzlich führt das zu Unlinearitäten die frequenz- und pegelbezogen veränderlich sind. Genaugenommen arbeitet der Amp zwar mit PWM, bekommt aber auf dem Rückweg ein analoges Signal, also phasenverschobenen Blindstrom, den er auf seinen Kühlschächten zusätzlich zur normalen Belastung verwärmen muß. Deswegen werden PWM-Amps ja auch so heiß im Livebetrieb während sie am rein ohmschen Shunt im Labor ausgesprochen "cool" ihre Aufgabe verrichten. Übrigends sind Katalogdaten imho Meßwerte am Ohmschen Shunt und somit unrealistisch.
Ich seh im Kabel einen Teil des Lautsprechers, wenn der RL 4 Ohm beträgt dann dürfte der Eigenwiderstand der Zuleitung nicht ins Gewicht fallen, bei 2 Ohm RL wird das Verhältnis schon deutlich ungünstiger.
Die Unfähigkeit eines Amps feine Details bei hohen Pegeln wiederzugeben dürfte also auf Problemen basieren mit den Blindströmen der induktiven Lasten fertigzuwerden, kombiniert mit weichen unstabilisierten Netzteilzügen wie sie ja oft anzutreffen sind. Daher ist der ganze Amp imho sehr sehr hart auszulegen, also geringsnöglicher Eigenwiderstand und starres unnachgiebiges Netzteil mit sehr schneller Ausregelung der Lastschwankungen. Im Gegensatz zur analogen Endstufe verändert sich beim PWM-System die Sensitivität der Endstufe wenn ihre Rails einbrechen (was die Gegenkopplung dann ausregeln muß). Der Idealfall ist eben der daß nichts nachgibt ![]()
Die Leistungsbandbreite des Systems ist der Frequenzbereich in dem der Amp sich derart gegen die Blindleistung durchsetzt, daß die Differenz seiner Nennleistung entspricht, sprich tatsächlich im Stack verbraucht wird und nicht in Form von kJoules auf den Kühlschächten