das leidige Lichtcontrollerproblem muss endlich vom Tisch

  • Ich habe gestern das ChamSys QuickQ begrabbelt


    pros

    - Komplette Pultlösung

    - HDMI für Touch Screen oder Monitor (Nur Full HD!)

    - Netzwerk Anschluss

    - AP (2,4 GHz) für Tablets

    - Fixtures von MagicQ

    - Tablet oder Monitor kann unabhängige Screens anzeigen

    - Ich als Tonler kanns bedienen ;)

    - Auch in fortgeschrittenem Alter noch ohne Sehhilfe zu bedienen

    - Preis

    - Visualisierung und Offline Editor sollen kommen

    - Verarbeitung


    cons

    - Externes Netzteil mit beim Demo Modell schon ausgelutschtem und wackeligem Hohlstecker ohne Verriegelung

    Hoffentlich wird das noch geändert

  • Hmmm,

    die Anzahl der Fixture Fader ist ja fix und es gibt ja keine verschiedenen Layer.

    Evtl. wird das ja in der Software umgeschaltet und ich habe das nicht gefunden bzw. ist noch nicht implementiert.


    Aber in den paar Minuten wo der Focon Mitarbeiter mir das Pult erklärt hat

    habe ich bestimmt auch nicht alle Funktionen gesehen bzw. mir alles merken können.


    Kann da jemand weiterhelfen?

  • Gemäss Webseite unterscheiden sich zwar die Anzahl der Fixturefader, jedoch können so viele Fixtures gesteuert werden, wie es DMX Kanäle gibt. Also 512, 1024 oder 2048 Fixtures. Falls diese Info des Herstellers stimmt, muss es ja eine Umschaltfunktion geben.


    Link: http://www.chamsysquickq.com

  • Hab mir das neue Chamsys pult heute mal vorführen lassen und den Vertriebler mit einigen Fragen gelöchert.

    Optik & Haptik:
    Bis auf das externe Netzteil sieht das recht edel aus und fühlt sich auch so an.
    Qualität scheint auf den ersten Blick in Ordnung. Display ist auch gut lesbar und groß genug.
    Dabei ist das Pult noch angenehm klein und leicht, selbst das "Große".


    Funktionen:
    Vieles wurde ja schon beschrieben oder steht auf der Website.


    Zu den Fadern - die auf der linken Seite sind umschaltbar zwischen

    • Intensity / Dimmer / Auswahl für ein einzelnes pro Gerät
    • Gruppen Dimmer / Auswahl einer Gruppe (imho. gute Idee)
    • Cue / Szenen Speicherplatz bzw. Fader

    Die 10 Fader rechts unter dem Display (bei der 20er/30er) sind Playbacks / Chases - "not pageable" - der Einfachheit halber gibt es keine umschaltbaren seiten. Playbacks können als chase (Dauerschleife gleiches Timing) oder Cue stacks ("einzelnes abfeuern von Cues") abgerufen werden.


    Zur Frage wie viele Geräte unterstützt werden: Maximal so viele wie DMX Kanäle. Auf den Fadern links liegen automatisch die Headnummern 1 bis "Anzahl fader", der Rest kann über den Touchscreen angewählt werden.
    Alle Geräte können auf dem Display frei per drag&drop plaziert werden so wie die Geräte auf der Bühne. Erleichtert das auswählen des richtigen Gerätes.

    Zum Programmieren:
    Sehr einfach. Gerät(e) auswählen, wählen was man einstellen möchte und änder. n(Farbe, Beam/Gobo, Position etc.), entweder als Pallete speichern oder direkt auf ein Playback / Cue legen. Fertig.
    Ganz ohne "Programmer" fenster oder ähnliches.

    Color picker ist auch drin. Effekte sind auch drin, bereits jeweils passend als Auswahl bei Farbe, Beam, Position sortiert. Auf den ersten Blick alles was man so brauchen könnte in der Größe.

    Anstatt mit Syntax oder encodern (encoder gibt es natürlich auch) wird viel mit Grafiken auf dem Display gearbeitet, Z.B. alle gobos werden in angezeigt und lassen sich durchblättern wie früher die CD cover bei Apple auf einem ipod. Iris oder Zoom lassen sich z.B mit 2 Fingern und Gesten wie man sie vom Smartphone kennt einstellen.


    Patch ist auch einfach, sogar RDM fähig (wer es braucht...)
    Mit Textsuche nach den Geräten - erste Buchstaben eingeben, es wird gefiltert und dann einfach auswählen.
    Das Pult arbeitet mit der gleichen Fixture Datenbank wie MagicQ - da ist bereits jetzt ziemlich alles drin. Die Showfiles sind kompatibel - mit den Einschränkungen natürlich die das kleine Pult mit sich bringt. Visualisierer ist anscheinend gleich wie bei MagicQ, einen offline editor gab es auch schon zu sehen der aber nur fürs pre-programming ist und kein DMX ausgibt.


    Nach Auskunft arbeitet Chamsys noch an der Software, einige Dinge sind in der auf der Messe gezeigten Version noch nicht implementiert die aber kommen sollen. Das Pult ist anscheinend auch erst in ein paar Wochen lieferbar. Da ich Chamsys von der MQ Serie her kenne glaube ich denen auch das die Software laufend verbessert wird.

  • Das klingt also schonmal toll! Bleibt zu hoffen, dass am Netzteil noch nachgebessert wird. Das Pult schliesst tatsächlich (in meinen Augen) eine Marktlücke.


    Falls noch jemand fragen kann - wie spielt das grosse Pult mit 3 Ausgängen 4 Universen an? Kann man ein Midipult über USB anschliessen? Das wäre supercool.

  • zegi Frage 1: ArtNet
    Zum Beispiel mit sowas: https://www.musik-produktiv.ch…-node-box-4-port-xlr.html


    Aber mehr weiss ich dann auch schon nicht mehr darüber 8o. Dafür gibt's Lichtler, die sowas können...

    Jeder Artnet zu DMX wandler funktioniert. Swisson soll gut sein, selber habe ich ELC im Einsatz - Seit Jahren ohne irgendwelche Probleme. Sind aber preislich im oberen Bereich.
    Gibt auch günstigere Produkte mit 8 Ausgängen für unter 400 Euro von diversen Handelsmarken die ebenso funktionieren sollen oder einfache Konverter mit einem Universe, z.b. von Enttec.

    Da Dank der kanalfressenden LED Technik mittlerweile selbst kleinere Veranstaltungen in Festhallen auf dem Dorf schnell mal 2-6 Universen verbrauchen lege ich ein Ethernetkabel vom "FOH" auf die Bühne, darüber gehen dann alle Universes auf einmal. Zum Lampen testen, programmieren und einleuchten hab ich ein WLAN, wenn es "ernst" wird benutze ich lieber was Kabel gebundenes.


    Für die Zielgruppe des Pultes sollten die zwei oder drei direkten Ausgänge aus meiner Sicht reichen.


    Bzgl. LED

    Der Mitarbeiter von Chamsys am Messestand erklärte mir das in die Software auch eine sehr einfache pixelmap engine eingebaut werden soll, weniger für Video, mehr um z.B. mit einem Satz LED Bars auf der Bühne schnell was ansehnliches zu produzieren. Das geht zwar heute schon "manuell" oder per Color FX - mit einer solchen Engine aber mit weniger Arbeit und abwechslungsreicher.