Medienserver... Software?

  • Okay, der projektor ist ein Epson EB-L1505U.

    Lehrer kompatibel muss das alles nich sein, die haben ihre Bedienfeld, wo hdmi aus der Wand kommt. Mit HDCP und SDI sehe ich kein Problem, da von hinten aus der Regie keine geschützten Sachen eingespielt werden.

    Dann solltet ihr euer Signal entweder auch da einspeisen oder euch einen entsprechenden Anschluss in die Regie legen lassen. Mit HDSDI macht ihr ohne entsprechende Zuspieler (Kameraregie, Medienserver mit HDSDI-Ausgang) buchstäblich die Büchse der Pandora auf. HDCP ist nicht nur bei geschützten Inhalten aktiv, viele moderne Rechner aktivieren das grundsätzlich wenn sie nicht explizit vom gespeisten Gerät dazu gezwungen werden "non-compliant" zu werden. Gerade das machen die BMD-Wandler nicht sauber, die sind dafür gedacht vom HDMI-Ausgang einer Kamera oder eines Recorders gespeist zu werden.


    Ausserdem ist es keine gute Idee wenn in einer neuen Festinstallation ohne Rücksprache mit der Installationsfirma einfach Laien zusätzliche Leitungen direkt an Geräte anschliessen. Wenn das nicht gerade von irgendeinem lokalen Bastler installiert wurde war es das im Schadensfall mit der Gewährleistung. Gerade HDSDI ist da problematisch, wenn die Erdungsverhältnisse ungünstig sind kann man sich da schon mal das Input Board vom Projektor zerschiessen wenn der speisende Rechner an der falschen Steckdose hängt.


    robiotik schrieb:

    Ich hab mir grad mal die Demo von SCS gezogen, ist cool, macht was es soll.

    Hat jemand zufällig ne Idee, wie ich das vom lichtpult aus steuern könnte? (Etc Colorsource 20AV), sollte mit artnet ja irgendwie machbar sein

    Genau für so was ist Arkaos MM Express gedacht. Euer Pult hat einen Artnet-Ausgang mit dem man den Server ohne weitere Hardware direkt ansteuern kann. Dann legt ihr euch einfach je ein Videofile auf einen Fader am Pult, stellt die Parameter (Geschwindigkeit, Grösse, Effekte) lokal in Arkaos ein und macht aus dem ganzen im Pult eine Cueliste. Da könnt ihr dann auch bei den Proben beliebig vor und zurück springen und es wird immer das richtige Audio- und Videofile abgespielt.

    Freie oder Open Source-Lösungen in dem Bereich existieren, der Frustfaktor ist aber teilweise enorm hoch weil die geringe Anzahl der User und Mitentwickler verhindert dass da wirklich stabil laufende, benutzerfreundliche Software draus wird. Das würde ich euch nicht empfehlen, auch in einer Schule ist die Zeit begrenzt die die betreuende Person bereit ist zu investieren.

    Bei SCS braucht ihr für eine vernünftige Pultansteuerung die grosse Version (Professional Plus aufwärts). Die Videomöglichkeiten sind auch relativ eingeschränkt und umständlich zu bedienen, das ist in erster Linie ein Audioplayer.


    Edith fragt sich noch wie gross euer Lichtsetup eigentlich ist. Die Colorsource-Serie kann nur 80 Dimmerkanäle oder Fixtures insgesamt verwalten.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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  • warum wird nicht einfach HDMI verkabelt?

    Dann könnte man den Projektor auch nativ anfahren.

    Ich sehe hier keine Berechtigung für SDI.

    wegen der Leistungslänge.

    SDI war jetzt das schnellste, weil ich nur noch nen wandler brauchte.
    Wir haben samstags aktuell immer Proben, deshalb ist das mit dem Kabel grad ne Notlösung

  • Du hast eine ColorSource 20 AV, die hat zum einen einen integrierten Videoeffektgenerator, zum anderen einen HDMI Ausgang. Was willst du denn da mit SDI?

    Ja, das dachte ich mir auch, „kann doch Videos abspielen“... ne.. kann sie nicht


    daraufhin habe ich den Support angeschrieben und folgende Antwort bekommen:


    „vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider ist es nicht möglich mit ColorSource AV Videoclips abzuspielen.

    Unterstütze Formate sind auf Audio- und Bilddateien begrenzt“

  • Video mit dem Pult auszugeben ist Spielerei. Der HDMI-Ausgang ist eigentlich zum Anschluss eines Monitors für Patching, Output Monitor und Cuelisten da.

    Was evtl sinnvoll sein könnte ist das Pult als reiner Audiozuspieler zu nutzen um DMX-Kanäle Richtung Medienserver zu sparen.

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  • Zuerst einmal ist wohl die langfristig beste Lösung, den Projektor mir HDBaseT anzufahren. Das wird nativ von diesem Projektor unterstützt und kann im Gegensatz zu den anderen Möglichkeiten auch HDCP.


    Die nächste Frage ist, was man denn eigentlich machen will. Videos abspielen? VJ Untermalung? Mapping?

    Für einfache Shows reicht so etwas wie SCS vollkommen aus. Wenn man doch eher Richtung VJ will, kann man sich Resolume oder für Mapping-Geschichten auch HeavyM anschauen. Das sollte alles preislich passen und vom Funktionsumfang her mehr als genug für eine Schule bieten.

  • Ich hab mir grad mal die Demo von SCS gezogen, ist cool, macht was es soll.

    Hat jemand zufällig ne Idee, wie ich das vom lichtpult aus steuern könnte? (Etc Colorsource 20AV), sollte mit artnet ja irgendwie machbar sein

    Ich würde das genau umgekehrt machen, und die Colorsource aus SCS aus steuern. In SCS hättest du dann eine Cueliste mit sämtlichen Cues (Ton Einspieler, Licht, Projektion... ), die du dann nur noch zum richtigen Zeitpunkt triggern müsstest. Die AV Variante der Colorsource lässt sich über OSC fernsteuern, und SCS kann OSC Befehle ausgeben. OSC scheint mir also der logische Weg zu sein, um beide Systeme miteinander reden zu lassen.

  • Was ich mir auch Vorstellen könnte ist Song Beamer oder Pro Presenter. Mit beiden Programmen kann man leicht und günstig Videos abspielen, sowie Folien und Bilder. So wie Effektloops zum Teil sogar als Hintergrund für Texte...

    Klares Nein zu ProPresenter und allem anderen was von Renewed Vision kommt. Die haben ihre Abspielengine überhaupt nicht im Griff, das ist noch schlimmer als bei Playback Pro...

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  • Ich würde das genau umgekehrt machen, und die Colorsource aus SCS aus steuern. In SCS hättest du dann eine Cueliste mit sämtlichen Cues (Ton Einspieler, Licht, Projektion... ), die du dann nur noch zum richtigen Zeitpunkt triggern müsstest. Die AV Variante der Colorsource lässt sich über OSC fernsteuern, und SCS kann OSC Befehle ausgeben. OSC scheint mir also der logische Weg zu sein, um beide Systeme miteinander reden zu lassen.

    Das funktioniert, ist aber in einer Umgebung in der Lichtdesign und Medieneinsatz während der Proben erst entwickelt werden (Schule, Amateurtheater) sehr umständlich zu programmieren. Video- und Audiozuspieler aus einer Licht-Cueliste abzufahren ist dort wesentlich flexibler.

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