Musikalische DMX Software?

  • Moin,


    gibt es eigentlich DMX Software, die "musikalisch denkt"?


    Damit ist gemeint: Statt absoluter Zeiten in "hh:mm:ss" bitte relative Zeiten in "bar:beat:16tel". So eine Art Cubase/Logic/Live mit DMX Ausgabe? Es würde ja schon reichen, wenn die Cuelists für Fade-in/Wait/Fade-out wenigstens auf MIDI Clock arbeiten würden und nicht mit absoluten Werten in ms....


    Bisher hab ich QLC+ im Einsatz und rufe dort einzelne Szenen über MIDI Notes ab. Aber das ist nur bei statischen Elementen sinnvoll, die Cuelists laufen einfach im gesetzten Tempo durch. Jetzt für jeden BPM Wert separate Cuelists basteln ist nicht wirklich der Bringer.


    Probiert habe ich auch mal Lightjams, da kann man zwar nicht sagen: Diesen Sinusgenerator bitte mit einer Frequenz von 2 Takten laufen lassen und den Moving Head damit bewegen, aber man kann immerhin über ein kleines Scripting genau das erreichen. Ist halt nicht sehr ergonomisch.


    Was ich suche gibt es zB bei VJ Software: Resolume kann genau das (Fade in dieses Clips über 4 Takte, danach Blackout, dann von vorne). Es ist aber nicht wirklich zum Ansteuern von Moving Heads und anderen traditionellen Fixtures ausgelegt. Das gleiche gilt für madrix: Top für alles was mit LEDs zu tun hat, aber für normale fixtures eher nicht.


    Da muss es doch was geben?

  • ...meinst Du 'nen Midi-Click ?

    sollte eigentlich jeder DAW können - Metronom / Klick per Midi Ausspielen ist eigentlich Standard.

    Das kannste per z.B. Midi-Ox in Deine Lichtsteuerungs-Software wieder reinholen (falls die Midi-In kennt)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

  • Das Problem ist: Was macht die Lichtsoftware damit.


    Viele können MIDI In verarbeiten, aber nur im Sinne von "Wenn MIDI Note 65 ankommt, rufe Szene 123 auf". Und wenn so eine Szene zB ein Fade-In hat, läuft das eben mit zB 500ms ab.


    Was ich suche: Eine DMX Software, die ihre Zeiten nicht in fixen ms Werten hat, sondern auf Tempoänderung reagiert. Wenn ein Fade-In zB über einen ganzen Takt gehen soll, müsste die Software das automatisch anpassen, je nachdem ob der Song jetzt 90 BPM oder 120 BPM hat.


    Ich hab auch schon überlegt, alles via MIDI CC zu steuern und im Sequenzer zu machen, aber das hat 2 Nachteile: Erstens hat MIDI nur 7-bit Auflösung statt 8-bit und zweitens wird der MIDI Bus mit CC ziemlich schnell zugemüllt. Das ist ja schon bei Synths ein Thema, wenn man nur eine Handvoll Werte übertragen will - 4 DMX universes über MIDI CC ist da eher nicht angesagt.

  • Moin,

    im DJ-Bereich macht Soundswitch etwas in die Richtung, wenn ich dein Anliegen richtig verstehe. Da kommt allerdings kein Midi zum Einsatz, sondern ein eigenes Protokoll und eine eigene Analyse-/Editorsoftware, die die gespielten Tracks analysiert.


    Kenne ich nicht persönlich, hab's neulich aber mal bei einem Kollegen gesehen.


    Infos: https://www.soundswitch.com/


    Gruß

    Lino

  • Werd ich mir mal ansehen, danke!


    Audioanalyse alleine hat den Nachteil, dass erst mal Audio da sein muss :P. Das kann in ruhigen Passagen dann mal schnell dunkel werden. Aber: Ein paar Grundelemente mit einer DMX Software setzen und dann mit Audioanalyse andere Elemente dazu geben, das klingt wie ein Plan.


    Hollyhock Usine (https://www.brainmodular.com) ist mir gestern untergekommen. Sieht zwar erstmal komplex aus, aber könnte das richtige Tool sein, um Licht, Ton und MIDI miteinander zu verbinden. Werde das am WE mal austesten.

  • Du kannst in der DAW eine Midispur anlegen und jeweils eine Note auf dem entsprechenden Takt Senden. In der Lichtkonsole oder Software kannst du dann diese Note zum Triggern des Global Tap verwenden... so funktioniert es zumindest bei Chamsys ;)

  • Dirty Hack, aber dürfte funktionieren ;)


    Ich hoffe ja noch darauf, dass man mit Resolume Arena+Wire noch etwas basteln kann, bei denen stimmt zumindest schon mal die grundsätzliche Ausrichtung auf Beats+Bars.


    Die Suche geht weiter ^^