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Cobranet und Wlan

  • thebassbox
  • 28. Mai 2017 um 14:42
  • thebassbox
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    107
    • 28. Mai 2017 um 14:42
    • #1

    Hallo Leute


    Ich hab mir letztens Cobranet Geräte gekauft.

    DRC 0202A Network Audio Transmitter

    http://www.c-markaudio.com/en/index.php/P…ew-id-1009.html

    hat damit schon mal einer von euch gearbeitet?

    Mein Problem ist das die Geräte im normalen Lan super arbeiten, aber sobald ich übers Wlan übertragen will ruckelt es nur mehr.


    Beste Grüße

  • yamaha4711
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    • 28. Mai 2017 um 15:48
    • #2

    Naja, WLAN ist eben immer eine Behelfslösung, denn die stabilste Verbindung zwischen zwei Geräten ist eine Leitung.

    Ich denke mal, dass es durchaus an mangelnder Bandbreite liegt und evtl. an einer hohen Fehlerkorrekturrate.

    LAN macht halt 100MBit oder mittlerweile 1GBit.

    WLAN ist halt in der Regel bei 25MBit Schicht. Auch nimmt die Bandbreite eben deutlich mit der Entfernung zum AccesPoint ab. Die 54MBit oder gar >100MBit erreicht man in der Regel niemals und ist einfach nur Marketinggeblubber.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • audiobo
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    7
    • 28. Mai 2017 um 18:53
    • #3

    Die höhere Latenz (Ping) nicht zu vergessen - Cobranet ist zwar nicht das schnellste Protokoll, aber WiFi dürfte auch dafür noch einfach zu viel Verzögerung haben. Bzw. sperrt es sich vermutlich einfach dagegen.

  • HenrySalayne
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    • 28. Mai 2017 um 22:22
    • #4
    Zitat von yamaha4711

    LAN macht halt 100MBit oder mittlerweile 1GBit.

    Wäre 1000Base-T (bzw. 802.3ab) ein Mensch, würde es dieses Jahr die Hochschulreife erlangen oder alternativ so langsam die Ausbildung beenden. Das ist also kein "Neuland" mehr, sondern so langsam ein antiquierter Standard. Das 10GBase-T noch keine nennenswerte Verbreitung erreicht hat, liegt einerseits an der etwas höheren Leistungsaufnahme dieser Komponenten und auch einfach daran, dass RJ45-Kabel im Consumer-Bereich nicht mehr Hip sind. Von der mangelnden Sinnhaftigkeit für 98% der Anwender und Anwendungen einmal abgesehen.

    Aber kommen wir mal auf das Problem WLAN zurück. WLAN ist nicht mit einem drahtloser Kabelverbindung gleichzusetzen, sondern sorgt dafür, dass ein Access-Point mit vielen Geräten kommunizieren kann. Dementsprechend mag die erreichbare Nutzdatenrate mittlerweile knapp unter der Gigabit-Schwelle liegen, allerdings ist diese Bandbreite nicht garantiert und auch die Latenz lässt zu wünschen übrig (es müssen eben auch mal andere Clients an die Reihe kommen und das läuft dadurch ab, dass man eben immer mal wieder kurz wartet, ob nicht auch jemand anderes etwas zu melden hat).
    Wenn man also zeitkritische Daten drahtlos von A nach B transportieren will, sollte man das entweder mit einer Richtfunkstrecke machen oder bestenfalls lassen und ein Kabel nehmen.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • Marian Humann
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    • 29. Mai 2017 um 09:53
    • #5
    Zitat von yamaha4711

    LAN macht halt 100MBit oder mittlerweile 1GBit.

    WLAN ist halt in der Regel bei 25MBit Schicht. Auch nimmt die Bandbreite eben deutlich mit der Entfernung zum AccesPoint ab. Die 54MBit oder gar >100MBit erreicht man in der Regel niemals und ist einfach nur Marketinggeblubber.

    was? 8| hab hier daheim nur einen AP und kann über WLAN-n Problemlos 100MBit/s laden und senden, in jeder Ecke des Hauses :-O

    Unabhängig davon funktionieren zeitkritische Echtzeitsignale ohne Fehlerkorrekturmöglichkeiten, bei denen es auf jedes einzelne Paket ankommt, kaum über WLAN. Wenn beim Videobild ein paar Pixel fehlen ist das nicht so schlimm, wenn beim Licht ein paar Bewegungen eckig werden ist das nicht so schlimm, wenn beim Ton etwas fehlt knackt es.

  • wora
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    • 29. Mai 2017 um 11:09
    • #6
    Zitat von HenrySalayne

    Wenn man also zeitkritische Daten drahtlos von A nach B transportieren will, sollte man das entweder mit einer Richtfunkstrecke machen oder bestenfalls lassen und ein Kabel nehmen.

    so sieht das aus.

    audiodaten kann man über WLAN übertragen, aber es gibt hier keine garantie dass es ohne unterbrechnungen funktioniert. vor allem wenn man dabei mehr als ein stereosignal übertragen möchte. wenn man also auf nummer sicher gehen muss/möchte, dann kommt man um eine kabelverbindung nicht herum.

    oder eben, wenn es gar nicht anders machbar ist, eine funkstrecke. ob es dann sogar eine richtfunkstrecke sein muss, entscheidet die anwendung.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • yamaha4711
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    • 29. Mai 2017 um 13:49
    • #7
    Zitat von Marian Humann

    hab hier daheim nur einen AP und kann über WLAN-n Problemlos 100MBit/s laden und senden, in jeder Ecke des Hauses

    Hast du das mal gemessen?

    Womöglich ist das nur die Bruttorate und oder gar das was die dein Treiber erzählt.

    Kopier doch einfach mal ne entsprechend große Datei über dein WLAN und schau mal ob das wirklich so ist. Bei mir gehen in aller Regel nicht mehr als 25 MBit, im günstigen Fall mal 50 MBit, wenn der N Mode aktiv werden kann.

    Zitat von wora

    wenn man also auf nummer sicher gehen muss/möchte, dann kommt man um eine kabelverbindung nicht herum.

    So ischt es.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • simonstpauli
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    • 30. Mai 2017 um 09:18
    • #8

    Ich bringe es mal auf den Punkt: Cobranet funktioniert nicht über WLAN.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Jeremy
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    • 30. Mai 2017 um 10:49
    • #9

    Ich beschäftige mich in einem meiner Paralleluniversen mit Breitbandausbau und öffentlichen WLANs. (Nein, weder beim großen T noch beim großen V, ich bin da unabhängig). Nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, bis in einem großen Gastronomiebetrieb am touristisch genutzten Flussufer sowohl der private WLAN-Bereich für die WLAN-Terminals (technisch betrachtet sind das schnöde Android-Smartphones mit spezieller Software) als auch das öffentliche WLAN stabil und performant gelaufen sind, und zwar auch wenn gleichzeitig ein paar hundert Smartphones auf zwei Beinen versucht haben, die Vorbeifahrt des festlich beleuchteten Schiffes (welches mit seinem Radar gem. ETSI EN 301 893 zunächst mal alle Nutzer aus dem Band scheuchen kann, bis ein neuer Kanal gefunden wird) zu filmen und zu posten, würde ich einem WLAN nichts mehr anvertrauen, das unterhalb einer Sekunde zeitkritisch ist.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • thebassbox
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    • 4. Juni 2017 um 15:24
    • #10

    kennt einer von euch MOTO AVB?

    geht das über wlan? in der Beschreibung steht immer nur Steuerung über wlan?

    welche andere alternativen gibt es vom cobranet was über wlan geht?

    ein delay von bis zu 100ms wäre ok, mir ist auch klar das das wlan schnell sein muss.

  • audiobo
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    • 5. Juni 2017 um 04:58
    • #11
    Zitat von thebassbox

    geht das über wlan?

    Nö.

    Was hast du überhaupt vor?

  • marcoboy
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    • 5. Juni 2017 um 07:45
    • #12

    normaler UDP Steam wenn >100ms kein Problem sind. Ich würde aber zu einen wlan Router greifen der den neusten Standard unterstützt und somit in der Lage ist solch einen Stream zu priorisieren. Außerdem würde ich die Buffer sehr groß machen. Die 100ms sind trotzdem nur schwer zu erfüllen schätze ich.

    Das Problem beim Wlan ist das es anders funktioniert als das Kupfer. Nicht nur weil es durch die Luft geht sondern auch wer wann senden darf oder auch nicht. Das führt dazu das das ganze zeitlich nicht planbar ist.

    Das ganze führt schon selbst bei simplen Sachen wie Artnet zu Verwerfungen die nicht unerheblich sind. Nur dort fällt ein fehlenden Frame nicht auf.


    Einmal editiert, zuletzt von marcoboy (5. Juni 2017 um 07:52)

  • simonstpauli
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    • 6. Juni 2017 um 10:42
    • #13

    Ich muß mich korrigieren, Cobranet läuft grundsätzlich über WLAN, es wird aber niemals so stabil laufen, wie wir uns das wünschen. Das WLAN-Layer1 ist einfach zu schlecht für die Synchronisation, weil eine stetige Propagation der Clock-Signale nicht gewährleistet werden kann. WLAN ist einfach nicht für derart zeitkritische Layer2 und Layer3-Protokolle geeignet.

    Demzufolge kannst Du alle gängigen Layer2 und Layer3 - Audio-Protokolle über WLAN nicht betreiben.

    Was funktioniert, ist Streamin mit wenigen Kanälen und Abstrichen bei der Latenz und der Ausfallrate von einzelnen Paketen. Streams können unter diesen Bedingungen relativ stabil laufen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Bodenanker
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    • 1. September 2017 um 20:38
    • #14
    Zitat von thebassbox

    kennt einer von euch MOTO AVB?

    geht das über wlan? in der Beschreibung steht immer nur Steuerung über wlan?

    welche andere alternativen gibt es vom cobranet was über wlan geht?

    ein delay von bis zu 100ms wäre ok, mir ist auch klar das das wlan schnell sein muss.

    Nein, aus mehreren Gründen.

    der wichtigste:

    AVB (TSN) braucht spezielle Netzwerk-Switches, in diesem Fall denn AVB Switch von Motu....

    Eine Fritzbox oder anders gearteter WLAN-AccesPoint können die Pakete garnicht handeln.

    By the way ist AVB nicht von Motu, aber lassen wir das.


    Falls Du mal erwähnst, was Du vor hast, würden sich vielleicht weitere Lösungsmöglichkeiten finden lassen.

  • krisusound
    Profi
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    • 1. September 2017 um 21:25
    • #15

    Hallo,

    probier es mal mit

    Unity Intercom bzw. dessen ableger

    Unity Connect

    http://www.unityintercom.com/unity-connect/

    das soll sogar im Flugzeug funktionieren

    Gruß

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