Ja, aber diese Pionierzeiten sind doch schon lange durch.
Von dem Standpunkt aus würde es reichen, das alle 10 Jahre durchzuführen.
Würde ich so nicht unterschreiben. Allerdings stimme ich zu, dass zumindest die letzten vier ESCs ziemlich austauschbar sind. Damit meine ich nicht, dass die sich gestalterisch nicht unterscheiden lassen, aber technologisch ist da kein wahrnehmbarer Unterschied. Der ESC dieses Jahr hätte genau so auch 2023 stattfinden können.
Ich verstehe auch die Problematik. Die Bühne muss sowohl für sich alleine stehen können, als auch als multifunktionale Kulisse für die Bühnenbilder und Inszenierungen der Beiträge dienen, die selbst wiederum mit einer Minute Umbauzeit klar kommen müssen. Erschwerend soll das ganze anstatt als Guckkasten als Theatron oder Arena stattfinden, wodurch bühnennahe Vorbereitungsflächen für größere Bühnenbildteile schlicht nicht möglich sind. Auch wenn dieses Jahr ein paar interessante Bühnenbilder dabei waren, die auch zu spannenden und schönen Kamerabildern führten, ist das konzeptionell doch alles recht austauschbar gewesen, weil es eben auf "dieser Bühne" stattfinden muss.
Regelrecht peinlich war dieses Jahr die "Liveschalte" zu den Korrespondent*innen der votierenden Länder mit der Punktevergabe der Jury. Solch einen miserablen Green-Screen-Einsatz habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Man sollte meinen, dass genau das doch eigentlich das Steckenpferd der EBU ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich die Jurymitglieder die GP am Vortag anschauen und bereits dann ihr Urteil fällen, erscheint das noch deutlich unsinniger.
Ich sehe perspektivisch die nächsten Jahre aber ganz ähnliche Konzepte mit LED-Boden und LED-Wänden plus einen riesigen Haufen Lampen. Schön wäre aber ein neues Konzept. Wie wäre es mal mit zwei gegenüberliegenden Bühnen und einer kleinen Moderationsbühne in der Mitte? Es gäbe so viele Möglichkeiten.