Ich muss für einen Kunden eine 20mx15m und 8m hohe Industriehalle "bunt machen" als Festinstallation. Es geht mehr oder weniger um reine Architekturbeleuchtung, die vor allem privat oder bei kleinen Feiern ein paar Mal im Jahr genutzt werden soll. Es werden so an die 30-40 Lichtbars / Spots verbaut werden. Budget pro Leuchte sind ca. 160 bis 200 EUR brutto, also kein Premium, aber auch nicht unterstes Level.
Nun habe ich 2 Lichtler gefragt und quasi 4 Antworten zum Thema Verkabelung /Steuerung bekommen:
1) Variante 1 - Kabel
"Festinstallation, daher alles festverkabelt -> größte Ausfallsicherheit. Alle Leuchten in/out durchverkabeln. Strom muss ja eh gelegt werden. Finger weg von Wireless - funkt alles im 2,4 Ghz Bereich, da sind jede Menge Handys, WLANs und Co unterwegs, da haste nur Ärger"
Ich frage mich allerdings was passiert, wenn mal ein Gerät ausfällt - gibts dann ein Problem mit dem DMX Signal?
2) Wireless DMX und Kabel
"Bei jeder Leuchten-Reihe das erste Gerät via Wireless DMX Stick anfunken, dann via Kabel DMX (und Strom) weiterschleifen. Minimiertes Ausfallrisiko und deutlich weniger Verkabelaufwand." Bedeutet dann aber auch, fällt der DMX Stick aus, fällt die ganz Reihe aus.
3) Wireless DMX
"Jede Leuchte mit Wireless DMX, Strom dran und weiterschleifen, fertig. Kostet zwar etwas mehr, sparste aber bei der Verkabelung"
4) Hue / Zigbee
"Nimm einfach Consumergeräte, Philipps Hue etc, easy übers Handy zu steuern, WLAN / Zigbee usw. Mhm, zum einen ist die Lösung jetzt auch nicht super günstig, zum anderen fehlt es da gefühlt auch an Lichtstärke.
Steuerung - die muss eigentlich nicht viel können. Farbenwechseln, Dimmen, Farben auswählen, Partymodus - für Amateure leicht zu bedienen:
a) Vorprogrammierte DMX Steuerung
"Nimm sowas wie Eurolite Easyshow, das ist Deppensicher und wenig Aufwand. Ipad App ist nur eine zusätzliche Fehlerquelle". Sieht auf den ersten Blick eigentlich genau nach dem aus, was ich benötige. Aber halt irgendwie auch wie aus den 90s - ein schönes Touchpad an der Wand macht da mehr her, wirkt moderner.
b) iPad + WDMX Interface + Software / App
"Nimm sowas wie Eurolite-freedmx, programmiere das ganze via Laptop, Kunde kann dann via iPad und App das ganze easy bedienen".
Jemand ein paar Tipps und Erfahren? Zu CRMX gibts eigentlich relativ positive Erfahrungen im Forum, soweit ich mich da nicht täusche.
Erfahrungen Wireless DMX
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Kombinier Variante 1 und 3, das ist noch betriebssicherer (Sozusagen Variante 5)


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frag mal ob die ein knx sxstem haben. das kann man auf dmx umsetzen. ansonsten geht im grunde jede lichtsteuerung. du mußt dir halt nur überlegen wie du die ansteuerst. so ein dmx recorder hat ja öfter einen steuereingang den man extern leicht nutzen kann.
bei einer festinstallation würde ich eigentlich nur funken, wenn das kabelziehen deutlich aufwändiger ist.
jedes gerät einzeln anfunken macht keinen sinn, eventuell eben strandweise. funk dmx habe ich durch 1500 handys geschickt über 40m und das ist einwandfrei gelaufen.
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Ich muss für einen Kunden eine 20mx15m und 8m hohe Industriehalle "bunt machen" als Festinstallation. Es geht mehr oder weniger um reine Architekturbeleuchtung, die vor allem privat oder bei kleinen Feiern ein paar Mal im Jahr genutzt werden soll. Es werden so an die 30-40 Lichtbars / Spots verbaut werden. Budget pro Leuchte sind ca. 160 bis 200 EUR brutto, also kein Premium, aber auch nicht unterstes Level.
Du solltest deinem Kunden als erstes klar machen dass er für das Geld keine dauerhaft haltbaren Leuchten bekommt. Dafür gibt's nicht mal die Mittelklasse von Litecraft o.ä. , das reicht nur für günstiges Chinazeug das nach 3-4 Jahren durch ist.
Zum anderen würde ich bei dem Budget ganz klar die Finger von allem lassen was drahtlos ist. Alle Lampen gruppenweise (10-12 Stück) verkabeln und mit einem DMX-Splitter https://www.visualproductions.nl/products/rdmsplitter einspeisen. Als Steuerung z.B. so was: https://www.visualproductions.nl/products/cuecore2 oder so was https://www.visualproductions.nl/products/lpu2
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ZigBee und Hue würde ich nicht nehmen. Wenn sich das System wegen eines Stromausfalls o. ä. verschluckt, hat man richtig ins Klo gegriffen. Das fällt auch genau dann erst auf, wenn die VA gleich losgehen soll.
Am besten wäre die klassische DMX-Leitung. Die meisten Fixtures - gerade in diesem Preissegment - sind einfach durchgeschliffen. Der Ausfall eines Geräts sollte also keine Probleme verursachen. Es braucht allerdings bei 40 Lampen noch einen Splitter und man sollte die Lampen auf 4 Linien aufteilen.
Die Frage ist aber, ob das finanziell zu machen ist. Bei 160 € pro Fixture sind die Installationskosten (Material + Arbeitszeit + Arbeitsmittel) wahrscheinlich pro Beleuchtungskörper höher als der Anschaffungspreis.
Ich würde auch auf jeden Fall auf einen klassischen DMX-Recorder wie Swisson XRC-200 setzen. Auch wenn das etwas anachronistisch wirkt, ist Robustheit bei solchen Szenarios ein riesiger Vorteil.
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Wenn die Steuerung nicht schnell sein muss, also viele statische Farben und langsame Farbwechsel, dann ist Dali das Mittel der Wahl um den Verkabelungsaufwand klein zu halten.
5x1,5 oder 5x2,5 je nach Strecke ziehen, Visual Productions DaliCore oder Nicolaudie DINA als Steuerung. Dann kann man punktuell mit DMX kombinieren.
Der erreichbare Effekt mit 48V LED Strips, Netzteil und Dali-Treiber ist enorm und du machst viel Strecke.
Wenn es DMX sein soll finde ich als preiswerte Steuerung Briteq LD-1024 Wall gut für den Zweck.
Programmierbare Tasten, livebearbeitung per Rechner und integrierter Merger um einfach ein Pult anzustecken, wenn man mehr Kontrolle über Fader braucht.
Wenn DMX umgesetzt wird auf jeden Fall Kabel. Ein CAT6 Simplex installationskabel kostet kaum was und du hast noch hochwertige Adernpaare für später frei.
KNX-DMX Gateway nur um als zusätzliche Alltagssteuerung in bestehendes KNX zu integrieren.
Was Schnittstellen angeht sind die Gateways alle irgendwie Krücken. Das einzige was halbwegs ordentlich funktioniert sind WagoIO oder Beckhoff, aber das ist kostenintensiv und Programmierung muss man können.
KNX Aktorkanäle zum Szenenabruf auf Tastereingänge der DMX-Steuerung ist die einfacher zu debugende Schnittstelle.
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Der erreichbare Effekt mit 48V LED Strips, Netzteil und Dali-Treiber ist enorm und du machst viel Strecke.
Enorm ist aber auch der mechanische Aufwand um die LED-Streifen halbwegs geschützt irgendwo einzubauen. Das mag in einem Neubau noch angehen, im Bestand artet das schnell in uferloses Gebastel aus...
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Enorm ist aber auch der mechanische Aufwand um die LED-Streifen halbwegs geschützt irgendwo einzubauen.
3m Stangen Aluprofil, dazu pro Meter eine Befestigungsklammer.
Die Ansage ist Industriehalle, also gibt's aller Wahrscheinlichkeit nach offene Träger, Trapezblech etc. woran man einfach befestigen kann.
Dann ist das am Ende auch nicht aufwändiger als irgendwelche Bars oder Pars irgendwo fest zu machen.
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Was wird den in der Industriehalle gemacht, wenn grad nicht Party ist?
Sobald Staub und/oder (Wasser-)dampf ins Spiel kommen, sollte man über die IP Einstufung der Scheinwerfer nachdenken (und ich meine jetzt nicht ob IPv4 oder IPv6
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Was wird den in der Industriehalle gemacht, wenn grad nicht Party ist?
Sobald Staub und/oder (Wasser-)dampf ins Spiel kommen, sollte man über die IP Einstufung der Scheinwerfer nachdenken (und ich meine jetzt nicht ob IPv4 oder IPv6
Dort stehen Oldtimer, aber es sind ohnehin kein Geräte mit Lüfter eingeplant.
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Festinstallation = Kabel ziehen - und das nicht nur Strom, sondern gleich auch das DMX.
Das Cuety mit der LPU ist praktisch. Kannste via OSC auch in eine bestehende Netzwerk-Infrastruktur integrieren und dir aus 'ne RaspberryPI und 'nem 7" Touch-Monitor 'n schickes Wandpanel zur Steuerung bauen
